# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Iran meldet Abschuss eines US-Kampfjets
       
       > Die israelische Armee meldet eine neue Welle von Raketenangriffen aus dem
       > Iran. US-Präsident Trump droht mit der Zerstörung von Brücken und
       > Kraftwerken.
       
 (IMG) Bild: Zerstörung durch eine iranische Rakete, die am 30. März in Haifa in Israel einschlug
       
       rtr | Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Militärangaben zum
       zweiten Mal seit Beginn des Krieges vor fast fünf Wochen ein
       US-Kampfflugzeug abgeschossen. Der F-35-Jet sei in der Mitte des Landes zu
       Boden gegangen, teilt das Hauptquartier der iranischen Streitkräfte mit.
       Die Überlebenschancen des Piloten seien gering. Eine Stellungnahme aus den
       USA liegt zunächst nicht vor. Im März hatte das US-Militär die Notlandung
       eines F-35-Flugzeugs nach einem Einsatz über dem Iran gemeldet. Am Freitag
       gerieten auch mit den USA verbündete Länder erneut unter Beschuss: In
       Kuwait trafen Drohnen eine Raffinerie und lösten Brände aus, wie die
       staatliche Nachrichtenagentur des Emirats meldet. In Saudi-Arabien habe die
       Luftabwehr sieben Drohnen abgefangen, teilt das Verteidigungsministerium
       mit.
       
       ## Hormus-Resolution nach Widerstand von Veto-Mächten abgeschwächt
       
       ap | Eine geplante scharfe Resolution des UN-Sicherheitsrats zur Sicherung
       der [1][Straße von Hormus] ist nach Widerstand der Veto-Mächte China,
       Russland, aber auch Frankreich deutlich abgeschwächt worden. In dem
       Textentwurf, der der Nachrichtenagentur AP vor der Abstimmung vorlag,
       wurden dem Einsatz militärischer Gewalt zum Schutz der Schiffe enge
       Schranken gesetzt. Zudem wurde die eigentlich auf Freitag angesetzte
       Abstimmung abgesagt. Vermutlich dürfte es am Samstag zu einem Votum kommen,
       hieß es aus UN-Kreisen.
       
       Im ersten Entwurf des derzeitigen Vorsitzlandes Bahrain war noch vom
       Einsatz „aller notwendigen Mittel“ für den Schutz der kommerziellen
       Schifffahrt die Rede, eine Formulierung, die auch offensive Militäreinsätze
       eingeschlossen hätte. In dem endgültigen Text werden nur
       Verteidigungseinsätze autorisiert. Konkret werden die Staaten ermächtigt,
       „alle notwendigen und den Umständen angemessenen Verteidigungsmaßnahmen in
       der Straße von Hormus und den angrenzenden Gewässern zu ergreifen“, um die
       Durchfahrt zu sichern und Versuche, die internationale Schifffahrt zu
       behindern, „für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten“ abzuwehren.
       
       Mehrere arabische Golfstaaten hatten sich zuvor hinter den ursprünglichen
       Resolutionsentwurf gestellt. Bei einem Treffen des UN-Sicherheitsrats am
       Donnerstag sagte der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats, Dschassim
       Albudaiwi, der Iran habe mit seinen Vergeltungsangriffen auf Nachbarstaaten
       „alle roten Linien“ überschritten.
       
       ## Israels Armee meldet Raketenangriffe aus Iran
       
       afp | Die israelische Armee hat eine neue Welle von Raketenangriffen aus
       Iran gemeldet und die Luftverteidigung aktiviert. Es seien Raketen
       identifiziert worden, „die vom Iran in Richtung des Staatsgebiets Israels
       abgefeuert wurden“, teilte die israelische Armee am Freitagmorgen mit. Die
       Luftabwehrsysteme seien im Einsatz, um die Raketen abzufangen.
       
       Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, dass im Zentrum
       des Landes eine nicht abgefangene Rakete eingeschlagen sei. Dabei seien
       Häuser, Straße und Autos beschädigt worden. Verletzt wurde den Angaben
       zufolge niemand. Laut dem israelischen Militärradio wurde ein Bahnhof in
       Tel Aviv durch Splitter beschädigt.
       
       Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor erklärt, dass Gebiete in Tel
       Aviv sowie die Hafenstadt Eilat mit Raketen angegriffen worden seien. In
       Kuwait löste indes ein Drohnenangriff einen Brand in einer Raffinerie der
       staatlichen Ölgesellschaft aus. Mehrere Bereiche der Anlagen der Kuwait
       Petroleum Corporation (KPC) stünden in Flammen, berichtete die amtliche
       Nachrichtenagentur Kuna. Rettungsteams seien vor Ort im Einsatz.
       
       ## Trump droht mit weiterer Zerstörung von Brücken und Kraftwerken
       
       afp | Nach einem Angriff auf die größte Brücke in Iran [2][hat US-Präsident
       Donald Trump mit einer weiteren Zerstörung der Infrastruktur des Landes
       gedroht.] Die US-Armee habe „noch nicht einmal damit begonnen, das zu
       zerstören, was in Iran noch übrig ist“, erklärte Trump am Donnerstag in
       seinem Onlinedienst Truth Social. Als nächstes seien „die Brücken, dann die
       Kraftwerke“ an der Reihe, fügte er hinzu.
       
       Zuvor hatte der US-Präsident wiederholt betont, dass die Mehrheit der
       wichtigsten militärischen Ziele in Iran im Laufe des ersten Kriegsmonats
       bereits beschädigt oder zerstört worden sei. „Die Führung des neuen Regimes
       in Iran weiß, was zu tun ist, und es muss schnell geschehen!“, schrieb
       Trump weiter. Damit bezog er sich offenbar auf seine Forderung an Teheran,
       mit Washington ein Abkommen für eine Waffenruhe zu schließen.
       
       ## Ex-Außenminister Irans wirbt für Frieden mit den USA
       
       dpa | Der frühere iranische Außenminister Mohammed-Dschawad Sarif hat
       angesichts des verheerenden Kriegs für einen „echten“ Frieden mit den USA
       geworben. In einem Gastbeitrag für das Magazin Foreign Affairs
       argumentierte Sarif, dass der Grundkonflikt gelöst werden müsse. Anstelle
       eines möglicherweise fragilen Waffenstillstands sei ein echtes
       Friedensabkommen nötig. Beide Staaten sollten „diese Katastrophe als
       Gelegenheit nutzen, um 47 Jahre der Kriegslust zu beenden“.
       
       Gemeinsam mit Israel hatten die USA Iran vor fast fünf Wochen angegriffen.
       Seitdem wurden Dutzende führende Vertreter aus Militär und Politik getötet,
       darunter auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei. Der Iran
       reagierte mit Raketenangriffen auf Israel und arabische Staaten am Golf. In
       der Straße von Hormus brachte das iranische Militär die Schifffahrt mit
       Attacken und Drohungen nahezu zum Erliegen, was die Ölpreise in die Höhe
       schnellen ließ. Ein schnelles Ende des Kriegs ist weiterhin nicht in Sicht.
       
       ## Huthi-Miliz greift erneut Israel an
       
       afp | Die von Teheran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen haben zum
       vierten Mal seit [3][Beginn des Irankriegs] Israel angegriffen. Ein
       Huthi-Sprecher sagte am Donnerstag, es seien mehrere ballistische Raketen
       auf feindliche Ziele im Raum Tel Aviv abgefeuert worden.
       
       Die israelische Armee hatte zuvor erklärt, eine aus dem Jemen in Richtung
       Israel abgefeuerte Rakete identifiziert zu haben. Abfangsysteme seien im
       Einsatz, hieß es in einer Mitteilung. Am Mittwoch hatte die Huthi-Miliz im
       Jemen den bislang dritten Raketenangriff auf Israel verkündet; die Rakete
       wurde abgefangen.
       
