# taz.de -- Bas-Vorschlag zur Rente: Lieber weniger Beamte
       
       > Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) will die Pensionen abschaffen. Besser
       > wären deutlich weniger Beamte, deren hohe Zahl sich nicht mehr vermitteln
       > lässt.
       
 (IMG) Bild: Beamte ad acta legen – oder nicht?
       
       SPD-Arbeitsministerin Bärbel Bas will, dass Beamte in die Rentenkasse
       einzahlen und keine Pension mehr bekommen. Fast noch bemerkenswerter ist
       die etwas untergegangene Forderung des eigentlich sehr konservativen Chefs
       der Jungen Union, Johannes Winkel, [1][die jährlichen Erhöhungen der
       Pensionen zu dämpfen]. Die CDU war immer die größte Besitzstandbewahrerin
       für die Beamten. Keine Frage: Deren Sonderstatus wird zunehmend
       hinterfragt.
       
       Bei den Pensionen liegt das natürlich an den jedes Jahr steigenden Kosten,
       die derzeit – konservativ gerechnet – bei stolzen 60 Milliarden Euro
       liegen. Hinzu kommt die Gerechtigkeitsfrage: Seit der rot-grünen
       Rentenreform vor über 20 Jahren soll die gesetzliche Rente nicht mehr den
       Lebensstandard halten (das soll in der Theorie mit privater und
       Betriebsrente funktionieren), bei den im Schnitt viel höheren Pensionen ist
       das aber noch der Fall – das ist gesellschaftlicher Sprengstoff.
       
       Für Rentenkasse und Staatshaushalt hätte Bas' Plan aber nur Sinn, wenn die
       Renten der Beamten gerade des höheren Dienstes deutlicher kleiner wären als
       deren heutige Pension – das sagt sie aber natürlich nicht, um sich bei
       dieser Klientel nicht unbeliebt zu machen. Seltsam ist auch ihr Argument,
       dass die Rentenversicherung durch die dann einzahlenden Beamten „mehr im
       Topf“ hätte. Sie erwerben damit ja auch Ansprüche.
       
       Sinnvoller ist da tatsächlich Winkels Vorschlag. [2][Die regelmäßige
       Erhöhung der Pensionen ist an die Tarifentwicklung gekoppelt], was
       besonders absurd ist, weil so die streikenden und damit ins Risiko gehenden
       Angestellten indirekt für höhere Pensionen und Beamtenbezüge sorgen. Auch
       bei einem anderen Punkt hat der JU-Chef recht: Es sind in den vergangenen
       Jahren zu freigiebig und zu viele (höhere) Beamtenstellen vergeben worden,
       was sich in einigen Jahrzehnten durch die Pensionslasten rächen wird. Die
       Beschränkung des Beamtenstatus auf einige wenige, klar definierte Aufgaben
       ist dringend nötig. Die Bundesregierung sollte besser an diese
       Grundsatzfrage herangehen – und selbst mit gutem Beispiel vorangehen.
       
       8 Jun 2026
       
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 (DIR) [1] https://www.n-tv.de/politik/JU-Vorsitzender-will-auch-bei-Beamtenpensionen-sparen-id30856102.html
 (DIR) [2] https://nord.dgb.de/aktuelles/news/erhoehung-der-besoldung-und-versorgung-wird-mit-den-bezuegen-fuer-juni-ausgezahlt/
       
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 (DIR) Gunnar Hinck
       
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