# taz.de -- Neue Pressesprecherin des Weißen Hauses: Nachfolge in schwierigen Zeiten
> Katie Zacharia hat Erfahrung bei den rechten Sendern Fox News und
> Newsmax. Jetzt soll sie direkt im Weißen Haus für die Trump-Regierung
> sprechen.
(IMG) Bild: Franklin, Tennessee, 14. Dezember 2025: Katie Zacharia bei der Nashville-Premiere von „David“
Die neue Pressesprecherin im Weißen Haus heißt Katie Zacharia. Dies
verkündete US-Präsident Donald Trump in einem Post auf Truth Social. Kaum
jemand hatte die konservative TV-Persönlichkeit auf der Rechnung. Selbst
die amerikanische Prognosemarkt-Plattform Kalshi gab Zacharia nur eine
Chance von 1 Prozent, die Regierungsposition zu erhalten.
Trump begründete seine Entscheidung damit, dass sich die gebürtige
Kalifornierin als „loyale Unterstützerin“ erwiesen habe, die die
MAGA-Bewegung hingebungsvoll unterstütze.
„Ich bin zuversichtlich, dass Katie als nächste Pressesprecherin des Weißen
Hauses hervorragende Ergebnisse für unser Land erzielen wird, denn sie
genießt den Respekt der Medien, des amerikanischen Volkes sowie meiner
Regierung und wird ausgezeichnet mit ihnen zusammenarbeiten“, erklärte der
Präsident.
Die 41-jährige Mutter von vier Kindern dürfte vor allem Zuschauern der
rechten Nachrichtensender Fox News und Newsmax ein Name sein, denn dort
trat sie als konservative Kommentatorin und Analystin auf. Die studierte
Juristin arbeitete zuletzt auch als Kommunikationsberaterin für das
Unternehmen hinter Truth Social, Trumps eigenem sozialen Netzwerk.
## Frostige Atmosphäre zwischen Regierung und Medien
Sie hatte auch bereits erst Erfahrungen in der zweiten Trump-Regierung
gemacht. Für eine kurze Zeit fungierte sie als Pressesprecherin für die
ehemalige Heimatschutzministerin [1][Kristi Noem]. Trump erklärte in seinem
Post, dass sie zudem auch für sein Wahlkampfteam gearbeitet hätte.
Zacharia ersetzt die Ende August zurückgetretene Pressesprecherin
[2][Karoline Leavitt]. Diese hat mittlerweile beim Trump-nahen Sender Fox
News ein neues Zuhause gefunden.
Zacharia übernimmt das Amt jedoch in einer schwierigen Zeit für die
Regierung. In den USA stehen wichtige Kongresswahlen vor der Tür, und
Umfragen zufolge könnten Republikaner eine deutliche Niederlage kassieren.
Immer mehr republikanische Kandidaten haben sich in den vergangenen Wochen
deshalb von Trump abgewendet, da Teile der Wählerschaft die aktuelle
Regierung für die anhaltende Inflation verantwortlichen machen, die sich
vor allem auf Lebensmittel- und Energiepreise ausgewirkt hat.
Außerdem ist die Atmosphäre zwischen der Regierung und den Medien aktuell
noch frostiger als sonst. Grund dafür ist Trumps [3][Entscheidung, drei
Medienunternehmen den Zugang zum Weißen Haus zu verweigern].
## Erste Äußerung zum Dieseldeal mit Russland
Zacharia bedankte sich trotzdem für das Vertrauen des Präsidenten und
bezeichnete es als Privileg, für die Trump-Regierung arbeiten zu dürfen.
„Die vor uns liegende Aufgabe besteht darin, weiterhin starke Ergebnisse
für unser Land zu erzielen und dem amerikanischen Volk die bedeutenden
Erfolge zu vermitteln, die diese Regierung Tag für Tag erreicht“, erklärte
sie in einem Post.
Auch wenn ihr erster offizieller Tag hinter dem Podium des Weißen Haus erst
am Montag ist, hat sie bereits am Samstag zu dem umstrittenen
[4][Dieseldeal der US-Regierung mit Russland] Stellung genommen.
„Präsident Donald Trump hat sich nie missverständlich geäußert. Er ist ein
Präsident, für den ‚Amerika an erster Stelle‘ steht. Mit diesem Abkommen
stellt er [amerikanische Interessen] und die amerikanischen Bürger an die
erste Stelle. Und dank dieses Diesel-Abkommens werden wir billigeres Benzin
und günstigere Lebensmittel haben“, sagte Zacharia in einem TV-Interview
auf Fox News.
Demokraten und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj haben die
Vereinbarung kritisiert. Selenskyj erklärte das eine Lockerung der
Exportsanktionen ein Zeichen von „Schwäche“ auf Seiten der Amerikaner sei.
Zacharia kann sich also auf einiges gefasst machen. Wann sie ihr erstes
Presse-Briefing abhalten wird, steht noch nicht fest.
11 Oct 2026
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## AUTOREN
(DIR) Hansjürgen Mai
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