# taz.de -- Folgen des Niedrigwassers: Rheinschifffahrt droht die Zweiteilung
       
       > Weil die Pegelstände im mittleren Rheinabschnitt zu niedrig sind, könnte
       > die Transportroute dort unterbrochen werden, fürchten Binnenschiffer.
       
 (IMG) Bild: Niedrigwasser am Rhein, hier bei Kaub am 5. August: Der Pegelstand von Kaub gilt als Referenzwert für die Rheinschifffahrt
       
       Der [1][Wassermangel ‌im Rhein] könnte ‌dem Bundesverband der Deutschen
       Binnenschifffahrt (BDB) zufolge die internationale Transportroute bald im
       mittleren Flussabschnitt unterbrechen. „Wegen ausbleibender Niederschläge
       wird im Laufe der Woche an dem für Schifffahrt und Wirtschaft wichtigen
       Pegel Kaub erstmals ein nur noch einstelliger Wert prognostiziert“, sagte
       BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen der Rheinischen Post. „Im Prinzip ist der
       Rhein damit nicht mehr ‌durchgängig befahrbar und damit zweigeteilt.“
       
       Der Pegelstand von Kaub zwischen Koblenz und Mainz gilt als Referenzwert
       für die Rheinschifffahrt. Weil die Fahrrinne in diesem Abschnitt ohnehin
       relativ flach ist, sieht der BDB die dort erwarteten Pegelwerte mit
       besonderer Sorge. „Die gewerbliche Schifffahrt wird bei derart niedrigen
       Wasserständen in der Region [2][keinen Gütertransport] mehr durchführen
       können. Gleiches gilt für die Tagesausflugs- und
       [3][Kreuzfahrtschifffahrt“], sagte Schwanen.
       
       Die Folge sind dem Verbandsgeschäftsführer zufolge zwei getrennte Gebiete.
       Zum einen gebe ‌es zwischen den Nordseehäfen Amsterdam, Rotterdam,
       Antwerpen und der Region Köln noch Schiffsverkehr über den Rhein und das
       westdeutsche Kanalgebiet. „Und es gibt weiter südlich ⁠Schiffsverkehr an
       den Nebenflüssen Neckar, Mosel, Main, Main-Donau-Kanal“, sagte Schwanen.
       Der Main-Donau-Kanal gilt als international bedeutendes Verbindungsstück
       der Route von und nach Südosteuropa und dem Schwarzen Meer.
       
       Der BDB-Geschäftsführer begrüßte weitere ‌geplante [4][Krisensitzungen mit
       ‌dem Bundesverkehrsministerium]. Optionen für den verstärkten Einsatz von
       ⁠Straße und Schiene würden bereits an diesem Montag erörtert, sagte
       Schwanen. Er befürworte zudem eine Aufschiebung von Baumaßnahmen, um
       ‌zumindest derartige Einschränkungen zu vermeiden. „Direkt am ‌folgenden
       Mittwoch werden die anstehenden Bauarbeiten bei Straße, Schiene und
       Wasserstraße auf den Prüfstand gestellt.“
       
       10 Aug 2026
       
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