# taz.de -- Queere Solidarität: Mehr Regenbögen für Berlin
       
       > In Berlin werden weitere Regenbogenbänke aufgestellt. Damit zeigen sich
       > Theater wie das Berliner Ensemble solidarisch mit der queeren Community.
       
 (IMG) Bild: Auf dem Helene-Weigel-Hof im Berliner Ensemble steht nun auch eine Regenbogenbank
       
       Auf Initiative des Berliner Ensembles werden in Berlin an verschiedenen
       Kulturorten Regenbogenbänke in Solidarität mit der queeren Community
       installiert. Das Ensemble machte am Dienstag den Anfang und forderte
       weitere Institutionen, Firmen und Privatpersonen auf, ihrem Beispiel zu
       folgen.
       
       Bunt um die Stadt verteilt, sollen die Bänke ein Zeichen setzen. An Kunst-
       und Kulturhäusern, unter anderem an der Staatsoper Unter den Linden, dem
       Deutschen Theater, dem Berliner Ensemble am Bertolt-Brecht-Platz und dem
       Friedrichstadt-Palast werden in den nächsten Tagen und Wochen die
       Regenbogenbänke installiert oder gestrichen. Die Bänke werden anschließend
       inklusive Foto [1][auf einer dafür eingerichteten Webseite festgehalten.]
       
       Dieter Ripberger, der geschäftsführende Direktor des Berliner Ensembles,
       sieht die Aktion als zivilgesellschaftliches Engagement: „Diese Bank ist
       ein Symbol dafür, dass Menschen in dieser Stadt ohne Angst verschieden sein
       können, und wer dieses Zeichen angreift, der greift auch diese Botschaft
       an.“ Darauf könne es laut ihm nur eine Antwort geben: „Für jede zerstörte
       Bank gibt es mindestens eine neue, die dazukommt“, sagte er im Radio Drei
       vom RBB.
       
       ## Übergreifende Solidarität
       
       „Sichtbarmachung und Hörbarmachung von Vielfalt ist etwas, das alle Theater
       vereint“, erläutert Ripberger. Auch der Staatsoper Unter den Linden ist es
       wichtig, ein Zeichen der Solidarität mit der queeren Community zu setzen.
       Die wiederholten Zerstörungen des Gedenkorts für die Opfer des Anschlags im
       Tiergarten sei empörend. „Unser Haus steht für Toleranz, Offenheit,
       Vielfalt, Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit. Jede Form von
       Intoleranz oder Angriffen auf unsere offene und diverse Gesellschaft
       verurteilen wir. Aus diesem Grund sind wir als Berliner Kulturinstitution
       gerne dabei, ein Zeichen zu setzen“, erklärt Pressesprecherin Carolin
       Bitzer.
       
       Die erste Regenbogenbank wurde als Zeichen der Erinnerung an den Anschlag
       auf den Berliner Christopher Street Day im Tiergarten installiert. [2][Am
       25. Juli fuhr ein Attentäter mit einem Transporter in eine feiernde
       Menschenmenge] und griff im Anschluss noch weitere Menschen mit einer
       Machete an. Bei dem islamistischen Terroranschlag starb eine Frau, 31
       weitere Menschen wurden teilweise schwer verletzt.
       
       Nach dem Anschlag wurde neben der Installation der Regenbogenbank auch ein
       Gedenkbaum in der Nähe des Anschlagorts gepflanzt, um an den Anschlag und
       seine Opfer zu erinnern. [3][Sowohl Bank als auch Baum wurden seit der
       Aufstellung im August immer wieder beschädigt und zerstört.]
       
       27 Oct 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.regenbogenbaenke-fuer-berlin.de/
 (DIR) [2] /Anschlag-auf-den-Berliner-CSD/!6199275
 (DIR) [3] /Queerfeindlicher-Vandalismus/!6216317
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Lilly Mayer
       
       ## TAGS
       
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 (DIR) Social-Auswahl
       
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