# taz.de -- Verhandlungen von Iran und USA: Gespräche sollen in Oman statt Türkei stattfinden
> Iran soll fordern, dass die Gespräche mit den USA wie im letzten Jahr in
> Oman stattfinden. Und dass es nur um das Atomprogramm geht – nicht etwa
> um sein Raketenarsenal.
(IMG) Bild: In einem Museum der Revolutionsgarden sind auch Raketen ausgestellt. Teheran am 12. November 2025
ap/dpa/rtr | In Oman sind iranischen Medienberichten zufolge am Freitag
Verhandlungen zwischen Iran und den USA geplant. Oman bestätigte die
Berichte vom Mittwoch zunächst nicht. Das Land [1][war bereits Gastgeber
von mehreren Runden der Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den USA.]
Iran begründete seine Forderung, die geplanten Gespräche mit den USA nach
Oman zu verlegen, mit seinen inhaltlichen Zielen. Die Unterredungen sollten
als Fortsetzung früherer Atomgespräche in dem Golfstaat stattfinden, so ein
Regierungsvertreter aus der Region zur Nachrichtenagentur Reuters. Iran
wolle demnach ausschließlich über sein Atomprogramm sprechen. Die
US-Regierung wolle hingegen auch andere Themen auf die Tagesordnung
setzen, heißt es weiter. Iran habe somit die Änderungen am Format und Ort
der für Freitag geplanten Gespräche gefordert.
Wie auch Oman selbst haben aber die USA Oman als Veranstaltungsort zunächst
nicht bestätigt. Das Weiße Haus hat aber mitgeteilt, die Verhandlungen
würden voraussichtlich stattfinden – auch nachdem die USA am Dienstag eine
iranische Drohne abgeschossen hatten und Iran versucht hatte, ein unter
US-Flagge fahrendes Schiff zu stoppen.
Die Türkei war in den vergangenen Tagen als Ort für die geplanten
Verhandlungen im Gespräch gewesen. Am Dienstagabend hatte Irans
Außenminister Abbas Araghtschi mit seinen Amtskollegen in der Türkei, in
Oman, Katar und Kuwait telefoniert. Dem türkischen Außenminister Hakan
Fidan dankte Araghtschi demnach für die Anstrengungen zur „Verringerung von
Spannungen“ und für die Unterstützung von „Frieden und Sicherheit in der
Region“.
Die Sorge vor einem neuen Krieg war zuletzt wieder gewachsen. US-Präsident
Donald Trump hat der Führung in Teheran mehrfach mit militärischem
Eingreifen gedroht, auch wegen der [2][brutalen Unterdrückung der jüngsten
Massenproteste]. Das US-Militär hat seine Präsenz in der Region seit Anfang
Januar deutlich ausgebaut, [3][etwa mit dem Flugzeugträger „USS Abraham
Lincoln“ und dessen Begleitschiffen.]
4 Feb 2026
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