# taz.de -- Plastikmüll in der Elfenbeinküste: Geld stinkt doch
       
       > Die Wirtschaft boomt in der Elfenbeinküste, der Plastikverbrauch auch.
       > Die Lagune an der Metropole Abidjan wird zur Müllhalde. Abhilfe?
       > Schwierig.
       
 (IMG) Bild: Für Kleinstbeträge wühlt sich Celestin durch den stinkenden Abfall – ein wichtiges Zusatzeinkommen für ihn in Abidjan
       
       Mit geübtem Blick und schnellen Handgriffen arbeitet sich Celestin durch
       den Müllberg. Sobald er den Zipfel einer Plastiktüte oder einer Plane
       entdeckt, wird diese herausgezogen. Die Hände des jungen Mannes starren nur
       so vor Dreck, aber mit dem Sammeln der Tüten verdient er sich ein Zubrot.
       „Dahinten gibt’s einen Ort, wo man das abgeben kann“, sagt Celestin, dessen
       Namen wir zu seinem Schutz geändert haben, und deutet mit einer vagen
       Handbewegung in Richtung der imposanten „Pont Ado“ – einer der größten
       Brücken der Stadt Abidjan. Benannt nach dem Spitznamen des ivorischen
       Präsidenten Alassane Ouattara, verbindet die Brücke die beiden zentralen
       Stadtteile Plateau und Cocody.
       
       Abidjan, die Wirtschaftsmetropole der Elfenbeinküste, liegt direkt am Ufer
       der Ébrié-Lagune. Die Stadt inszeniert sich bewusst [1][als moderne
       Metropole Westafrikas]. Als Stadt des Wachstums, des schnellen Geldes und
       der großen Ambitionen. Wolkenkratzer prägen vor allem das Zentrum, breite
       Boulevards durchziehen die Stadt, alles wirkt sauber und geordnet. Die
       Elfenbeinküste ist eines der wirtschaftlichen und politischen
       Schwergewichte der Region.
       
       Der wirtschaftliche Aufschwung hat widersprüchliche soziale Effekte.
       [2][Nach Regierungsangaben] verdoppelte sich das Pro-Kopf-Einkommen
       zwischen Ende des Bürgerkrieges 2011 und dem Jahr 2019, das letzten vor der
       Coronapandemie. Der Anteil der Bevölkerung unter der staatlich definierten
       Armutsgrenze von 1,54 Euro Einkommen am Tag pro Person sank von 55 auf
       unter 40 Prozent. Seitdem ist die Armutsrate aber kaum weiter
       zurückgegangen, die Bevölkerung wächst jedoch stetig und rasant. Rund 40
       Prozent der Menschen sind jünger als 15 Jahre. Von den knapp 33 Millionen
       Ivorerinnen und Ivorern lebt inzwischen mehr als die Hälfte in Städten, wo
       eine neue urbane Mittelschicht entstanden ist
       
       Mit einer höheren Kaufkraft und einer wachsenden Bevölkerung steigt auch
       der Konsum – und damit der Abfall. Sichtbar wird das in der Ébrié-Lagune.
       Mit einer Länge von rund 130 Kilometern, nur durch einen schmalen
       Landstreifen vom Atlantik getrennt, ist sie ein bedeutendes Gewässer.
       Abidjan mit seinem Atlantik-Kanal und Hafen liegt an ihrem östlichen Ende.
       Doch sammelt sich in der Lagune auch, was die boomende Stadt wegwirft.
       Industrielle Abwässer und eine unkontrollierte Müllentsorgung führen dazu,
       dass die Lagune heute regelrecht verseucht ist. Hohe Konzentrationen von
       Stickstoff und Phosphat, vor allem aus Abwässern und Industrieabfällen,
       belasten das Ökosystem erheblich.
       
       Auch an der „Pont Ado“ türmen sich die Müllberge. 100 CFA-Francs pro Kilo
       kann er verdienen, erzählt Celestin, während er unermüdlich weiterarbeitet.
       „Bei richtig gutem Plastik kann man sogar 300 Francs bekommen“, erzählt er
       weiter. Was genau als richtig gutes Plastik gilt, führt er nicht aus. 300
       Westafrikanische CFA-Francs, das sind etwa 0,45 Euro. Es sind
       Kleinstbeträge, für die sich Celestin durch den stinkenden Abfall wühlt,
       doch für Celestin ist es ein wichtiges Zusatzeinkommen.
       
