# taz.de -- Nachrichten im Iran-Krieg: Chef der US-Terrorabwehr tritt wegen Iran-Krieg zurück
       
       > Iran sei keine unmittelbare Bedrohung für die USA, kritisiert der Leiter
       > des US-Terrorabwehrzentrums, Joseph Kent. Trump verärgert über
       > ausbleibende Nato-Hilfe.
       
 (IMG) Bild: Aus Protest gegen die anhaltenden US-Angriffe auf den Iran ist der Chef der US-Terrorismusbekämpfung, Joseph Kent, zurückgetreten
       
       ## UN: In einem Jahr über 36.000 Palästinenser im Westjordanland vertrieben
       
       Über 36.000 Palästinenser ‌sind im besetzten Westjordanland nach UN-Angaben
       innerhalb eines Jahres aus ihren Häusern und ‌Wohnungen vertrieben worden.
       Ursache seien die Ausweitung jüdischer Siedlungen und die damit verbundene
       Gewalt, teilt das UN-Menschenrechtsbüro mit. Die Gewalt durch Siedler
       erfolge oft koordiniert und werde von israelischen Behörden teils
       ermöglicht. Das Ausmaß der Vertreibung lege eine gezielte Politik nahe, die
       einer „ethnischen Säuberung“ gleichkommen könne, heißt es weiter. (rtr)
       
       ## Drei libanesische Soldaten bei israelischem Luftangriff getötet
       
       Bei einem ‌israelischen Luftangriff im Südlibanon sind nach Angaben der
       libanesischen Armee in ‌der Stadt Nabatijeh drei Soldaten ums Leben
       gekommen. Sie seien mit einem Auto und einem Motorrad unterwegs gewesen,
       teilt das Militär auf X mit. Zwei weitere Soldaten seien verletzt worden.
       Die israelische Armee erklärt, der Vorfall werde geprüft. Man gehe gegen
       die Hisbollah vor und nicht gegen die libanesischen Streitkräfte. (rtr)
       
       ## Hisbollah-Miliz: Wir haben keine Mitglieder in Kuwait
       
       Die libanesische Hisbollah-Miliz hat bestritten, Mitglieder im Golfstaat
       Kuwait zu haben. Entsprechende Anschuldigungen der kuwaitischen Behörden
       seien „gegenstandslos“, erklärte die vom Iran unterstützte Gruppe am
       Dienstag. „Es gibt keine Hisbollah-Zellen, -Mitglieder oder -Netzwerke in
       Kuwait.“ Am Montag hatte das kuwaitische Innenministerium die Festnahme von
       14 einheimischen und zwei libanesischen Staatsbürgern bekanntgegeben, die
       den Angaben zufolge der Hisbollah angehören. Die „Terrorgruppe“ habe
       versucht, Kuwait zu destabilisieren und Mitglieder zu rekrutieren. Demnach
       wurden bei den Festgenommenen Waffen und Drohnen gefunden. (afp)
       
       ## Libanon: Zahl der Toten durch israelische Angriffe auf über 900
       gestiegen
       
       Die ‌Zahl der Toten seit Beginn der israelischen Offensive im Libanon am
       ‌2. März ist auf über 900 gestiegen. Das teilt das Gesundheitsministerium
       in Beirut mit. (rtr)
       
       ## Iranische Behörden rufen zu landesweiten Kundgebungen für die Regierung
       auf
       
       Die Behörden im Iran haben die Menschen inmitten des Krieges aufgerufen, am
       Dienstag landesweit zu Kundgebungen für die Regierung auf die Straßen zu
       gehen. Die in iranischen Medien verbreitete Botschaft forderte die Menschen
       auf, sich ab 17.00 Uhr (Ortszeit, 14.30 Uhr MEZ) religiösen Gruppen „auf
       den Plätzen aller Städte des Landes“ anzuschließen. Der Aufruf erfolgte
       kurz vor dem persischen Neujahrsfest. In dem Aufruf hieß es, es sei eine
       Kundgebung zur „Neutralisierung potenzieller Komplotte des zionistischen
       Feindes“ geplant, womit Israel gemeint ist. Israel hatte zuvor erklärt, den
       mächtigen iranischen Sicherheitschef Ali Laridschani bei einem Angriff
       getötet zu haben. Aus Teheran gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Der
       Aufruf erfolgte zudem kurz vor dem als Tschaharschandbe Suri bezeichneten
       Feuerfest, das vor dem am Freitag stattfindenden Neujahrsfest begangen
       wird. (afp)
       
       ## Kanada lehnt Beteiligung an Militäroffensive gegen Iran ab
       
       Kanada wird sich nach Angaben von Außenministerin Anita Anand an keiner
       Militäroffensive gegen Teheran beteiligen. Ihr Land sei vorab nicht über
       die Angriffe der USA und Israels gegen den Iran informiert worden, die den
       Krieg im Nahen Osten ausgelöst haben, sagte Anand am Dienstag der
       Nachrichtenagentur AP in einem Telefoninterview vor einem Gespräch mit
       ihrem türkischen Kollegen Hakan Fidan in Ankara. Für Kanada hätten eine
       Deeskalation des Konflikts und der Schutz von Zivilisten Priorität. Der
       kanadische Premierminister Mark Carney hatte zunächst die Angriffe gegen
       den Iran gutgeheißen, äußerte aber später sein Bedauern. Die Angriffe
       stünden für den Zerfall der Weltordnung, sagte er. (ap)
       
