# taz.de -- Weniger Schokolade, höherer Preis: Milka Alpenmilch ist „Mogelpackung“ des Jahres
> Milka Alpenmilch Schokolade hat seine Preise intransparent erhöht, sagen
> Verbraucherschützer. 90 statt 100 Gramm für 1,99 statt 1,49 Euro.
(IMG) Bild: Mogelpackungen: Die Tafel Schokolade kostet jetzt mehr, dafür ist aber auch weniger drin!
afp/taz | „Mogelpackung“ des Jahres aus Verbrauchersicht ist die Milka
Alpenmilch [1][Schokolade]. In einer Online-Abstimmung fielen zwei Drittel
der Stimmen auf das Produkt aus dem Hause Mondelez, wie die
Verbraucherzentrale Hamburg am Mittwoch mitteilte. Die Schokoladentafel
wurde Anfang des Jahres 2025 dünner und gleichzeitig teurer: Die Füllmenge
pro Tafel sank von 100 auf 90 Gramm, der Preis stieg von 1,49 auf 1,99
Euro.
An der Abstimmung beteiligten sich laut Verbraucherzentrale so viele
Verbraucherinnen und Verbraucher wie seit sechs Jahren nicht mehr – 34.731
Menschen gaben ihre Stimme ab. Noch nie in der zwölfjährigen Geschichte der
Wahl habe ein Produkt einen derart hohen Stimmenanteil erreicht. „Das
Abstimmungsergebnis ist ein Denkzettel, wie man ihn deutlicher kaum geben
kann“, erklärte Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg.
Die Abstimmung hatte am 5. Januar begonnen, zur Auswahl standen die
Milka-Schokolade, eine Backmischung von Dr. Oetker, ein Müsli von Kölln,
ein Nudel-Fertiggericht von Knorr und Kaffeesticks von Jacobs. Die Auswahl
basiert auf der „Mogelpackungsliste“ der Verbraucherzentrale, die Produkte
auflistet, bei denen Hersteller oder Händler den Preis intransparent erhöht
haben, meist durch geringere Füllmengen bei gleichbleibendem oder sogar
steigendem Preis.
Die Verbraucherzentrale hatte Anfang September wegen der
Milka-„Mogelpackung“ gegen den Hersteller Mondelez auch Klage vor dem
Landgericht Bremen eingereicht und argumentiert, dass ein „deutlicher“
Hinweis auf die Reduzierung des Inhalts fehle. Verhandelt wird darüber im
April. Die Verbraucherzentrale will juristisch geklärt wissen, ob die
Füllmengenreduzierung „nicht nur ärgerlich, sondern auch irreführend“ war.
## Höhere Kakaopreise
Mondelez hatte die Entscheidung mit [2][hohen Einkaufskosten] verteidigt:
„So haben sich beispielsweise die Kakaopreise in den letzten zwölf Monaten
fast verdreifacht und ein Rekordniveau erreicht“, erklärte Sprecherin Jenny
Linnemann vergangenen September. Auch andere Kosten, etwa die für Energie,
Verpackung und Transport, blieben hoch, insgesamt sei damit die Herstellung
der Produkte deutlich teurer geworden.
21 Jan 2026
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