# taz.de -- Trump droht Oman mit Bomben: Der Stümper in Chief schlägt um sich
       
       > Die Versuche des US-Präsidenten, den von ihm begonnenen Irankrieg
       > erfolgreich zu beenden, sind gescheitert. Um abzulenken, droht Trump
       > Verbündeten.
       
 (IMG) Bild: Typisches Ablenkungsmanöver von Donald Trump: Jetzt droht er dem Oman mit Bombardierung
       
       Am 17. Juni unterzeichneten US-Präsident Donald Trump und der iranische
       Präsident Massud Peseschkian ein „Memorandum of Understanding“. Damit wurde
       ein Waffenstillstand vereinbart und eine Frist von 60 Tagen, um Details
       zukünftiger Regelungen zu verhandeln – [1][zur Straße von Hormus], zu Irans
       Atomprogramm, zu US-Hilfen für den iranischen Wiederaufbau, zum Ende von
       Sanktionen gegen Teheran.
       
       Jetzt sind die 60 Tage vorbei, absolut nichts davon ist geschehen, das
       Memorandum gilt längst als hinfällig. Donald Trump hat nach wie vor
       keinerlei Idee, wie er den von ihm begonnenen Irankrieg einigermaßen
       erfolgreich beenden könnte. Und so macht er, was er am besten kann: Die
       Ziele ändern, Anschuldigungen und Drohungen gegen Verbündete austeilen,
       Nebenschauplätze schaffen, ablenken.
       
       [2][In diesem Fall traf es zuerst Südkorea], seit über 70 Jahren in einer
       festen Sicherheitspartnerschaft mit den USA. Kurz vor Beginn eines
       traditionellen gemeinsamen Manövers erklärte Trump einen halben Rückzug und
       erinnerte an seine hervorragenden Beziehungen zum nordkoreanischen Diktator
       Kim. Demjenigen also, der Trump während seiner ersten Amtszeit zum
       Hampelmann machte, indem er ihm schmeichelnde Briefe schrieb, dafür Trumps
       Lob einfuhr und ansonsten weiter Raketen und Atomwaffen baute.
       
       Und jetzt droht Trump ausgerechnet dem langjährigen [3][Nahostvermittler
       Oman mit Bomben], wenn der Golfstaat sich weiter so unartig verhalte. Oman
       hatte über eine gemeinsame Verwaltung der Straße von Hormus mit Iran
       nachgedacht. Das ist weit entfernt von Trumps Fantasien, die Meerenge zum
       US-Territorium zu erklären, aber halt ungehörig für den Möchtegernfeldherr
       in Washington.
       
       Es ist gleichzeitig ermüdend und alarmierend, dem 80-jährigen
       selbsterklärten Verhandlungsgenie bei seiner fortdauernden Stümperei
       zuzusehen. Denn genau wie er im Innern Institutionen kaputtschlägt, die
       nicht so einfach zu reparieren sind, hinterlässt er auch außenpolitisch ein
       Trümmerfeld, was für zukünftige US-Führungen gleich welcher Couleur schwer
       zu beräumen ist.
       
       Das ärgerliche ist: Ändern könnten das nur die Leute in seinem eigenen
       Umfeld. Aber wenn sie das wollten, wären sie da nicht. Das Kaputthauen geht
       weiter, der Rest der Welt muss zuschauen.
       
       18 Aug 2026
       
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