       ## Israels Armeesprecher: Greifen Hisbollah mit Entschlossenheit an
       
       Der israelische Militärsprecher Effie Defrin hat angesichts erwarteter
       Raketenangriffe durch die proiranische Hisbollah-Miliz die Bevölkerung zur
       Ruhe aufgerufen. „Der Feind versucht, Angst und Panik zu verbreiten. Es ist
       wichtig, dass Sie Ruhe bewahren“, sagte er in einer Videobotschaft. Das
       israelische Militär beobachte die Hisbollah und alle ihre Kommandeure „von
       Beirut bis zum Südlibanon“, betonte Defrin. „Wir greifen die Hisbollah in
       diesem Moment mit voller Entschlossenheit an.“ Kurz zuvor hatte das
       israelische Militär berichtet, dass seinen Erkenntnissen zufolge die
       Hisbollah umfangreiche Vorbereitungen für Raketenangriffe gegen Israel in
       den kommenden Stunden getroffen habe. Nach Militärangaben wurden daraufhin
       Hisbollah-Ziele an drei Standorten im Libanon angegriffen. (dpa)
       
       ## Trump über Absage von Nato-Partnern verärgert
       
       US-Präsident ‌Donald Trump kritisiert die Nato-Verbündeten für ihre
       Weigerung, sich am ‌Krieg gegen den Iran zu beteiligen. Die meisten Partner
       hätten ihm mitgeteilt, dass sie nicht in den Konflikt verwickelt werden
       wollten, teilt Trump auf der Plattform Truth Social mit. Dies überrasche
       ihn nicht, da er die Allianz schon immer als „Einbahnstraße“ betrachtet
       habe. Er betont, die USA hätten Milliarden Dollar zur Verteifdigung der
       Nato-Verbündeten ausgegeben. Die USA benötigten ihre Hilfe jedoch nicht, da
       sie die iranische Marine, Luftwaffe und Führungsebene bereits ausgeschaltet
       hätten. Dies gelte auch für Verbündete wie Japan, Australien und Südkorea.
       (rtr)
       
       ## Netanjahu: Israel will Iranern beim Sturz ihrer Regierung helfen
       
       Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die von Israel
       gemeldete Tötung zweier ranghoher iranischer Vertreter als Versuch
       dargestellt, der iranischen Bevölkerung beim Sturz ihrer Regierung zu
       helfen. Die Angriffe hätten das Ziel gehabt, die iranische Regierung zu
       schwächen, teilte Netanjahu am Dienstag in einer Stellungnahme mit. „Wir
       untergraben dieses Regime, um den Iranern die Gelegenheit zu geben, es zu
       entfernen. Das wird nicht schnell oder einfach passieren, doch wenn wir
       hartnäckig bleiben, werden sie die Chance haben, ihr Schicksal selbst in
       die Hand zu nehmen“, teilte er mit. (ap)
       
       ## Macron: Frankreich beteiligt sich nicht an Öffnung der Straße von Hormus
       
       ‌Frankreich wird sich Präsident Emmanuel Macron zufolge in der aktuellen
       Lage ‌keinesfalls an militärischen Einsätzen zur Öffnung der Straße von
       Hormus beteiligen. „Wir sind keine Konfliktpartei“, sagt Macron zu Beginn
       einer Kabinettssitzung. Paris arbeite jedoch weiter an der Vorbereitung
       einer Koalition, die nach dem Ende der Feindseligkeiten die Freiheit der
       Schifffahrt gewährleisten soll. (rtr)
       
       ## Estland lehnt Einsatz in Straße von Hormus nicht ab
       
       Anders als andere Nato-Staaten schließt Estland eine militärische
       Beteiligung zum Schutz von Schiffen in der umkämpften Straße von Hormus
       nicht kategorisch aus. Estland sei bereit, über einen möglichen Beitrag zur
       US-Mission zu sprechen, sollte Washington offiziell darum bitten, sagte
       Außenminister Margus Tsahkna einem Rundfunkbericht zufolge. Was das
       baltische EU- und Nato-Land leisten könnte, blieb zunächst allerdings
       unklar. (dpa)
       
       ## Protest gegen Krieg: Leiter von US-Anti-Terror-Behörde tritt zurück
       
       Der Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung der USA, Joe
       Kent, ist aus Protest gegen den Iran-Krieg zurückgetreten. Er könne nicht
       guten Gewissens die Kriegsführung der Regierung von Präsident Donald Trump
       im Nahen Osten unterstützen, schrieb Kent am Dienstag Kent [1][in einem auf
       der Plattform X veröffentlichten Brief an Präsident Donald Trump]. „Der
       Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unser Land dar, und es ist
       offensichtlich, dass wir diesen Krieg aufgrund des Drucks seitens Israels
       und seiner einflussreichen amerikanischen Lobby begonnen haben.“ Das Weiße
       Haus äußerte sich zunächst nicht.
       