       In der Luft liegt ein beißender Geruch nach Verfaultem, der im starken
       Kontrast zum boulevardähnlich ausgebauten Ufer der Lagune steht. Eigentlich
       sollten hier die Bewohnerinnen und Bewohner Abidjans bei Musik und Lichtern
       an einem pittoresken Yachthafen entlangflanieren. So zumindest sieht es der
       Plan der Regierung zur Aufwertung der Bucht von Cocody vor. Tatsächlich
       aber sammelt sich vor allem dort, unter der imposanten Präsidentenbrücke,
       das Abwasser diverser Stadtviertel. Das Wasser ist eine braun-schwarze
       Brühe, in der Plastikflaschen, Ölreste und anderer Abfall träge ineinander
       treiben. Ein Netz, das unter einem Brückenpfeiler gespannt wurde, hält zwar
       einige der Schwemmgüter auf, doch verhindern kann es nicht, dass die
       Müllberge weiter in die Lagune fluten.
       
       Ein Großteil des häuslichen und industriellen Abwassers wird ohne jegliche
       Behandlung seit Jahren in die Lagune eingeleitet. Dass es stinkt, ist kein
       Wunder. Ein breit angelegter Weg entlang der Wasserkante könnte bereits
       jetzt zum Spazieren einladen, wären da nicht die Müllberge und der ständige
       Geruch von faulen Eiern: frei gesetzter Schwefelwasserstoff. Ein Geruch,
       der nicht an der Uferkante haltmacht, sondern bis hinüber zum nahegelegenen
       Luxushotel Sofitel wabert.
       
       Um etwas gegen den Gestank zu unternehmen, stehen seit 2021
       Zerstäuberanlagen entlang des Ufers. In regelmäßigen Abständen versprühen
       die aufgestellten Masten einen Geruchsneutralisierer, der den
       Schwefelwasserstoff in der Luft binden soll. Es zischt leise, feine
       Nebelschwaden legen sich über die Lagune, wie ein Deo-Schleier, um
       zumindest den Geruch erträglicher zu machen. Gesteuert über
       Wetterstationen, reagieren die Masten automatisch auf die Windrichtung und
       -stärke, um den Geruchsneutralisierer passend zu verteilen. Gut vier Jahre
       nach der Installation ist das Geruchsproblem der Bucht allerdings damit
       noch immer nicht gelöst.
       
       [3][Philippe Cecchi, Umweltexperte] am französischen Institut de Recherche
       pour le Développement (IRD) in Abidjan, kann beim Anblick der Masten nur
       mit den Achseln zucken. Es sei ein kosmetischer Ansatz, keine echte Lösung:
       „Es wurden Kanäle gebaut und Rohre verlegt, aber die Bucht wird regelrecht
       von einer Müllflut überschwemmt“, erzählt er von den Bauarbeiten rund um
       die geplante Marina. Als Wissenschaftler befasst er sich mit sogenannten
       „neu auftretenden Risiken“ in Gewässern. Also dem, was mal zum Problem
       werden könnte.
       
       Als Spezialist für Phytoplankton in flachen Gewässern hat Cecchi den
       Zustand der Lagune intensiv untersucht. „Es geht bei unserer Arbeit darum,
       Instrumente zu entwickeln, die die Biodiversität messen und erhalten
       können“, erklärt er. Als er 2017 damit anfing, ging es erst mal um eine
       Bestandsaufnahme. Denn die letzten Daten stammten aus dem Jahr 1994. Bei
       dem Versuch, Sedimentproben zu entnehmen, sei immer wieder die Klappe des
       Sedimentbehälters von im Schlamm befindlichem Plastik blockiert worden. Das
       Thema Plastik, was ursprünglich gar nicht im Fokus stand, drängte sich
       regelrecht auf.
       
