# taz.de -- Trotz weltweiter Kürzungen: Vereinte Nationen wollen immer noch Aids bekämpfen
       
       > In New York erneuern die UN-Mitgliedsländer ihr Versprechen, HIV/Aids bis
       > 2030 zu beenden. Gleichzeitig stehen immer weniger Mittel zur Verfügung.
       
 (IMG) Bild: Ein positives Beispiel für den Umgang mit HIV. Der Bus einer mobilen Klinik verteilt Medikamente zur HIV-Behandlung in Südafrika
       
       UNAIDS, die Organisation der Vereinten Nationen, die weltweit den Kampf
       gegen HIV und Aids koordiniert, sah am Mittwoch Grund zu feiern: „Eine
       überwältigende Mehrheit der Mitgliedstaaten verabschiedete mit
       nachdrücklichem Beifall eine neue politische Erklärung zu HIV und Aids“,
       schreibt die Organisation in einer Mitteilung. Mit der Erklärung stellen
       sich die Vereinten Nationen hinter das Ziel, Aids bis 2030 „als Bedrohung
       für die öffentliche Gesundheit“ zu beenden.
       
       149 Staaten bekannten sich zu diesem Ziel, 14 enthielten sich und 8
       stimmten dagegen: Burkina Faso, Burundi, die Demokratischen Republik Kongo,
       Israel, Niger, Russland, Senegal und erstmals die USA. Gut ein Viertel der
       Gelder für die HIV-Bekämpfung brachen laut Bericht im Jahr 2025 weg, durch
       den Rückzug der USA, aber auch andere Geldgeber. [1][Die Auswirkung machten
       sich weltweit bemerkbar] und drohten die Fortschritte bei der
       HIV-Bekämpfung zu zunichtezumachen, so UNAIDS.
       
       Mitte Juni hatte UNAIDS [2][in einem Bericht] darauf hingewiesen, dass die
       erzielten Fortschritte bei der HIV-Bekämpfung „real, aber fragil“ seien.
       „Ohne erneutes Engagement und entschlossenes Handeln riskieren wir ein
       Wiederaufflammen der Epidemie“, hieß es.
       
       ## Organisationen veröffentlichen eigene Erklärung
       
       Mehr als 350 Organisationen reichte die UN-Deklaration nicht. Sie
       veröffentlichten am Mittwoch [3][eine eigene Erklärung]. Darin fordern sie
       unter anderem die konsequente Beteiligung und Schutz von betroffenen
       Gemeinschaften, den gerechten Zugang zu neuen biomedizinischen Technologien
       und eine verlässliche Finanzierung.
       
       Die Streitpunkte während der UN-Verhandlungen wie [4][Referenzen zu den
       besonders betroffenen LGBTIQ-Gruppen, Bezug zu Menschenrechten und
       sexuellen und reproduktiven Rechten zeigten], dass gesellschaftspolitische
       Verschiebungen und politische Konflikte zunehmend die globalen
       Anstrengungen gegen die HIV/Aids-Pandemie beschädigten, schrieben das
       Aktionsbündnis gegen Aids (Aga), die Deutschen Aidshilfe (DAH) und die
       Deutschen Stiftung Weltbevölkerung in einer gemeinsamen Mitteilung.
       
       „Die zunehmende Feindlichkeit gegenüber Minderheiten, die von HIV/Aids
       betroffen sind“ und fehlende Finanzierung, bereiten auch AgA- und
       DAH-Vorstand Sylvia Urban Sorgen.
       
       24 Jun 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /Kuerzungen-der-Geberlaender-bei-humanitaerer-Hilfe-fuehren-zu-54-Millionen-zusaetzlichen-Kindstoden/!6180327
 (DIR) [2] https://www.unaids.org/en/resources/documents/2026/20260612_Global_AIDS_brief
 (DIR) [3] https://docs.google.com/document/d/e/2PACX-1vScOxm158VcdUQ3xIofWVmBuG7tlnfqD6r-ngere9PVmgL7jHG8AUHeHHEsc-ZKPYp9KED7Dc30bJXG/pub
 (DIR) [4] /Globale-Knebelregel/!6157884
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Leila van Rinsum
       
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