# taz.de -- Kevin Kühnert zur Erbschaftssteuer: „Es wird eine Neuregelung in dieser Wahlperiode geben“
       
       > Der Ex-Generalsekretär der SPD ist optimistisch, dass eine Steuerreform
       > kommt. Entscheidend sei die Autorität der SPD-Spitze, sagt Kühnert der
       > wochentaz.
       
 (IMG) Bild: „Ich verspüre gar kein Bedürfnis danach“: Kühnert will nicht zurück in die Politik
       
       Der ehemalige SPD-Politiker Kevin Kühnert glaubt, dass sich Union und SPD
       in dieser Legislatur auf eine Reform der Erbschaftssteuer einigen werden,
       die Hochvermögende stärker in die Pflicht nimmt. „Es wird eine Neuregelung
       in dieser Wahlperiode geben“, sagte Kühnert der wochentaz, die am Samstag
       erscheint. „Und deswegen ist es folgerichtig, dass die SPD die Debatte
       begonnen hat“, lobte Kühnert, [1][der seit Ende 2025 für die Bürgerbewegung
       Finanzwende arbeitet], das vor kurzem vorgelegte Erbschaftssteuerkonzept
       seiner Partei.
       
       Die beiden SPD-Vorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil rief Kühnert dazu
       auf, sich in der Koalition für das Projekt einzusetzen. Die Union sei ein
       Koalitionspartner, „der nicht von Haus aus etwas an der Erbschaftsteuer
       ändern will“. Aber messen müsse sich die SPD daran, was sie über die
       Ziellinie bekomme. „Ohne die Autorität von Parteivorsitzenden kommt man da
       nicht weit.“
       
       Kühnert sieht aber auch in Teilen der Union die Bereitschaft zu einer
       Reform: „Ich spreche und verstehe Politik immer noch fließend. Ich habe auf
       der Unionsseite viele Schaufenstersätze gehört, die man halt so sagt, wie
       etwa: Wir werden keiner Erhöhung einer Steuer zustimmen.“
       
       Dabei habe niemand eine Erhöhung gefordert: „Wir von Finanzwende, die SPD
       und in Umfragen auch die Bevölkerung wollen zuvorderst die Begünstigung
       besonders großer Betriebsvermögen abschaffen. Wenn die weg wären, stünden
       zusätzliche Milliardeneinnahmen zur Verfügung, mit denen die Politik an
       anderer Stelle natürlich auch entlasten kann. In diesem Punkt kann man also
       aufeinander zugehen“, sagte Kühnert der wochentaz.
       
       In die Politik will Kühnert derzeit nicht zurückkehren. „Ich verspüre gar
       kein Bedürfnis danach. Ich bin hier bei Finanzwende nicht auf einem
       Parkplatz, auf dem ich warte, bis die Schranke wieder hochgeht, sondern ich
       bin sehr bewusst hier und will bleiben“, sagte er.
       
       13 Feb 2026
       
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