       Jeden Tag gelangen laut Cecchi rund 250 Tonnen Abfall in die Lagune, 80
       Prozent des Volumens seien aus Kunststoff. Der Weg zum Ozean ist danach
       nicht mehr weit. Der Vridi-Kanal, der 1950 zu Kolonialzeiten angelegt
       wurde, bildet eine direkte Verbindung zwischen der Lagune und dem Atlantik.
       Einmal ins Meer gelangt, treibt ein Großteil des Mülls mit den
       Meeresströmungen in Richtung des benachbarten Ghana, während der Rest
       seinen Weg wieder zurück an die ivorische Meeresküste findet. Dort landet
       er dann an den Stränden von Jacqueville, Grand Bassam oder Assinie. Orte,
       die eigentlich aufgrund ihrer Küstenlage beliebte Ausflugs- und
       Touristenziele sind.
       
       „Das eine ist der sichtbare Müll, der einfach hässlich aussieht. Das andere
       aber sind die vielen zersetzten Kleinteile, das Mikroplastik. Wir haben in
       unseren Untersuchungen festgestellt, dass zum Beispiel 100 Prozent der
       Sardinellen vor der ivorischen Küste Plastik in ihrem Magen haben“, sagt
       Cecchi.
       
       ## Mikroplastik in den Fischen
       
       Die Fischerei, vor allem von an der Meeresoberfläche lebenden Arten wie
       Sardinellen, ist eine der Haupteinkommensquellen für die Bevölkerungen
       entlang der Küste. Als getrockneter Snack für zwischendurch oder als
       frische Proteinquelle verarbeitet, werden die silbrigen Fische in ganz
       Westafrika verspeist und bilden eines der Grundnahrungsmittel, vor allem
       für die Küstenländer. Mit den Fischen essen die Leute also Mikroplastik.
       
       Eine 2025 veröffentlichte Studie, an der Cecchi mitgewirkt hat, schätzt,
       dass jeder Einwohner der Elfenbeinküste bereits im Jahr 2015 etwa 19
       Kilogramm Kunststoff pro Jahr verbrauchte, wovon der überwiegende Teil
       aufgrund seiner Einwegnutzung sofort zu Abfall wurde. 2023 dürfte die Marke
       von 30 Kilo bereits überschritten worden sein, mit massiven Folgen für die
       Verschmutzung der Küsten- und Meeresgewässer.
       
       Mit dem Problem steht die Elfenbeinküste nicht allein da. Auch andere
       Länder Afrikas erleben ein rasantes wirtschaftliches Wachstum ohne
       entsprechende Abfallwirtschaft. Die Gründe für das fehlende Müllmanagement
       sind vielfältig: schwache Verwaltungs- und Organisationsstrukturen,
       chronisch knappe Budgets, lückenhafte Gesetz, eine mangelhafte Durchsetzung
       bestehender Regeln.
       
       [4][Laut einem Bericht der Weltbank] ist der afrikanische Kontinent mit
       einem Anteil von 7,8 Prozent die zweitgrößte Quelle für die Verschmutzung
       der Ozeane durch Plastikmüll aus Flüssen. Angesichts der exponentiell
       zunehmenden Urbanisierung könnte Afrika bis 2060 zum größten Verursacher
       von schlecht entsorgten Plastikabfällen werden. Und dennoch herrscht immer
       noch eine große Datenarmut, vor allem wenn es um die afrikanischen
       Küstenländer geht.
       
       Auch im Großraum Abidjan entstehen viele neue Häuser, ganze Stadtviertel
       werden informell ausgeweitet, es ist eine Millionenstadt in ständigem
       Wachstum. Doch mit dem Wachstum steigt auch die Zahl der konsumierten
       Plastikprodukte. Eine landesweite, staatlich organisierte Müllabfuhr gibt
       es nicht. Die Lösung für den entstehenden Abfall sind vielerorts: einfach
       wegschmeißen – in Flüsse oder, wo vorhanden, Abwasserkanäle. Bleibt der
       Regen aus, sammelt sich der Müll dort über Tage und Wochen. Kommt der
       nächste heftige Schauer, reißt das Wasser die Abfälle mit sich, spült sie
       durch die Stadt und weiter in Richtung Lagune. Immer wieder passiert es,
       dass der Unrat die Kanäle verstopft und es zu Überschwemmungen kommt, da
       das Wasser nicht richtig abfließen kann.
       
