# taz.de -- Nachrichten im Iran-Krieg: Chef der US-Terrorabwehr tritt wegen Iran-Krieg zurück
> Iran sei keine unmittelbare Bedrohung für die USA, kritisiert der Leiter
> des US-Terrorabwehrzentrums, Joseph Kent. Trump verärgert über
> ausbleibende Nato-Hilfe.
(IMG) Bild: Aus Protest gegen die anhaltenden US-Angriffe auf den Iran ist der Chef der US-Terrorismusbekämpfung, Joseph Kent, zurückgetreten
## UN: In einem Jahr über 36.000 Palästinenser im Westjordanland vertrieben
Über 36.000 Palästinenser sind im besetzten Westjordanland nach UN-Angaben
innerhalb eines Jahres aus ihren Häusern und Wohnungen vertrieben worden.
Ursache seien die Ausweitung jüdischer Siedlungen und die damit verbundene
Gewalt, teilt das UN-Menschenrechtsbüro mit. Die Gewalt durch Siedler
erfolge oft koordiniert und werde von israelischen Behörden teils
ermöglicht. Das Ausmaß der Vertreibung lege eine gezielte Politik nahe, die
einer „ethnischen Säuberung“ gleichkommen könne, heißt es weiter. (rtr)
## Drei libanesische Soldaten bei israelischem Luftangriff getötet
Bei einem israelischen Luftangriff im Südlibanon sind nach Angaben der
libanesischen Armee in der Stadt Nabatijeh drei Soldaten ums Leben
gekommen. Sie seien mit einem Auto und einem Motorrad unterwegs gewesen,
teilt das Militär auf X mit. Zwei weitere Soldaten seien verletzt worden.
Die israelische Armee erklärt, der Vorfall werde geprüft. Man gehe gegen
die Hisbollah vor und nicht gegen die libanesischen Streitkräfte. (rtr)
## Hisbollah-Miliz: Wir haben keine Mitglieder in Kuwait
Die libanesische Hisbollah-Miliz hat bestritten, Mitglieder im Golfstaat
Kuwait zu haben. Entsprechende Anschuldigungen der kuwaitischen Behörden
seien „gegenstandslos“, erklärte die vom Iran unterstützte Gruppe am
Dienstag. „Es gibt keine Hisbollah-Zellen, -Mitglieder oder -Netzwerke in
Kuwait.“ Am Montag hatte das kuwaitische Innenministerium die Festnahme von
14 einheimischen und zwei libanesischen Staatsbürgern bekanntgegeben, die
den Angaben zufolge der Hisbollah angehören. Die „Terrorgruppe“ habe
versucht, Kuwait zu destabilisieren und Mitglieder zu rekrutieren. Demnach
wurden bei den Festgenommenen Waffen und Drohnen gefunden. (afp)
## Libanon: Zahl der Toten durch israelische Angriffe auf über 900
gestiegen
Die Zahl der Toten seit Beginn der israelischen Offensive im Libanon am
2. März ist auf über 900 gestiegen. Das teilt das Gesundheitsministerium
in Beirut mit. (rtr)
## Iranische Behörden rufen zu landesweiten Kundgebungen für die Regierung
auf
Die Behörden im Iran haben die Menschen inmitten des Krieges aufgerufen, am
Dienstag landesweit zu Kundgebungen für die Regierung auf die Straßen zu
gehen. Die in iranischen Medien verbreitete Botschaft forderte die Menschen
auf, sich ab 17.00 Uhr (Ortszeit, 14.30 Uhr MEZ) religiösen Gruppen „auf
den Plätzen aller Städte des Landes“ anzuschließen. Der Aufruf erfolgte
kurz vor dem persischen Neujahrsfest. In dem Aufruf hieß es, es sei eine
Kundgebung zur „Neutralisierung potenzieller Komplotte des zionistischen
Feindes“ geplant, womit Israel gemeint ist. Israel hatte zuvor erklärt, den
mächtigen iranischen Sicherheitschef Ali Laridschani bei einem Angriff
getötet zu haben. Aus Teheran gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Der
Aufruf erfolgte zudem kurz vor dem als Tschaharschandbe Suri bezeichneten
Feuerfest, das vor dem am Freitag stattfindenden Neujahrsfest begangen
wird. (afp)
## Kanada lehnt Beteiligung an Militäroffensive gegen Iran ab
Kanada wird sich nach Angaben von Außenministerin Anita Anand an keiner
Militäroffensive gegen Teheran beteiligen. Ihr Land sei vorab nicht über
die Angriffe der USA und Israels gegen den Iran informiert worden, die den
Krieg im Nahen Osten ausgelöst haben, sagte Anand am Dienstag der
Nachrichtenagentur AP in einem Telefoninterview vor einem Gespräch mit
ihrem türkischen Kollegen Hakan Fidan in Ankara. Für Kanada hätten eine
Deeskalation des Konflikts und der Schutz von Zivilisten Priorität. Der
kanadische Premierminister Mark Carney hatte zunächst die Angriffe gegen
den Iran gutgeheißen, äußerte aber später sein Bedauern. Die Angriffe
stünden für den Zerfall der Weltordnung, sagte er. (ap)
## Israels Armeesprecher: Greifen Hisbollah mit Entschlossenheit an
Der israelische Militärsprecher Effie Defrin hat angesichts erwarteter
Raketenangriffe durch die proiranische Hisbollah-Miliz die Bevölkerung zur
Ruhe aufgerufen. „Der Feind versucht, Angst und Panik zu verbreiten. Es ist
wichtig, dass Sie Ruhe bewahren“, sagte er in einer Videobotschaft. Das
israelische Militär beobachte die Hisbollah und alle ihre Kommandeure „von
Beirut bis zum Südlibanon“, betonte Defrin. „Wir greifen die Hisbollah in
diesem Moment mit voller Entschlossenheit an.“ Kurz zuvor hatte das
israelische Militär berichtet, dass seinen Erkenntnissen zufolge die
Hisbollah umfangreiche Vorbereitungen für Raketenangriffe gegen Israel in
den kommenden Stunden getroffen habe. Nach Militärangaben wurden daraufhin
Hisbollah-Ziele an drei Standorten im Libanon angegriffen. (dpa)
## Trump über Absage von Nato-Partnern verärgert
US-Präsident Donald Trump kritisiert die Nato-Verbündeten für ihre
Weigerung, sich am Krieg gegen den Iran zu beteiligen. Die meisten Partner
hätten ihm mitgeteilt, dass sie nicht in den Konflikt verwickelt werden
wollten, teilt Trump auf der Plattform Truth Social mit. Dies überrasche
ihn nicht, da er die Allianz schon immer als „Einbahnstraße“ betrachtet
habe. Er betont, die USA hätten Milliarden Dollar zur Verteifdigung der
Nato-Verbündeten ausgegeben. Die USA benötigten ihre Hilfe jedoch nicht, da
sie die iranische Marine, Luftwaffe und Führungsebene bereits ausgeschaltet
hätten. Dies gelte auch für Verbündete wie Japan, Australien und Südkorea.
