# taz.de -- Aus für Tourismusprojekt „Ab ins B!“: Außenbezirk? Nein, danke
> Die Veranstaltungsreihe „Ab ins B!“ brachte Berliner:innen und Touris
> an den Stadtrand. Nun fehlen die Mittel für die Fortsetzung des Projekts.
(IMG) Bild: „Ab ins B!“: Das Projekt bot einen Ausflug auf den Teufelsberg im Grunewald statt des Fernsehturms am Alex
„Ich wusste gar nicht, dass es Wasserbüffel in Berlin gibt. Nämlich
außerhalb des S-Bahnrings.“ Mit diesem Zitat wirbt die
[1][Veranstaltungsreihe „Ab ins B!“] auf ihrer Website. Der Berliner
Stadtrand ist für Touris und Berliner:innen selten ein Ziel für
Ausflüge, dabei leben gut zwei Drittel der Bevölkerung dort.
Genau hier setzte die Veranstaltungsreihe „Ab ins B!“ an, die vom
Tourismusmarketing der Außenbezirke ins Leben gerufen wurde. Sie lockte
seit dem Start im Jahr 2023 Besucher:innen gezielt in die Berliner
Randbezirke: eine Motorbootfahrt auf der Havel statt auf der dicht
befahrenen Spree, der Teufelsberg im Grunewald statt des Fernsehturms am
Alex.
Drei Jahre in Folge wurden über 200 Veranstaltungen an rund 100
unterschiedlichen Orten in neun Außenbezirken organisiert. Die Resonanz der
Teilnehmenden und der beteiligten Akteure war positiv. Dennoch wurde das
Projekt nun still beendet.
## Budget für das Projekt ist aufgebraucht
Der Hauptgrund für das plötzliche Ende liegt in der Finanzierung. „Ab ins
B!“ wurde aus Mitteln der City-Tax finanziert und kostete insgesamt rund
100.000 Euro. Da dieses Budget nun fast vollständig aufgebraucht ist, fehlt
das Geld für eine Fortsetzung in diesem Jahr.
Vor einem halben Jahr klang das noch ganz anders. Wirtschaftssenatorin
Franziska Giffey (SPD) sprach im Interview mit dem Tagesspiegel im
vergangenen Herbst davon, dass ihre Verwaltung „jedes Jahr im Frühling“ die
„Entdeckertage“ veranstalte – als wäre die Fortsetzung für diesen Topf eine
ausgemachte Sache. Jetzt ist klar: Sie ist es nicht. „Fördermittel für
besondere touristische Projekte in den Bezirken sind immer nur als Anschub
und nie als Dauerfinanzierung gedacht“, so Spandaus Tourismusbeauftragte
Jana Friedrich zum Checkpoint.
Damit verliert die Stadt ein Angebot, das sich gezielt von den üblichen
Tourismuspfaden abhob und einen Gegenpol zum Zentrum bildete. 2026 wird es
die Reihe nicht geben, ganz aufgegeben ist das Projekt allerdings noch
nicht. Spandau als ursprünglicher Projektinitiator will die anderen
Randbezirke für eine Neuauflage im kommenden Jahr gewinnen. Die
Senatsförderung reiche dafür gerade so noch, heißt es. Danach müssten
andere Finanzierungsquellen gefunden werden – wie genau, ist offen.
20 May 2026
## LINKS
(DIR) [1] https://abinsb.de/
## AUTOREN
(DIR) Lilli Messer
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