       Kent war früher beim Militär und arbeitete für den Geheimdienst CIA, bevor
       er zweimal erfolglos für den Kongress im Bundesstaat Washington
       kandidierte. Er hat enge Verbindungen in rechtsextreme Kreise. Unter
       anderem arbeitete er mit Mitgliedern der Gruppen Proud Boys und Patriot
       Prayer zusammen. Seine Benennung zum Leiter der Behörde, die terroristische
       Bedrohungen entdecken und analysieren soll, stieß bei den oppositionellen
       Demokraten deshalb auf großen Widerstand. Während einer Anhörung im Senat,
       in der es um seine Bestätigung als Leiter der Anti-Terror-Behörde ging,
       weigerte er sich auch, sich von Verschwörungstheorien zu distanzieren,
       wonach Bundesagenten den Sturm von Trump-Anhängern auf das Kapitol
       angezettelt haben sollen. (ap)
       
       ## Netanjahu: Iraner können nach Tötung Laridschanis „ihr Schicksal in die
       eigene Hand nehmen“
       
       Nach der von Israels Regierung bekannt gegebenen Tötung des mächtigen
       iranischen Sicherheitschefs Ali Laridschani sieht der israelische
       Ministerpräsident Benjamin Netanjahu für die Iraner die Chance gegeben,
       „ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen“. In einem von seinem Büro
       verbreiteten Video erklärte Netanjahu am Dienstag, Laridschani sei der Chef
       der Revolutionsgarden gewesen, „jener Verbrecherbande, die den Iran in
       Wirklichkeit regiert“. „Wir erschüttern dieses Regime in der Hoffnung, dem
       iranischen Volk die Chance zu geben, es loszuwerden“, fügte Netanjahu
       hinzu. (afp)
       
       ## Insider: Macquarie zieht sich wegen Iran-Kriegs aus Kuwait-Deal zurück
       
       Der ‌australische Infrastrukturinvestor Macquarie ‌hat sich Insidern
       zufolge wegen des Iran-Kriegs aus dem milliardenschweren Bieterverfahren
       für eine Beteiligung am kuwaitischen Ölpipeline-Netz zurückgezogen. Das
       Geschäft hat ein Volumen von bis zu sieben Milliarden Dollar. Macquarie
       habe die Kuwait Petroleum Corporation (KPC) am Freitag über den Ausstieg
       informiert, sagten zwei mit der ‌Angelegenheit vertraute Personen am Montag
       der Nachrichtenagentur Reuters. Als Grund seien der Konflikt und die
       unsicheren Aussichten genannt worden. (rtr)
       
       ## Roter Halbmond: Tote bei israelischem Luftangriff im Gazastreifen
       
       Bei einem israelischen Luftangriff auf den Gazastreifen sind nach Angaben
       des Roten Halbmonds zwei Palästinenser getötet und zwölf weitere verletzt
       worden. Bei dem Angriff am Dienstag sei ein Fahrzeug im Zeltlager Al-Mawasi
       getroffen worden, teilte der Rote Halbmond mit. Die Verletzten seien in
       eine Klinik in Chan Junis gebracht worden, die von der Hilfsorganisation
       betrieben werde. Vom israelischen Militär lag zunächst keine Stellungnahme
       vor. Die Luftwaffe des Landes flog gleichzeitig auch Angriffe auf den Iran
       und die Hisbollah-Miliz im Libanon. (ap)
       
       ## Drohnenangriff verursacht Feuer in Öllager in den Emiraten
       
       Ein Drohnenangriff hat einen Brand in einem Öllager in den Vereinigten
       Arabischen Emiraten ausgelöst. Das meldete die staatliche
       Nachrichtenagentur WAM am Dienstag. Verletzte habe es bei dem Angriff im
       Emirat Fudschaira nicht gegeben. Das Öllager war schon in der Vergangenheit
       mehrfach Ziel iranischer Angriffe gewesen. Vor der Küste Fudschairas seien
       Trümmerteile vermutlich von einer abgeschossenen iranischen Rakete auf
       einen Tanker gestürzt, berichtete die Seehandelsaufsicht der britischen
       Marine. Das Schiff sei geringfügig beschädigt worden, die Besatzung sei
       wohlauf. Nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate wurde das Land am
       Dienstag vom Iran mit mindestens zehn Raketen und 45 Drohnen angegriffen.
       Zwischenzeitlich wurde auch der Luftraum über den Emiraten geschlossen.
       (ap)
       
