# taz.de -- Zahl der Einbürgerungen auf Rekordniveau: 332.500 mehr Menschen mit deutschem Pass
> Die Zahl der Einbürgerungen lag 2025 so hoch wie nie zuvor. Die neuen
> Deutschen kamen vor allem aus Syrien. Vermehrt aber auch aus Bosnien –
> und den USA.
(IMG) Bild: Mülheim an der Ruhr, 1. Juni: Bürgermeister Markus Püll mit Zuwander:innen, die zuvor im Ratssaal ihre Einbürgerungsurkunden erhalten hatten
epd/rtr/taz | Im Jahr 2025 haben 332.500 Ausländerinnen und Ausländer die
deutsche Staatsangehörigkeit erworben. Das waren 14 Prozent oder 40.500
Personen mehr als im Vorjahr, [1][wie das Statistische Bundesamt am
Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.] Damit stieg die Zahl der Einbürgerungen
im fünften Jahr in Folge. Noch nie seit der Einführung der Statistik im
Jahr 2000 waren innerhalb eines Jahres mehr als 300.000 Personen
eingebürgert worden, wie die Behörde weiter erklärte.
2025 erhielten, wie bereits seit 2021, Syrer:innen am häufigsten die
deutsche Staatsbürgerschaft. Jede fünfte eingebürgerte Person (65.600)
hatte zuvor die syrische Staatsangehörigkeit. Gegenüber dem Jahr 2024
(83.200 Einbürgerungen) sank die Zahl der eingebürgerten Syrerinnen und
Syrer jedoch um 21 Prozent.
Mit großem Abstand folgt die Einbürgerung von Personen mit türkischer (10
Prozent oder 34.100) und russischer (6 Prozent oder 19.700)
Staatsangehörigkeit. Bei beiden Staatsangehörigkeiten stieg die Zahl der
Einbürgerungen allerdings um mehr als die Hälfte gegenüber dem Vorjahr
(jeweils plus 51 Prozent). Ein besonders starkes Wachstum im
Vorjahresvergleich zeigte sich auch bei den Einbürgerungen von bosnischen
(plus 126 Prozent auf 8.800), US-amerikanischen (plus 100 Prozent auf
6.600) und albanischen (plus 97 Prozent auf 6.100) Staatsangehörigen.
## Folge des Einwanderungsrechts
Die Statistiker erklären die anhaltend hohe Zahl an Einbürgerungen von
Syrern damit, dass viele der zwischen 2014 und 2016 zugezogenen
Schutzsuchenden inzwischen die notwendigen Voraussetzungen erfüllen. Im
Regelfall müssen Menschen dafür mindestens 5 Jahre lang in Deutschland
gelebt haben. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Syrer:innen lag
bei 7,9 Jahren.
Der deutliche Anstieg bei türkischen und russischen Staatsangehörigen ist
den Angaben zufolge maßgeblich auf die Reform des
Staatsangehörigkeitsrechts zurückzuführen. Seit dessen Inkrafttreten Ende
Juni 2024 ist die mehrfache Staatsangehörigkeit generell möglich, während
zuvor die Aufgabe der bisherigen Nationalität in der Regel Voraussetzung
war. Bei Türken lag die Aufenthaltsdauer vor der Einbürgerung im Schnitt
bei 24,1 Jahren, bei Russen bei 14,1 Jahren.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei allen Eingebürgten lag 2025 bei
12,4 Jahren (2024: 11,8 Jahre). Personen mit syrischer Staatsangehörigkeit
hielten sich zum Zeitpunkt der Einbürgerung im Schnitt 7,9 Jahre in
Deutschland auf (2024: 7,4 Jahre).
3 Jun 2026
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