# taz.de -- Bilanz nach Silvester: Tote und amputierte Hände zum Jahreswechsel
       
       > Zwei 18-Jährige starben in Bielefeld durch selbstgebaute Pyrotechnik. An
       > anderen Orten in Deutschland verloren Menschen ihr Leben in Bränden.
       
 (IMG) Bild: In Bielefeld starben zwei 18-Jährige durch selbstgebaute Sprengkörper, sie erlitten tödliche Gesichtsverletzungen
       
       In der Silvesternacht sind in Bielefeld zwei 18-Jährige ums Leben gekommen.
       Unabhängig voneinander zündeten sie nach Polizeiangaben selbstgebaute
       Pyrotechnik, wodurch sie tödliche Gesichtsverletzungen erlitten.
       
       In Bonndorf im Schwarzwald ging ein Mehrfamilienhaus, ausgehend von einem
       Balkonbrand, in Flammen auf, ein 60-Jähriger starb. In Giengen an der Brenz
       (bei Ulm) und in Weilburg (Hessen) waren schon in der Nacht zuvor
       beziehungsweise am Morgen je eine Person bei Bränden umgekommen. In
       Lenzkirch (auch Schwarzwald) starb laut dem baden-württembergischen
       Innenministerium bei einem weiteren Brand ebenfalls ein Mensch. Die
       Brandursachen waren in diesen Fällen an Neujahr noch unklar.
       
       Bei einem anderen Brand in Würzburg hält die Polizei eine Silvesterrakete
       als Ursache für „wahrscheinlich“. Rettungskräfte fanden die Bewohnerin der
       betroffenen Wohnung bewusstlos, im Krankenhaus starb die 88-Jährige noch in
       der Nacht. Auch in Bochum kam es in der Nacht vor Silvester zu einer
       Explosion in einer Erdgeschosswohnung, laut Bild beim Bau illegaler Böller.
       Die 70-jährige Bewohnerin einer Nachbarwohnung musste reanimiert werden und
       starb später im Krankenhaus. Laut Polizei war zunächst unklar, ob ein
       Zusammenhang bestand.
       
       In Lohne (Niedersachsen) lief laut Polizei an Neujahr um 0.18 Uhr ein
       Fünfjähriger vom Gehweg auf die Straße, wo er von einem Auto erfasst wurde.
       Er starb später im Krankenhaus. Gegen zwei Schaulustige wurden
       Strafverfahren eingeleitet. Und in Wiesbaden verstarb in der Nacht ein
       23-Jähriger nach einer Auseinandersetzung, bei der laut Polizei auch ein
       Messer zum Einsatz kam. Die Ermittlungen zu den Hintergründen laufen.
       
       ## Keine Toten in Berlin
       
       In Berlin gab es offenbar keine Toten. Allein das Unfallkrankenhaus im
       Ortsteil Marzahn behandelte aber in der Silvesternacht laut
       Agenturmeldungen 30 Patienten „mit zum Teil schweren Handverletzungen“.
       Einer Sprecherin zufolge seien „Amputationen von Fingern oder Teilen der
       Hand“ nötig gewesen. Besonders schlimm sei, „dass wieder acht Kinder dabei
       sind, deren Leben sich durch diese schweren Verletzungen für immer
       verändert“.
       
       Gravierende Vorfälle mit Pyrotechnik gab es auch in anderen Teilen des
       Landes. So verletzte sich beispielsweise in Reddelich (bei Rostock) ein
       23-jähriger Deutsche durch Feuerwerkskörper schwer, laut dpa verlor er
       seine linke Hand. In Leipzig explodierte ein illegaler Böller in der Hand
       einer 16-Jährigen, sie verlor anderthalb Finger. Einem 33-Jährigen aus
       Hundeluft (bei Wittenberg) musste laut MDR die Hand amputiert werden.
       
       1 Jan 2026
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Tobias Schulze
       
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