# taz.de -- Nach Wahl in Sachsen-Anhalt: CDU könnte Weg für AfD-Regierung ebnen
       
       > Die CDU Sachsen-Anhalt wird nicht an Gesprächen mit den demokratischen
       > Parteien teilnehmen und geht in die Opposition. Eine Einladung der SPD
       > schlug sie aus.
       
 (IMG) Bild: Schulze: „Wir haben als CDU keinen Regierungsauftrag mehr, wir sind Opposition“
       
       dpa | Die sachsen-anhaltische CDU hat eine Einladung der SPD zu einem
       Gespräch über die Regierungsbildung nach der Landtagswahl abgelehnt. „Die
       CDU Sachsen-Anhalt wird an diesem Gespräch nicht teilnehmen“, teilte eine
       CDU-Sprecherin mit. Der Landesvorstand habe beschlossen, [1][dass man in
       die Opposition] gehe. „An dieser Entscheidung hält der Landesverband fest.“
       
       Damit ist eine Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt abseits der AfD
       unwahrscheinlich. CDU, Linke, Grüne und SPD kommen zusammen auf 39 Sitze,
       das BSW ist mit 5 Abgeordneten vertreten. Die AfD stellt ebenfalls 39
       Abgeordnete. Für eine Mehrheit im Parlament braucht es 42 Stimmen. Um eine
       Regierung ohne die AfD ins Amt zu bringen, müssten sich alle anderen
       Parteien verständigen.
       
       Die Sozialdemokraten wollten darüber am nächsten Dienstag mit CDU, Grünen,
       Linken und BSW beraten. Man stehe in der Verantwortung, „die bestehenden
       Möglichkeiten für die Bildung einer stabilen und handlungsfähigen Regierung
       ernsthaft auszuloten“, hieß es in einem Schreiben der SPD-Landeschefs
       Juliane Kleemann und Andreas Schmidt an die anderen vier Parteien.
       
       ## Debatte über überparteilichen Ministerpräsidenten
       
       Gemeinsame Gespräche zur Zukunft des Landes haben [2][bisher nur AfD] und
       BSW geführt. Sie loten aktuell aus, inwiefern eine inhaltliche
       Zusammenarbeit möglich ist. Eine Koalition mit der AfD lehnt das BSW jedoch
       ab. Bei den Gesprächen geht es um Inhalte, die eine AfD-geführte
       Minderheitsregierung umsetzen müsste.
       
       Das BSW hatte sich in der Vergangenheit grundsätzlich für einen
       überparteilichen Ministerpräsidenten ausgesprochen und offen für wechselnde
       Mehrheiten gezeigt. Auch die SPD wollte in dem Gespräch „den im Raum
       stehenden Vorschlag zur Wahl eines überparteilichen Ministerpräsidenten
       erörtern“. Ob der Termin nun auch ohne die [3][CDU in Magdeburg]
       stattfinden wird, war zunächst unbekannt.
       
       24 Sep 2026
       
       ## LINKS
       
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