# taz.de -- 250-Jahr-Feier der USA: Trump streicht Konzerte bei Jubiläumsfeier
> Zahlreiche Künstler sagen ihre geplanten Auftritte zum 250. Jahrestag der
> USA ab. Präsident Trump wettert – und erklärt sich selbst zum Star der
> Show.
(IMG) Bild: Hat Trump eine Absage erteilt: Fabrice „Fab“ Morvan, Sänger und ehemals Teil des Popduos Milli Vanilli
dpa/taz | Nachdem bereits einige Künstler von allein abgesagt haben, hat
US-Präsident Donald Trump nun die gesamte Konzertreihe zum 250. Jubiläum
der USA gestrichen. „Wir wollen keine talentlosen Sänger, die euch mit
ihren hohen Gagen in den Schlaf wiegen – wir haben ihnen allen gesagt, sie
sollen zu Hause bleiben“, ätzte Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Stattdessen kündigte der Präsident „die größte Live-Kundgebung aller
Zeiten“ am Vorabend der Jubiläumsfeierlichkeiten in der US-Hauptstadt
Washington an, die zwischen dem 25. Juni und dem 10. Juli geplant sind.
„Alles, was wir wollen, seid ihr, ich, ein paar Redner und die großartigste
Musik, die je gespielt wurde – dieselbe Musik, die ihr seit Jahren hört!“,
schrieb Trump weiter. Dennoch weiterhin auftreten werden den Worten des
Präsidenten nach unter anderem der Country-Sänger Lee Greenwood, der Tenor
Christopher Macchio sowie die Bands der US-Marine und -Armee.
## Trump: Bin „die Nummer-eins-Attraktion“ der Welt
Die Konzertreihe wurde von einer nach eigenen Angaben gemeinnützigen
Organisation veranstaltet, die sich den [1][Jubiläumsfeierlichkeiten in
Washington] widmet – diese selbst gehen jedoch auf einen Aufruf von Donald
Trump zurück.
Mehrere Künstler sagten ihre Teilnahme wieder ab, darunter The Commodores,
Poison-Frontmann Bret Michaels und Fabrice „Fab“ Morvan vom [2][einstigen
Pop-Duo Milli Vanilli]. Viele begründeten ihren Rückzug damit, dass die
Veranstaltung politischer sei als ursprünglich dargestellt.
Schon am Wochenende hatte Trump gegen die Musiker gewettert und für eine
komplette Absage der Konzertreihe zum Jubiläum plädiert. Er wolle statt
„dieser drittklassigen Künstler“ lieber „die Nummer-eins-Attraktion auf der
ganzen Welt“ mit einer großen Rede auf die Bühne bringen: sich selbst. Nur
große Patrioten seien zu dieser „wilden und wunderschönen Feier Amerikas“
eingeladen, [3][so der Protzpräsident].
5 Jun 2026
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