# taz.de -- US-Außenminister in München: Rubio bekennt sich zu transatlantischer Partnerschaft
       
       > Der US-Außenminister findet beschwichtigende Worte auf der Münchner
       > Sicherheitskonferenz, dennoch verteidigt er Trumps Politik. Das Publikum
       > ist erleichtert.
       
 (IMG) Bild: Offenbar der letzte Politiker der Trump-Administration, der seriös ist: Marco Rubio auf der Sicherheitskonferenz, 14. Februar 2026
       
       rtr/dpa | US-Außenminister Marco ‌Rubio hat sich [1][auf der Münchner
       Sicherheitskonferenz] klar zur transatlantischen Partnerschaft bekannt.
       „Wir gehören zusammen“, sagte Rubio am Samstag in der bayerischen
       Landeshauptstadt. Die USA strebten keine Trennung an, sondern wollten ‌eine
       „alte Freundschaft wiederbeleben“. In einer Zeit, in der oft über das Ende
       der transatlantischen Ära spekuliert werde, stelle er klar: „Dies ist weder
       unser Ziel noch unser Wunsch.“
       
       Rubio mahnte neben den versöhnlichen Worten erneut eine Stärkung der
       europäischen Verteidigung an. Washington wolle keine schwachen Verbündeten.
       ‌Die Partner müssten in der Lage sein, sich selbst zu verteidigen, damit
       kein Gegner ⁠es wage, das Bündnis auf die Probe zu stellen. Gemeinsames
       Handeln werde helfen, zu einer vernünftigen Außenpolitik ‌zurückzukehren
       und ‌den Weg in ⁠ein „neues Jahrhundert des Wohlstands“ zu ebnen.
       Erforderlich sei zudem, die westliche ‌Kultur und deren ‌Werte zu schützen,
       sagte Rubio mit Blick auf die Migration.
       
       Den politischen Kurs von Donald Trump verteidigte Rubio energisch. Zugleich
       widersprach er Befürchtungen, die USA könnten sich weiter von Europa
       abwenden. „Wir nehmen unsere und Ihre Zukunft wichtig“, sagte er und sprach
       von einem Schicksal, das verflochten sei. Rubio sagte: „Wir wollen, dass
       Europa stark ist.“
       
       Zum Auftakt seiner Rede würdigte er die Geschichte des transatlantischen
       Bündnisses seit der Nachkriegszeit. Es seien aber Fehler gemacht worden. Er
       sprach von einer Übertragung staatlicher Souveränität an internationale
       Organisationen, während Gegner aufrüsteten. Er kritisierte Beschränkungen
       durch die Klimapolitik, während Konkurrenten fossile Energien nutzten.
       
       ## Merz saß während Rubios Rede nicht im Saal
       
       Auch nannte er die Folgen einer „unkontrollierten Migration“. Die USA
       korrigierten diese Fehler nun. „Wir haben diese Fehler zusammen gemacht“,
       sagte Rubio. Die USA seien bereit, diese Fehler im Alleingang zu
       korrigieren, würden es aber bevorzugen, dies mit den Europäern zu machen.
       Er sagte: „Wir sind Teil einer Zivilisation, der westlichen Zivilisation.“
       
       Rubio bekam für seine versöhnlichen Sätze zwischenzeitlich immer wieder
       Applaus. Beobachter hatten einen schärferen Auftritt befürchtet. Die USA
       hatten sich in ihrer nationalen Sicherheitsstrategie sowie ihrer
       Verteidigungsstrategie zuletzt weiter von Europa entfernt.
       
       Bundeskanzler Friedrich Merz saß während der Rede des Außenministers nicht
       im Saal. Der CDU-Politiker hatte sich bereits am Freitag mit Rubio
       getroffen. Aus deutschen Regierungskreisen hieß es, das Gespräch habe sich
       auf die Situation in der Ukraine konzentriert. Außerdem sei es um die
       europäische Rolle innerhalb der Nato gegangen.
       
       Während seiner eigenen Rede zum Auftakt der Konferenz hatte Merz die Gräben
       zwischen Europa und den USA benannt – und für einen Neustart der
       Beziehungen plädiert. „Wir müssen diesseits und jenseits des Atlantiks zu
       dem Schluss kommen: Zusammen sind wir stärker“, sagte Merz.
       
       ## Rubio: „Wir wissen nicht, ob die Russen es ernst meinen“
       
       Rubio räumte in seiner Rede ein, dass es unklar ist, ob Russland in den von
       US-Präsident Donald Trump initiierten Friedensgesprächen für die Ukraine
       wirklich verhandlungsbereit ist. „Wir wissen nicht, ob die Russen es ernst
       meinen mit der Beendigung des Krieges“, sagte Rubio auf eine entsprechende
       Frage von Veranstaltungsleiter Wolfgang Ischinger.
       
       In Bezug auf China mahnte Rubio zu einem realistischen Umgang. „Niemand
       gibt sich Illusionen hin.“ Es gebe fundamentale Herausforderungen zwischen
       den USA, dem Westen und China, die auf ‌absehbare Zeit bestehen blieben.
       Dennoch seien die USA bestrebt, Konflikte zu vermeiden.
       
       14 Feb 2026
       
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