# taz.de -- Demokratische Republik Kongo: Zahl der Ebola-Fälle übersteigt 10.000
       
       > Der aktuelle Ebola-Ausbruch wächst besonders schnell. Bisher wurden in
       > der DR Kongo bereits mehr als 10.000 Infektionen mit dem gefährlichen
       > Virus registriert.
       
 (IMG) Bild: Einsatz an der Anti-Ebola-Front in Beni, DR Kongo, September 2026
       
       dpa | In der [1][Demokratischen Republik Kongo] ist die Zahl der gemeldeten
       Ebola-Fälle auf 10.060 gestiegen. Das teilten die Gesundheitsbehörden des
       zentralafrikanischen Landes mit. 4.887 Menschen sind den Angaben zufolge
       seit Bekanntwerden des Ausbruchs Mitte Mai an Ebola gestorben. [2][Die
       afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC] spricht von dem [3][am
       schnellsten wachsenden Ebola-Ausbruch der Geschichte.]
       
       Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch
       Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und löst ein
       hochansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus.
       
       ## Ebola auch in Kenia und Nigeria gemeldet
       
       Auch im ostafrikanischen Kenia und westafrikanischen Nigeria sind
       mittlerweile Ebola-Fälle der hochansteckenden Bundibugyo-Variante des Virus
       bestätigt worden. In Kenia wurden bislang neun Infektionen, darunter zwei
       Todesfälle bestätigt, nachdem ein Patient aus dem Kongo via [4][Uganda] in
       die Hauptstadt Nairobi gereist war.
       
       Die Patientin in Nigeria, Ehefrau eines Schweizer Diplomaten, war nach
       einer Reise in das ostafrikanische Uganda erkrankt. Wo genau sich die
       Schweizerin mit Ebola infiziert hat, wird nach Angaben der
       Gesundheitsbehörden noch untersucht. Die Patientin wurde in die Schweiz
       ausgeflogen.
       
       Der aktuelle Ausbruch ist auch deshalb besonders schwer einzudämmen, weil
       es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen
       Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Zudem ist in der Anfangsphase
       einer Ansteckung mit dem Bundibugyo-Erreger leicht eine Verwechslung etwa
       mit einer Malaria-Erkrankung möglich. Das kann zu einer verspäteten
       Isolation und Behandlung der Patienten beitragen.
       
       ## Suche nach Impfstoff und Therapien läuft
       
       Seit Juli laufen allerdings klinische Versuche zur Testung zweier
       antiviraler Therapieverfahren. Zudem werden Versuchsreihen zu Impfstoffen
       durchgeführt. Dabei wurde bislang untersucht, ob der Ebola-Impfstoff Ervebo
       auch vor dem Bundibugyo-Typ schützt.
       
       Ervebo ist bisher nur für die Ebola-Viruskrankheit – früher
       Zaire-Ebolavirus genannt – zugelassen und empfohlen. Bereits in wenigen
       Wochen könnten zusätzliche Tests mit zwei Impfstoffen beginnen, die eigens
       gegen Bundibugyo entwickelt wurden, wie eine WHO-Vertreterin im Kongo
       mitteilte.
       
       27 Oct 2026
       
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