# taz.de -- Menschheit ohne Wasser: Wir verdursten und vertrocknen
       
       > Das Ozonloch schloss sich, weil es ein FCKW-Verbot gab. Jetzt wird das
       > Wasser knapp, aber die Menschheit lernt offenbar nicht dazu.
       
 (IMG) Bild: Treibhausgase waren der Grund für das Ozonloch: Es ist besser geworden, aber schlimm wird es trotzdem
       
       Endlich eine gute Nachricht: Das [1][Ozonloch schließt sich]. Beim
       Generieren von Wohlstand kam die Menschheit auf den Einsatz von
       Fluorchlorkohlenwasserstoffen. Die aber zerfraßen die schützende
       Ozonschicht in der Atmosphäre, die menschliches Leben erst ermöglicht.
       Trotzdem erklärten Industrie und ihre Lobbyvertreter in den 90er-Jahren den
       Zusammenbruch des Wirtschaftssystems, falls ein FCKW-Verbot kommt.
       
       Zusammengebrochen ist bekanntlich nichts, nach Messung der Weltorganisation
       für Meteorologie war das Ozonloch dagegen im vergangenen Jahr kleiner als
       im Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2010. Wie nah die Katastrophe war, zeigt
       Australien: Die Ausdünnung der Ozonschicht ist über der Antarktis am
       weitesten fortgeschritten und Down Under ist ihr nun einmal am nächsten.
       Zwei von drei Australiern erkranken mindestens einmal im Leben an
       Hautkrebs, manche mehrmals. Das wurde in den 1990er-Jahren hierzulande auf
       den Plakatwänden angekündigt: Neben den spielenden Kindern wartet der Tod.
       
       Dass wir dem doch noch von der Schippe gesprungen sind, zeigt: Es ist
       möglich, dass sich menschliche Vernunft durchsetzt. Natürlich ist es viel
       einfacher, FCKW im Kühlschrank und als Treibgas im Haarspray durch
       klimafreundliche Stoffe zu ersetzen als beispielsweise Kohlendioxid.
       Dieselbe Weltorganisation warnt nun aber vor etwas, was ohnehin für alle
       sichtbar ist: Die weltweiten Süßwasserreserven gehen dramatisch zurück.
       Durch die [2][Erderwärmung gerät das Gleichgewicht jenes Elements unter
       Druck], aus dem wir zu 60 Prozent bestehen. Es geht quasi ans Eingemachte.
       
       Sicherlich werden AfD-Wähler auch nicht zu den Bündnisgrünen wechseln, wenn
       sie ihre Swimmingpools nicht mehr befüllen können. Angesichts von
       ausgetrockneten Seen, ausgedorrten Auen oder dem [3][Niedrigwasser auf
       unseren Flüssen] dürfte aber allen klar sein: Hier stimmt etwas nicht. Es
       gibt keine Alternative zum Klimaschutz – und je eher wir damit anfangen,
       umso mehr können wir vom schönen, unbeschwerten Leben erhalten.
       
       17 Sep 2026
       
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 (DIR) Nick Reimer
       
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