       ## WFP: Iran-Krieg bedroht Versorgung von Millionen
       
       Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen warnt vor
       weltweiten Auswirkungen bei der humanitären Versorgung, wenn der Krieg der
       USA und Israels gegen den Iran lange anhält. „Für Millionen von Menschen,
       die bereits am Abgrund stehen, könnte das eine Katastrophe bedeuten“, sagte
       Carl Skau, der stellvertretende WFP-Exekutivdirektor. Wenn die Kämpfe bis
       Sommer weitergehen, könnten zusätzlich 45 Millionen Menschen in
       Hungersituationen geraten, geht aus einer WFP-Analyse hervor. Dies wäre
       zusätzlich zu den 318 Millionen, die durch Konflikte oder Klimaschocks
       bereits von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sind. Nach der
       UN-Definition betrifft dies Menschen, die so wenig zu essen organisieren
       können, dass ihr Leben oder ihre Existenzgrundlage unmittelbar bedroht ist.
       (dpa)
       
       ## UN: Israelische Angriffe im Libanon könnten Kriegsverbrechen sein
       
       Das ‌UN-Menschenrechtsbüro kritisiert die israelischen ‌Luftangriffe im
       Libanon und spricht in diesem Zusammenhang von möglichen Kriegsverbrechen.
       Die Angriffe hätten ganze Wohngebäude in dicht besiedelten Gebieten
       zerstört, sagte Sprecher Thameen Al-Kheetan am Dienstag in Genf. Oft seien
       dabei mehrere Mitglieder derselben Familie getötet worden, darunter Frauen
       und Kinder. „Das Völkerrecht besagt eindeutig, dass der vorsätzliche
       Angriff auf Zivilisten oder zivile Objekte ein Kriegsverbrechen darstellt“,
       ‌betonte er. Das Büro forderte eine Untersuchung der Angriffe auf Zelte von
       Vertriebenen an der Küste von Beirut sowie auf ein Gesundheitszentrum in
       der Stadt Bint Dschubail. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs zu
       den Vorwürfen lag zunächst nicht vor. (rtr)
       
       ## Rotes Kreuz beklagt großes Leid für Zivilisten im Iran-Krieg
       
       Das Rote Kreuz hat auf die schwerwiegenden Folgen der US-israelischen
       Angriffe auf den Iran für die Zivilbevölkerung des Landes hingewiesen. „Die
       hohen Opferzahlen sind alarmierend“, sagte Vincent Cassard, Leiter der
       Delegation des Roten Kreuzes im Iran, am Dienstag. „Das tägliche Leben in
       Teheran ist tiefgreifend beeinträchtigt.“ Er erklärte, Schäden an Schulen
       und Krankenhäusern sowie an Einrichtungen des Iranischen Roten Halbmonds
       zeigten den hohen Preis, den die Zivilbevölkerung infolge der Kämpfe zahle.
       (ap)
       
       ## Kreise: Chef der iranischen Basidsch-Truppen in Zelt getötet
       
       Der Kommandeur der iranischen Basidsch-Milizen ist nach Angaben aus
       israelischen Militärkreisen bei einem Luftangriff auf ein Zelt getötet
       worden. Dort habe die Führung der Freiwilligenmiliz, die im Iran immer
       wieder für die Niederschlagung von Protesten eingesetzt wurde, ein
       behelfsmäßiges Kommandozentrum eingerichtet, weil sie ihre regulären
       Stützpunkte als nicht mehr sicher erachtet habe, sagte ein Militärvertreter
       am Dienstag der Nachrichtenagentur AP. Neben Milizenchef Gholamresa
       Soleimani seien bei dem Angriff in der Nacht auch weitere
       Basidsch-Kommandeure getötet worden. (ap)
       
       ## USA suchen wegen Krieg in Nahost nach alternativen
       Düngemittel-Lieferanten
       
       ‌Die US-Regierung ‌sucht angesichts von Versorgungsengpässen wegen des
       Iran-Kriegs nach Alternativen zu den Düngemittel-Lieferanten aus der
       Golf-Region. Dabei hat sie Venezuela und Marokko im Blick, wie der
       Wirtschaftsberater des US-Präsidialamts, Kevin Hassett, am Dienstag
       mitteilte. „Wir haben Venezuela Lizenzen erteilt, damit es ‌mehr Dünger
       produzieren kann. Zudem haben wir Gespräche mit Marokko geführt“, sagte
       Hassett dem Sender CNBC. Dies sei eine Absicherung für die US-Landwirte
       gegen Lieferausfälle. „Ich sage nicht, dass wir die bisherigen Störungen
       beseitigen können, aber wir können sie minimieren“, so Hassett. (rtr)
       
       ## Indien dementiert Bericht über Tauschgeschäft mit Iran
       
       Indien dementiert Verhandlungen mit dem Iran über die Freigabe ‌von drei
       festgesetzten Tankern. Es gebe keine Gespräche darüber, den Iranern die
       Schiffe im Gegenzug für sicheres Geleit indischer Frachter durch die Straße
       von Hormus zu überlassen, teilt das Außenministerium in Neu-Delhi mit. Ein
       Sprecher bezeichnet einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur
       Reuters als unbegründet. Die indische Marine hatte im Februar drei unter
       US-Sanktionen stehende Öl-Tanker nahe indischen Hoheitsgewässern gestoppt.
       Den Betreibern warf Indien vor, auf hoher See illegalerweise Öl auf nicht
       sanktionierte Schiffe umzuladen. Reuters hatte am Montag unter Berufung auf
       Insider gemeldet, Teheran wolle die beschlagnahmten Tanker freibekommen.
       (rtr)
       