       ## Wegen Energieschock auch Kraftstoffrationierung denkbar
       
       rtr | Die Europäische Union (EU) prüft Energiekommissar Dan Jørgensen
       zufolge „alle Möglichkeiten“ zur Bewältigung einer langanhaltenden
       Energiekrise. Dazu gehörten auch Kraftstoffrationierungen und die Freigabe
       weiterer Ölreserven, sagt Jorgensen der Financial Times. „Dies wird eine
       lange Krise sein … die Energiepreise werden für eine sehr lange Zeit höher
       sein“, zitiert das Blatt den Politiker. Zuvor hatte der Kommissar bereits
       erklärt, die EU ziehe eine Neuauflage der Krisenmaßnahmen wie zu Beginn des
       Ukrainekrieges 2022 in Betracht. Die Pläne umfassten die Begrenzung von
       Netzentgelten und Stromsteuern, sagte Jørgensen am Dienstag nach einer
       virtuellen Konferenz der EU-Energieminister.
       
       ## Angriffe auf größte Brücke in Iran
       
       afp | Bei neuen Angriffen auf den Iran ist die größte Brücke des Landes
       getroffen worden. US-Präsident Donald Trump veröffentlichte am Donnerstag
       in seinem Onlinedienst Truth Social ein Video von der B1-Brücke in
       Karadsch, in dem zu sehen ist, wie das Bauwerk teilweise einstürzt und
       dichter Rauch aufsteigt. „Die größte Brücke in Iran stürzt ein, wird nie
       wieder benutzt werden“, schrieb Trump dazu.
       
       Bei den Angriffen seien 8 Menschen getötet und 95 weitere verletzt worden,
       berichteten das iranische Staatsfernsehen und die staatliche iranische
       Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf den stellvertretenden Gouverneur
       der Provinz Albors, in der sich die B1-Brücke befindet, Ghodratollah Seif.
       
       Das iranische Staatsfernsehen hatte zuvor von zwei US-israelischen
       Angriffen auf die Brücke berichtet. Bei dem ersten Angriff habe es 2 zivile
       Opfer gegeben. Der zweite Angriff sei erfolgt, als Einsatzkräfte den Opfern
       zu Hilfe kommen wollten.
       
       ## Kriegsvertriebene verändern den Alltag in Beirut
       
       ap | Die libanesische Hauptstadt Beirut platzt aus allen Nähten. Vor einem
       Monat feuerte die schiitische Hisbollah-Miliz nach dem Angriff der USA und
       Israels auf ihre Schutzmacht Iran Raketen auf Israel, was israelische
       Bombardements im Libanon und eine Bodenoffensive auslöste. Seither sind
       mehr als eine Million Menschen aus dem Süden und Osten des Landes und den
       südlichen Vororten Beiruts geflohen. Viele drängten in die immer kleiner
       werdenden Gegenden der Hauptstadt, in denen noch keine Bomben gefallen
       sind.
       
       Die israelischen Angriffe und Evakuierungsanordnungen – deren Ausmaß
       beispiellos ist und die nach Schätzungen humanitärer Organisationen 15
       Prozent des vergleichsweise kleinen Landes betreffen – haben die Dörfer im
       Südlibanon entvölkert und fast die gesamte Bevölkerung der südlichen
       Vororte Zuflucht in Beirut suchen lassen. Das hat die Struktur der Stadt
       verändert und schürt Ängste.
       
       ## US-Verteidigungsminister entlässt Heereschef
       
       rtr | US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat überraschend den
       US-Heereschef Randy George entlassen. Dies berichten drei Vertreter des
       US-Verteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur Reuters. Das Pentagon
       bestätigte, George werde seinen Posten mit sofortiger Wirkung niederlegen
       und in den Ruhestand treten, obwohl seine Amtszeit noch mehr als ein Jahr
       gedauert hätte. Die Entlassung eines US-Generals während eines Krieges ist
       nahezu beispiellos. Einen Grund für den Schritt nannte das Ministerium
       nicht. Das US-Militär stockt seine Truppen im Nahen Osten zurzeit auf und
       greift weiterhin Ziele in Iran an.
       
