# taz.de -- Projekt der Stanford University: KI für leckere Burger
> Das klassische Fast Food kann ganz unklassisch daherkommen: nämlich
> nachhaltig, gesund und lecker. Ausgerechnet mit KI, zeigen
> Forscher:innen.
(IMG) Bild: Muss nur noch richtig gestapelt werden: von KI entworfene Bestandteile für einen leckeren Burger
Auch das noch. Dass Technik besser dividieren und Wurzeln ziehen kann als
ein Mensch, besser Schach und Go spielt – geschenkt. Dass Roboter
mittlerweile schneller einen Halbmarathon laufen als Athlet:innen – in
Ordnung. Dass künstliche Intelligenz sich mittlerweile sogar überzeugender
als Mensch ausgibt, als Menschen selbst das schaffen, und damit besser
durch den leidigen Captcha-Dschungel navigiert – ärgerlich, aber
verschmerzbar.
Doch nun das. [1][Forscher:innen der kalifornischen Stanford Unversity
haben eine KI entwickelt], die den perfekten Burger designt. Burger machen,
das hat nämlich nicht nur was mit pappigen Brötchen, feigenblattmäßigen
Gemüsekomponenten und einem braunen Ding in der Mitte zu tun, das zum
Beispiel aus Fleisch, Fisch, Pilzen oder Bohnen bestehen kann. Und schon
gar nicht nur mit Erfahrung im Burgerdesign.
Denn: Die Zahl der plausiblen Kombinationen ist einfach zu riesig: Auf 10
Septillionen kommen die Forscher:innen – das ist eine 1 mit 43 Nullen.
Das kann kein Mensch alles ausprobieren, selbst wenn er:sie von Geburt bis
Tod nichts anderes macht, als Burger zu kreieren und offensichtlich
unsinnige Kombis gleich weglässt. Wobei – was ist bei Fast Food schon
offensichtlich unsinnig? Pommes mit Milchshake etwa. Hätte eine KI vor dem
Hype womöglich verworfen. Großer Fehler, denn das ist echt ein Ding, also
für manche zumindest.
## Und, wie schmeckt's?
In Sachen Burger luden die Forscher:innen dann zum Testessen. Echte
Menschen natürlich, die für die Wissenschaft die Ergebnisse der KI
probieren durften. Oder mussten. Und das war durchaus überraschend. Denn es
ging in der Studie nicht nur um das, was KI kann. Sondern auch um
Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung. Die Burger mit Bohnen- und
Pilz-Füllung schnitten deutlich besser ab in Sachen Nachhaltigkeit und
Nährstoffgehalt als die von Menschen komponierten – und beim Geschmack
mindestens ebenso gut.
Da steckt doch Potenzial drin. Was ist etwa mit Softdrinks? Da weigern sich
die Hersteller ja hartnäckig, [2][den Zuckergehalt nennenswert zu
reduzieren], anscheinend aus Angst, dass die bunte Brühe dann zum
Ladenhüter wird. Wenn die Industrie das also nicht selbst schafft –
bestimmt hat die KI hier ein paar Ideen für weniger Zucker und trotzdem
Geschmack. Oder Autos. Gingen die nicht auch in mehr öko bei
gleichbleibender Kund:innenzufriedenheit?
Und die Bundesregierung könnte sich ja gleich ein ganzes, möglichst breit
akzeptiertes Klimaschutzprogramm schreiben lassen. Ließe sich auch prima
verkaufen: geringer Personaleinsatz (Bürokratieabbau!) plus KI
(Zukunftstechnologie!). Und ganz ehrlich: Selbst wenn die KI hier den
üblichen Anteil Quatsch fabriziert – viel schlimmer als die aktuellen
Klimaschutz-Nicht-Pläne wird es wohl kaum werden.
13 Aug 2026
## LINKS
(DIR) [1] https://ai4burgers.com/
(DIR) [2] /Debatte-um-Steuer-auf-zuckrige-Getraenke/!6174109
## AUTOREN
(DIR) Svenja Bergt
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