       ## Polen will keine Soldaten in den Iran schicken
       
       Polens Regierung will keine Truppen in den Iran entsenden. „Das gilt sowohl
       für unsere Land-, Luft- als auch für unsere Seestreitkräfte, die sich noch
       im Aufbau befinden“, sagte Ministerpräsident Donald Tusk. Sein Land habe im
       Rahmen der Nato andere Aufgaben, und der Konflikt im Nahen Osten betreffe
       nicht unmittelbar Polens Sicherheit. „Und unsere Verbündeten, auch die
       Amerikaner, verstehen das.“ Das EU- und Nato-Mitglied Polen ist einer der
       wichtigsten politischen und militärischen Verbündeten der von Russland
       angegriffenen Ukraine. Es fühlt sich auch selbst von Moskau bedroht und
       rüstet massiv auf. Bereits am Montag hatte Polens Außenminister Radoslaw
       Sikorski der Forderung von US-Präsident Donald Trump eine Absage erteilt,
       Nato-Staaten sollten Kriegsschiffe für die Öffnung der Straße von Hormus
       entsenden. Polen habe keinerlei Pläne, sich an einer solchen Mission zu
       beteiligen, sagte Sikorski. (dpa)
       
       ## Wadephul drängt auf Ende des Iran-Krieges und „gemeinsame Wege aus der
       Eskalation“
       
       Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat auf ein Ende des Iran-Krieges
       und „gemeinsame Wege aus der Eskalation“ gedrängt. „Dieser Krieg muss bald
       ein Ende finden“, sagte Wadephul am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit
       dem griechischen Außenminister Giorgos Gerapetritis in Berlin. „Wir müssen
       gemeinsam Wege aus der Eskalation finden und erste Schritte hin zu einer
       diplomatischen Lösung vorbereiten“, fügte er hinzu.
       
       Wadephul bekräftige, dass Deutschland nicht an einer militärischen
       Sicherung der Straße von Hormus teilnehmen werde, die eine wichtige
       Wasserstraße für Öl-, Gas- und andere Transporte ist. Wadephul hob hervor,
       dass etwa auch Düngemittel darüber exportiert würden: „Stocken diese
       Transporte, hat das verheerende Auswirkungen auf die Nahrungssicherheit
       weltweit.“
       
       Zugleich verwies Wadephul auf die Bereitschaft der Bundesregierung, „in
       einer Nachkriegsordnung“ Verantwortung zu übernehmen, etwa um die
       Seeschifffahrt im Roten Meer weiter zu sichern. „Aber die Bundesregierung
       hat für die aktuelle militärische Auseinandersetzung gesagt, dass sie daran
       nicht teilnimmt“, betonte er. Das habe auch Bundeskanzler Friedrich Merz
       (CDU) am Montagabend noch einmal unterstrichen. (afp)
       
       ## US-Wirtschaftsberater: Verkehr durch Straße von Hormus wird aufgenommen
       
       Nach Angaben des Wirtschaftsberaters ‌der US-Regierung, Kevin Hassett,
       werden die Durchfahrten durch die Straße von Hormus wieder aufgenommen.
       Erste Öltanker begännen, die Meerenge zu passieren, sagt er dem US-Sender
       CNBC. Er bekräftigt die Einschätzung von US-Präsident Donald Trump, der
       Krieg werde Wochen und nicht Monate andauern. Zudem zeigt er sich
       überzeugt, dass der Krieg die US-Wirtschaft nicht beeinträchtigen wird.
       (rtr)
       
       ## Nach Bericht über seine Tötung: Beitrag von Laridschani auf
       Online-Profilen veröffentlicht
       
       Kurz nachdem die israelische Regierung seinen Tod bei einem Angriff in Iran
       verkündet hat, ist auf den Online-Accounts des mächtigen iranischen
       Sicherheitschefs Ali Laridschani eine handschriftliche Mitteilung von ihm
       veröffentlicht worden. In dem am Dienstag in den Onlinediensten X und
       Telegram veröffentlichten und undatierten Beitrag reagiert Laridschani auf
       den Tod von 84 Marinesoldaten, die Anfang des Monats beim Angriff eines
       US-U-Boots im Indischen Ozean getötet worden waren. Auf die Angaben des
       israelischen Verteidigungsministers Israel Katz, wonach Laridschani in der
       Nacht zum Dienstag bei einem israelischen Angriff getötet wurde, nahm der
       Beitrag keinen Bezug. Die iranische Regierung bestätigte die Berichte über
       den Tod des Sicherheitschefs zunächst nicht. (afp)
       
