# taz.de -- Neuer Verfassungsschutzchef Haldenwang: Mehr Personal gegen Rechts
       
       > Im Rechtsextremismus gebe es eine neue Dynamik, sagt der neue
       > Verfassungsschutzchef. Er will im kommenden Jahr die Zahl der Agenten im
       > Bereich stark aufstocken.
       
 (IMG) Bild: Mehr Dynamik gegen rechts: Neuer Verfassungsschutzchef Haldenwang
       
       Berlin dpa | Der neue Präsident des Bundesamts für [1][Verfassungsschutz],
       Thomas Haldenwang, hat einen verstärkten Kampf gegen den
       [2][Rechtsextremismus] angekündigt. Die Zahl der Agenten seiner Behörde,
       die sich der Gefahr von rechts widmen sollten, werde im kommenden Jahr um
       50 Prozent aufgestockt, sagte er [3][der Süddeutschen Zeitung]. Bisher
       seien für diesen Bereich 200 Agenten zuständig.
       
       In den vergangenen Monaten war der Verfassungsschutz unter seinem
       inzwischen in den einstweiligen Ruhestand versetzten ehemaligen Präsidenten
       Hans-Georg Maaßen vielfach dafür kritisiert worden, er nehme die Gefahr von
       rechts nicht ernst genug.
       
       Haldenwang wies dies zurück und sagte: „Es gibt seit einiger Zeit eine neue
       Dynamik im Rechtsextremismus.“ Darauf müsse man reagieren. Die Ereignisse
       in Chemnitz, wo sich Ende August und Anfang September „normale
       Demonstranten“ neben Rechtsextremisten eingereiht hätten, zeigten
       beispielhaft, wie anschlussfähig ausländerfeindliche Hetze inzwischen sei –
       „nicht nur im Osten“. Haldenwang beschrieb eine „Mobilisierung nach klarem
       Muster“, die sich in Chemnitz „wie unter einem Brennglas“ gezeigt habe. Oft
       beginne es mit einem „Trigger-Ereignis“. In Chemnitz war dies die Tötung
       eines Deutschen.
       
       Im Hinblick auf Äußerungen aus der AfD zum Thema Flüchtlinge und Migranten
       sagte Haldenwang: „Wenn eine Partei im Deutschen Bundestag diese Debatte
       immer wieder lautstark befeuert, dann kann auch dies dazu beitragen, dass
       der Rechtsextremismus neue Anhänger findet.“
       
       Im Januar werde das Bundesamt über den Umgang mit der AfD entscheiden.
       Schon allein die Debatte um eine [4][drohende Beobachtung der AfD durch den
       Verfassungsschutz] habe die Partei motiviert, sich von „extremistischen
       Teilgruppierungen“ zu trennen, sagte Haldenwang.
       
       21 Dec 2018
       
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