       ## Beach-Clean-ups an den Stränden vor Abidjan
       
       Einer, der diesen Kreislauf seit Jahren anprangert, ist der Umweltaktivist
       Cheick Ladji Traoré. Regelmäßig organisiert er Beach-Clean-ups an den
       Stränden vor Abidjan und sammelt mit Freiwilligen tonnenweise Plastik aus
       dem Sand. Besonders wichtig ist ihm die Arbeit mit Schulklassen. Regelmäßig
       lädt der Leiter der [5][Nichtregierungsorganisation „350 Côte d’Ivoire“],
       Teil eines weltweiten Netzwerks, Kinder und Jugendliche an die Küste ein,
       erklärt die Folgen der Verschmutzung für das Meer, die Fischerei und die
       Gesundheit. Schon lange fordert Cheick Ladji Traoré, Umweltbildung fest in
       den Lehrplänen zu verankern. Ohne ein frühes Bewusstsein, sagt er, werde
       sich das Müllproblem nicht lösen lassen. Bislang komme das noch viel zu
       kurz in den Schulen. Nur 10 Prozent des weltweiten Kunststoffs würden
       tatsächlich recycelt werden. „Der Rest landet über kurz oder lang in der
       Natur“, sagt er.
       
       Neben zivilgesellschaftlichem Engagement entstehen in Abidjan auch immer
       mehr unternehmerische Ansätze, die das Müllproblem an der Wurzel packen
       wollen. Das Start-up Coliba Africa setzt mit seinem Konzept [6][„Circulaire
       Abidjan“] auf Kreislaufwirtschaft. Plastikflaschen werden gesammelt,
       sortiert und als Rohstoff wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt.
       Mit Pfandsystemen und Sammelstellen möchte das Start-up die Menschen dazu
       motivieren, ihre Flaschen nicht wegzuwerfen, sondern zurückzubringen.
       Plastikflaschen und ähnliches Material soll als Ressource begriffen werden
       und neue Einkommensmöglichkeiten schaffen, so die Philosophie.
       
       Hier ist es auch, wo Celestin seinen ersammelten Sack mit Plastik abgibt.
       Laut der [7][Website des Start-ups] will dieses ein Ausbildungszentrum
       errichten, um rund 6.000 Müllsammlern in Abidjan, Tiassalé, Yamoussoukro
       und Bouaké regelmäßige Einkommen zu ermöglichen. Der gesammelte
       Kunststoffabfall wird anschließend für die Herstellung von PET-Flocken
       genutzt, die wiederum weiterverarbeitet werden können. Insgesamt können so
       bis zu 150 Tonnen pro Tag recycelt werden.
       
       Verglichen mit den 250 Tonnen, die laut dem französischen Forscher Philippe
       Cecchi jeden Tag in der Lagune landen, wird deutlich, wie groß die Lücke
       zwischen Abfallaufkommen und Recyclingkapazität noch ist. Entscheidend
       werde daher sein, die Herstellung und Nutzung von Kunststoff zu reduzieren,
       sagt er.
       
       Der Handlungsdruck ist groß: Die ivorische Kunststoffindustrie ist in den
       vergangenen Jahren rasant gewachsen. „Rund 200.000 Menschen arbeiten in der
       Kunststoffherstellung“, sagt Cecchi. Der Wirtschaftszweig trägt
       mittlerweile mehr als 2 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. „Das ist
       natürlich ein Hindernis für jede Politik, die den Markt für
       Kunststoffprodukte versucht einzuschränken.“
       
       Momentan stehen die Zeichen in der Elfenbeinküste jedoch gänzlich auf
       Wachstum. „Gemeinsam für eine große Elfenbeinküste“, lautete einer der
       Slogans, mit denen sich Präsident Alassane Ouattara bei den Wahlen
       vergangenen Oktober zum vierten Mal im Amt an der Staatsspitze bestätigen
       ließ. Mit Wachstumsraten von über 6 Prozent im Jahr will das Land weiterhin
       mit an der Spitze in Afrika stehen.
       