       ## Agentur: Geheimdienst nimmt in Iran 55 mutmaßliche Kollaborateure fest
       
       Der Geheimdienst der ‌Revolutionsgarden hat 55 Personen im Süden Irans
       festgenommen, denen Zusammenarbeit mit den USA und Israel vorgeworfen wird.
       Das meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Tasnim berichtet auch,
       das iranische Geheimdienstministerium habe in einer landesweiten Aktion
       Hunderte Empfangsgeräte für das US-Satellitennetzwerk Starlink
       beschlagnahmen lassen. Mit den Starlink-Terminals lassen sich
       Internet-Zensur und Internet-Abschaltungen in Iran umgehen. (rtr)
       
       ## Israelischer Armeevertreter: Chef der palästinensischen Al-Kuds-Brigaden
       in Iran angegriffen
       
       Die israelische Armee hat nach Angaben eines Militärvertreters in Iran den
       Chef des militärischen Flügels der Palästinenserorganisation Islamischer
       Dschihad angegriffen. „Gegen Akram al-Adschuri wurde ein Angriff
       ausgeführt“, sagte ein israelischer Armeevertreter am Dienstag vor
       Journalisten. Der Chef der Al-Kuds-Brigaden habe sich in Iran aufgehalten,
       wo er normalerweise lebte. Ein Ergebnis des Angriffs liege bisher noch
       nicht vor. Der Islamische Dschihad ist ein von Iran unterstützter
       Verbündeter der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas. Die
       beiden Gruppierungen waren an dem brutalen Angriff auf Israel am 7. Oktober
       2023 beteiligt, der den Krieg im Gazastreifen auslöste. Die
       Al-Kuds-Brigaden sind vor allem im Gazastreifen aktiv. (afp)
       
       ## Iranischer Botschafter: Chamenei nicht in Russland für medizinische
       Behandlung
       
       Der iranische ‌Botschafter in Moskau widerspricht Berichten, das geistliche
       Oberhaupt der Islamischen Republik, Modschtaba Chamenei, befinde sich in
       Russland zur medizinischen Behandlung. Das berichtet die russische
       Nachrichtenagentur Tass. Chamenei war vergangenen Mittwoch bei Angriffen
       der USA und Israels leicht verletzt worden. (rtr)
       
       ## China kündigt humanitäre Hilfe für Iran an
       
       China hat humanitäre Hilfslieferungen für vom Iran-Krieg betroffene Länder
       im Nahen Osten angekündigt – darunter auch für Iran und den Libanon, die
       seit Ende Februar von den USA und Israel angegriffen werden. Der Krieg habe
       zu einer „schweren humanitären Katastrophe“ geführt, sagte
       Außenamtssprecher Lin Jian am Dienstag in Peking. Die Nothilfe soll demnach
       an Iran, Jordanien, den Libanon und den Irak gehen. China ist ein enger
       Verbündeter Irans und hat die USA und Israel bereits mehrfach zu einem Ende
       ihrer Angriffe aufgerufen. Peking werde auch weiterhin „alle Anstrengungen
       unternehmen, um den Krieg zu stoppen“, sagte der Sprecher weiter. (afp)
       
       ## Polizei untersucht Einschlagsorte im Großraum Tel Aviv
       
       Israelische Polizisten und Bombenexperten untersuchen im Großraum Tel Aviv
       die Einschlagsorte von Raketentrümmern. Nach Angaben eines Polizeisprechers
       gab es zunächst keine Informationen über Tote oder Verletzte. Die
       Bevölkerung wurde aufgerufen, Einschlagstellen fernzubleiben und keine
       Trümmerteile zu berühren, die möglicherweise explodieren könnten. Am
       Vormittag hatte es bereits zweimal Alarm gegeben, als Iran Raketen in
       Richtung Israel startete. (dpa)
       
       ## AFP-Reporter: Explosionen nahe Jerusalem zu hören
       
       Nach einem Raketenalarm hat es unweit von Jerusalem am Dienstag mehrere
       Detonationen gegeben. Die Explosionen waren zu hören, nachdem im Norden
       Israels die Sirenen wegen eines iranischen Angriffs geheult hatten,
       berichteten AFP-Reporter. Die israelische Armee meldete, von Iran aus seien
       Raketen Richtung Israel abgefeuert worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz,
       um die Geschosse abzufangen. (afp)
       
       ## Iran: Kein Ende der Blockade der Straße von Hormus vor Ende des Krieges
       
       Die ‌Blockade der Straße von Hormus kann nach Worten des iranischen
       Außenministers Abbas Araghtschi nicht unabhängig vom Krieg Israels und der
       USA gegen die Islamische Republik aufgehoben werden. Dies habe er
       UN-Generalsekretär António Guterres mitgeteilt, schreibt Araghtschi auf
       Telegram. Zudem fordert er die internationale Gemeinschaft auf, die
       Angriffe auf sein Land zu verurteilen. (rtr)
       
