# taz.de -- Klimarisiko in Deutschland: Wilhelmshaven ist besonders gefährdet
       
       > Stürme, Starkregen, Überschwemmungen: In Deutschland gefährdet die
       > Erderhitzung besonders den Nordwesten. Das zeigt ein neuer Index.
       
 (IMG) Bild: Vorboten schlimmer Zeiten? Regenwolken über dem Südstrand von Wilhelmshaven
       
       Keine Gemeinde in Deutschland ist bis 2050 stärker durch den Klimawandel
       gefährdet als Wilhelmshaven. Das zeigt ein Klimarisikoindex, den das
       Institut der deutschen Wirtschaft zusammen mit der Versicherung Ergo am
       Montag [1][veröffentlicht] hat. Stürme, Starkregen, Überschwemmungen und
       Sturmfluten werden demnach mit der Erderhitzung deutlich zunehmen und die
       Stadt gefährden.
       
       Aus den gleichen Gründen vervollständigen die Landkreise Wesermarsch und
       Wittmund sowie die Städte Emden und Bremerhaven das Quintett der
       gefährdetsten Gemeinden. Neben dem Nordwesten Niedersachsens werden die
       Folgen des Klimawandels auch Westbrandenburg und den Osten Sachsen-Anhalts
       besonders hart treffen, so der Index. Dort steigt vor allem die Gefahr von
       Wasserknappheit stark an.
       
       Die Metropolregion Rhein-Neckar und die dortigen Städte wie Heidelberg und
       Ludwigshafen werden ebenfalls [2][heftig von den Folgen des Klimawandels
       getroffen]. Die Region wird dem Index zufolge [3][mehr Hitzestress]
       ausgesetzt sein und unter Überschwemmungsgefahr durch den Rhein und seine
       Nebenflüsse leiden. Am wenigsten gefährdet ist Kempten im Allgäu. Auch dort
       wächst das Risiko für Starkregen aber deutlich.
       
       Der Klimarisikoindex beruht auf Daten einer Ergo-Tochter, die die gleichen
       Klimamodelle verwendet wie der Weltklimarat. Die Autor*innen gingen von
       einer Erderhitzung von 2,4 Grad bis 2050 aus, mit den aktuellen Maßnahmen
       steuert die Welt eher auf 2 Grad bis 2050 und 2,6 Grad bis 2100 zu.
       
       „Vielen Kommunen fehlte bislang das Geld, um sich hinreichend auf die
       Folgen des Klimawandels vorzubereiten“, sagte IW-Experte Hanno Kempermann.
       Diese bräuchten mehr Unterstützung: „Wenn Bund und Länder sie weiter mit
       Aufgaben überfrachten, ohne für die Finanzierung zu sorgen, bleiben
       notwendige Investitionen auch künftig auf der Strecke“.
       
       5 Jan 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/johannes-ewald-hanno-kempermann-welche-regionen-besonders-vom-klimawandel-bedroht-sind.html
 (DIR) [2] /Wie-uns-der-Klimawandel-krank-macht-The-Lancet/!6124970
 (DIR) [3] /Gruene-fordern-besseren-Hitzeschutz-/!6107086
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Jonas Waack
       
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