# taz.de -- Waldbrand in der Eifel: „Die Nacht war gut“
       
       > Der riesige Brand im Hürtgenwald hat sich vorerst nicht weiter
       > ausgebreitet. Der Eifel-Ort Gey bleibt trotzdem geräumt.
       > NRW-Innenminister Reul kommt „mal kurz“ vorbei.
       
 (IMG) Bild: 300 Hektar in Flammen: der Hürtgenwald in der Eifel
       
       dpa/afp/taz | Beim größten Waldbrand in der Geschichte von
       Nordrhein-Westfalen steht nach ununterbrochenen Löscharbeiten keine riesige
       Rauchsäule mehr über dem Hürtgenwald. „Die Nacht war gut“, sagte der
       Landrat des Kreises Düren, Ralf Nolten (CDU), am Samstagmorgen. Es habe
       sehr gute Fortschritte bei der Bekämpfung des Brandes gegeben.
       
       Insgesamt kämpften 1.400 Einsatzkräfte unter anderem mithilfe von
       Löschhubschraubern gegen den bislang [1][größten und folgenschwersten
       Waldbrand des Sommers] in Deutschland, wie der Landkreis Düren mitteilte.
       Der in der Nacht zum Freitag geräumte 1.800-Einwohner-Ortsteil Gey der
       Gemeinde Hürtgenwald bleibe vorerst aus Sicherheitsgründen evakuiert. Die
       Brandlage in dem zur Eifel zählenden Gebiet sei „statisch“, der Brandherd
       habe sich nicht vergrößert, hieß es weiter.
       
       Die Flammen wüten seit Donnerstagnachmittag. Nach Angaben des Kreises sind
       etwa 300 Hektar Wald von dem Brand betroffen. Am Freitagabend wurde
       gemeldet, dass bei den Löscharbeiten fünf Einsatzkräfte verletzt worden
       seien.
       
       ## Erst mal kein Regen in Sicht
       
       CDU-Landrat Nolten erklärte am Samstag, die Bundeswehr habe in der Nacht
       weitere breite Schneisen in das Areal geschlagen. Das Hauptbrandgeschehen
       sollte nicht überschlagen in andere Bereiche. Die Anzahl der Bergepanzer
       sei von zwei auf vier erhöht worden. Nolten hofft, dass [2][die
       Löscharbeiten] so weit vorankommen können, dass kein offenes großes Feuer
       mehr in dem Wald wütet.
       
       Das aktuelle Geschehen sei kein Vergleich mit dem des Vortages: „Gestern
       Morgen war echter Kampf und jetzt ist kontrolliertes Arbeiten“, sagte der
       Landrat.
       
       Das wollte sich NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) nicht entgehen lassen,
       der am Samstagvormittag in Hürtgenwald eintraf. „Ich wollte mal kurz
       vorbeikommen, um denen, die da sind, Danke zu sagen“, wurde Reul vom WDR
       zitiert.
       
       Mit flächendeckendem Regen können die Einsatzkräfte unterdessen auch am
       Samstag erst mal nicht rechnen. Laut einer Meteorologin des Deutschen
       Wetterdienstes soll der Wind im Laufe des Tages zunehmen und in Richtung
       Nordwest drehen. Gegen Nachmittag sollen vereinzelt Gewitter im Bergland
       aufziehen. Dabei könnte es dann auch zu Sturmböen kommen, die die Flammen
       weiter anfachen können.
       
       15 Aug 2026
       
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