# taz.de -- Ebola im Kongo: Schon mehr als 5.000 Ebola-Tote im Kongo
       
       > Erst vor wenigen Tagen wurden aus dem Kongo mehr als 10.000 Ebola-Fälle
       > gemeldet, auch die Zahl der Toten steigt. Ein Ende ist nicht in Sicht.
       
 (IMG) Bild: Mitarbeiter des Gesundheitswesens stehen in der Provinz Nord-Kivu im Osten des Kongo Schlange, um eine Dosis des Impfstoffs „Ervebo“ gegen das Ebola-Virus zu erhalten
       
       dpa | In der [1][Demokratischen Republik Kongo] sind bereits mehr als 5.000
       Menschen an Ebola gestorben. Wie die Gesundheitsbehörden des
       zentralafrikanischen Landes mitteilten, starben seit Mitte Mai 5.026
       Menschen nachweislich an dem hochgefährlichen Fieber, die [2][Zahl der an
       Ebola Erkrankten] stieg auf 10.351. Derzeit werden 1.101 Menschen behandelt
       oder befinden sich in Isolation. 2.788 frühere Ebola-Patientinnen und
       Patienten gelten als genesen.
       
       Die tatsächliche Zahl der Krankheitsfälle und Toten könnte sogar noch höher
       liegen, da Experten davon ausgehen, dass sich die Krankheit bereits vor der
       offiziellen Bekanntgabe des Ausbruchs am 15. Mai seit mindestens Februar
       unerkannt verbreitete.
       
       Der auf den sogenannten Bundibugyo-Erreger zurückgehende Ausbruch zeigt
       [3][einen besorgniserregend schnellen Anstieg]. Derzeit gibt es auch Fälle
       in Kenia, die auf den Aufenthalt eines inzwischen verstorbenen Kenianers im
       Kongo zurückzuführen sind. Das westafrikanische Nigeria meldete am 20.
       Oktober den ersten Ebola-Fall. Die Ehefrau eines Schweizer Diplomaten war
       einige Tage nach einer mehrwöchigen Reise nach Uganda erkrankt. In Europa
       trat bislang ein Fall auf: Im Juni wurde ein Arzt nach einem Kriseneinsatz
       im Ostkongo in Frankreich positiv getestet und später genesen aus dem
       Krankenhaus entlassen.
       
       ## Bisher kein Impfstoff für Bundibugyo-Erreger
       
       Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch
       Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und löst ein
       hochansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus.
       
       Der aktuelle Ausbruch ist auch deshalb besonders schwer einzudämmen, weil
       es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen
       Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Zudem ist in der Anfangsphase
       einer Ansteckung mit dem Bundibugyo-Erreger leicht eine Verwechslung etwa
       mit einer Malaria-Erkrankung möglich. Das kann zu einer verspäteten
       Isolation und Behandlung der Patienten beitragen.
       
       Seit Juli laufen allerdings klinische Versuche zur Testung zweier
       antiviraler Therapieverfahren. Zudem werden Versuchsreihen zu Impfstoffen
       durchgeführt. Dabei wurde bislang untersucht, ob der Ebola-Impfstoff Ervebo
       auch vor dem Bundibugyo-Typ schützt.
       
       Ervebo ist bisher nur gegen die Ebola-Viruskrankheit – früher
       Zaire-Ebolavirus genannt – zugelassen und empfohlen.
       
       31 Oct 2026
       
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