# taz.de -- Staatsvertrag zu KI-Plattformen: Mehr regeln, mehr werben
> Die Bundesländer wollen mit einem neuen Medienstaatsvertrag Anbieter von
> auf Künstlicher Intelligenz basierenden Informationssystemen regulieren.
(IMG) Bild: Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz: die Refinanzierung von Medieninhalten verbessern
epd Mit einer Novelle des Medienstaatsvertrags wollen die Bundesländer
unter anderem Informationssysteme regulieren, [1][die auf künstlicher
Intelligenz basieren]. Außerdem soll die Neuregelung sicherstellen, dass
Medieninhalte auf Onlineplattformen gut gefunden werden.
Wie die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz am Donnerstag mitteilte, wurde der
Entwurf für das neue Gesetz am Mittwoch in der Rundfunkkommission
beschlossen und soll im Oktober veröffentlicht werden. Dann beginnt die
öffentliche Anhörung, die sechs Wochen dauern soll.
Der Medienstaatssekretär von Rheinland-Pfalz, Torsten Welling (CDU), sagte,
der sogenannte [2][Digitale-Medien-Staatsvertrag] schaffe Souveränität für
Medien und deren Nutzer: „Wir sorgen für faire Spielregeln, damit
journalistisch verantwortete Medien auch morgen sicht- und hörbar bleiben.“
Mit dem neuen Staatsvertrag wollen die Bundesländer nach Angaben der
Staatskanzlei Rheinland-Pfalz die [3][Refinanzierung von Medieninhalten]
verbessern, die Medienvielfalt fördern und die Medienaufsicht modernisieren
und verschlanken. Auch eine umfassende Reform des
Medienkonzentrationsrechts sei geplant.
## Regelungen für Werbung lockern
Laut dem Entwurf, der dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt, wollen
die Länder unter anderem für private Radio- und Fernsehmedien die
Regelungen für Werbung lockern. So soll Werbung künftig nicht mehr in
Blöcken gesendet werden müssen und bundesweite Anbieter sollen
regionalisierte Werbung senden können.
Der neue Staatsvertrag wird von den Ländern als
„Digitale-Medien-Staatsvertrag Teil 2“ bezeichnet, erste Eckpunkte waren
bereits im Oktober 2025 vorgelegt worden. Im Juni hatten sich die
Ministerpräsidenten auf einen Entwurf für den ersten Teil des
Digitale-Medien-Staatsvertrags geeinigt.
17 Sep 2026
## LINKS
(DIR) [1] /Studie-zu-KI-Quellenauswahl/!6206889
(DIR) [2] /Digitale-Plattformen-sollen-bezahlen/!6125904
(DIR) [3] /Digitale-Plattformen-sollen-bezahlen/!6125904
## TAGS
(DIR) Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk
(DIR) Schwerpunkt Künstliche Intelligenz
(DIR) Werbung
(DIR) GNS
## ARTIKEL ZUM THEMA
(DIR) Weimers Pläne für den ÖRR: Weimers wilde Privatisierungsträume
Medienstaatsminister Weimer schlägt vor, den öffentlich-rechtlichen
Rundfunk zu privatisieren. Das ist weder seine Aufgabe noch eine gute Idee.
(DIR) Die „Volksstimme“ in Sachsen-Anhalt: Und am Wochenende ist Disco mit Peter
Die Lokaljournalisten kennen jedes neue Feuerwehrhaus und die meisten
AfD-Politiker aus dem Sandkasten. Ihre Zukunft sehen sie von denen nicht
bedroht.
(DIR) Rundfunkstaatsverträge: Öffentlich-Rechtliche ohne Sicherheitsanker
Wenn die AfD in Sachsen-Anhalt gewinnt, will sie den Rundfunkstaatsvertrag
kündigen. Die Sender des ÖRR stehen schutzlos da – mit einer kleinen
Ausnahme.