# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Drohungen gegen den Oman
       
       > US-Präsident Donald Trump denkt laut über einen Bombenangriff auf den
       > Oman nach. Der türkische Machthaber Erdoğan fordert weitere Gespräche.
       
 (IMG) Bild: Blick vom Oman auf die Straße von Hormus
       
       ## US-Senator will keinen möglichen Militäreinsatz gegen den Oman
       
       Der US-Senator Tim Kaine will einen möglichen Militäreinsatz der USA gegen
       den Oman verhindern. Der Demokrat aus Virginia kündigte an, nach der
       Sommerpause des Kongresses eine Resolution nach dem sogenannten War Powers
       Act einzubringen, die militärische Maßnahmen gegen das Land untersagen
       soll. Kaine kritisierte Präsident Donald Trump scharf und warf ihm vor, mit
       seiner „Ein-Mann-Kampagne“, weltweit Kriege anzudrohen und zu initiieren,
       zunehmend außer Kontrolle zu geraten.
       
       Trump hatte dem Oman nach einem Bericht des Senders Fox News mit
       Bombenangriffen gedroht, falls das Land eine vollständige Wiederöffnung der
       Straße von Hormus verhindern sollte. Trump habe unter Verwendung eines
       Kraftausdrucks gesagt, dass die USA den Oman bombardieren würden, sagte
       Fox-News-Reporter Trey Yingst am Montag. Der Sender stellte keine
       Audioaufnahme des Gesprächs zur Verfügung.
       
       Trumps Drohungen gegen den Oman seien besonders problematisch, da die USA
       diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen zu dem Land unterhielten,
       sagte Kaine. Davon könnten Gegner der USA wie China und Russland
       profitieren, die sich darüber „die Hände reiben“ würden. (ap)
       
       ## Erdoğan fordert Trump zu Gesprächen mit Iran auf
       
       Der türkische ‌Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat US-Präsident Donald Trump
       in einem Telefonat zu direkten Gesprächen mit Iran aufgefordert, um die
       Spannungen abzubauen. Erdoğan habe erklärt, es sei von großer Bedeutung,
       bei den Spannungen zwischen Iran und den USA ‌die Diplomatie bestmöglich zu
       nutzen, teilte das türkische Präsidialamt am Dienstag mit. Die Türkei hoffe
       auf eine Fortsetzung der Gespräche und werde die Friedensbemühungen weiter
       unterstützen. Die Türkei, die über die zweitgrößte Armee der Nato verfügt
       und an Iran grenzt, hat wiederholt ein Ende des Krieges gefordert.
       
       Hintergrund des Telefonats sind die zunehmenden Spannungen in der Region.
       ‌Ein hochrangiger iranischer Vertreter hatte am Montag der
       Nachrichtenagentur Reuters gesagt, Iran werde zu einer „vollständig
       offensiven“ Militärhaltung übergehen. ⁠Grund dafür seien die ins Stocken
       geratenen Verhandlungen über ein dauerhaftes Ende des Krieges, da
       Washington eine Verlängerung eines vorübergehenden Waffenstillstands
       ausgeschlossen habe.
       
       Erdoğan und Trump ‌sprachen demnach auch über die ⁠bilateralen Beziehungen,
       den Krieg in Gaza und einen Verteidigungspakt zwischen der Türkei,
       Saudi-Arabien und Pakistan. ‌Eine Stellungnahme des Weißen Hauses ‌lag
       zunächst nicht vor. (rtr)
       
       ## Kushner: Gespräche mit Iran verlaufen „sehr positiv“
       
       Die Gespräche zwischen Washington und Teheran über ein Ende des Irankrieges
       kommen nach Angaben des US-Gesandten Jared Kushner voran. Beide Seiten
       führten „sehr positive Gespräche“, sagte der Schwiegersohn von US-Präsident
       Donald Trump am Montag dem Fernsehsender Fox News. Er schränkte zugleich
       aber ein, dass es „nach all den Jahren eigentlich kaum Vertrauen zwischen
       den USA und Iran“ gebe.
       