       ## Ratingagentur: Krieg stellt für Versicherer nur begrenztes Risiko dar
       
       ‌Der Krieg stellt der Ratingagentur Fitch zufolge derzeit nur ein
       begrenztes Risiko für weltweit tätige Versicherungsunternehmen dar. Die
       direkten Auswirkungen dürften beherrschbar bleiben, da Verluste durch Krieg
       in den meisten Standardpolicen ausgeschlossen seien. Am stärksten gefährdet
       seien Spezialversicherer, etwa für Schifffahrt und Luftverkehr. Allerdings
       könne ein langanhaltender Konflikt die Gewinne durch Inflation, fallende
       Vermögenswerte und vermehrte Zahlungsausfälle schmälern, teilt die Agentur
       mit. (rtr)
       
       ## Kuwait: Zwei Mitarbeiter von Notaufnahme durch Trümmerteile verletzt
       
       Im Golfstaat Kuwait sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums zwei
       Mitarbeiter einer Notaufnahme durch herabfallende Trümmerteile verletzt
       worden. Die medizinischen Angestellten seien an ihrem Arbeitsplatz in einer
       Notfallambulanz verletzt worden, erklärte das Ministerium am Dienstag. Ihr
       Zustand sei stabil. (afp)
       
       ## Griechenland gegen bilaterale Abkommen für Straße von Hormus
       
       Griechenland lehnt ein bilaterales Abkommen mit Iran zur freien Fahrt durch
       die Straße von Hormus ab. „Wir halten es nicht für optimal, separate
       Vereinbarungen zu treffen“, sagt Außenminister George Gerapetritis bei
       einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Johann Wadephul in Berlin.
       Nötig sei vielmehr eine dauerhafte Friedenslösung unter dem Schirm
       internationaler Organisationen wie den Vereinten Nationen. Die griechische
       Handelsflotte gehört zu den größten der Welt. (rtr)
       
       ## UN warnen vor Massenvertreibungen im Libanon
       
       Die Menschen im Libanon zahlen den Vereinten Nationen zufolge einen hohen
       Preis für die Ausweitung des Krieges in ihrem Land. „Die Vertreibung nimmt
       unglaublich schnell zu“, sagt der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe,
       Imran Riza. Hunderttausende hätten ihre Häuser verlassen, viele nur mit den
       Kleidern am Leib. Nach Angaben der Regierung in Beirut ist fast ein Fünftel
       der Bevölkerung auf der Flucht. Bei der israelischen Offensive wurden
       bislang über 800 Menschen getötet. (rtr)
       
       ## Drohnenangriff verursacht Feuer in Öllager in den Emiraten
       
       Ein Drohnenangriff hat einen Brand in einem Öllager in den Vereinigten
       Arabischen Emiraten ausgelöst. Das meldete die staatliche
       Nachrichtenagentur WAM am Dienstag. Verletzte habe es bei dem Angriff im
       Emirat Fudschaira nicht gegeben. Kurz vor dem Bericht über das Feuer hatte
       das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate den Luftraum geschlossen und
       erklärt, man reagiere auf eine Bedrohung durch Drohnen und Raketen aus
       Iran. (ap)
       
       ## Militär: Fünf libanesische Soldaten bei Luftangriff verletzt
       
       Bei einem israelischen Luftangriff sollen im Süden des Libanons fünf
       libanesische Soldaten verletzt worden sein. Die libanesische Armee teilte
       am Dienstag mit, als Israel das Dorf Kfar Sir angegriffen habe, seien die
       Männer dort mit einem Auto und einem Motorrad unterwegs gewesen. Sie seien
       zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden. (ap)
       
       ## Bahrain meldet neue iranische Drohnenangriffe
       
       Bahrain hat weitere Angriffe mutmaßlich iranischer Drohnen gemeldet. Wie
       das Verteidigungsministerium des Landes am Dienstag mitteilte, wurden seit
       Beginn der US-israelischen Angriffe auf Iran mindestens 129 Raketen und 233
       Drohnen gegen Bahrain eingesetzt. Allein seit Montag seien neun Drohnen
       abgefeuert worden, hieß es. (ap)
       
       ## Insider: Oberhaupt Irans lehnt Vorschlag für Entspannung mit USA ab
       
       Das neue geistliche Oberhaupt Irans, Modschtaba Chamenei, lehnt einem
       Insider zufolge Vorschläge zur Entspannung des Verhältnisses mit den USA
       ab. Diese Vorschläge seien von zwei Vermittlerstaaten dem iranischen
       Außenministerium übermittelt worden. In der ersten außenpolitischen Sitzung
       in seiner neuen Funktion habe er eine „sehr harte und ernste“ Haltung in
       der Frage der Vergeltung eingenommen, erklärt der Vertreter der iranischen
       Regierung weiter. Er lässt offen, ob das geistliche Oberhaupt persönlich
       bei der Sitzung anwesend war. Die USA und Israel müssten besiegt werden und
       Entschädigungen zahlen, habe Chamenei gefordert. (rtr)
       
       ## Iran feuert neue Welle an Raketen auf Israel
       
       Irans Streitkräfte haben eine neue Welle an Raketen auf Ziele in Israel
       gefeuert. Darüber berichtete der staatliche iranische Rundfunk. In Israel
       wurde Raketenalarm ausgelöst. (dpa)
       