(rtr)
## Netanjahu: Israel will Iranern beim Sturz ihrer Regierung helfen
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die von Israel
gemeldete Tötung zweier ranghoher iranischer Vertreter als Versuch
dargestellt, der iranischen Bevölkerung beim Sturz ihrer Regierung zu
helfen. Die Angriffe hätten das Ziel gehabt, die iranische Regierung zu
schwächen, teilte Netanjahu am Dienstag in einer Stellungnahme mit. „Wir
untergraben dieses Regime, um den Iranern die Gelegenheit zu geben, es zu
entfernen. Das wird nicht schnell oder einfach passieren, doch wenn wir
hartnäckig bleiben, werden sie die Chance haben, ihr Schicksal selbst in
die Hand zu nehmen“, teilte er mit. (ap)
## Macron: Frankreich beteiligt sich nicht an Öffnung der Straße von Hormus
Frankreich wird sich Präsident Emmanuel Macron zufolge in der aktuellen
Lage keinesfalls an militärischen Einsätzen zur Öffnung der Straße von
Hormus beteiligen. „Wir sind keine Konfliktpartei“, sagt Macron zu Beginn
einer Kabinettssitzung. Paris arbeite jedoch weiter an der Vorbereitung
einer Koalition, die nach dem Ende der Feindseligkeiten die Freiheit der
Schifffahrt gewährleisten soll. (rtr)
## Estland lehnt Einsatz in Straße von Hormus nicht ab
Anders als andere Nato-Staaten schließt Estland eine militärische
Beteiligung zum Schutz von Schiffen in der umkämpften Straße von Hormus
nicht kategorisch aus. Estland sei bereit, über einen möglichen Beitrag zur
US-Mission zu sprechen, sollte Washington offiziell darum bitten, sagte
Außenminister Margus Tsahkna einem Rundfunkbericht zufolge. Was das
baltische EU- und Nato-Land leisten könnte, blieb zunächst allerdings
unklar. (dpa)
## Protest gegen Krieg: Leiter von US-Anti-Terror-Behörde tritt zurück
Der Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung der USA, Joe
Kent, ist aus Protest gegen den Iran-Krieg zurückgetreten. Er könne nicht
guten Gewissens die Kriegsführung der Regierung von Präsident Donald Trump
im Nahen Osten unterstützen, schrieb Kent am Dienstag Kent [1][in einem auf
der Plattform X veröffentlichten Brief an Präsident Donald Trump]. „Der
Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unser Land dar, und es ist
offensichtlich, dass wir diesen Krieg aufgrund des Drucks seitens Israels
und seiner einflussreichen amerikanischen Lobby begonnen haben.“ Das Weiße
Haus äußerte sich zunächst nicht.
Kent war früher beim Militär und arbeitete für den Geheimdienst CIA, bevor
er zweimal erfolglos für den Kongress im Bundesstaat Washington
kandidierte. Er hat enge Verbindungen in rechtsextreme Kreise. Unter
anderem arbeitete er mit Mitgliedern der Gruppen Proud Boys und Patriot
Prayer zusammen. Seine Benennung zum Leiter der Behörde, die terroristische
Bedrohungen entdecken und analysieren soll, stieß bei den oppositionellen
Demokraten deshalb auf großen Widerstand. Während einer Anhörung im Senat,
in der es um seine Bestätigung als Leiter der Anti-Terror-Behörde ging,
weigerte er sich auch, sich von Verschwörungstheorien zu distanzieren,
wonach Bundesagenten den Sturm von Trump-Anhängern auf das Kapitol
angezettelt haben sollen. (ap)
## Netanjahu: Iraner können nach Tötung Laridschanis „ihr Schicksal in die
eigene Hand nehmen“
Nach der von Israels Regierung bekannt gegebenen Tötung des mächtigen
iranischen Sicherheitschefs Ali Laridschani sieht der israelische
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu für die Iraner die Chance gegeben,
„ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen“. In einem von seinem Büro
verbreiteten Video erklärte Netanjahu am Dienstag, Laridschani sei der Chef
der Revolutionsgarden gewesen, „jener Verbrecherbande, die den Iran in
Wirklichkeit regiert“. „Wir erschüttern dieses Regime in der Hoffnung, dem
iranischen Volk die Chance zu geben, es loszuwerden“, fügte Netanjahu
hinzu. (afp)
## Insider: Macquarie zieht sich wegen Iran-Kriegs aus Kuwait-Deal zurück
Der australische Infrastrukturinvestor Macquarie hat sich Insidern
zufolge wegen des Iran-Kriegs aus dem milliardenschweren Bieterverfahren
für eine Beteiligung am kuwaitischen Ölpipeline-Netz zurückgezogen. Das
Geschäft hat ein Volumen von bis zu sieben Milliarden Dollar. Macquarie
habe die Kuwait Petroleum Corporation (KPC) am Freitag über den Ausstieg
informiert, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Montag
der Nachrichtenagentur Reuters. Als Grund seien der Konflikt und die
unsicheren Aussichten genannt worden. (rtr)
## Roter Halbmond: Tote bei israelischem Luftangriff im Gazastreifen
Bei einem israelischen Luftangriff auf den Gazastreifen sind nach Angaben
des Roten Halbmonds zwei Palästinenser getötet und zwölf weitere verletzt
worden. Bei dem Angriff am Dienstag sei ein Fahrzeug im Zeltlager Al-Mawasi
getroffen worden, teilte der Rote Halbmond mit. Die Verletzten seien in
eine Klinik in Chan Junis gebracht worden, die von der Hilfsorganisation
betrieben werde. Vom israelischen Militär lag zunächst keine Stellungnahme
vor. Die Luftwaffe des Landes flog gleichzeitig auch Angriffe auf den Iran
und die Hisbollah-Miliz im Libanon. (ap)
## Drohnenangriff verursacht Feuer in Öllager in den Emiraten
Ein Drohnenangriff hat einen Brand in einem Öllager in den Vereinigten
Arabischen Emiraten ausgelöst. Das meldete die staatliche
Nachrichtenagentur WAM am Dienstag. Verletzte habe es bei dem Angriff im
Emirat Fudschaira nicht gegeben. Das Öllager war schon in der Vergangenheit
mehrfach Ziel iranischer Angriffe gewesen. Vor der Küste Fudschairas seien
Trümmerteile vermutlich von einer abgeschossenen iranischen Rakete auf
einen Tanker gestürzt, berichtete die Seehandelsaufsicht der britischen
Marine. Das Schiff sei geringfügig beschädigt worden, die Besatzung sei
wohlauf. Nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate wurde das Land am
Dienstag vom Iran mit mindestens zehn Raketen und 45 Drohnen angegriffen.
Zwischenzeitlich wurde auch der Luftraum über den Emiraten geschlossen.
(ap)
## WFP: Iran-Krieg bedroht Versorgung von Millionen
Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen warnt vor
weltweiten Auswirkungen bei der humanitären Versorgung, wenn der Krieg der
USA und Israels gegen den Iran lange anhält. „Für Millionen von Menschen,
die bereits am Abgrund stehen, könnte das eine Katastrophe bedeuten“, sagte
Carl Skau, der stellvertretende WFP-Exekutivdirektor. Wenn die Kämpfe bis
Sommer weitergehen, könnten zusätzlich 45 Millionen Menschen in
Hungersituationen geraten, geht aus einer WFP-Analyse hervor. Dies wäre
zusätzlich zu den 318 Millionen, die durch Konflikte oder Klimaschocks
bereits von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sind. Nach der
UN-Definition betrifft dies Menschen, die so wenig zu essen organisieren
können, dass ihr Leben oder ihre Existenzgrundlage unmittelbar bedroht ist.
(dpa)
## UN: Israelische Angriffe im Libanon könnten Kriegsverbrechen sein
Das UN-Menschenrechtsbüro kritisiert die israelischen Luftangriffe im
Libanon und spricht in diesem Zusammenhang von möglichen Kriegsverbrechen.
Die Angriffe hätten ganze Wohngebäude in dicht besiedelten Gebieten
zerstört, sagte Sprecher Thameen Al-Kheetan am Dienstag in Genf. Oft seien
dabei mehrere Mitglieder derselben Familie getötet worden, darunter Frauen
und Kinder. „Das Völkerrecht besagt eindeutig, dass der vorsätzliche
Angriff auf Zivilisten oder zivile Objekte ein Kriegsverbrechen darstellt“,
betonte er. Das Büro forderte eine Untersuchung der Angriffe auf Zelte von
Vertriebenen an der Küste von Beirut sowie auf ein Gesundheitszentrum in
der Stadt Bint Dschubail. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs zu
den Vorwürfen lag zunächst nicht vor. (rtr)
## Rotes Kreuz beklagt großes Leid für Zivilisten im Iran-Krieg
Das Rote Kreuz hat auf die schwerwiegenden Folgen der US-israelischen
Angriffe auf den Iran für die Zivilbevölkerung des Landes hingewiesen. „Die
hohen Opferzahlen sind alarmierend“, sagte Vincent Cassard, Leiter der
Delegation des Roten Kreuzes im Iran, am Dienstag. „Das tägliche Leben in
Teheran ist tiefgreifend beeinträchtigt.“ Er erklärte, Schäden an Schulen
und Krankenhäusern sowie an Einrichtungen des Iranischen Roten Halbmonds
zeigten den hohen Preis, den die Zivilbevölkerung infolge der Kämpfe zahle.