       Trump werde in den Verhandlungen „sehr geduldig sein“, sagte Kushner
       weiter. Der Präsident wolle „nichts überstürzen“. Er werde „das richtige
       Abkommen schließen, sobald das richtige Abkommen bereit ist“.
       
       Trump hatte seinerseits zuvor seine Forderung wiederholt, dass Iran keine
       Atomwaffen besitzen dürfe. Laut dem Bericht eines Fox-News-Journalisten
       sagte Trump, dass die Gespräche mit den iranischen Revolutionsgarden über
       geheime Kanäle liefen. Er habe es aber nicht eilig mit einer Einigung. Zu
       den iranischen Unterhändlern sagte Trump, diese seien „gute Pokerspieler“,
       sie „werden aber zugrunde gehen“.
       
       Die USA und Israel hatten Ende Februar gemeinsam Iran angegriffen und
       wichtige Mitglieder der Führung getötet, darunter den obersten Führer
       Ayatollah Ali Chamenei. Iran reagierte mit Angriffen auf US-Stützpunkte in
       Golfstaaten.
       
       Teheran hält zudem seit Beginn des Krieges die Straße von Hormus nahezu
       vollständig geschlossen. Die Ölpreise sind dadurch weltweit in die Höhe
       geschnellt. Die Zukunft der für die Weltwirtschaft wichtigen Meerenge ist
       bei den Verhandlungen über ein Ende des Krieges einer der Hauptstreitpunkte
       zwischen Washington und Teheran. (afp)
       
       ## Ende von Iran-Waffenruhe drückt auf Kurse in Asien
       
       Das Ende eines Waffenstillstands zwischen den USA und Iran hat am Dienstag
       die Stimmung der Anleger an den asiatischen Börsen getrübt. In Tokio gab
       der Nikkei-Index 1,6 Prozent nach. Die Börse in Schanghai verlor 0,2
       Prozent. Gegen den Trend legte die Börse in Seoul nach einem Feiertag mehr
       als drei Prozent zu. „Normalerweise ‌seien Bewegungen der zehnjährigen
       US-Anleihen über 4,65 Prozent von beruhigenden Worten der Trump-Regierung
       gefolgt“, schrieben die Analysten der ING. „Dieses Mal hören wir das
       nicht.“ Die Verunsicherung spiegelte sich auch am Anleihemarkt wider: Die
       Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihen stieg auf ein
       Drei-Dekaden-Hoch von 2,945 Prozent. (rtr)
       
       18 Aug 2026
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Schwerpunkt Iran-Krieg
 (DIR) Donald Trump
 (DIR) Jared Kushner
 (DIR) Straße von Hormus
 (DIR) Oman
 (DIR) Schwerpunkt Iran
 (DIR) Schwerpunkt Nahost-Konflikt
 (DIR) GNS
 (DIR) Israel
 (DIR) Reden wir darüber
 (DIR) Schwerpunkt Nahost-Konflikt
 (DIR) Schwerpunkt Türkei unter Erdoğan 
 (DIR) Schwerpunkt Iran-Krieg
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Trump droht Oman mit Bomben: Der Stümper in Chief schlägt um sich
       
       Die Versuche des US-Präsidenten, den von ihm begonnenen Irankrieg
       erfolgreich zu beenden, sind gescheitert. Um abzulenken, droht Trump
       Verbündeten.
       
 (DIR) Kushner bei Netanjahu: Gazas Zukunft steht auf dem Spiel
       
       Trump-Schwiegersohn und US-Gesandter Jared Kushner trifft erst
       Hamas-Vertreter in Kairo, dann Netanjahu in Israel. Auf dem Spiel steht
       Gazas Zukunft.
       
 (DIR) „Mekka-Pakt“: Vorstoß ins Vakuum
       
       Das Neue Dreierbündnis im Nahen Osten ist die Antwort auf die Instabilität,
       die der Irankrieg gebracht hat – und den schrumpfenden Einfluss der USA
       
 (DIR) USA und Iran im Krieg: Trump will Straße von Hormus annektieren
       
       Grönland, Kuba, Venezuela: Die Okkupations-Fantasien des US-Präsidenten
       sind unerschöpflich. Nun will er die Straße von Hormus zum US-Territorium
       machen.