# taz.de -- Unser Fenster in die Ukraine: Vier Jahre Krieg – Medien im Exil
       
       > Leben und arbeiten im Exil: Ukrainische Medienschaffende sprechen über
       > Krieg, geopolitische Risiken und die Rolle der russischen Sprache.
       
       „Zum jetzigen Zeitpunkt hat der Krieg in der Ukraine einen regelrechten
       Marathon-Charakter angenommen“, sagt die ukrainische Journalistin Oksana
       Pugachova im Podcast [1][Freie Rede].
       
       Im Gespräch mit Moderator Tigran Petrosyan analysiert sie die aktuelle Lage
       und warnt vor möglichen geopolitischen Folgen. Besteht eine reale Gefahr,
       dass sich der Krieg auf die baltischen Staaten oder andere Teile Europas
       ausweiten könnte? Wie wahrscheinlich ist ein solches Szenario? Und welche
       Erwartungen knüpft die Ukraine an mögliche Vermittlungsinitiativen der USA?
       
       „Politisch bleibt die Ukraine weiterhin von ihren Partnern abhängig. Wir
       sind bereit, selbst weiterzukämpfen, aber wir sind uns bewusst, dass wir in
       vieler Hinsicht ein abhängiges Land sind – auch wenn wir unseren
       militärisch-industriellen Komplex weiterentwickeln“, betont Pugachova.
       
       ## Die Ostukraine bleibt besetzt
       
       Ein weiterer Schwerpunkt der Episode ist das Leben ukrainischer
       Medienschaffender im Exil. Gemeinsam mit dem Journalisten Yaroslav
       Halchenko spricht Pugachova über ihre Arbeit außerhalb der Ukraine. Beide
       haben ihr Heimatland verlassen und leben heute in der lettischen Hauptstadt
       Riga, da Teile der Ostukraine besetzt sind oder weiterhin als unsicher
       gelten.
       
       Ein besonders sensibles Thema ist die Sprache. Obwohl Russland Krieg gegen
       die Ukraine führt, bleibt die russische Sprache für viele ukrainische
       Journalistinnen und Journalisten ein wichtiges Arbeitsinstrument. Ist das
       eine rein praktische Entscheidung – oder auch eine ethische Frage?
       
       [2][Osteuropa gehört zu den Schwerpunkten der taz Panter Stiftung], die
       dorthin blickt, wo der Zugang zu Informationen immer schwieriger wird –
       Russland und Belarus gehören dazu. Am letzten Tag im Monat erscheint eine
       neue Podcastfolge von „Unser Fenster nach u.a. Russland/Belarus“ im
       Podcastformat „Freie Rede“ der [3][taz Panter Stiftung].
       
       28 Feb 2026
       
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       ## AUTOREN
       
 (DIR) Tigran Petrosyan
       
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