# taz.de -- Bundesregierung beschließt Tankrabatt: Sie hat es wieder getan
       
       > Bundestag und Bundesrat beschließen einen Tankrabatt: Eine Mehrheit der
       > Abgeordneten stimmt für eine Entlastung von rund 17 Cent pro Liter ab
       > Oktober.
       
 (IMG) Bild: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hört Katharina Dröge (Bündnis 90/Die Grünen) zu während der Debatte über den von der Bundesregierung angekündigten Tankrabatt
       
       epd | Der Weg für einen erneuten Tankrabatt wegen der hohen Spritpreise ist
       frei. Der Bundesrat billigte ein vom Bundestag beschlossenes Gesetz im
       Parlament für einen neuen Tankrabatt in Höhe von rund 17 Cent pro Liter. In
       einer namentlichen Abstimmung am Freitag in Berlin stimmten insgesamt 434
       von 562 Bundestagsabgeordneten dafür und 128 dagegen. Das Gesetz wurde im
       Eilverfahren dem Bundesrat zur Abstimmung vorgelegt, damit der Rabatt ab
       dem 1. Oktober in Kraft treten kann. Dieser hat nun zugestimmt.
       
       Der SPD-Fraktionsvize Armand Zorn sprach in der Parlamentsdebatte von einer
       „harten Diskussion“. Die Entscheidung für einen Tankrabatt werde jedoch
       angesichts der massiv gestiegenen Preise für Diesel und Benzin sofort
       Entlastungswirkung im Alltag der Menschen zeigen. Die CDU/CSU verwies auf
       Studien, wonach ein früherer Tankrabatt größtenteils an Verbraucher
       weitergeleitet worden sei. Deutliche Kritik kam aus der Opposition von
       Grünen, Linken und AfD.
       
       ## Experten kritisieren fehlende Anreize zum Spritsparen
       
       Vorab hatten mehrere Umwelt- und Sozialverbände die Sprit-Entlastung
       kritisch bewertet. Die Wirtschaftsexpertin Claudia Kemfert vom Deutschen
       Institut für Wirtschaftsforschung bezeichnete den Tankrabatt als falsche
       Antwort auf hohe Energiepreise: Er sei nicht zielgenau, teuer und biete
       keine Anreize zum Spritsparen. Die Maßnahme subventioniere fossile
       Abhängigkeiten und sei ein „Schritt in die falsche Richtung“ für den
       Klimaschutz, so Kemfert.
       
       Ab Oktober bis Ende 2026 soll die Energiesteuer auf Benzin und Diesel den
       Plänen zufolge erneut um rund 14 Cent pro Liter sinken. Inklusive
       Umsatzsteuer summiert sich die Steuerentlastung für Kraftstoffe auf 17 Cent
       pro Liter. Bis spätestens 1. Januar 2027 soll zudem ein Spritpreisdeckel
       eingeführt werden, um starke Preisaufschläge zu begrenzen. Bereits im Mai
       und Juni hatten Bund und Länder mit Blick auf die hohen Spritpreise infolge
       des Irankriegs einen Tankrabatt gleicher Höhe in Kraft gesetzt.
       
       25 Sep 2026
       
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