# taz.de -- Antisemitischer Anschlag: Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal
> In Wuppertal hat es einen Brandanschlag auf die dortige Synagoge gegeben.
> Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland ist besorgt.
(IMG) Bild: Bergische Synagoge, Wuppertal
kna | Nach einem Brandanschlag auf die Synagoge in Wuppertal-Barmen hat die
Polizei Ermittlungen aufgenommen. Ein Verdächtiger wurde festgenommen, es
entstand ein geringer Sachschaden, wie ein Sprecher der Katholischen
Nachrichten-Agentur (KNA) am Donnerstagabend sagte.
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland zeigte sich
betroffen. „Was mich zutiefst verstört, ist die Seelenruhe, mit welcher der
Täter in Wuppertal diesen Anschlag am helllichten Tag durchgeführt hat“, so
Josef Schuster. Von Unrechtsbewusstsein oder Scham fehle jede Spur. „Dieses
Vorgehen bezeugt die fortschreitende Normalisierung des Judenhasses, auf
die unsere Gesellschaft bisher keine Antwort gefunden hat.“
Schuster wies darauf hin, dass in drei Tagen der höchste jüdische Feiertag
Jom Kippur bevorstehe. „Alle Synagogen werden voll sein. Die
Sicherheitsbehörden sind in der Pflicht, die Sicherheit der Gottesdienste
zu gewährleisten. Wir wollen und werden uns nicht davon abhalten lassen,
unsere Religion zu leben.“
Der Zeitpunkt des Anschlags erinnere an die Anschläge von Chanukka 2025 in
Sydney, Jom Kippur 2025 in Manchester sowie den Anschlag in Halle 2019, so
der Zentralratspräsident weiter. In Wuppertal selbst sei 2014 bereits ein
Brandanschlag auf die Synagoge verübt worden. „Es bleibt das Muster
antisemitischer Gewalt, Feiertage auszuwählen, um Angst zu verbreiten und
jüdisches Leben immer weiter aus der Öffentlichkeit zu verdrängen.“
17 Sep 2026
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