       ## Angriffe auf den Iran könnten Kriegsverbrechen sein
       
       rtr | Mehr als 100 Völkerrechtsexperten aus den USA bezeichnen die
       US-Angriffe auf den Iran in einem offenen Brief als mögliche
       Kriegsverbrechen. In dem Brief heißt es, das Verhalten der US-Streitkräfte
       und Äußerungen hochrangiger US-Vertreter gäben Anlass zu „ernsthaften
       Bedenken hinsichtlich Verstößen gegen das internationale Menschenrecht und
       das humanitäre Völkerrecht, einschließlich möglicher Kriegsverbrechen“.
       
       Der Brief verweist insbesondere auf eine Äußerung von Präsident Donald
       Trump von Mitte März, wonach die USA Angriffe auf den Iran „nur zum Spaß“
       ausführen ‌könnten. Zudem wird eine Aussage von Verteidigungsminister Pete
       Hegseth von Anfang März zitiert, wonach die USA nicht mit „dummen
       Einsatzregeln“ kämpften. Der Brief der Juristen von Elite-Universitäten wie
       Harvard, Yale und Stanford wurde auf der Webseite der Fachzeitschrift „Just
       Security“ veröffentlicht.
       
       ## Mehrere Golfstaaten unterstützen Hormus-Resolution
       
       ap | Mehrere arabische Golfstaaten haben sich hinter einen
       Resolutionsentwurf für eine notfalls robuste Gewährleistung des
       Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus gestellt. Bei einem Treffen des
       UN-Sicherheitsrats am Donnerstag sagte der Generalsekretär des
       Golf-Kooperationsrats, Dschassim Albudaiwi, der Iran habe mit seinen
       Vergeltungsangriffen auf Nachbarstaaten „alle roten Linien“ überschritten.
       
       Gespräche über die regionale Sicherheit ohne Einbeziehung der sechs
       Mitgliedstaaten des Kooperationsrats dürfe es nicht geben, erklärte
       Albudaiwi. Dabei handelt es sich um Bahrain, Katar, Kuwait, Oman,
       Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabische Emirate.
       
       Bahrain, das derzeit den Vorsitz des UN-Sicherheitsrats innehat, hat
       angekündigt, den Resolutionsentwurf am Freitag zur Abstimmung bringen zu
       wollen. Allerdings haben Russland und China Zweifel am Text des Entwurfs
       angemeldet. Laut einem UN-Diplomaten, der anonym bleiben wollte,
       beanstanden sie, dass eine Formulierung zu weit gehe, die den Einsatz
       „aller notwendigen Mittel“ für den Schutz der kommerziellen Schifffahrt
       autorisiere.
       
       ## Stahlwerk bei Isfahan nach Angriffen außer Betrieb
       
       dpa | Nach neuen Luftangriffen auf die Stahlindustrie in Iran hat ein Werk
       bei Isfahan seinen Betrieb eingestellt. Das Ausmaß der Schäden und die
       Zerstörungen an den Einrichtungen haben zum vollständigen Stillstand der
       Produktionslinien geführt, wie die Zeitungen „Shargh“ und „Hammihan“ unter
       Berufung auf eine Mitteilung des Stahlkonzerns Mobarakeh berichteten. Die
       Mitarbeiter wurden demnach angewiesen, ihre Arbeit niederzulegen. Israel
       und die USA zielen nach mehr als vier Wochen Krieg inzwischen auch auf
       zivile Infrastruktur und Industriegebiete.
       
