# taz.de -- Darts-WM: Team Uganda darf nicht einreisen
       
       > An der Teamweltmeisterschaft in Frankfurt sollten erstmals Sportler aus
       > Uganda teilnehmen. Doch die Bundesregierung verweigert ihnen die Visa.
       
 (IMG) Bild: Abseits: Teams aus Uganda und Malawi fehlen beim Werfen auf die Scheibe
       
       Erstmals wollten sie dabei sein. Patrick Ochieng und Juma Said haben in
       einem afrikanischen [1][Darts]-Qualifikationsturnier gesiegt und sollten
       für [2][Uganda] bei der Team-WM antreten, die dieser Tage in Frankfurt am
       Main stattfindet.
       
       Aber ohne Ochieng und Said. Dem Duo wurde nämlich die Einreise nach
       Deutschland verweigert, ihr Einspruch gegen die Verweigerung der Visa blieb
       erfolglos. Nachrücken sollte ein Darts-Duo aus Malawi, die Zweitplatzierten
       der Afrika-Qualifikation, doch auch die zwei erhielten die nötigen Visa
       nicht. Nun nimmt Gibraltar teil.
       
       Die Gibraltar Darts Association freut sich. „Wir möchten der Professional
       Darts Corporation (PDC) für diese Chance danken und wünschen unseren
       Spielern viel Glück bei der Vorbereitung, um Gibraltar auf der Weltbühne zu
       vertreten“, heißt es in einer Stellungnahme.
       
       Warum Uganda die Einreise verweigert wurde, weiß die PDC nicht, auch vom
       Bundesinnenministerium ist keine Antwort zu erhalten, und das Auswärtige
       Amt äußert sich nicht zu Einzelfällen. Das Fachportal [3][dartsnews.de]
       schreibt ohne Angabe seiner Quelle: „Grund für den Rückzug sind fehlende
       Einreisegenehmigungen.“
       
       Uganda hatte sich zwar erstmals für eine WM qualifiziert, in der Dartswelt
       ist aber zumindest Patrick Ochieng kein Unbekannter. „Mein Ziel ist es,
       Profi zu werden“, [4][erklärte] er jüngst in einem Interview, fügte aber
       hinzu: „Ich benötige Unterstützung von Sponsoren, um in Europa antreten zu
       können, nachdem ich jahrelang Ostafrika dominiert habe.“
       
       Brisanz erhält der Fall, weil zur zeitgleich stattfindenden Fußball-WM der
       Männer ein Fifa-Schiedsrichter aus Somalia, [5][Omar Artan], nicht in die
       USA einreisen darf, was zu internationaler Kritik führte. CNN zitierte
       einen US-Regierungsvertreter, Artan habe „Verbindungen zu mutmaßlichen
       Mitgliedern terroristischer Organisationen“. Derweil verkündete die Uefa,
       Artan werde im August in Salzburg den Super Cup zwischen Paris
       Saint-Germain und Aston Villa FC leiten.
       
       11 Jun 2026
       
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 (DIR) [4] https://www.newvision.co.ug/category/sports/patrick-ochieng-eyes-professional-darts-caree-NV_209956_062026
 (DIR) [5] /Nach-Einreiseverbot-zur-Fussball-WM/!6186249
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Martin Krauss
       
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