# taz.de -- ESC in Burgas: Kein Sängerkrieg
> Der Eurovision Song Contest hat eine neue Regel. Länder im Krieg dürfen
> den Wettbewerb nicht ausrichten. Israel wird nicht explizit als Grund
> genannt.
(IMG) Bild: Dara aus Bulgarien hat den letzten ESC gewonnen
afp/taz Nach heftigem Streit über die Teilnahme Israels beim [1][Eurovision
Song Contest (ESC) im Mai] haben die Veranstalter:innen nun
entschieden, dass Länder im Kriegszustand nicht Gastgeber des
Musikwettbewerbs sein dürfen. Entsprechende neue Regeln wurden am
Mittwochabend von der Europäische Rundfunkunion (EBU) veröffentlicht.
Demnach darf ab sofort auch kein Land den ESC ausrichten, wenn „eine heikle
geopolitische Lage oder eine sonstige Situation die Sicherheit oder
Stabilität des betreffenden Staates oder der unmittelbaren Region erheblich
beeinträchtigen“, heißt es in der Erklärung.
Kein Land hervorgehoben
In der Erklärung der ESC-Veranstalter wurde kein Land explizit genannt.
Allerdings hatte es im Vorfeld des diesjährigen ESC in Wien wegen des
[2][Kriegs im Gazastreifen] heftigen Streit über die Teilnahme Israels
gegeben. Fünf traditionelle Teilnehmerländer, darunter [3][Spanien und die
Niederlande, boykottierten] deshalb die Veranstaltung.
Das diesjährige Siegerland war erstmals [4][Bulgarien mit Sängerin Dara]
und ihrem Partylied „Bangaranga“. Im nächsten Jahr soll der Wettbewerb in
der Küstenstadt Burgas stattfinden, wie am Donnerstag bekannt wurde.
Zweitplatziert in Wien war, wie auch schon 2025, Israel. Damit verpasste
das Land relativ knapp den Sieg und so auch die bisher bestehende
automatische Berechtigung, den Wettbewerb im Jahr darauf ausrichten zu
dürfen. Nach den neuen Regeln wäre dies aktuell nun nicht mehr möglich.
13 Aug 2026
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