(ap)
## Kreise: Chef der iranischen Basidsch-Truppen in Zelt getötet
Der Kommandeur der iranischen Basidsch-Milizen ist nach Angaben aus
israelischen Militärkreisen bei einem Luftangriff auf ein Zelt getötet
worden. Dort habe die Führung der Freiwilligenmiliz, die im Iran immer
wieder für die Niederschlagung von Protesten eingesetzt wurde, ein
behelfsmäßiges Kommandozentrum eingerichtet, weil sie ihre regulären
Stützpunkte als nicht mehr sicher erachtet habe, sagte ein Militärvertreter
am Dienstag der Nachrichtenagentur AP. Neben Milizenchef Gholamresa
Soleimani seien bei dem Angriff in der Nacht auch weitere
Basidsch-Kommandeure getötet worden. (ap)
## USA suchen wegen Krieg in Nahost nach alternativen
Düngemittel-Lieferanten
Die US-Regierung sucht angesichts von Versorgungsengpässen wegen des
Iran-Kriegs nach Alternativen zu den Düngemittel-Lieferanten aus der
Golf-Region. Dabei hat sie Venezuela und Marokko im Blick, wie der
Wirtschaftsberater des US-Präsidialamts, Kevin Hassett, am Dienstag
mitteilte. „Wir haben Venezuela Lizenzen erteilt, damit es mehr Dünger
produzieren kann. Zudem haben wir Gespräche mit Marokko geführt“, sagte
Hassett dem Sender CNBC. Dies sei eine Absicherung für die US-Landwirte
gegen Lieferausfälle. „Ich sage nicht, dass wir die bisherigen Störungen
beseitigen können, aber wir können sie minimieren“, so Hassett. (rtr)
## Indien dementiert Bericht über Tauschgeschäft mit Iran
Indien dementiert Verhandlungen mit dem Iran über die Freigabe von drei
festgesetzten Tankern. Es gebe keine Gespräche darüber, den Iranern die
Schiffe im Gegenzug für sicheres Geleit indischer Frachter durch die Straße
von Hormus zu überlassen, teilt das Außenministerium in Neu-Delhi mit. Ein
Sprecher bezeichnet einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur
Reuters als unbegründet. Die indische Marine hatte im Februar drei unter
US-Sanktionen stehende Öl-Tanker nahe indischen Hoheitsgewässern gestoppt.
Den Betreibern warf Indien vor, auf hoher See illegalerweise Öl auf nicht
sanktionierte Schiffe umzuladen. Reuters hatte am Montag unter Berufung auf
Insider gemeldet, Teheran wolle die beschlagnahmten Tanker freibekommen.
(rtr)
## Polen will keine Soldaten in den Iran schicken
Polens Regierung will keine Truppen in den Iran entsenden. „Das gilt sowohl
für unsere Land-, Luft- als auch für unsere Seestreitkräfte, die sich noch
im Aufbau befinden“, sagte Ministerpräsident Donald Tusk. Sein Land habe im
Rahmen der Nato andere Aufgaben, und der Konflikt im Nahen Osten betreffe
nicht unmittelbar Polens Sicherheit. „Und unsere Verbündeten, auch die
Amerikaner, verstehen das.“ Das EU- und Nato-Mitglied Polen ist einer der
wichtigsten politischen und militärischen Verbündeten der von Russland
angegriffenen Ukraine. Es fühlt sich auch selbst von Moskau bedroht und
rüstet massiv auf. Bereits am Montag hatte Polens Außenminister Radoslaw
Sikorski der Forderung von US-Präsident Donald Trump eine Absage erteilt,
Nato-Staaten sollten Kriegsschiffe für die Öffnung der Straße von Hormus
entsenden. Polen habe keinerlei Pläne, sich an einer solchen Mission zu
beteiligen, sagte Sikorski. (dpa)
## Wadephul drängt auf Ende des Iran-Krieges und „gemeinsame Wege aus der
Eskalation“
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat auf ein Ende des Iran-Krieges
und „gemeinsame Wege aus der Eskalation“ gedrängt. „Dieser Krieg muss bald
ein Ende finden“, sagte Wadephul am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit
dem griechischen Außenminister Giorgos Gerapetritis in Berlin. „Wir müssen
gemeinsam Wege aus der Eskalation finden und erste Schritte hin zu einer
diplomatischen Lösung vorbereiten“, fügte er hinzu.
Wadephul bekräftige, dass Deutschland nicht an einer militärischen
Sicherung der Straße von Hormus teilnehmen werde, die eine wichtige
Wasserstraße für Öl-, Gas- und andere Transporte ist. Wadephul hob hervor,
dass etwa auch Düngemittel darüber exportiert würden: „Stocken diese
Transporte, hat das verheerende Auswirkungen auf die Nahrungssicherheit
weltweit.“
Zugleich verwies Wadephul auf die Bereitschaft der Bundesregierung, „in
einer Nachkriegsordnung“ Verantwortung zu übernehmen, etwa um die
Seeschifffahrt im Roten Meer weiter zu sichern. „Aber die Bundesregierung
hat für die aktuelle militärische Auseinandersetzung gesagt, dass sie daran
nicht teilnimmt“, betonte er. Das habe auch Bundeskanzler Friedrich Merz
(CDU) am Montagabend noch einmal unterstrichen. (afp)
## US-Wirtschaftsberater: Verkehr durch Straße von Hormus wird aufgenommen
Nach Angaben des Wirtschaftsberaters der US-Regierung, Kevin Hassett,
werden die Durchfahrten durch die Straße von Hormus wieder aufgenommen.
Erste Öltanker begännen, die Meerenge zu passieren, sagt er dem US-Sender
CNBC. Er bekräftigt die Einschätzung von US-Präsident Donald Trump, der
Krieg werde Wochen und nicht Monate andauern. Zudem zeigt er sich
überzeugt, dass der Krieg die US-Wirtschaft nicht beeinträchtigen wird.
(rtr)
## Nach Bericht über seine Tötung: Beitrag von Laridschani auf
Online-Profilen veröffentlicht
Kurz nachdem die israelische Regierung seinen Tod bei einem Angriff in Iran
verkündet hat, ist auf den Online-Accounts des mächtigen iranischen
Sicherheitschefs Ali Laridschani eine handschriftliche Mitteilung von ihm
veröffentlicht worden. In dem am Dienstag in den Onlinediensten X und
Telegram veröffentlichten und undatierten Beitrag reagiert Laridschani auf
den Tod von 84 Marinesoldaten, die Anfang des Monats beim Angriff eines
US-U-Boots im Indischen Ozean getötet worden waren. Auf die Angaben des
israelischen Verteidigungsministers Israel Katz, wonach Laridschani in der
Nacht zum Dienstag bei einem israelischen Angriff getötet wurde, nahm der
Beitrag keinen Bezug. Die iranische Regierung bestätigte die Berichte über
den Tod des Sicherheitschefs zunächst nicht. (afp)
## Agentur: Geheimdienst nimmt in Iran 55 mutmaßliche Kollaborateure fest
Der Geheimdienst der Revolutionsgarden hat 55 Personen im Süden Irans
festgenommen, denen Zusammenarbeit mit den USA und Israel vorgeworfen wird.
