# taz.de -- Film über Frauen-WG: Freundschaft gefunden
> Der Film „Danke für Nichts“ zeigt, wie sich junge Freundinnen auch in
> schweren Zeiten Halt geben. Und hat dabei keine Scheu, Absurditäten
> aufzuzeigen.
(IMG) Bild: Katharina (Lea Drinda) wird von Nonnen aus dem See gezogen
Drei Mädchen hiefen ein anderes Mädchen in ein Bett, ziehen ihr die Schuhe
aus und decken sie zu, sie schläft regungslos weiter. Hat sie zu viel
getrunken? Kommen die Mitbewohnerinnen Katharina, Malou, Ricky und Victoria
von einer Party?
Dass sich unter der Oberfläche alles als ein bisschen anders entpuppt, als
es zunächst scheint, ist ein zentrales Motiv in der deutschen Tragikomödie
„Danke für Nichts“ von [1][Stella Marie Markert:] Victoria studiert nicht,
wie sie ihren reichen Eltern vorgaukelt, ein Sozialarbeiter, den alle nur
Ballack nennen, ist hinter seiner schmierigen Visage ziemlich menschlich,
und Malou hat entgegen der tatsächlichen Anzahl an gesprochenen Worten
ziemlich viel zu sagen.
Und als Katharina in ihr Bett getragen wird, hat sie nicht zu viel
getrunken, sondern versucht, sich umzubringen.
In ihrer eigens geschaffenen Welt ohne Schule, Aufsichtspersonen und
Pflichten, lernt man die Mädchen und ihre verschiedenen Schicksale kennen.
Und zeigt sie, wie sie trotz ihrer Unterschiedlichkeit zusammenhalten. Ihr
oberstes Ziel: Katharina davon abhalten, sich umzubringen, obwohl die
unbedingt vor ihrem 18. Geburtstag sterben will.
## Hang zu Absurditäten
Was jetzt wie ziemlich harter Stoff klingt, ist einfühlsam erzählt, mit
einem Hang zu Absurditäten. Etwa, als Katharina bei einer Psychologin
sitzt. Auf die Frage, ob es in ihrer Familie irgendwelche Probleme mit
psychischen Erkrankungen gebe, antwortet sie: Probleme nicht, alle haben
sehr viel Spaß dran. Oder dass der Sozialarbeiter Ballack wie ein
italienischer Casanova in helles Leinen gekleidet ist.
Am schönsten an dem Film ist der Zusammenhalt zwischen den Freundinnen,
über alle Struggles hinweg. Deshalb findet der Film auch dort sein Ende, wo
er angefangen hat: die vier Mädchen gemeinsam, niemand sonst.
16 Feb 2026
## LINKS
(DIR) [1] https://www.rbb-online.de/rbbkultur-magazin/archiv/20251018_1830/portrait-stella-marie-markert-first-steps-award-debuet-film-kinostart-danke-fuer-nichts.html
## AUTOREN
(DIR) Ann-Kathrin Leclere
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