# taz.de -- Minenräumen in Kolumbien: Zentimeter für Zentimeter
       
       > Mayra Roseros Arbeit besteht aus Hoffnung und Angst zugleich: Sie ist
       > Minenräumerin in Kolumbien. Ein Fund kann zum Tod führen – oder Leben
       > ermöglichen.
       
 (IMG) Bild: In der kolumbianischen Provinz Nariño sollte man nicht von den schmalen Wegen abkommen: Überall könnten Minen lauern
       
       Der Tod steckt in Colaflaschen, Holzkisten und Fußbällen: selbst gebastelte
       Minen, die in Kolumbien Felder, Dschungel und Dörfer verseuchen. Das Leben
       schießt aus Bolzenschussgeräten, mit denen Minenräumer:innen die
       Sprengfallen von Kartellen, Guerillas und Paramilitärs zerstören.
       
       Eine von ihnen ist Mayra Jiselly Rosero Andrade, die für die
       Nichtregierungsorganisation Handicap International arbeitet. Morgens wacht
       sie auf, in einem engen Stockbett einer kleinen Gemeinschaftsunterkunft im
       entlegenen Dorf El Vergel im südkolumbianischen Departamento Nariño, in der
       die Autorität des Staats von der Guerilla „Comuneros del Sur“
       herausgefordert wird.
       
       Der Jeep, in den Mayra Rosero nach dem Frühstück steigt, ist auf allen
       Seiten mit einem rot durchgestrichenen Maschinengewehr und dem Schriftzug
       „No Armas“ versehen, „Keine Waffen“. Nach einer kurzen Fahrt über
       Schotterwege steigt sie mit kugelsicherer Weste vom Straßenrand aus an
       Kühen vorbei eine steile Wiese hinauf und verschwindet im kühlen Grün des
       Dschungels. Ihr Handy hat sie zu Hause gelassen. Es mitzunehmen, hat die
       lokale Guerilla untersagt. Da man nie weiß, ob man in eine Straßensperre
       gerät, hält man sich besser daran. Ab hier wird Mayra Rosero darauf achten,
       wohin sie tritt, denn jeder falsche Schritt kann tödlich sein.
       
       Umgeben von bis zu 3.000 Meter hohen Bergen, kristallklaren Bächen und
       jeder Menge Kühe sieht es fast aus wie in Österreich, aber wo in den Alpen
       die Täler bevölkert und die Gipfel wild sind, ist es in Nariño meist
       andersherum: Üppig bewirtschaftete Höhenzüge voller Milchvieh und
       Kartoffelfelder liegen über meist unberührten Steilschluchten mit nahezu
       senkrechten Talwänden.
       
       Auf den ersten Blick wirkt dieser Teil Kolumbiens wie ein grünes Paradies.
       Wären da nicht Jahrzehnte der Kämpfe zwischen Militär, Kartellen, linker
       Guerilla und rechten Paramilitärs. Wäre da nicht der [1][aktuelle
       Wahlkampf], mit dem eine Welle der Gewalt durch das Land schwappt. Und
       unzählige Minen, die das Land durchziehen. Nach offiziellen Angaben wurden
       allein im Jahr 2025 in Kolumbien 136 Menschen von Antipersonenminen
       verletzt oder getötet, seit 1990 sollen es mindestens 12.000 sein.
       
       ## Minen finden, bevor die Minen ein Opfer finden
       
       Die Minen finden, bevor die Minen ein Opfer finden: Dafür wühlt sich Mayra
       Rosero auch heute wieder durch den Bergregenwald. Finanziert wird ihre
       Arbeit für Handicap International – noch – vom deutschen Auswärtigen Amt.
       Gemeinsam mit ihrem Team untersucht sie seit Monaten eine abgeflachte
       Stelle, an der Anwohner:innen den einstigen Lagerplatz einer
       bewaffneten Gruppe vermuten: ein typischer Ort für Sprengfallen, die den
       einstigen Rückzugsort absicherten und dann achtlos zurückgelassen wurden.
       