Das meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Tasnim berichtet auch,
das iranische Geheimdienstministerium habe in einer landesweiten Aktion
Hunderte Empfangsgeräte für das US-Satellitennetzwerk Starlink
beschlagnahmen lassen. Mit den Starlink-Terminals lassen sich
Internet-Zensur und Internet-Abschaltungen in Iran umgehen. (rtr)
## Israelischer Armeevertreter: Chef der palästinensischen Al-Kuds-Brigaden
in Iran angegriffen
Die israelische Armee hat nach Angaben eines Militärvertreters in Iran den
Chef des militärischen Flügels der Palästinenserorganisation Islamischer
Dschihad angegriffen. „Gegen Akram al-Adschuri wurde ein Angriff
ausgeführt“, sagte ein israelischer Armeevertreter am Dienstag vor
Journalisten. Der Chef der Al-Kuds-Brigaden habe sich in Iran aufgehalten,
wo er normalerweise lebte. Ein Ergebnis des Angriffs liege bisher noch
nicht vor. Der Islamische Dschihad ist ein von Iran unterstützter
Verbündeter der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas. Die
beiden Gruppierungen waren an dem brutalen Angriff auf Israel am 7. Oktober
2023 beteiligt, der den Krieg im Gazastreifen auslöste. Die
Al-Kuds-Brigaden sind vor allem im Gazastreifen aktiv. (afp)
## Iranischer Botschafter: Chamenei nicht in Russland für medizinische
Behandlung
Der iranische Botschafter in Moskau widerspricht Berichten, das geistliche
Oberhaupt der Islamischen Republik, Modschtaba Chamenei, befinde sich in
Russland zur medizinischen Behandlung. Das berichtet die russische
Nachrichtenagentur Tass. Chamenei war vergangenen Mittwoch bei Angriffen
der USA und Israels leicht verletzt worden. (rtr)
## China kündigt humanitäre Hilfe für Iran an
China hat humanitäre Hilfslieferungen für vom Iran-Krieg betroffene Länder
im Nahen Osten angekündigt – darunter auch für Iran und den Libanon, die
seit Ende Februar von den USA und Israel angegriffen werden. Der Krieg habe
zu einer „schweren humanitären Katastrophe“ geführt, sagte
Außenamtssprecher Lin Jian am Dienstag in Peking. Die Nothilfe soll demnach
an Iran, Jordanien, den Libanon und den Irak gehen. China ist ein enger
Verbündeter Irans und hat die USA und Israel bereits mehrfach zu einem Ende
ihrer Angriffe aufgerufen. Peking werde auch weiterhin „alle Anstrengungen
unternehmen, um den Krieg zu stoppen“, sagte der Sprecher weiter. (afp)
## Polizei untersucht Einschlagsorte im Großraum Tel Aviv
Israelische Polizisten und Bombenexperten untersuchen im Großraum Tel Aviv
die Einschlagsorte von Raketentrümmern. Nach Angaben eines Polizeisprechers
gab es zunächst keine Informationen über Tote oder Verletzte. Die
Bevölkerung wurde aufgerufen, Einschlagstellen fernzubleiben und keine
Trümmerteile zu berühren, die möglicherweise explodieren könnten. Am
Vormittag hatte es bereits zweimal Alarm gegeben, als Iran Raketen in
Richtung Israel startete. (dpa)
## AFP-Reporter: Explosionen nahe Jerusalem zu hören
Nach einem Raketenalarm hat es unweit von Jerusalem am Dienstag mehrere
Detonationen gegeben. Die Explosionen waren zu hören, nachdem im Norden
Israels die Sirenen wegen eines iranischen Angriffs geheult hatten,
berichteten AFP-Reporter. Die israelische Armee meldete, von Iran aus seien
Raketen Richtung Israel abgefeuert worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz,
um die Geschosse abzufangen. (afp)
## Iran: Kein Ende der Blockade der Straße von Hormus vor Ende des Krieges
Die Blockade der Straße von Hormus kann nach Worten des iranischen
Außenministers Abbas Araghtschi nicht unabhängig vom Krieg Israels und der
USA gegen die Islamische Republik aufgehoben werden. Dies habe er
UN-Generalsekretär António Guterres mitgeteilt, schreibt Araghtschi auf
Telegram. Zudem fordert er die internationale Gemeinschaft auf, die
Angriffe auf sein Land zu verurteilen. (rtr)
## Ratingagentur: Krieg stellt für Versicherer nur begrenztes Risiko dar
Der Krieg stellt der Ratingagentur Fitch zufolge derzeit nur ein
begrenztes Risiko für weltweit tätige Versicherungsunternehmen dar. Die
direkten Auswirkungen dürften beherrschbar bleiben, da Verluste durch Krieg
in den meisten Standardpolicen ausgeschlossen seien. Am stärksten gefährdet
seien Spezialversicherer, etwa für Schifffahrt und Luftverkehr. Allerdings
könne ein langanhaltender Konflikt die Gewinne durch Inflation, fallende
Vermögenswerte und vermehrte Zahlungsausfälle schmälern, teilt die Agentur
mit. (rtr)
## Kuwait: Zwei Mitarbeiter von Notaufnahme durch Trümmerteile verletzt
Im Golfstaat Kuwait sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums zwei
Mitarbeiter einer Notaufnahme durch herabfallende Trümmerteile verletzt
worden. Die medizinischen Angestellten seien an ihrem Arbeitsplatz in einer
Notfallambulanz verletzt worden, erklärte das Ministerium am Dienstag. Ihr
Zustand sei stabil. (afp)
## Griechenland gegen bilaterale Abkommen für Straße von Hormus
Griechenland lehnt ein bilaterales Abkommen mit Iran zur freien Fahrt durch
die Straße von Hormus ab. „Wir halten es nicht für optimal, separate
Vereinbarungen zu treffen“, sagt Außenminister George Gerapetritis bei
einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Johann Wadephul in Berlin.
