# taz.de -- Cyberangriff auf Berlins Verwaltung: Post für Hack-Opfer
       
       > Seit Freitag sind 1,44 Millionen Dateien im Darknet veröffentlicht. Die
       > Berliner Behörden wollen Betroffene gezielt per Brief oder Mail
       > kontaktieren.
       
 (IMG) Bild: Nack Hackerangriff: Senatskanzlei richtet eine zusätzliche Koordinierungsstelle ein
       
       dpa Zur Aufarbeitung des [1][Hackerangriffs auf Teile der Berliner
       Verwaltung] hat die Senatskanzlei eine zusätzliche Koordinierungsstelle
       eingerichtet. Die Leitung übernehme der Staatssekretär für Digitalisierung,
       Florian Hauer, teilte die Senatskanzlei mit. Die Stelle solle die Sichtung
       und Bewertung der gestohlenen Daten koordinieren und die beiden betroffenen
       Senatsverwaltungen dabei unterstützen, betroffene Bürgerinnen und Bürger
       sowie Unternehmen zu informieren und zu beraten.
       
       An der neuen Einheit sind den Angaben nach neben dem Berliner
       Landeskriminalamt auch die betroffenen Senatsverwaltungen, die
       Landesdatenschutzbehörde, der Landesbevollmächtigte für
       Informationssicherheit und weitere Sicherheitsstellen beteiligt.
       
       „Wir werden die betroffenen Beschäftigten, Berlinerinnen und Berliner so
       schnell wie möglich informieren, beraten und unterstützen“, erklärte
       Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU). Man sei im engen
       Austausch mit den Sicherheitsbehörden des Bundes.
       
       Senatssprecherin Christine Richter sagte, Betroffene würden üblicherweise
       per Brief oder per Mail kontaktiert – bei Beschäftigten auch Personen, die
       in deren Unterlagen genannt würden.
       
       ## Senatskanzlei nennt keine konkreten Informationen
       
       [2][Nach einem Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung] wurden am Freitag
       rund 1,44 Millionen Dateien mit einem Umfang von 5,8 Terabyte im Darknet
       veröffentlicht. Die kriminelle Hackergruppe Rhysida hatte die Daten Mitte
       August unbemerkt abgezogen und ein Lösegeld von 30 Bitcoin – umgerechnet
       rund 2 Millionen Euro – gefordert.
       
       Die forensischen Untersuchungen und Ermittlungen dauern nach Angaben der
       Senatskanzlei nach an. Konkrete Informationen dazu, welche Daten von den
       Hackern ins Netz gestellt wurden, nannte die Behörde nicht.
       
       Der IT-Experte Manuel Atug wirft dem Land Berlin vor, [3][„grob
       fahrlässig“] gehandelt zu haben. Seinen Angaben nach sei lange bekannt
       gewesen, dass es eklatante Sicherheitslücken gebe. Senatssprecherin Richter
       sagte dazu, die Sicherheitsmaßnahmen seien nach dem Hackerangriff erhöht
       worden. „Welche weiteren strukturellen Konsequenzen erforderlich sind, wird
       sich nach der Bewältigung der aktuellen Lage zeigen.“
       
       6 Sep 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /Cyberangriff-auf-Berliner-Verwaltung/!6208741
 (DIR) [2] /Hacker-Angriff-auf-Berliner-Verwaltung/!6209192
 (DIR) [3] /Cyberangriff-auf-Berliner-Verwaltung/!6208741
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Cyberattacke
 (DIR) Cybersicherheit
 (DIR) Verwaltung
 (DIR) Datendiebstahl
 (DIR) Berliner Senat
 (DIR) Reden wir darüber
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Hacker-Ultimatum abgelaufen: Berlin hat kein Lösegeld gezahlt
       
       Der Senat bleibt beim Nein zu Lösegeld. Was bedeutet das für die erbeuteten
       Daten nach dem Ablauf des Ultimatums der kriminellen Hackergruppe Rhysida?
       
 (DIR) Hacker-Angriff auf Berliner Verwaltung: „Das Land lässt sich nicht erpressen“
       
       Die schwarz-rote Landesregierung will nicht auf die Forderung nach zwei
       Millionen Euro eingehen. Derzeit werden laut Senat alle Systeme untersucht.
       
 (DIR) Cyberangriff auf Berliner Verwaltung: Digitale Verantwortungslosigkeit
       
       Berlin wird nach einem Hackerangriff erpresst. Dabei zeigt sich: nicht nur
       die Datensicherheit ist dürftig, sondern auch die Krisenkommunikation.