       Ob hier einst Paramilitärs, Guerilla-Kämpfer:innen, Drogenbanden oder
       irgendwelche anderen Gruppen campten und Minen legten, ist ebenso unklar
       wie zweitrangig. In Kolumbien sichern sie alle ihre Verstecke,
       Koka-Plantagen oder Schmuggelrouten mit meist laienhaft hergestellten
       Sprengsätzen ab.
       
       Neugierde und der Wunsch zu helfen, sagt Mayra Rosero, haben sie zur
       Entminerin gemacht. Als Teil eines Teams von zehn Männern und Frauen
       arbeitet sie sechs Tage die Woche, sechs Wochen am Stück, danach hat sie
       zwei Wochen Pause. „Am Anfang hatte ich riesige Angst“, sagt sie.
       Inzwischen ist Routine eingekehrt. „Ich habe viel gelernt, das gibt
       Sicherheit.“
       
       Die Nichtregierungsorganisation [2][Handicap International], für die Mayra
       Rosero arbeitet, wurde 1982 von zwei französischen Ärzten gegründet und
       setzt sich weltweit für die Rechte von behinderten Menschen ein. In
       Kolumbien bedeutet das auch die Unterstützung von Minenopfern und die
       Zerstörung von Sprengfallen.
       
       Dafür kämpft Mayra Rosero sich an jedem Arbeitstag stundenlang durch den
       Dschungel. Oft müssen sie und ihre Kolleg:innen bis zu einem halben
       Meter mit Pflanzen und Laub entfernen, bevor sie die Erde nach Minen
       untersuchen können. Sie arbeiten mit großem Sicherheitsabstand voneinander,
       je nach Gelände sind das zehn bis 50 Meter – sodass die Arbeit des einen
       nicht die andere gefährdet. Metalldetektoren helfen bei improvisierten
       Minen, die oft aus ganz anderen Materialien hergestellt werden, nur
       bedingt. Und so muss viel gegraben werden, mithilfe einfacher Schaufeln,
       Rechen und Sonden, immer schräg von der Seite, denn Minen werden durch
       Druck von oben ausgelöst. An vielen Tagen geht es so nur zentimeterweise
       voran – im Kopf gleichzeitig die Hoffnung und die Angst, etwas zu finden.
       
       Mayra Rosero stammt selbst aus der Region, bezeichnet sich als Campesina,
       als Kleinbäuerin. Bevor sie Minenräumerin wurde, hat sie lange auf dem Hof
       ihrer Eltern gearbeitet. Die Arbeit als Entminer:in ist [3][im ländlichen
       Nariño], wo Arbeitsplätze rar sind, auch eine wirtschaftliche Chance – und
       doch viel mehr als ein Job wie jeder andere. Was sie tut, sagt Mayra
       Rosero, tut sie vor allem für die Gemeinschaft. „Damit die Menschen durch
       die Straßen oder zum Fluss gehen und die Kinder sicher draußen spielen
       können.“
       
       An manchen Verdachtsorten, auf die die Entminer:innen von Handicap
       International von Anwohner:innen hingewiesen werden, finden sie nach
       monatelanger Suche keine einzige Mine, an anderen Dutzende. Wichtig ist
       ihre Arbeit in jedem Fall: Selbst wo nichts gefunden wurde, ist der
       Verdacht ausgeräumt, und die Menschen können ihr Land wieder nutzen.
       
       ## Als Minenräumerin braucht man Mut und Geduld
       
       Als Minenräumerin braucht man Mut und Geduld. Mayra Rosero ist seit sieben
       Monaten bei Handicap International. Aber erst jetzt hat sie gefunden, was
       sie seit Monaten gleichzeitig sucht und fürchtet: eine Sprengfalle, gelegt,
       um zu töten oder zu verstümmeln. Oder um abzuschrecken.
       
       Unterwegs in den entlegenen Dörfern rund um Samaniego lernt man: Minen sind
       wie ein Fluch, der sich auf das Land legt. Sie bleiben zurück, selbst wenn
       die Kämpfe in einer Region längst abebben und die Vertriebenen auf ihr Land
       zurückkehren.
       