Nötig sei vielmehr eine dauerhafte Friedenslösung unter dem Schirm
internationaler Organisationen wie den Vereinten Nationen. Die griechische
Handelsflotte gehört zu den größten der Welt. (rtr)
## UN warnen vor Massenvertreibungen im Libanon
Die Menschen im Libanon zahlen den Vereinten Nationen zufolge einen hohen
Preis für die Ausweitung des Krieges in ihrem Land. „Die Vertreibung nimmt
unglaublich schnell zu“, sagt der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe,
Imran Riza. Hunderttausende hätten ihre Häuser verlassen, viele nur mit den
Kleidern am Leib. Nach Angaben der Regierung in Beirut ist fast ein Fünftel
der Bevölkerung auf der Flucht. Bei der israelischen Offensive wurden
bislang über 800 Menschen getötet. (rtr)
## Drohnenangriff verursacht Feuer in Öllager in den Emiraten
Ein Drohnenangriff hat einen Brand in einem Öllager in den Vereinigten
Arabischen Emiraten ausgelöst. Das meldete die staatliche
Nachrichtenagentur WAM am Dienstag. Verletzte habe es bei dem Angriff im
Emirat Fudschaira nicht gegeben. Kurz vor dem Bericht über das Feuer hatte
das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate den Luftraum geschlossen und
erklärt, man reagiere auf eine Bedrohung durch Drohnen und Raketen aus
Iran. (ap)
## Militär: Fünf libanesische Soldaten bei Luftangriff verletzt
Bei einem israelischen Luftangriff sollen im Süden des Libanons fünf
libanesische Soldaten verletzt worden sein. Die libanesische Armee teilte
am Dienstag mit, als Israel das Dorf Kfar Sir angegriffen habe, seien die
Männer dort mit einem Auto und einem Motorrad unterwegs gewesen. Sie seien
zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden. (ap)
## Bahrain meldet neue iranische Drohnenangriffe
Bahrain hat weitere Angriffe mutmaßlich iranischer Drohnen gemeldet. Wie
das Verteidigungsministerium des Landes am Dienstag mitteilte, wurden seit
Beginn der US-israelischen Angriffe auf Iran mindestens 129 Raketen und 233
Drohnen gegen Bahrain eingesetzt. Allein seit Montag seien neun Drohnen
abgefeuert worden, hieß es. (ap)
## Insider: Oberhaupt Irans lehnt Vorschlag für Entspannung mit USA ab
Das neue geistliche Oberhaupt Irans, Modschtaba Chamenei, lehnt einem
Insider zufolge Vorschläge zur Entspannung des Verhältnisses mit den USA
ab. Diese Vorschläge seien von zwei Vermittlerstaaten dem iranischen
Außenministerium übermittelt worden. In der ersten außenpolitischen Sitzung
in seiner neuen Funktion habe er eine „sehr harte und ernste“ Haltung in
der Frage der Vergeltung eingenommen, erklärt der Vertreter der iranischen
Regierung weiter. Er lässt offen, ob das geistliche Oberhaupt persönlich
bei der Sitzung anwesend war. Die USA und Israel müssten besiegt werden und
Entschädigungen zahlen, habe Chamenei gefordert. (rtr)
## Iran feuert neue Welle an Raketen auf Israel
Irans Streitkräfte haben eine neue Welle an Raketen auf Ziele in Israel
gefeuert. Darüber berichtete der staatliche iranische Rundfunk. In Israel
wurde Raketenalarm ausgelöst. (dpa)
## Israel: Irans Sicherheitschef Laridschani getötet
Die israelische Armee hat nach Angaben von Verteidigungsminister Israel
Katz den einflussreichen iranischen Sicherheitschef Ali Laridschani
getötet. Laridschani, der Leiter des Obersten Nationalen Sicherheitsrats
Irans, sei in der vergangenen Nacht ebenso wie der Chef der Basidsch-Miliz,
Gholamresa Soleimani, getötet worden, sagte Katz in einer Videobotschaft am
Dienstag. Die Tötung Soleimanis hatte die Armee bereits kurz zuvor
bestätigt. (afp)
## Peking: Nehmen Erläuterung zu Verschiebung von Trumps China-Reise „zur
Kenntnis“
Die chinesische Regierung hat Erläuterungen der US-Regierung zur
Verschiebung der [2][China-Reise von US-Präsident Donald Trump] nach
Angaben eines Sprechers „zur Kenntnis“ genommen. Die USA hätten „falsche
Medienberichte“ über die Gründe für die Verschiebung öffentlich
richtiggestellt und erklärt, „dass der Besuch nichts mit der Frage der
freien Schifffahrt in der Straße von Hormus zu tun hat“, sagte
Außenministeriumssprecher Lin Jian am Dienstag. Trump hatte die Reise am
Montag verschoben und dies mit dem Iran-Krieg begründet. Zuvor hatte er in
einem Interview gesagt, seine Reise könne davon abhängen, ob China
gemeinsam mit anderen Ländern dabei helfe, die für den weltweiten Ölhandel
wichtige Straße von Hormus zu sichern. (afp)
## Israel: Kommandeur der iranischen Basidsch-Einheiten getötet
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben den Kommandeur der
iranischen Basidsch-Einheiten, Brigadegeneral Gholamresa Soleimani, gezielt
getötet. Der Angriff habe sich am Montag in Teheran ereignet, hieß es in
der Mitteilung des Militärs. Aus Iran gab es dafür zunächst keine
Bestätigung. Die Basidsch-Einheiten unter Soleimanis Führung seien für die
blutige Niederschlagung der Proteste in Iran im Januar verantwortlich,
schrieb die israelische Armee. Die Basidsch-e Mostasafin (Mobilisierte der
Unterdrückten) ist eine paramilitärische Einheit in Iran. Gegründet nach
der Islamischen Revolution 1979 und rekrutiert aus jungen Teilen der
Gesellschaft, spielt die Miliz [3][eine zentrale Rolle bei der
Unterdrückung von Protesten im Land]. Die Miliz ist Teil der
Revolutionsgarden, ihr sollen mehrere Hunderttausend systemtreue Anhänger
angehören. (dpa)
## Irakische Öltanker könnten Straße von Hormus passieren
Iran könnte irakischen Tankern nach Angaben der Regierung in Bagdad die
Fahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus ermöglichen. Iraks
Ölminister Hajan Abdul Ghani al-Sauad erklärte der staatlichen Agentur INA
zufolge: „Es besteht Kommunikation mit Iran bezüglich der Genehmigung der
Passage einiger irakischer Öltanker.“ Dem Fernsehsender al-Scharkija sagte
er, seine Regierung habe bereits Signale erhalten, dass einigen Tankern die
Durchfahrt erlaubt werden könnte. (dpa)
## Neue Raketenangriffe aus dem Libanon auf Israels Norden
Aus dem Libanon sind erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert
worden. In mehreren Orten, darunter Kiriat Schmona und Naharija, heulten
erneut die Warnsirenen. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom
gab es zunächst keine Berichte über Verletzte. Die israelische Armee
veröffentlichte unterdessen erneut einen Warnaufruf für Einwohner des
Südlibanons. Sie wurden aufgerufen, sich in Gebiete nördlich des
Saharani-Flusses zu begeben, der etwa 40 Kilometer von der israelischen
Grenze entfernt liegt. (dpa)
## Israel fliegt neue Angriffe auf Ziele in Teheran und Beirut
Die israelische Luftwaffe fliegt nach eigenen Angaben große Wellen neuer
Angriffe auf Ziele in Iran und im Libanon. In der Hauptstadt Teheran werde
Infrastruktur des iranischen „Terrorregimes“ attackiert. Gleichzeitig gebe
es Angriffe auf Einrichtungen der von Iran unterstützten Terrororganisation
Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut, erklärte das Militär auf
der Plattform X. Ein Militärsprecher kündigte am Montagabend an, den
Einsatz von Bodentruppen im Südlibanon auszuweiten. Die Armee mobilisiere
weitere Reservisten, sagte Sprecher Effie Defrin. Gegenwärtig seien bereits
mehr als 100.000 Reservesoldaten an allen Fronten im Einsatz. Im Libanon
besteht die Sorge vor einer großangelegten Bodeninvasion Israels mit
anschließender Besatzung im Süden des Landes.
Iran wiederum griff in der Nacht erneut Ziele in den Vereinigten Arabischen
Emiraten, in Katar und in Saudi-Arabien an. Auch in Israel ertönten wegen
iranischer Angriffe am frühen Morgen mindestens zweimal die Sirenen. Nach
jeweils kurzer Zeit wurde der Raketenalarm wieder aufgehoben und Entwarnung
gegeben. (dpa)
## Iran: Eigene Ölproduktion und Exporte laufen ungestört weiter
Die iranische Ölproduktion und die Exporte laufen nach Angaben aus dem
Parlament in Teheran ohne Unterbrechung weiter. Auch auf der Insel Charg
gehe der Alltag seinen gewohnten Gang, zitiert die halbstaatliche
Nachrichtenagentur Tasnim einen Sprecher des Energieausschusses. Die USA
hatten in der vergangenen Woche militärische Ziele auf der für die
Ölausfuhr wichtigen Insel angegriffen. Der Sprecher droht zudem, jeder
weitere Angriff auf Charg werde zu einer „größeren Demütigung als in der
Straße von Hormus“ führen. Dort blockiert Iran die Durchfahrt von Schiffen,
die er den USA oder Israel zuordnet. (rtr)
## EU-Migrationskommissar: Derzeit keine größere Fluchtbewegung von Iran
nach Europa
Trotz der angespannten Lage in Iran sieht EU-Migrationskommissar Magnus
Brunner aktuell keine größeren Fluchtbewegungen in Richtung Europa.