       Die Stahlindustrie zählt zu den Schlüsselbranchen in Iran und spielt eine
       zentrale Rolle etwa in der Automobilproduktion oder dem Rüstungsbereich.
       Das Werk Mobarakeh bei Isfahan ist dabei der größte Stahlproduzent des
       Landes und ein wichtiger Pfeiler der inländischen Versorgung. Vor dem
       Hintergrund internationaler Sanktionen hat Iran seine Stahlproduktion
       gezielt ausgebaut, um unabhängiger von Importen zu werden. In dem Werk bei
       Isfahan sind mehr als 10.000 Menschen beschäftigt.
       
       ## Israel meldet Tötung von iranischem Öl-Kommandeur
       
       dpa | Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen weiteren
       ranghohen iranischen Kommandeur getötet. Bei dem Angriff in der iranischen
       Hauptstadt Teheran sei Dschamschid Eshaghi in dieser Woche ums Leben
       gekommen. Er sei Kommandeur des „Öl-Hauptquartiers“ der iranischen
       Streitkräfte gewesen, hieß es weiter in der Mitteilung. Dieses ermögliche
       dem iranischen Machtapparat die Fortsetzung seiner Aktivitäten und seines
       militärischen Aufbaus durch Gewinne aus Ölverkäufen.
       
       Eshaghi sei auch für die Bereitstellung finanzieller Mittel für Verbündete
       des Irans in der Region verantwortlich gewesen, darunter die libanesische
       Hisbollah sowie die Huthi-Miliz im Jemen. Eshaghi war auf einer
       Sanktionsliste des US-Finanzministeriums aufgelistet und dort als weltweit
       agierender Terrorist eingestuft.
       
       ## Argentinien weist ranghöchsten iranischen Diplomaten aus
       
       afp | Argentinien hat den iranischen Geschäftsträger Mohsen Soltani Tehrani
       zur unerwünschten Person erklärt und ihn des Landes verwiesen. Soltani
       müsse Argentinien binnen 48 Stunden verlassen, teilte das argentinische
       Außenministerium am Donnerstag mit. Grund sei eine Erklärung des iranischen
       Außenministeriums, welche „falsche, beleidigende und unbegründete
       Anschuldigungen“ gegen Argentinien enthalten habe, erklärte das Ministerium
       weiter. Tehrani ist der ranghöchste iranische Diplomat in Argentinien.
       
       Zwei Tage zuvor hatte Argentinien – dessen Präsident Javier Milei ein enger
       Verbündeter von US-Präsident Donald Trump ist – die iranischen
       Revolutionsgarden als „Terrororganisation“ eingestuft.
       
       Das iranische Außenministerium bezeichnete dies als „illegale und
       ungerechtfertigte Aktion“, die auf Druck Israels und der USA erfolgt sei.
       Es handele sich um einen „strategischen Fehler und eine unverzeihliche
       Beleidigung der iranischen Nation“.
       
       Argentinien reagierte auf diese Erklärung nun mit dem Rauswurf des
       iranischen Geschäftsträger Tehrani. Das argentinische Außenministerium
       erklärte zudem, Argentinien werde „keinerlei Vorwürfe oder Einmischungen
       seitens eines Staates dulden, der seine internationalen Verpflichtungen
       systematisch verletzt hat und weiterhin den Lauf der Justiz behindert“.
       
       ## Russland: Straße von Hormus ist für uns offen
       
       rtr | Die Straße von Hormus ist nach Angaben des Kreml-Beraters Juri
       Uschakow für Russland nicht gesperrt. „Sie ist für uns offen“, sagt
       Uschakow nach Angaben der russischen Agentur Interfax im Staatsfernsehen.
       Die Agentur Tass berichtet, Außenminister Sergej Lawrow habe mit seinem
       iranischen Amtskollegen telefoniert. Themen seien die Lage in Nahost und
       die Situation in der Straße von Hormus gewesen. Details dazu wurden
       zunächst nicht genannt.
       
