# taz.de -- Nach Schlappe vor Gericht: Trump-Regierung nimmt Abstand von „Entschädigungsfonds“
> 1,8 Milliarden Dollar wollte US-Präsident Donald Trump an seine „von der
> Justiz verfolgten“ Anhänger verteilen. Daraus wird wohl erst einmal
> nichts.
(IMG) Bild: Trump-Anhänger stürmen das Kapitol in Washington am 6. Januar 2021
dpa | Die Regierung von US-Präsident Donald Trump rudert Medienberichten
zufolge beim umstrittenen [1][Entschädigungsfonds für angebliche Opfer der
US-Justiz] zurück. Das Portal [2][Axios] berichtete unter Berufung auf zwei
hochrangige Beamte, dass die Regierung plane, vorerst Abstand von dem Fonds
zu nehmen. [3][Politico] berichtete ähnlich.
Das Weiße Haus verwies auf Anfrage auf ein Statement des Justizministeriums
auf der Plattform X. Darin verurteilte zwar das Ministerium die
Entscheidung eines Gerichts, das die Pläne vorübergehend gestoppt hatte,
aufs Schärfste. Jedoch hieß es zugleich, dass man sich an die Entscheidung
halten werde.
Ob sich das Ministerium von dem Fonds komplett distanzieren wird und das
letztlich dann das Aus der Pläne bedeuten würde, blieb damit offen.
Ein Bundesgericht in Virginia will mit dem Stopp sicherstellen, dass bis
zur Klärung des Falls kein Geld unwiderruflich über den Fonds ausgezahlt
werden kann. Es setzte eine Gerichtsanhörung für den 12. Juni an.
Selbst aus den eigenen Reihen der Republikaner zog der Entschädigungsfonds
massiv Kritik auf sich. Kritiker reden von „Schmiergeld“ für Trump-Getreue
und von Korruption. Im Kongress wurden sogar Abstimmungen über andere
Haushaltsgelder verzögert, um so Druck auf Trump aufzubauen. Rund 1,8
Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) sollten laut früheren Angaben
des US-Justizministeriums in den neuen Fonds fließen, mit dem angebliche
Opfer von politisch motivierter Verfolgung durch die US-Justiz entschädigt
werden sollten.
Der Fonds ist das Ergebnis eines Vergleichs: Der Präsident hatte im Januar
als Privatperson gegen den Staat geklagt und eine Milliardenentschädigung
gefordert. In der Klage war einem damaligen Mitarbeiter der
Bundessteuerbehörde vorgeworfen worden, sich während Trumps erster Amtszeit
(2017–2021) unrechtmäßig Zugang zu Steuerdaten der Familienfirma verschafft
und diese an „linksgerichtete Medien“ weitergegeben zu haben. Die Parteien
legten den Rechtsstreit mit dem Vergleich bei.
2 Jun 2026
## LINKS
(DIR) [1] /Trump-will-Entschaedigungsfonds-fuer-angebliche-Opfer-der-Biden-Justiz-auflegen/!6180220
(DIR) [2] https://www.axios.com/2026/06/01/trump-weaponization-fund-drop
(DIR) [3] https://www.politico.com/news/2026/06/01/trump-weaponization-fund-retreat-00944656
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