# taz.de -- Zugunglück in Spanien: Zahl der Toten steigt auf mindestens 30
> Bei einem Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge stürzen zwei
> Waggons einen Bahndamm hinab. Das Zugunglück weckt Erinnerungen an die
> Katastrophe im Januar.
(IMG) Bild: Nach der Kollision zweier Züge im spanischen Urda versorgen Rettungskräfte am Mittwoch Verletzte an der Unfallstelle
dpa/rtr | Nach der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge südlich von
Madrid ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 30 gestiegen. Das teilte
die Regionalregierung von Kastilien-La Mancha am Mittwoch mit. Es gebe auch
zahlreiche Verletzte, die Zahl der Todesopfer könne steigen.
Bei dem Unglück nahe Urda in der Provinz Toledo entgleisten zwei Waggons
eines Zuges des privaten Bahnunternehmens Iryo. Die Waggons stürzten nach
Informationen des Fernsehsenders RTVE einen Bahndamm hinunter. Der zweite
Zug stammt von der staatlichen Bahngesellschaft Renfe.
Der Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien wurde in beide Richtungen
unterbrochen, wie der spanische Bahnnetzbetreiber Adif mitteilte. Die
Ursache des Zusammenstoßes war zunächst unklar.
## Ministerpräsident Sánchez zeigt sich bestürzt
Der Unfall ereignete sich Medienberichten kurz vor 9.00 Uhr. Ein
Hochgeschwindigkeitszug habe einen anderen von hinten gerammt, als beide in
Richtung Süden nach Andalusien unterwegs gewesen seien, hieß es aus
Adif-Kreisen.
„Bestürzt über das schwere Zugunglück in Toledo“, schrieb der spanische
Ministerpräsident Pedro Sánchez auf X. Er sprach den Betroffenen und ihren
Angehörigen sein Mitgefühl aus.
[1][Der Unfall weckt Erinnerungen an das schwere Zugunglück vom Januar
dieses Jahres bei Adamuz in Andalusien]. Damals entgleiste ein
Iryo-Hochgeschwindigkeitszug und stieß mit einem entgegenkommenden Zug von
Renfe zusammen. Bei dem Unglück kamen 46 Menschen ums Leben, mehr als 150
wurden verletzt.
28 Oct 2026
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