       Besonders heftig trifft dieser Fluch das indigene Volk der Pastos. In den
       vergangenen Jahren haben sie auf ihrem Land in den Bergregionen Nariños
       eine Welle der Gewalt erlebt, wurden bedroht, vertrieben und ermordet. Wie
       es dazu kam, und warum sie trotzdem Hoffnung für die Zukunft haben,
       berichten die Pasto bei einem Ritual: der Harmonisierung.
       
       „Wir haben die Erde, unsere Mutter; wir haben das Wasser, unseren
       Lebenselixier; das Licht, ohne das wir nicht überleben können; und die Luft
       durchströmt uns alle.“ So eröffnet Maria Dina Melo Rosero, die von den
       Pastos nur Mamá Dina genannt wird, das Ritual. In einem ovalen Bogen liegt
       vor ihr ausgebreitet, was das Land der Pastos zu bieten hat: Kochbananen
       neben Karotten, Orangen, Ananas, Trauben, Blüten. In der Mitte des Ovals
       ein aus Reiskörnern, Bohnen und Linsen geformter Stern.
       
       Mamá Dina ist eine wichtige spirituelle und politische Anführerin der
       Pastos. Sie spricht leise, aber wenn sie das Wort ergreift, schweigen alle
       anderen.
       
       Etwa 30 Pastos und Vertreter:innen von Handicap International sind am
       Tag, bevor die taz die Entminer:innen begleitet, im Städtchen Samaniego
       zu der Harmonisierung zusammengekommen: je nach Kontext ein spirituelles
       Ritual, eine Methode zur Konfliktlösung oder der Rahmen für eine politische
       Debatte der Pastos. Oder alles gleichzeitig.
       
       Zu Mamá Dinas Rechten stehen in einer Reihe fünf Frauen mit bunt
       geschmückten bastones de mando, bunt verzierten, Autorität ausstrahlenden
       Kommandostäben. Die Frauen gehören zur indigenen Garde, einer Art
       selbstorganisierter Schutzgruppe der Pastos. Jedes der bunt flatternden
       Bänder an den Stöcken hat eine Bedeutung: „Blau steht für das Wasser und
       die Berge, Rot für das Blut und das Leben, Violett für die Frauen“, sagt
       Mamá Dina.
       
       Die Pastos sind ein selbstbewusstes Volk. Einst leisteten sie sowohl dem
       Imperium der Inka als auch der Kolonisierung durch die Spanier erbitterten
       Widerstand. Bis heute konnten sie sich so ihre kulturelle Identität
       bewahren. Doch in den vergangenen Jahren ist die Gewalt, die nie ganz weg
       war, eskaliert.
       
       „Wir haben alles verloren, wirklich alles“, sagt Edier Javier Cortez
       García, der als eine Art Verbindungsmann zwischen Handicap International
       und den vielen kleinen Gemeinden der Pastos Vertrauen aufbaut. Tausende
       seien in den vergangenen Jahren aus ihren Dörfern vertrieben worden, in
       weit benachbarte Regionen oder die Hauptstadt von Nariño, die ihren Namen
       trägt: Pasto. „Wir waren weit weg von unserer Heimat. Und indigen zu sein
       ohne Land, ist, wie nichts zu sein.“
       
       ## An vielen Orten Kolumbiens herrscht ein Machtvakuum
       
       [4][Nach dem Friedensabkommen mit der mächtigen FARC-Guerilla] im Jahr 2016
       entstand in Nariño wie vielerorts in Kolumbien ein Machtvakuum, das der
       Staat nicht füllen konnte. Bis heute zeigt das Militär, selbst immer wieder
       in Morde und Menschenrechtsverletzungen involviert, in der Region um
       Samaniego kaum Präsenz. An den unverputzten Mauern des Städtchens prangen
       Graffiti der Guerillagruppen Comuneros del Sur und ELN.
       