„Derzeit sehen wir keine Fluchtbewegungen aus dem Iran heraus, innerhalb
des Irans natürlich schon“, sagte Brunner am Dienstag im
ZDF-„Morgenmagazin“. Europa müsse dennoch „immer vorbereitet“ sein und die
Lage „gut im Auge haben“, ergänzte Brunner. Die EU stehe dazu in „sehr
engem Austausch“ mit ihren Partnern in der Region, etwa der Türkei oder
auch Pakistan. Insgesamt sei die EU heute jedoch „besser vorbereitet als
noch vor zehn Jahren“ während der Flüchtlingskrise 2015, sagte Brunner
weiter.
Grund seien unter anderem Reformen im Asylsystem. Bei der geplanten
Umsetzung des neuen gemeinsamen europäischen Asylsystems (Geas) etwa sei
man „auf gutem Weg“, sagte Brunner. Am ersten Tag der Umsetzung werde das
System „nicht perfekt funktionieren“, aber es sei dennoch „ein wichtiger
Schritt. Mit der Geas-Reform wollen die Staaten der Europäischen Union ihre
Asylsysteme vereinheitlichen. Die bislang umfangreichste Reform des
europäischen Asylrechts soll am 12. Juni in Kraft treten. (afp)
## Medien: Israel nimmt iranischen Sicherheitschef ins Visier
Das israelische Militär nimmt Medienberichten zufolge den iranischen
Sicherheitschef Ali Laridschani ins Visier. Es sei zunächst unklar, ob er
bei Angriffen getötet oder verletzt worden sei, berichten israelische
Medien. Eine Stellungnahme Irans liegt bislang nicht vor. (rtr)
## Iran will Spiele bei der Fußball-WM von USA nach Mexiko verlegen
Iran verhandelt wegen des Kriegs in Nahost mit dem Fußballweltverband
Fifa über eine Verlegung seiner Spiele bei der Weltmeisterschaft von den
USA nach Mexiko. Grund seien Sicherheitsbedenken, teilte der Präsident des
iranischen Fußballverbands, Mehdi Tadsch, am Montag mit. Da US-Präsident
Donald Trump ausdrücklich erklärt habe, dass er die Sicherheit der
iranischen Nationalmannschaft nicht gewährleisten könne, „werden wir mit
Sicherheit nicht nach Amerika reisen“, erklärte Tadsch in einem Beitrag der
iranischen Botschaft auf der Online-Plattform X. „Wir verhandeln mit der
Fifa, um die WM-Spiele des Iran in Mexiko auszutragen.“ Eine Stellungnahme
der Fifa lag zunächst nicht vor. (rtr)
## CDU-Politiker hält Bundeswehr-Einsatz in Hormus für sinnvoll
Trotz der klaren Absage der Bundesregierung an [4][die von US-Präsident
Donald Trump geforderte Unterstützung in der Straße von Hormus] geht die
Diskussion über einen möglichen Einsatz der Bundeswehr weiter. Er finde es
„falsch, dass die Bundesregierung diese Möglichkeit frühzeitig
ausschließt“, sagte der CDU-Verteidigungspolitiker Bastian Ernst der Zeit
laut Meldung vom Dienstag. „Wir werden uns nicht am Krieg beteiligen“,
stellte er klar. „Doch die Bundesrepublik, für die der internationale
Seehandel so wichtig ist, sollte einen eigenen Beitrag zur Aufklärung der
Lage in der Straße von Hormus leisten“, sagte Ernst. Er sprach sich für
eine Ausweitung der EU-Marinemission Aspides im Roten Meer aus. In diesem
Rahmen „könnten wir auf Aufklärungskräfte der Bundeswehr zurückgreifen, die
sich bereits in der Region befinden“, argumentierte er. Damit werde nicht
der Trump-Regierung geholfen, sondern ein eigenes Lagebild erstellt. (afp)
## Gasversorgung: Befüllung der Speicher über den Sommer wird zur
Herausforderung
Die Gasversorgung in diesem Winter ist gesichert, aber die Befüllung der
Speicher über den Sommer wird nach Einschätzung der Gasspeicher-Initiative
Ines zur Herausforderung. „Die Schließung der Straße von Hormus führt zwar
nicht unmittelbar zu technischen Einschränkungen für die Gasversorgung
Europas oder für die Befüllung der Speicher in Deutschland“, erklärten die
Experten am Dienstag. Doch wegen der Preissteigerungen „fehlen dem Markt
derzeit jegliche ökonomischen Anreize zur Einspeicherung von Gas in die
Speicher“.
Derzeit sind die deutschen Gasspeicher zu knapp 22 Prozent gefüllt. Laut
Ines reicht dies selbst bei extrem kalten Temperaturen aus, „um die
Gasversorgung bis zum Ende der Heizperiode sicherzustellen“. Der Fokus
verschiebe sich nun auf die Wiederbefüllung für den kommenden Winter, und
dies sei angesichts der derzeitigen Marktlage eine „außergewöhnlich große
Herausforderung“. Derzeit fehlen am Weltmarkt für Flüssigerdgas (LNG) große
Teile der Produktion aus den Golfstaaten. Insbesondere Katar ist einer der
wichtigsten LNG-Produzenten weltweit und kann sein Gas derzeit wegen der
Sperrung der Straße von Hormus durch Iran nicht verschiffen. „Der daraus
resultierende Bieterwettbewerb zwischen Asien und Europa treibt die Preise
nach oben“, erklärte Ines. (afp)
## Ölpreise legen wieder zu
Die Ölpreise sind nach einem Rückgang zu Beginn der Woche wieder gestiegen.
Am Morgen wurden für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur
Lieferung im Mai 103,81 US-Dollar bezahlt und damit etwa dreieinhalb
Prozent mehr als am Vortag. Das Hoch lag vor gut einer Woche bei knapp 120
Dollar. Am Montag war der Preis für Rohöl aus der Nordsee zeitweise bis auf
100 Dollar gesunken. (dpa)
## UN-Organisation: Militärschutz für Tanker keine Dauerlösung
Militärische Eskorten zum Schutz von Tankschiffen in der Straße von Hormus
sind nach Ansicht der Weltschifffahrtsorganisation (IMO) keine nachhaltige
Lösung. „Es verringert das Risiko, aber das Risiko besteht weiterhin“,
sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez der Financial Times. Ein
militärischer Einsatz sei „keine langfristige oder nachhaltige Lösung.“
Dominguez äußerte sich auch besorgt über die Schiffsbesatzungen, die im
Persischen Golf feststecken. „Die Lage ist besorgniserregend, insbesondere
weil Schiffe derzeit nicht in der Lage sind, sich in der Straße von Hormus
oder in der Golfregion frei zu bewegen. Auch der Zugang zu Häfen ist
eingeschränkt, da Hafenanlagen ins Visier genommen werden“, sagte der Chef
der UN-Organisation. Irgendwann würden an Bord auch Vorräte an
Lebensmitteln, Wasser und Treibstoff knapp werden. (dpa)
## Agentur: Iran nimmt zehn Ausländer wegen Spionage fest
In Iran sind einem Medienbericht zufolge zehn Ausländer wegen Spionage
festgenommen worden. Der Geheimdienst der Revolutionsgarde werfe ihnen vor,
Informationen über sensible Standorte gesammelt und operative Einsätze im
Nordosten des Landes vorbereitet zu haben, meldet die halbamtliche
Nachrichtenagentur Tasnim. Zur Staatsangehörigkeit der Festgenommenen
wurden zunächst keine Angaben gemacht. (rtr)
## Drohnenaufnahmen von irakischer Miliz zeigen wohl US-Botschaft
Drohnenaufnahmen der irakischen Miliz Saraja Aulija al-Dam zeigen offenbar
die US-Botschaft in Bagdad – noch bevor diese am Dienstag attackiert wurde.
