# taz.de -- Spree verliert Wasser: Notfallplan in Brandenburg
> Die Spree im südlichen Brandenburg hat zu wenig Wasser: Behörden
> reagieren mit stärkeren Eingriffen in die Wasserverteilung.
(IMG) Bild: Nicht nur im Rhein fehlt das Wasser, sondern auch in der Spree wie hier in Spremberg
dpa/epd | Wer im Spreewald eine Paddelfahrt plant, muss sich auf
Einschränkungen einstellen. Das teilte das Landesumweltministerium in
Potsdam mit. Ausbleibender Regen und Hitze hätten die Lage verschärft,
heißt es in der Mitteilung. Auch in Speichern wie der Talsperre Spremberg
seien zu wenige Wasserreserven.
Angesichts des Niedrigwassers der Spree im Süden Brandenburgs versuchen die
Behörden nun, möglichst viel Wasser im Flusssystem zu halten. Daher sei die
zweite Phase eines Konzepts zur Niederwasserbewirtschaftung ausgerufen
worden, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums. „Die erforderlichen
Mindestabflüsse können in der Spree nicht mehr gehalten werden und die
fehlenden Wasserreserven in den Speichern erfordern zusätzliche Maßnahmen
zur Abflussstabilisierung im mittleren Spreegebiet.“
Deshalb werden etwa Ausleitungen aus der Spree verringert. Einzelne
Schleusen im Unterspreewald sollen geschlossen werden. Ziel der Maßnahmen
sei, den Abfluss an der Messstelle Leibsch Unterpegel zwischen 2,0 und 2,5
Kubikmeter Wasser pro Sekunde zu halten, hieß es. Aktuell flössen hier nur
noch 1,4 Kubikmeter pro Sekunde (Stand: 17. August).
## Ständig sinkender Abfluss
Der eigentliche Mindestabfluss von 4,5 Kubikmetern pro Sekunde werde
bereits seit Ende Mai unterschritten und sei seither stetig weiter
zurückgegangen.
Das Umweltministerium führt die anhaltend niedrigen Pegelstände auf die
hohen Temperaturen und ausbleibenden Regen zurück. Im oberen Einzugsgebiet
der Spree seien mitunter nur 70 Prozent der für den Jahreszeitraum
typischen Niederschlagsmenge gemessen worden.
Die Arbeitsgruppe Niedrigwasserbewirtschaftung entschied daher am Montag
unter anderem die Schließung der Schleusen Krausnicker Strom, Groß
Wasserburg und am Beginn des Dahme-Umflutkanals. Das Gremium hatte bereits
Ende Mai die erste Phase des Notfallplans in Kraft gesetzt.
19 Aug 2026
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