       In das Machtvakuum stießen andere bewaffnete Gruppen, die seitdem
       vielerorts um die Vorherrschaft kämpfen, Nachfahren der Guerilla oder
       einfache kriminelle Banden. Das Abkommen mit den FARC, das Frieden bringen
       sollte, führte so oft zu noch mehr Toten. Für den kolumbianischen
       Drogenschmuggel, der größtenteils über den Pazifik abgewickelt wird,
       verlaufen auf dem Land der Pasto strategisch wichtige Routen aus den Anden
       in Richtung Ozean. Allein zwischen 2020 und 2023 verdreifachte sich nach
       UN-Angaben die Zahl der Vertriebenen in Nariño.
       
       Trotzdem konnte die Strategie des bisherigen Präsidenten Gustavo Petro,
       möglichst auf friedliche Verhandlungen statt militärische Härte zu setzen,
       zumindest in Nariño Erfolge erzielen. 2023 eröffneten die
       Guerilla-Kämpfer:innen von den Comuneros del Sur Friedensverhandlungen mit
       Petros linksgerichteter Regierung. Die Gruppe ist besonders auf dem Land
       der Pastos präsent. Seit den Verhandlungen ist die Zahl der Morde und
       Zwangsvertreibungen stark gesunken, viele vertriebene Pastos sind in ihre
       Gemeinden zurückgekehrt.
       
       Inzwischen herrscht hier so etwas wie Frieden – unvollkommen und fragil,
       aber doch ein Grund zur Hoffnung. Bei der Harmonisierung in Samaniego haben
       die Pastos zwischen den Früchten ihres Landes auch die Flaggen Kolumbiens
       und die schwarz-rote Fahne der Comuneros del Sur platziert. „Wir sind
       dankbar für die Friedensverhandlungen zwischen der Regierung und den
       Comuneros“, sagt ein Pasto. „Unsere Stimmen werden gehört und sind Teil des
       Prozesses.“
       
       Doch auch, wo nicht mehr gekämpft wird, bleiben die Minen – oft mit
       tödlichen Folgen. Die Pastos erzählen von einem Vater, der mit zwei Söhnen
       unterwegs war, auf einem Weg, der eigentlich als sicher galt. Plötzlich die
       Explosion, bei der ein Kind stirbt und der Vater erblindet. Der überlebende
       Junge habe schließlich den blinden Vater mit seinem toten Bruder zurück ins
       Dorf führen müssen.
       
       Wenn Minen ein Fluch sind, ist Mayra Rosero eine Fluchbrecherin. „Die Minen
       sollen verletzen, töten und verstümmeln. Wenn wir sie finden, retten wir
       Leben“, sagt sie.
       
       Handicap International räumt seit zehn Jahren Minen in Kolumbien, der
       Einsatz begann als Teil der 2016 abgeschlossenen Friedensverträge zwischen
       der Regierung und der FARC. Verletzt wurde bisher keine:r der
       Mitarbeiter:innen.
       
       Sechs Wochen am Stück schläft, isst, wohnt und arbeitet Mayra Rosero mit
       ihren Kolleg:innen im abgelegenen El Vergel. „Es ist wie eine zweite
       Familie, wir sind ständig zusammen. Wir spielen Domino und Fußball, putzen
       und kochen, wirklich alleine ist man nie“, sagt sie. „Die ersten drei
       Wochen liebt man sich, in der vierten gibt es Streitereien, und am Ende
       versteht man sich doch wieder“, sagt ein Kollege. Auf die zwei Wochen Pause
       bei der Familie freue man sich dann aber doch.
       
       Wie es sich anfühlt, nach Monaten der Suche das erste Mal auf eine Mine zu
       stoßen? „Sie plötzlich vor dir zu sehen macht riesige Angst. Und
       gleichzeitig ist da das Glück, endlich etwas gefunden zu haben“, sagt Mayra
       Rosero. Heute soll das unscheinbare, schwarze Stück Plastik, das sie am Tag
       zuvor in der dunklen Erde als Mine identifiziert hat, direkt vor Ort
       zerstört werden.
       
