# taz.de -- Nach Zugunglück in Spanien: Mindestens 41 Menschen sind tot
> Während im Land eine dreitägige Staatstrauer beginnt, gehen die
> Rettungsarbeiten weiter. Die Suche nach der Unglücksursache dauert weiter
> an.
(IMG) Bild: Am 18. 1. 2026 sind zwei in entgegengesetzte Richtungen fahrende Hochgeschwindigkeitszüge nördlich von Córdoba kollidiert und entgleist
afp | Nach dem [1][schweren Zugunglück in Spanien] hat in dem Land eine
dreitägige Staatstrauer begonnen. Im ganzen Land wehen die Flaggen auf
halbmast. König Felipe VI. und Königin Letizia besuchten am Dienstag die
Unglücksstelle nahe Adamuz im Süden des Landes und trafen mit
Rettungskräften zusammen. Die Zahl der Todesopfer stieg unterdessen auf
mindestens 41.
Eine weitere Leiche wurde am Montagabend aus einem der entgleisten Waggons
geborgen, wie die andalusische Regionalregierung mitteilte. 39 Verletzte
werden weiter in Krankenhäusern behandelt, darunter vier Kinder. Insgesamt
waren bei der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge mehr als 120
Menschen verletzt worden.
## Arbeiter setzen schweres Gerät ein
Am Montag hatte der [2][andalusische Regionalpräsident Juan Manuel Moreno]
gewarnt, es könne ein bis zwei Tage dauern, bis die genaue Zahl der
Todesopfer feststehe. Arbeiter setzten schweres Gerät ein, um die zum Teil
völlig verbeulten und einen Hang hinabgestürzten Waggons anzuheben und
Helfern Zugang zu verschaffen.
Bei dem Unglück war am Sonntagabend ein [3][Hochgeschwindigkeitszug] nahe
dem Ort Adamuz im Süden Spaniens entgleist und mit einem entgegenkommenden
Zug zusammengestoßen, der ebenfalls entgleiste. Das Unglück ereignete sich
auf gerader Strecke, die Ursache ist bislang unklar. Die beiden Züge waren
mit einer Geschwindigkeit von über 200 Stundenkilometern unterwegs, als sie
kollidierten.
## Unglücksursache bislang unklar
Unter den Überlebenden ist nach spanischen Medienberichten ein
sechsjähriges Mädchen, das bei dem Unglück seine Eltern, seinen Bruder und
einen Cousin verlor. Feuerwehrmann Angel Uceda schilderte dem Radiosender
Onda Cero, die Handys hätten neben den Verletzten und Toten geklingelt, als
er in einen der verunglückten Waggons gelangt sei. „Es war grauenhaft, aber
wir mussten unseren Job machen“, sagte er.
Die Unglücksursache ist bislang unklar. Das Unglück ereignete sich auf
gerader Strecke in einem frisch sanierten Abschnitt, beide Züge waren zudem
innerhalb der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit unterwegs. Der zuerst
entgleiste Zug war zuletzt drei Tage vor dem Unglück gewartet worden.
## Untersuchungsbericht noch nicht veröffentlicht
20 Minuten vor dem Unglück hatten drei andere Züge die Stelle passiert,
ohne dass „die geringste Anomalie auf der Strecke“ gemeldet worden sei,
sagte Verkehrsminister Óscar Puente am Dienstag. Unklar ist laut Puente, ob
ein auf Fotos von der Unfallstelle zu sehender Bruch einer Schiene „die
Ursache oder die Folge“ des Unglücks sei.
Ein erster Untersuchungsbericht zu dem Unglück sei in zwei bis drei Monaten
zu erwarten, sagte der Chef des spanischen Ingenieursverbands, César
Franco.
20 Jan 2026
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