# taz.de -- AfD-Kandidatin für Bundestagspräsidium: Harder-Kühnel erneut durchgefallen
       
       > Die AfD-Politikerin Mariana Harder-Kühnel ist auch im dritten Anlauf bei
       > der Wahl zur Vizepräsidentin des Bundestags durchgefallen. Das Ergebnis
       > war deutlich.
       
 (IMG) Bild: Harder-Kühnel fiel ein erstes Mal Ende November und zum zweiten Mal im Dezember 2018 durch
       
       Berlin epd | Die AfD-Fraktion stellt auch weiterhin keinen der
       Vizepräsidenten des Bundestags. Die hessische AfD-Abgeordnete Mariana
       Harder-Kühnel scheiterte am Donnerstag in Berlin auch im dritten Anlauf
       deutlich bei der Wahl im Parlament. Sie erhielt 199 von 665 abgegebenen
       Stimmen. 423 Abgeordnete stimmten mit Nein, 43 enthielten sich der Stimme.
       Die AfD-Fraktion selbst hat 92 Abgeordnete.
       
       Harder-Kühnel hätte im dritten Wahlgang die Mehrheit der abgegebenen
       Stimmen auf sich vereinigen müssen. In den ersten beiden Wahlgängen muss
       die Mehrheit aller Abgeordneten des Bundestages zustimmen, damit der
       Kandidat oder die Kandidatin gewählt ist (355 Stimmen). Für das
       Bundestagspräsidium wird in geheimer Wahl abgestimmt. Der AfD steht ein
       Stellvertreterposten zu. Ihre Kandidaten konnten die anderen Fraktionen
       aber bisher nicht überzeugen.
       
       Die 44-jährige Harder-Kühnel ist eine der Schriftführerinnen im Bundestag.
       [1][Die erneute Kandidatur der Juristin] war insgesamt der sechste Anlauf
       der AfD für das Präsidium des Bundestags. Harder-Kühnel fiel ein erstes Mal
       Ende November und zum zweiten Mal im Dezember 2018 bei der Wahl für das
       Präsidium durch. Zunächst war der hessische Abgeordnete Albrecht Glaser
       dreimal für das der AfD zustehende Amt des Vizepräsidenten angetreten,
       hatte jeweils aber nicht die erforderliche Mehrheit erhalten.
       
       Dem Präsidium des Bundestags gehören sechs Mitglieder an.
       Bundestagspräsident ist Wolfgang Schäuble (CDU). Seine Stellvertreterinnen
       und Stellvertreter sind Hans-Peter Friedrich (CSU), Thomas Oppermann (SPD),
       Wolfgang Kubicki (FDP), Petra Pau (Linke) und Claudia Roth (Grüne).
       
       4 Apr 2019
       
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