# taz.de -- Trump sieht „Sieg“: US-Gericht billigt Ausschluss von Transgender-Athletinnen
       
       > Trump hatte im Februar 2025 ein entsprechendes Dekret unterzeichnet. Der
       > Supreme Court wies die Klagen von zwei jungen Transgender-Sportlerinnen
       > allerdings ab.
       
 (IMG) Bild: Demo vor dem Supreme Court: Das Urteil erlaubt es US-Bundesstaaten, Ausschlussregeln für Schulen und Hochschulen zu erlassen
       
       afp | US-Präsident Donald Trump spricht von einem „großen Sieg“: Der
       [1][Oberste Gerichtshof in Washington] hat am Dienstag Verbote für
       Transgender-Athletinnen im [2][Frauensport] gebilligt. Das Grundsatzurteil
       des Supreme Court erlaubt es US-Bundesstaaten, Ausschlussregeln für
       öffentliche Schulen und Hochschulen zu erlassen. Mehr als die Hälfte der 50
       Bundesstaaten hat bereits solche Verbote.
       
       „Wow!“, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Damit sei eine
       „lächerliche Situation vom Tisch“, erklärte er. Trump hatte im Februar 2025
       ein Dekret zum Ausschluss biologischer Männer vom Frauensport
       unterzeichnet. Die Verordnung mit dem Titel „Keine Männer im Frauensport“
       streicht Bundesmittel für öffentliche Schulen und Hochschulen, die
       Transathletinnen in ihre Frauenteams aufnehmen.
       
       Die [3][mehrheitlich konservativen Befürworter der Ausschlussregeln] halten
       sie für notwendig, um faire Wettbewerbe im Frauensport zu garantieren. Die
       Betroffenen sahen dagegen den Gleichbehandlungsgrundsatz der US-Verfassung
       und andere Vorgaben gegen Diskriminierung verletzt. Der Supreme Court wies
       die Klagen von zwei jungen Transgender-Sportlerinnen allerdings ab.
       
       „Dürfen Schulen die Teilnahme an Sportwettkämpfen für Frauen und Mädchen an
       das biologische Geschlecht knüpfen? Die Antwort lautet: Ja“, erklärte der
       konservative Richter Brett Kavanaugh, der von Trump ernannt worden war, zu
       der Entscheidung. Es handele sich dabei nicht um eine Diskriminierung. Die
       Entscheidung des mehrheitlich konservativen Gerichtshofs fiel mit sechs zu
       drei Stimmen. Selbst die drei skeptischen Richter stimmten dem Urteil aber
       teilweise zu.
       
       30 Jun 2026
       
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