       Eine explodierende Sprengfalle kann im schlimmsten Fall in einer
       Kettenreaktion noch weitere Minen auslösen. Gesprengt werden Minen deswegen
       aus mehreren Dutzend Metern Entfernung. Ein dünnes, weißes Kabel verbindet
       dafür das Bolzenschussgerät mit dem Zünder.
       
       Nervosität merkt man Mayra Rosero und ihrem Team an diesem Tag kaum an.
       Jeder Handgriff sitzt. Die Mine wird so weit wie möglich freigelegt, das
       Bolzenschussgerät nur Zentimeter von ihr entfernt platziert, die Mündung
       direkt auf den Sprengkörper ausgerichtet. Zeit, um Abstand zu gewinnen.
       
       ## Niemand weiß, ob die Zukunft Krieg oder Frieden bringen wird
       
       Zurück nach Samaniego. Die Harmonisierung neigt sich dem Ende zu, Mamá Dina
       geht durch die Runde und gießt den Anwesenden ein paar Tropfen eines selbst
       hergestellten Serums in die Handflächen, es duftet nach Lavendel und
       Rosenwasser.
       
       Mamá Dina, der Verbindungsmann Edier Cortez, die Frauen von der indigenen
       Garde: Keiner von ihnen weiß, ob die Zukunft ihnen Krieg oder Frieden
       bringen wird. Maßgeblich könnte der 21. Juni werden, wenn sich in einer
       Stichwahl entscheidet, ob der linke Iván Cepeda oder der ultrarechte
       Abelardo de la Espriella zum neuen Präsidenten gewählt wird.
       
       Während Cepeda versprochen hat, den Weg der Friedensverhandlungen
       fortzuführen, will de la Espriella sämtliche Verhandlungen mit bewaffneten
       Gruppen beenden und mit „eiserner Hand“ regieren. „Manchen bedeutet der
       Friedensprozess nichts, weil sie nicht durchgemacht haben, was wir
       durchleben mussten. Sie mussten nicht ihre Toten begraben wie wir, also ist
       er ihnen egal“, sagt Mamá Dina. Auf dem Land der Pastos sieht man fast nur
       Wahlplakate von Cepeda und seiner indigenen Vize Aída Quilcué. Ein Sieg de
       la Espriellas würde hier wohl das Ende des fragilen Friedens bedeuten.
       
       Doch ob in den kleinen Gemeinden rund um Samaniego noch lange Minen geräumt
       werden können, hängt nicht nur vom Wahlausgang ab. Die Finanzierung der
       Arbeit von Handicap International ist gefährdet, da die Gelder des
       Auswärtigen Amtes im Zuge von Kürzungen im Bereich der
       Entwicklungszusammenarbeit ab August komplett eingestellt werden. Handicap
       International hat zumindest für Teile ihrer Arbeit um Samaniego andere
       Förderer gefunden, allerdings nur befristet.
       
       Andernorts wird das Geld derweil weiterfließen: zu den Kartellen, die auf
       dem Land der Pastos schmuggeln, töten und Minen legen. Kokain ist in
       Deutschland ein Verkaufsschlager, der Konsum hat sich nach Zahlen des
       Hamburger Zentrums für Suchtforschung in den vergangenen Jahren mehr als
       verdoppelt.
       
       An diesem Maitag irgendwo im Dschungel von Nariño sind diese Überlegungen
       weit weg. Mayra Rosero und ihre Kolleg:innen haben die letzten
       Vorbereitungen getroffen. Der Moment ist gekommen, um Mayra Roseros erste
       Mine zu zerstören.
       
       Am Ende sind es einfach nur ein letzter Warnruf, ein Knopfdruck, dann eine
       dumpfer Knall aus der Ferne. Danach Stille.
       
       Die Recherche wurde durch ein Reisestipendium der Aktion „Deutschland
       Hilft“ und des Auswärtigen Amtes ermöglicht.
       
       5 Jun 2026
       
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