Die pro-iranische schiitische Gruppe veröffentlichte das Material am
Dienstag. Die am Montag mit einer Drohne aufgenommenen Bilder zeigten, wie
diese über das Gelände schwebte. Details der Anlage, darunter eine
amerikanische Flagge, stimmen mit Satellitenbildern und bekannten Merkmalen
der Botschaft überein. Die US-Botschaft ist eine der am stärksten
gesicherten Einrichtungen des Landes. Es ist die zweite sogenannte
„First-Person-View“-Drohnenaufnahme, die während des Kriegs von Milizen im
Irak veröffentlicht wird. Die erste zeigte einen Angriff auf eine
amerikanische Einrichtung am Flughafen von Bagdad. Die Aufnahmen vom Montag
enden, ohne dass ein Angriff durch die Drohne gezeigt wird. Saraja Aulija
al-Dam hat seit Beginn des Iran-Kriegs mehrere Angriffe für sich
beansprucht.
Am frühen Dienstagmorgen wurde die US-Botschaft in Bagdad von vier Drohnen
ins Visier genommen, wobei die Luftabwehr der Einrichtung die Geschosse
abwehrte, wie zwei Sicherheitsbeamte mitteilten. Dennoch hätten Splitter
die Botschaft getroffen. Separat zielte offenbar ein Luftangriff auf ein
Haus im stark gesicherten Präsidentenkomplex im Bagdader Stadtteil
Al-Dschadrija. Es war unklar, wer den Angriff durchgeführt hat. (ap)
## Libanesische Staatsmedien: Israelische Armee greift drei Vororte von
Beirut an
Die israelische Armee hat nach Angaben der libanesischen staatlichen
Nachrichtenagentur NNA drei südliche Vororte von Beirut angegriffen.
Israelische Kampfflugzeuge hätten Angriffe in den Gebieten Kafaat und Haret
Hreik ausgeführt, berichtete NNA am Dienstagmorgen. Ein israelisches
Kampfflugzeug habe zudem ein Wohngebäude in dem Gebiet Doha Aramun
attackiert. Bei den Angriffen wurde eine Äthiopierin verletzt, wie NNA
unter Berufung auf das libanesische Gesundheitsministerium berichtete. Die
israelische Armee hatte zuvor erklärt, Angriffe auf „Terror-Infrastruktur
der Hisbollah“ auszuführen. (afp)
## Katarisches Verteidigungsministerium meldet Abwehr von Raketenangriff
Die katarischen Streitkräfte haben nach Angaben des
Verteidigungsministeriums in Doha einen Raketenangriff auf das Land
abgewehrt. Der Raketenangriff auf Katar sei „abgefangen“ worden, erklärte
das Ministerium am Dienstagmorgen im Onlinedienst X. Ein Korrespondent der
Nachrichtenagentur AFP in Doha berichtete von mehreren Explosionen in der
katarischen Hauptstadt. In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten kam
es einem AFP-Journalisten zufolge ebenfalls zu mehreren Explosionen. Nach
einer an Mobiltelefone gesendeten Raketenwarnung und einem Aufruf, „sofort
einen sicheren Ort aufzusuchen“, waren demnach drei Explosionen zu hören.
(afp)
## Schah-Sohn gründet Komitee für Wahrheits- und Justizkommission
Der in den USA lebende Sohn des letzten iranischen Schahs hat ein Komitee
zur Einrichtung einer Wahrheits- und Justizkommission in Iran gegründet.
Das Komitee sei „mit der Ausarbeitung der regulatorischen Grundlagen für
eine Übergangsjustiz beauftragt“, erklärte der 65-jährige Reza Pahlavi am
Montag im Onlinedienst X. Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Schirin
Ebadi habe „zugestimmt, dieses Komitee zu leiten“, fügte er hinzu. Neben
der 78-jährigen Ebadi sollen Pahlavi zufolge der Schriftsteller Iradsch
Mesdaghi sowie Leyla Bahmany und Afschin Ellian Teil des Komitees werden.
Sie verträten „vier Generationen iranischer Experten“, erklärte der
Schah-Sohn. (afp)
## USA wollen Revolutionsgarden als Terrorgruppe einstufen lassen
Die US-Regierung hat ihre Diplomaten weltweit angewiesen, bei verbündeten
Staaten auf die Einstufung der iranischen Revolutionsgarden und der
libanesischen Hisbollah als Terrororganisationen zu dringen. In einer
internen Anweisung des US-Außenministeriums vom 16. März, die der
Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, begründet Außenminister Marco Rubio
die Mitteilung mit einem erhöhten Angriffsrisiko durch Iran und seine
Verbündeten. Die US-Diplomaten sollen die Botschaft bis spätestens 20. März
auf „höchstmöglicher Ebene“ überbringen und sich dabei mit israelischen
Kollegen abstimmen. (rtr)
## Vereinigte Arabische Emirate schließen Luftraum
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihren Luftraum geschlossen. Die
Generalbehörde für zivile Luftfahrt teilte am Dienstag mit, die
Entscheidung sei „eine außergewöhnliche Vorsichtsmaßnahme, um die
Sicherheit von Flügen und Flugbesatzungen zu gewährleisten und das
Hoheitsgebiet der Vereinigten Arabischen Emirate zu schützen“. Die Dauer
der Schließung war zunächst unklar. Das Militär erklärte, man reagiere auf
„eingehende Raketen- und Drohnenbedrohungen aus Iran“. Die Maßnahme
erfolgte nach einem iranischen Drohnenangriff am Montag, bei dem ein
Treibstofftank am Dubai International Airport in Brand gesetzt wurde – dem
weltweit verkehrsreichsten Flughafen für internationale Flüge. (ap)
## Demokrat Schumer: Trump bei Iran-Strategie „am Rudern“
Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, hat die
Iran-Strategie von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. Er nahm
Bezug auf die Behauptung Trumps, er habe die ganze Zeit gewusst, dass Iran
im Kriegsfall die Straße von Hormus blockieren könne. „Nun, wenn das
stimmt, dann hat er eine schreckliche Arbeit bei der Vorausplanung
geleistet, um zu verhindern, dass sie als Waffe eingesetzt wird“, sagte der
Senator aus New York in einer Rede im Senat. Trump mache „weiterhin einen
schrecklichen Job dabei, den Schaden einzudämmen, der jetzt entsteht“. Der
Präsident sei „am Rudern“. (ap)
## Hisbollah meldet Angriffe auf israelische Truppen im Südlibanon
Kämpfer der pro-iranischen Hisbollah-Miliz haben eigenen Angaben zufolge
israelische Truppen in dem Dorf Chiam im Südlibanon angegriffen. Die
Ansammlung israelischer Soldaten sei „mit einem Raketenhagel“ ins Visier
genommen worden, erklärte die Hisbollah am Montagabend. Zuletzt hatte die
Miliz wiederholt Angriffe auf israelische Truppen in Chiam gemeldet, dem
ersten Ort, in den die israelische Armee nach Beginn des Krieges vorgerückt
war. (afp)
## Raketenangriff auf US-Botschaft in Bagdad abgewehrt – Hoteldach in Brand
geraten
Die US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist nach Angaben aus
Sicherheitskreisen erneut Ziel eines Raketenangriffs geworden. Die
Luftabwehr habe vier Raketen abgewehrt, sagte ein Vertreter der
Sicherheitskräfte am Montag. Ein Hotel, das wie die Botschaft in der streng
gesicherten „Grünen Zone“ liegt, wurde nach Angaben des irakischen
Innenministeriums von einer Drohne getroffen. Augenzeugen berichteten von
einem Feuer auf dem Dach des Luxushotels, in dem regelmäßig internationale
Treffen stattfinden. Dem Innenministerium zufolge gab es keine Verletzten
und es entstand auch kein größerer Sachschaden. Auf der Straße vor dem
Hotel sah ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP zahlreiche
Sicherheitskräfte, Feuerwehrleute und Rettungswagen. In der „Grünen Zone“
befinden sich neben der US-Botschaft weitere diplomatische Vertretungen
sowie Einrichtungen der irakischen Regierung und internationale
Institutionen. (afp)
## Israels Präsident nennt Iran-Krieg „Wendepunkt“ für den Nahen Osten
Der israelische Präsident Isaac Herzog hat den Iran-Krieg als „historischen
Wendepunkt“ für den gesamten Nahen Osten bezeichnet. „Es kommt ein Moment,
in dem nach endlosen Kriegen, Blutvergießen und Terror während deutlich
mehr als einer Generation die aus Teheran kommende Grundursache blockiert
und beseitigt wird“, sagte Herzog am Montag in einem Interview der
Nachrichtenagentur AFP. Die Richtung, in die sich die gesamte Region
entwickele, werde sich dadurch ändern.
