# taz.de -- Forsa-Umfrage: Mehrheit für Rücktritt von Kanzler Merz
       
       > Mehr als die Hälfte der Befragten spricht sich für einen Rücktritt des
       > Kanzlers aus. Unter den Anhängern einer Partei ist der Anteil besonders
       > hoch.
       
 (IMG) Bild: Kanzler Merz: Auch 21 Prozent der Unionsanhänger befürworten einen Rücktritt
       
       dpa | Nach den für die CDU [1][desaströsen Landtagswahlen in
       Mecklenburg-Vorpommern] und Berlin befürwortet einer Umfrage zufolge eine
       Mehrheit den Rücktritt des [2][Bundeskanzlers] aus. 55 Prozent der
       Befragten finden laut RTL/ntv-„Trendbarometer“, dass Friedrich Merz (CDU)
       von seinem Regierungsamt zurücktreten sollte. 40 Prozent sind für den
       Verbleib des Kanzlers im Amt.
       
       Ostdeutsche und Anhänger der Linken stimmen einem Rücktritt mit 68 Prozent
       beziehungsweise 65 Prozent zu. Niedriger ist die Zahl unter den
       SPD-Anhängern. 43 Prozent plädieren für den Rücktritt des Bundeskanzlers.
       Die meisten Anhänger hat der Kanzler in den eigenen Reihen. 78 Prozent der
       Unions-Anhänger lehnen einen Rücktritt ab, nur 21 Prozent befürworten
       diesen. Besonders groß ist die Zustimmung für einen Rücktritt Merz' unter
       AfD-Anhängern. 89 Prozent von ihnen sprechen sich dafür aus.
       
       Forsa befragte hierzu zwischen dem 17. und 21. September 1.509 Menschen.
       Die Fehlertoleranz gibt das Institut mit rund +/- 3 Prozentpunkten an.
       
       ## Sonntagsfrage: Union und AfD unverändert
       
       [3][Die Union] verharrt bei der Sonntagsfrage auf ihrem Tief von 20
       Prozent, stärkste Kraft ist die AfD mit unveränderten 27 Prozent. Die
       Grünen verlieren im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt und kommen
       demnach auf 17 Prozent, wenn am kommenden Sonntag der Bundestag gewählt
       würde. Dahinter kommen SPD und Linke mit jeweils 12 Prozent. Die FDP
       erreicht unverändert 4 Prozent, das BSW verharrt bei 3 Prozent.
       
       Zugrunde liegen dem „Trendbarometer“ repräsentative Forsa-Befragungen im
       Auftrag von RTL Deutschland. Forsa befragte dafür zwischen dem 15. und 21.
       September 2.504 Menschen. Die Fehlertoleranz gibt das Institut mit rund +/-
       2,5 Prozentpunkten an.
       
       Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem
       erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere
       Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der
       erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum
       Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige
       Wahlausgänge.
       
       22 Sep 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /Wahl-Berlin-und-Mecklenburg-Vorpommern/!6214068
 (DIR) [2] /Krise-der-CDU/!6210973
 (DIR) [3] /Bundesregierung-nach-den-Landtagswahlen/!6215031
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Wahlen in Ostdeutschland
 (DIR) Friedrich Merz
 (DIR) Forsa
 (DIR) Umfrage
 (DIR) Rücktritt
 (DIR) GNS
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Geplantes Vergesellschaftungs-Verbot: Friedrich Merz als Wahlhelfer für die Linke
       
       Der Bundeskanzler will die Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen
       verbieten. Damit macht er nicht nur politisch, sondern auch strategisch
       einen Fehler.
       
 (DIR) Kritik am Kanzler: Aufstand abgesagt
       
       In der Sitzung der Unionsfraktion gibt es nach dem Katastrophensonntag
       Kritik am Kanzler, doch kein Scherbengericht. Der Digitalminister dreht die
       Stimmung.
       
 (DIR) Merz zu Krankenversicherungen: Ein löblicher Sinneswandel
       
       Überraschend hält Kanzler Merz das Zweiklassensystem bei der
       Krankenversicherung für ungerecht. Die Privaten will er natürlich nicht
       abschaffen.
       
 (DIR) Konsequenz aus dem Wahldebakel: CDU-Spitze in Mecklenburg-Vorpommern wirft das Handtuch
       
       Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Chef Peters tritt zurück. Kommissarisch will
       nun der umtriebige Staatsminister Amthor für gute Laune in der Bude sorgen.