       ## Angriffe auf arabische Länder gehen weiter
       
       dpa | Auch in der fünften Woche des Irankriegs gibt es weiterhin Angriffe
       auf arabische Länder. Aus Kuwait, Bahrain, den Vereinigten Arabischen
       Emiraten, Saudi-Arabien, Katar und Jordanien kamen zunächst keine Berichte
       über Opfer oder Schäden.
       
       Die Armee von Kuwait teilte auf X mit, zwei Raketen und 13 Drohnen in den
       vergangenen 24 Stunden abgeschossen zu haben. Auch Bahrain und die
       Vereinigten Arabischen Emirate meldeten den Abschuss von Raketen und
       Drohnen. Saudi-Arabien habe am Donnerstag eine Rakete, die auf den
       ölreichen Osten des Landes abzielte, und weitere Drohnen abgefangen, hieß
       es vom Verteidigungsministerium des Landes. Katar meldete den Abschuss von
       Drohnen. Nicht am Golf, aber dennoch betroffen war Jordanien: Die
       Streitkräfte des Landes meldeten den Abschuss einer Rakete. Behörden seien
       dort zudem Berichten über herabfallende Trümmerteile nachgegangen.
       
       ## Israel: Erneut Rakete aus dem Jemen abgefeuert
       
       afp | Die israelische Armee hat am Donnerstag nach eigenen Angaben erneut
       eine Rakete identifiziert, die aus dem Jemen Richtung Israel abgeschossen
       worden sei. Abfangsysteme seien im Einsatz, hieß es in einer Mitteilung. Es
       war der vierte derartige Vorfall seit Beginn des Irankrieges.
       
       Am Mittwoch hatte die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen den
       bislang dritten Raketenangriff auf Israel verkündet; die Rakete wurde
       abgefangen. Die Miliz ist wie die islamistische Hamas im Gazastreifen und
       die Hisbollah im Libanon Teil der iranischen „Achse des Widerstands“. Deren
       erklärtes Ziel ist die Vernichtung Israels. Am vergangenen Samstag hatte
       die Huthi-Miliz ihren Eintritt in den Irankrieg verkündet.
       
       ## Österreich verweigert USA Überflugrechte
       
       rtr | Österreich verweigert den USA wegen seines Neutralitätsgesetzes die
       Nutzung seines Luftraums für Militäroperationen gegen den Iran. Das
       Verteidigungsministerium bestätigt entsprechende Berichte der Agentur APA,
       wonach die USA mehrere Überfluggesuche gestellt haben. Alle militärischen
       Anfragen der USA im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt seien abgelehnt
       worden, sagt ein Ministeriumssprecher. Österreich wende das gleiche Prinzip
       auch auf andere Staaten an, die in militärische Konflikte verwickelt seien.
       
       ## Explosionen in Jerusalem zu hören
       
       afp | In Jerusalem sind am Donnerstag mehrere Explosionen zu hören gewesen,
       nachdem die israelische Armee vor sich nähernden iranischen Raketen gewarnt
       hatte. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten mindestens vier
       Detonationen, außerdem ertönten Sirenen. Die Armee rief Bewohner dazu auf,
       sich in Sicherheit zu bringen. Abfangsysteme seien aktiviert worden.
       
       ## Neuer Raketenangriff des Irans auf Tel Aviv
       
       dpa | Der Iran hat Israel erneut mit Raketen angegriffen. Irans staatlicher
       Rundfunk berichtete von einer weiteren Angriffswelle auf die Küstenstadt
       Tel Aviv. In der Metropole sowie in Jerusalem gab es erneut Raketenalarm,
       Menschen eilten in Schutzräume. Nach ersten Angaben des Rettungsdienstes
       Magen David Adom wurde aber niemand verletzt. Bei einem Raketenangriff der
       mit dem Iran verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz wurde nach
       Medienberichten in der Stadt Naharija im Norden Israels ein Kindergarten
       getroffen. Dabei gab es aber den Angaben zufolge keine Verletzten.
       
       3 Apr 2026
       
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