# taz.de -- Winterspiele: ICE-Beamte werden bei Olympia vor Ort sein
> Die Beamt:innen sollen den Sicherheitsdienst des US-Außenministeriums
> unterstützen. Beim Gastgeber Italien regt sich Widerstand.
(IMG) Bild: Scharfe Kritik an der US-Einwanderungsbehörde ICE, zum Beispiel bei dieser Demo beim Sundance Film Festival in Park City
dpa | Beamte [1][der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE] sollen im
Auftrag der US-Regierung bei den Olympischen Winterspielen von Mailand und
Cortina d’Ampezzo bei der Sicherheit vor Ort mitwirken. Dies berichtete die
Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf die US-Botschaft in Rom. Die
ICE-Beamten sollen demnach den Sicherheitsdienst des US-Außenministeriums
unterstützen und keine Einwanderungskontrollmaßnahmen durchführen.
Nach derzeitigem Stand werden an der großen Eröffnungsfeier der
Winterspiele am 6. Februar US-Vizepräsident [2][J. D. Vance] und
Außenminister Marco Rubio teilnehmen. Die Präsenz und Arbeit der
ICE-Beamten soll sich auf deren Sicherheit beschränken. Bereits bei
früheren Olympischen Spielen hätten Bundesbehörden die Sicherheit für
US‑Diplomaten unterstützt, meldete AP.
Das Internationale Olympische Komitee teilte auf Anfrage mit, dass die
Sicherheit bei den Olympischen Spielen in der Verantwortung der Behörden
des Gastgeberlandes läge. Diese würden eng mit den teilnehmenden
Delegationen zusammenarbeiten. Das IOC verwies ansonsten auf das Olympische
und Paralympische Komitee der USA.
## Mailänder Bürgermeister lehnt ICE ab
Der mögliche Einsatz von Beamten der Behörde sorgt im Gastgeberland der
Winterspiele für Aufregung. Der Bürgermeister von Mailand, Giuseppe Sala,
lehnt deren Präsenz ab. „Als Bürgermeister von Mailand und als Italiener
möchte ich auf keinen Fall, dass diese private Polizeitruppe nach Mailand
kommt. Es handelt sich um eine Polizei, die [3][völlig illegal agiert und
tötet].“
Die Behörde steht nach den Todesschüssen auf zwei US-Bürger:innen bei deren
Einsätzen in der Kritik. Anfang Januar war Renée Good durch Schüsse eines
ICE-Beamten getötet worden. Am vergangenen Samstag war der Krankenpfleger
Alex Pretti bei einem Einsatz von Bundesbeamten erschossen worden. Es gibt
landesweit Proteste gegen die Abschiebepolitik von US-Präsident Donald
Trump und das Vorgehen der Einsatzkräfte.
27 Jan 2026
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