In dem Interview appellierte Herzog auch an die Europäer, Israel in seinem
Kampf gegen die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon zur Seite
zu stehen. Die israelische Armee hatte zuvor einen „gezielten Bodeneinsatz“
gegen Stellungen der Hisbollah-Miliz im Südlibanon bekanntgegeben. „Europa
sollte jegliche Anstrengung (…) unterstützen, die Hisbollah jetzt
auszumerzen“, sagte Herzog. „Sie sollten verstehen, dass man manchmal einen
Krieg gewinnen muss, wenn man etwas erreichen will.“ (afp)
## Irans Außenminister dementiert Kontakt mit US-Sondergesandtem
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat Berichte über Kontakte zum
US-Sondergesandten Steve Witkoff zurückgewiesen. Araghtschi erklärte auf X:
„Mein letzter Kontakt mit Herrn Witkoff fand statt, bevor sein Arbeitgeber
(US-Präsident Donald Trump) beschloss, die diplomatischen Bemühungen durch
einen weiteren illegalen Militärschlag gegen Iran zunichtezumachen.“ Die
nun kursierenden Behauptungen seien darauf angelegt, Ölmarktakteure und die
Öffentlichkeit zu täuschen. Zuvor hatte das Portal „Axios“ unter Berufung
auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle berichtet, dass zwischen
beiden Seiten in den vergangenen Tagen ein direkter Kommunikationskanal
reaktiviert worden sei. Araghtschi soll demnach Textnachrichten geschickt
haben, in denen es um Wege zur Beendigung des Kriegs ging. (dpa)
## Meloni zeigt sich zurückhaltend zu Einsatz in Straße von Hormus
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat sich zurückhaltend zu einer
militärischen Beteiligung am Schutz von Öltankern in der umkämpften Straße
von Hormus geäußert. Die Freiheit der Schifffahrt in der Meerenge zwischen
Iran und der Arabischen Halbinsel sei zwar von grundlegender Bedeutung,
sagte Meloni im italienischen Fernsehen. Ein Eingreifen bedeute aber
objektiv, einen Schritt in Richtung einer stärkeren Beteiligung in dem
Krieg zu machen. Meloni plädierte für eine Ausweitung der EU-Operation
„Aspides“. Diese war bereits 2024 für den Schutz der Handelsschifffahrt
durchs Rote Meer und den Golf von Aden gestartet worden. Die rechte
Regierungschefin bekräftigte zuletzt mehrfach, dass ihr Land nicht in den
Konflikt eintreten und sich nicht am Krieg beteiligen werde. (dpa)
## Deutschland und weitere Länder warnen vor Bodenoffensive im Libanon
Mehrere Staaten, darunter Deutschland, haben Israel davor gewarnt, im
Konflikt mit der proiranischen Hisbollah-Miliz eine großangelegte
Bodenoffensive im Libanon zu starten. „Eine signifikante israelische
Bodenoffensive hätte verheerende humanitäre Folgen und könnte zu einem
langwierigen Konflikt führen“, teilten die Staats- und Regierungschefs
Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Kanadas und des Vereinigten
Königreichs in einer Erklärung mit. „Dies gilt es abzuwenden. Die
humanitäre Lage im Libanon einschließlich der anhaltenden Massenvertreibung
ist bereits äußerst alarmierend.“
Die Staats- und Regierungschefs verurteilten in der Erklärung die
Entscheidung der Hisbollah, sich Irans Angriffen auf Israel anzuschließen.
„Die Angriffe der Hisbollah auf Israel und ihre gezielten Angriffe auf die
Zivilbevölkerung müssen aufhören, die Hisbollah muss ihre Waffen
niederlegen.“ Man sei zutiefst besorgt über die eskalierende Gewalt im
Libanon und rufe Israel und den Libanon zu konstruktiven Bemühungen um eine
nachhaltige politische Lösung auf, hieß es in der Erklärung weiter. „Wir
stehen solidarisch an der Seite der Regierung und Bevölkerung Libanons, die
gegen ihren Willen in den Konflikt hineingezogen wurden.“ (dpa)
## Trump: Israel würde niemals Atomwaffen gegen Iran einsetzen
Israel ist seit langem als regionale Atommacht bekannt – hat den Besitz von
Nuklearwaffen aber nie offiziell zugegeben. Nun hat US-Präsident Donald
Trump auf eine Reporterfrage eine Antwort gegeben, die aufhorchen lässt.
Könnte Israel den Einsatz einer Atomwaffe in Erwägung ziehen? „Israel würde
so etwas niemals tun“, sagte Trump in Washington auf eine Frage eines
Journalisten. Der hatte den Präsidenten mit einer Äußerung von Trumps
KI-Beauftragten David Sacks konfrontiert. Sacks hatte in einem Podcast vor
dem Szenario gewarnt, dass Israel im Krieg erheblich zerstört werden
könnte.
Zudem sagte Sacks: „Man muss befürchten, dass Israel den Krieg eskalieren
lässt, indem es den Einsatz einer Atomwaffe in Erwägung zieht.“ Der
Reporter fragte Trump, ob Sacks diese Einschätzung mit ihm geteilt habe.
Daraufhin gab Trump seine Antwort. Israel verfolgt seit Jahren eine Politik
der bewussten Zweideutigkeit, um Konfrontationen über sein Atomprogramm aus
dem Weg zu gehen. Israelische Spitzenpolitiker haben mehrfach betont,
Israel werde „nicht als erstes Land im Nahen Osten Atomwaffen einführen“.
Nach Schätzungen des Friedensforschungsinstituts Sipri verfügt Israel über
90 nukleare Sprengköpfe. (dpa)
## Rund 200 US-Soldaten in sieben Ländern im Iran-Krieg verwundet
Im Iran-Krieg sind nach Angaben der US-Armee bisher rund 200 Soldatinnen
und Soldaten verwundet worden. Es habe zehn Schwerverletzte gegeben, teilte
der Sprecher für das Nahost-Kommando Centcom, Tim Hawkins, am Montag mit.
Der Großteil der Verletzungen sei aber leicht gewesen. Mehr als 180
Soldaten hätten den Dienst bereits wieder aufgenommen. Die Einsatzkräfte
seien in sieben Ländern der Region verletzt worden, sagte Hawkins weiter.
Dabei handele es sich um Bahrain, den Irak, Israel, Jordanien, Kuwait,
Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Nach vorherigen
Angaben kamen im Iran-Krieg zudem 13 Soldatinnen und Soldaten ums Leben.
(afp)
## Irans Parlamentssprecher: Sind auf langen Krieg vorbereitet
Iran sieht sich nach Angaben von Parlamentssprecher Mohammed Bagher
Ghalibaf auf einen langen Krieg vorbereitet. Ghalibaf sagte der arabischen
Tageszeitung al-Arabi al-Dschadid, aus Erfahrung früherer Kriege seien die
notwendigen Maßnahmen getroffen worden. „Wir verfügen über ausreichende
Bestände an Raketen und Drohnen, und da diese Technologie im Inland
entwickelt wurde, sind wir in der Lage, sie mit höherer Geschwindigkeit und
zu wesentlich geringeren Kosten zu produzieren als der Feind seine
Abfangraketen“, sagte Ghalibaf. Ein Waffenstillstand müsse garantieren,
dass der Krieg nicht wieder aufflamme, so der Parlamentssprecher. Iran
werde weiterkämpfen, „bis der Feind seine Aggression bereut“ und stabile
politische und sicherheitspolitische Bedingungen geschaffen seien. (dpa)
17 Mar 2026
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