       ## Früher Müllkippe, heute moderner Stadtpark
       
       Ein Vorzeigeprojekt des modernen Abidjan ist der [8][Park Akouédo]. Auf
       rund 100 Hektar wurde eine ehemalige Müllkippe in einen modernen Stadtpark
       umgewandelt. Teakbäume, Kapokbäume und Kakao wachsen heute dort, wo früher
       teils hochgiftige Abfälle gelagert wurden. Jahrzehntelang war Akouédo
       praktisch die einzige Mülldeponie in Abidjan und eine der größten in
       Afrika. In der Nacht des 19. August 2006 waren hier [9][verseuchte Abfälle
       des Frachters Probo-Koala illegal abgeladen] worden. Nachdem der Tanker,
       beladen mit Hunderten Tonnen hochgiftiger Ölabfälle, seine Fracht in Europa
       nicht loswerden konnte, wurden mehr als 500 Kubikmeter toxische Ladung
       heimlich an Müllkippen in Abidjan entsorgt. Am nächsten Tag erwachte die
       Bevölkerung mit Folgen: Zehntausende Menschen litten plötzlich unter
       Kopfschmerzen, Hautirritationen und Atemwegsbeschwerden. Es gab nach
       UN-Angaben 17 Tote. Der Schiffseigner bestritt jedoch jeden Zusammenhang.
       
       2018 wurde die Deponie geschlossen und ein aufwändiges Sanierungsprojekt
       gestartet. Weil das Gelände für Bauarbeiten nicht tragfähig genug ist,
       entstand die Idee eines Parks. Heute ersetzt eine moderne Deponie in
       Kossihouen, am westlichen Stadtrand, die alte Müllhalde. Doch noch immer
       stecken rund 50 Millionen Tonnen Müll in der Erde von Akouédo. Abgedeckt
       mit einer Schicht aus Lehm, Erde und einer Geomembran, die als Barriere
       fungiert und Leckagen oder das Austreten giftiger Stoffe verhindern soll.
       
       Das durch die Vergärung der Abfälle entstehende Biogas wird durch lange
       Rohre zu einem eigens erbauten Blockheizkraftwerk geleitet, das den
       Strombedarf des Parks deckt – und bei Überschuss in das nationale Stromnetz
       einspeist. Das Sickerwasser wiederum wird aufbereitet und gereinigt in die
       Lagune von Ebrié zurückgeleitet. Noch ist der Park nicht geöffnet, lange
       soll es aber nicht mehr dauern. Was einst eine verseuchte Abfalldeponie
       war, soll künftig zu einer „grünen Lunge“ der Stadt werden.
       
       ## Recycling allein hilft nicht
       
       Doch so ein Symbolprojekt löst nicht das Plastikproblem der Elfenbeinküste.
       Die Studie des Umweltinstituts IRD kommt zum Schluss, dass die Menge an
       Abfall, die jährlich unkontrolliert durch die Lagune von Ebrié ins Meer
       gelangt, sehr wahrscheinlich 200.000 Tonnen übersteigt. Längst belastet der
       unkontrollierte Abfall nicht nur die Umwelt. Sondern auch die Gesundheit
       der Menschen und die lokale Wirtschaft, wie etwa den Fischereisektor.
       
       „Unser Kunststoffverbrauch muss reduziert werden“, sagt IRD-Forscher
       Cecchi. „Recycling allein wird das Problem nicht lösen.“
       
       8 Jan 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /Wahlen-in-der-Elfenbeinkueste/!6122301
 (DIR) [2] https://www.elibrary.imf.org/view/journals/002/2023/407/002.2023.issue-407-en.xml?cid=542434-com-dsp-crossref
 (DIR) [3] https://www.ird.fr/quand-deux-parcours-se-croisent-au-fil-de-leau
 (DIR) [4] https://documents1.worldbank.org/curated/en/099016307112370550/pdf/IDU0ffb202ac010c204a100a6f10fc2e2b853ef4.pdf
 (DIR) [5] https://www.ird.fr/quand-deux-parcours-se-croisent-au-fil-de-leau
 (DIR) [6] https://www.endplasticwaste.org/what-we-do/projects/coliba-circulaire-abidjan
 (DIR) [7] https://www.endplasticwaste.org/what-we-do/projects/coliba-circulaire-abidjan
 (DIR) [8] https://pfoafrica.com/projets/le-parc-dakouedo/
 (DIR) [9] https://www.amnesty.org/en/latest/news/2016/04/trafigura-a-toxic-journey/
       
       ## AUTOREN
       
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       Abfall.