# taz.de -- Alle Artikel von Arabella Wintermayr
       
 (DIR) Horrormusical „The Bride“: Die Braut der Botschaft
       
       Zwischen Frankenstein-Mythos und feministischer Programmatik widmet sich
       Maggie Gyllenhaal in „The Bride!“ der Gefährtin von Mary Shelleys Monster.
       
 (DIR) Film „The Education of Jane Cumming“: Frauen vor dem Fall
       
       In „The Education of Jane Cumming“ rekonstruiert Sophie Heldman die
       Vorgeschichte eines Verleumdungsprozesses. All das wird empathisch erzählt.
       
 (DIR) Regisseurin über Wunderkind-Film: „Ihre Ehrlichkeit durchbricht den Schutzpanzer“
       
       In „Nina Roza“ ringt ein Wunderkind um Selbstbestimmung. Regisseurin
       Dulude-De Celles spricht auch über die Meinungsfreiheit auf der Berlinale.
       
 (DIR) Film „Liebhaberinnen“ nach Jelinek-Roman: Selbstoptimierung und andere Liebesgeschichten
       
       Kühl im Blick, aber mit Mitgefühl: Die Romanadaption von Elfriede Jelineks
       „Liebhaberinnen“ erzählt von Ausbeutung und weiblicher Solidarität.
       
 (DIR) „Die Blutgräfin“ mit Isabelle Huppert: Bestechend schön,  aber museal erstarrt 
       
       Mit „Die Blutgräfin“ inszeniert Ulrike Ottinger eine barock funkelnde
       Horrorsatire, die sich in ihrer musealen Pracht verliert (Berlinale
       Special).
       
 (DIR) Mockumentary „The Moment“ mit Charli XCX: Authentisch, aber immer auf Distanz
       
       Mit der Mockumentary „The Moment“ reflektiert Charli XCX den „Brat“-Hype.
       Ein nervöses, unterhaltsames, aber auffällig risikoloses Spiel mit Ironie
       und Image.
       
 (DIR) Familienhorrorsatire bei der Berlinale: Das wird böse enden
       
       Das Remake „Rosebush Pruning“ von Efthimis Filippou und Karim Aïnouz ist
       eine Familiensatire. Die Zutaten: Exzess und Grenzüberschreitung.
       
 (DIR) Berlinale Wettbewerbsfilm: Das Autoritäre und sein sicherer Applaus
       
       In „Gelbe Briefe“ exerziert İlker Çatak die Logik staatlicher Repression am
       Beispiel eines türkischen Künstlerpaars durch. Drängende Fragen stellt der
       Film zu spät.
       
 (DIR) Debütfilm „Filipiñana“ auf der Berlinale: Die Macht der Erschöpfung
       
       Zwischen sengender Hitze, monotoner Arbeit und Golfkulisse zeigt
       „Filipiñana“ im Mikrokosmos eines Country Clubs, wie Macht und Erschöpfung
       zusammenhängen.
       
 (DIR) Film „Wuthering Heights“: Sturm ohne Fallhöhe
       
       Emerald Fennells Verfilmung von Emily Brontës „Wuthering Heights“
       verspricht im Gothic-Trend tragische Liebe – und eine moderne,
       feministische Perspektive.
       
 (DIR) Satire „No Other Choice“: Der Arbeitsmarkt regelt alles
       
       Park Chan-wooks Thriller „No Other Choice“ inszeniert Abstiegsangst mit
       bitterer Komik: Ein geschasster Angestellter kämpft brachial um einen Job.
       
 (DIR) Thriller „The Housemaid“: Ein Dekolleté für den Feminismus
       
       In „The Housemaid“ lockt Paul Feig mit Klischees und erwartbaren erotischen
       Fantasien rund um Sydney Sweeney. Sein Film zelebriert auch weibliche Wut.
       
 (DIR) Tragikomödie „Rental Family“: Gemietete Nähe, gutes Gewissen
       
       In „Rental Family“ vermittelt eine Agentur in Tokio Schauspieler für
       soziale Anlässe. So auch Brendan Fraser, der im Film mit seiner Wärme
       berührt.
       
 (DIR) Spielfilm „Die jüngste Tochter“ im Kino: Jung, muslimisch, lesbisch
       
       Regisseurin Hafsia Herzi inszeniert mit „Die jüngste Tochter“ eine
       Coming-of-Age-Geschichte ohne Klischees. Der Film basiert auf einem Roman
       von Fatimas Daas.
       
 (DIR) „Der geheimnisvolle Blick des Flamingos“: Aus Staub und Sehnsucht
       
       Diego Céspedes verknüpft in seinem Debütfilm magischen Realismus,
       Western-Mythos und Aids-Trauma zu einer Parabel über Ausgrenzung, Angst und
       Annäherung.
       
 (DIR) Film „Die, My Love“: Gnade dem Tier in mir
       
       „Die, My Love“ ist ein Film, der nicht verstanden, sondern ertragen werden
       will – darin zeigt Lynne Ramsay, was Kino kann, wenn es nicht erklärt.
       
 (DIR) „Bugonia“ mit Emma Stone: Von Bienen, Bossen und der menschlichen Misere
       
       In „Bugonia“ lässt Yorgos Lanthimos Verschwörungswahn und Konzernkultur
       kollidieren, bis kaum Menschliches mehr bleibt.
       
 (DIR) Film über Franz Kafka: Kafka unterm Brennglas
       
       Agnieszka Holland sucht in ihrem Film „Franz K.“ nach einem neuen Blick auf
       den Schriftsteller. Dabei gerät sie selbst in die Mühlen seines Mythos.
       
 (DIR) Neuer Pumuckl-Film: Lob des Ungehorsams
       
       Nicht folgsam, nicht fleißig: Seit Jahrzehnten widersetzt sich Kobold
       Pumuckl einer Ordnung, deren Wert allein im Gehorchen liegt.
       
 (DIR) „After the Hunt“ von Luca Guadagnino: Streitkultur der Selbstinszenierung
       
       In „After the Hunt“ verschränkt Regisseur Luca Guadagnino akademische
       Wortgefechte mit gesellschaftlichen Debatten – von Identitätspolitik bis
       Klassenfrage.