# taz.de -- Nach Austritten aus dem BSW: Neue Partei in Thüringen gegründet
       
       > Das BSW in Thüringen zerfällt – nur noch zwei von ehemals 15
       > Landtagsabgeordneten gehören ihm an. Jetzt gründen Ehemalige eine neue
       > Partei.
       
 (IMG) Bild: Ist es die Flucht nach vorne? Ex-BSWler Katja Wolf und Steffen Schütz gründen eine neue Partei
       
       In Erfurt ist an diesem Sonntag die Partei „Thüringen.Gerecht“ gegründet
       worden. Die Gründungsmitglieder wählten die thüringische Finanzministerin
       Katja Wolf zur Vorsitzenden. Stellvertretende Vorsitzende sind
       Digitalminister Steffen Schütz und Steffi Eschrich.
       
       „Wir haben versprochen, für Stabilität und Verlässlichkeit in Thüringen zu
       sorgen. Jetzt laden wir alle Menschen ein, dieses Versprechen gemeinsam mit
       uns in die Tat umzusetzen“, sagte Wolf bei der Bekanntgabe der
       Parteigründung. Der Gründungsvorstand werde nun schnellstmöglich eine
       breite Mitgliederaufnahme organisieren und anschließend einen Parteitag
       einberufen, so Wolf.
       
       In der zurückliegenden Woche waren mehrere Mitglieder, darunter auch Wolf,
       [1][aus dem BSW in Thüringen] – und teils auch aus der Fraktion im Erfurter
       Landtag – ausgetreten, nachdem ein Streit mit der Bundesspitze der Partei
       um die Regierungsbeteiligung im Freistaat eskaliert war.
       
       Die neue Partei verabschiedete unter der Überschrift „Wir werden
       Thüringen.Gerecht“ ihr Gründungsprogramm. Im Mittelpunkt stehe „eine
       Politik, die zuhört, die Lebensleistung der Menschen anerkennt und für
       Sicherheit, Respekt und neue Zuversicht sorgt“.
       
       ## Austritt aus dem BSW auch wegen zu viel Nähe zur AfD
       
       [2][Als Kernpunkte nannte die Partei]: Respekt für die mutige
       Lebensleistung der Ostdeutschen, Stärkung der Wirtschaft für nachhaltiges
       Wachstum und Beschäftigung, Stärkung des sozialen Zusammenhalts, intakte
       Umwelt und bezahlbare Energie, Thüringen als friedliches Land sowie
       Demokratie und Beteiligung.
       
       „Wir gründen diese Partei aus einem Gerechtigkeits- und
       Verantwortungsgefühl“, so Wolf. „Wir wollen Thüringen [3][eine starke
       Stimme] geben und unser Land gemeinsam mit Mut und Zuversicht in die
       Zukunft führen.“
       
       Die Gruppe um Wolf hatte der Bundespartei und seiner Gründerin Sahra
       Wagenknecht Einmischung und fehlende Distanz zur AfD vorgeworfen. Am
       vergangenen Freitag waren Wolf und acht weitere BSW-Mitglieder, darunter
       auch die beiden weiteren Minister, aus der Partei ausgetreten. An der
       sogenannten Brombeer-Koalition mit CDU und SPD unter der Führung von
       Ministerpräsident Mario Voigt wollen sie aber festhalten.
       
       6 Sep 2026
       
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 (DIR) Sean-Elias Ansa
       
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