# taz.de -- Anfrage der Grünen: Bundesregierung zögert weiter bei Stromsteuer
       
       > Während europäische Staaten Preise regulieren, sieht die Bundesregierung
       > weiter keinen Anlass, die Stromsteuer für alle VerbraucherInnen zu
       > senken.
       
 (IMG) Bild: Von einer sinkenden Stromsteuer würden auch diejenigen profitieren, die in den vergangenen Jahren auf E-Mobilität umgestiegen sind
       
       Reuters | Für die Bundesregierung [1][sind die gestiegenen Energiepreise
       vorerst offenbar kein Anlass], die im Koalitionsvertrag vereinbarte Senkung
       der Stromsteuer für alle Verbraucher doch noch umzusetzen.
       
       Dies geht aus einer der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorliegenden
       Antwort des Finanzministeriums auf eine entsprechende Frage der Grünen
       hervor. „Die Bundesregierung beobachtet [2][die aktuelle ‌Lage hinsichtlich
       der Energiepreise sehr genau]“, heißt es in dem Schreiben. Zur Senkung der
       Energiepreise habe die Bundesregierung bereits Maßnahmen beschlossen, die
       allen Verbrauchern zugutekämen.
       
       Der energiepolitische Sprecher der [3][Grünen], Michael Kellner, forderte
       hingegen schnelles Handeln. „Den guten Strom billig zu machen, ist das
       Gebot der Stunde“, sagte Kellner zu Reuters. „Die Regierung sollte jetzt
       als Osterentlastung die Stromsteuer senken.“ So würden E-Autos und
       Wärmepumpen noch attraktiver ‌und der Abschied von teurem und unsicherem Öl
       und Gas würde beschleunigt.
       
       Finanzstaatssekretär Michael Schrodi (SPD) verwies in dem Schreiben unter
       anderem auf den Zuschuss ⁠zu den Übertragungsnetzkosten, die Abschaffung
       der Gasspeicherumlage sowie die dauerhafte Senkung der Stromsteuer für
       Unternehmen des produzierenden Gewerbes und der Land- und Forstwirtschaft.
       Für diese Teile der ‌Wirtschaft hatte ‌die Koalition die Stromsteuer für
       2026 auf ⁠das europäische Mindestmaß von 0,05 Cent pro Kilowattstunde
       gesenkt. Von einer Absenkung für alle Verbraucher waren CDU, ‌CSU und SPD
       wieder abgerückt, ‌da dies für den Bundeshaushalt Mindereinnahmen in
       Milliardenhöhe bedeuten würde.
       
       20 Mar 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /Steigende-Spritpreise/!6163436
 (DIR) [2] /Preise-fuer-Benzin-und-Diesel/!6163715
 (DIR) [3] /Gruene-nach-der-Landtagswahl/!6156965
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Energiepreise
 (DIR) Verbraucher
 (DIR) Energiepolitik
 (DIR) Bündnis 90/Die Grünen
 (DIR) Steuersenkung
 (DIR) Social-Auswahl
 (DIR) Ölpreis
 (DIR) Verkehrswende
 (DIR) Ölpreis
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Steigende Benzinpreise: Spritpreisbremse jetzt auch in Italien
       
       Nach anderen Ländern ergreift auch Italien Maßnahmen, um Autofahrende zu
       schonen. Bundesfinanzminister Klingbeil prüft mögliche Entlastungen.
       
 (DIR) EuGH-Urteil zu Trassenpreisen: Wird der ÖPNV noch teurer?
       
       Bisher wird der Nahverkehr bei der Schienenmaut besonders geschützt. Warum
       der Europäische Gerichtshof die strengen Vorgaben jetzt beanstandet hat.
       
 (DIR) Unverschämt hohe Spritpreise: Ölkonzerne machen 21 Millionen Euro täglich Zusatzprofit
       
       Die Preise an den Zapfsäulen steigen stärker als an den Rohölbörsen, so
       eine Greenpeace-Studie. Die Rufe nach einer Übergewinnsteuer werden lauter.