# taz.de -- Antisemitische Attacke in München: Proiranische Terrorgruppe bekennt sich zu Pyroanschlag
       
       > Nach dem Angriff auf ein israelisches Restaurant in München prüft die
       > Polizei ein Bekennervideo einer Gruppe mit Verbindungen zum iranischen
       > Regime.
       
 (IMG) Bild: Ziel von wahnhaftem Israelhass: Restaurant „Eclipse“ in München nach dem Anschlag
       
       dpa/taz | Nach dem Angriff auf ein israelisches Restaurant in München vor
       einer Woche prüfen die Ermittler das Bekennervideo einer proiranischen
       Terrorgruppe. „Das Video liegt uns vor“, sagte eine Sprecherin der
       Generalstaatsanwaltschaft München. Es sei Gegenstand der Ermittlungen. Das
       Video war den Angaben zufolge auf Social-Media-Kanälen verbreitet worden.
       Mehrere Medien hatten darüber berichtet.
       
       Sicherheitskreise bestätigten, dass man davon ausgehe, dass das Video auf
       die mutmaßlich in enger Verbindung zu Teheran stehende Terrorgruppe Harakat
       Ashab al-Yamin al-Islamia („Islamische Rechtschaffenheitsbewegung“, kurz:
       Hayi) zurückgehe. Es wurde dem Vernehmen nach unter diesem Namen
       veröffentlicht. Damit sei aber noch nicht gesagt, dass die Gruppierung
       tatsächlich hinter dem Anschlag stehe, hieß es.
       
       In dem Video heißt es den Berichten zufolge, der Angriff habe sich nach der
       Schließung des Restaurants ereignet und keine Todesopfer gefordert – „aber
       es hätte am Tag passieren können und die Zionisten wären dabei getötet
       worden“. Der Text wurde demnach auch ins Arabische und Hebräische
       übersetzt.
       
       ## Knallgeräusche und zerstörte Scheiben
       
       Unbekannte [1][hatten in der Nacht auf den Freitag vergangener Woche das
       israelische Restaurant in München angegriffen], Fensterscheiben zerstört
       und einen Schaden von mehreren Tausend Euro verursacht. Polizei, Justiz und
       Betreiber gingen von Anfang an von einem antisemitischen Motiv aus.
       
       Die Einsatzzentrale der Polizei hatte gegen 00.45 Uhr einen Anruf erhalten,
       weil es an dem Lokal „Eclipse“ drei Knallgeräusche gegeben hatte. Eine
       Streife stellte laut Polizei vor Ort fest, dass Fensterscheiben des Lokals
       an drei Stellen defekt waren. Pyrotechnische Gegenstände seien in das
       Restaurant geworfen worden, hieß es. Es werde geprüft, welche Art von
       Sprengsatz verwendet worden sein könnte.
       
       Die Terrorgruppe Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia bekannte sich zuletzt zu
       mehreren Anschlägen in Europa, darunter den [2][Brandanschlag auf einen
       jüdischen Rettungsdienst in London] Ende März. Die vermeintliche
       „Widerstandsgruppe“ wird allein im März zudem in Zusammenhang gebracht mit
       einem Sprengsatz vor einer Synagoge im belgischen Lüttich, einer Explosion
       an einer jüdischen Schule in Amsterdam und einem Anschlag auf ein Auto
       [3][vor einem jüdischen Restaurant in Antwerpen].
       
       Sicherheitsexperten halten es für sehr wahrscheinlich, dass das iranische
       Mullahregime die Angriffe von Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia
       koordiniert. „Es handelt sich um eine Tarnorganisation, die verstreute
       Zellen in ganz Europa nutzt, um die Anschläge zu organisieren und
       durchzuführen“, [4][sagte Phillip Smyth jüngst zur taz]. Der Berater für
       Terrorismusbekämpfung aus Washington beschäftigt sich seit Jahren mit
       proiranischen, schiitischen Milizen.
       
       17 Apr 2026
       
       ## LINKS
       
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 (DIR) [4] /Neue-schiitische-Terrororganisation/!6165531
       
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