       ## Israel: Irans Sicherheitschef Laridschani getötet
       
       Die israelische Armee hat nach Angaben von Verteidigungsminister Israel
       Katz den einflussreichen iranischen Sicherheitschef Ali Laridschani
       getötet. Laridschani, der Leiter des Obersten Nationalen Sicherheitsrats
       Irans, sei in der vergangenen Nacht ebenso wie der Chef der Basidsch-Miliz,
       Gholamresa Soleimani, getötet worden, sagte Katz in einer Videobotschaft am
       Dienstag. Die Tötung Soleimanis hatte die Armee bereits kurz zuvor
       bestätigt. (afp)
       
       ## Peking: Nehmen Erläuterung zu Verschiebung von Trumps China-Reise „zur
       Kenntnis“
       
       Die chinesische Regierung hat Erläuterungen der US-Regierung zur
       Verschiebung der [2][China-Reise von US-Präsident Donald Trump] nach
       Angaben eines Sprechers „zur Kenntnis“ genommen. Die USA hätten „falsche
       Medienberichte“ über die Gründe für die Verschiebung öffentlich
       richtiggestellt und erklärt, „dass der Besuch nichts mit der Frage der
       freien Schifffahrt in der Straße von Hormus zu tun hat“, sagte
       Außenministeriumssprecher Lin Jian am Dienstag. Trump hatte die Reise am
       Montag verschoben und dies mit dem Iran-Krieg begründet. Zuvor hatte er in
       einem Interview gesagt, seine Reise könne davon abhängen, ob China
       gemeinsam mit anderen Ländern dabei helfe, die für den weltweiten Ölhandel
       wichtige Straße von Hormus zu sichern. (afp)
       
       ## Israel: Kommandeur der iranischen Basidsch-Einheiten getötet
       
       Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben den Kommandeur der
       iranischen Basidsch-Einheiten, Brigadegeneral Gholamresa Soleimani, gezielt
       getötet. Der Angriff habe sich am Montag in Teheran ereignet, hieß es in
       der Mitteilung des Militärs. Aus Iran gab es dafür zunächst keine
       Bestätigung. Die Basidsch-Einheiten unter Soleimanis Führung seien für die
       blutige Niederschlagung der Proteste in Iran im Januar verantwortlich,
       schrieb die israelische Armee. Die Basidsch-e Mostasafin (Mobilisierte der
       Unterdrückten) ist eine paramilitärische Einheit in Iran. Gegründet nach
       der Islamischen Revolution 1979 und rekrutiert aus jungen Teilen der
       Gesellschaft, spielt die Miliz [3][eine zentrale Rolle bei der
       Unterdrückung von Protesten im Land]. Die Miliz ist Teil der
       Revolutionsgarden, ihr sollen mehrere Hunderttausend systemtreue Anhänger
       angehören. (dpa)
       
       ## Irakische Öltanker könnten Straße von Hormus passieren
       
       Iran könnte irakischen Tankern nach Angaben der Regierung in Bagdad die
       Fahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus ermöglichen. Iraks
       Ölminister Hajan Abdul Ghani al-Sauad erklärte der staatlichen Agentur INA
       zufolge: „Es besteht Kommunikation mit Iran bezüglich der Genehmigung der
       Passage einiger irakischer Öltanker.“ Dem Fernsehsender al-Scharkija sagte
       er, seine Regierung habe bereits Signale erhalten, dass einigen Tankern die
       Durchfahrt erlaubt werden könnte. (dpa)
       
       ## Neue Raketenangriffe aus dem Libanon auf Israels Norden
       
       Aus dem Libanon sind erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert
       worden. In mehreren Orten, darunter Kiriat Schmona und Naharija, heulten
       erneut die Warnsirenen. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom
       gab es zunächst keine Berichte über Verletzte. Die israelische Armee
       veröffentlichte unterdessen erneut einen Warnaufruf für Einwohner des
       Südlibanons. Sie wurden aufgerufen, sich in Gebiete nördlich des
       Saharani-Flusses zu begeben, der etwa 40 Kilometer von der israelischen
       Grenze entfernt liegt. (dpa)
       
       ## Israel fliegt neue Angriffe auf Ziele in Teheran und Beirut
       
       Die israelische Luftwaffe fliegt nach eigenen Angaben große Wellen neuer
       Angriffe auf Ziele in Iran und im Libanon. In der Hauptstadt Teheran werde
       Infrastruktur des iranischen „Terrorregimes“ attackiert. Gleichzeitig gebe
       es Angriffe auf Einrichtungen der von Iran unterstützten Terrororganisation
       Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut, erklärte das Militär auf
       der Plattform X. Ein Militärsprecher kündigte am Montagabend an, den
       Einsatz von Bodentruppen im Südlibanon auszuweiten. Die Armee mobilisiere
       weitere Reservisten, sagte Sprecher Effie Defrin. Gegenwärtig seien bereits
       mehr als 100.000 Reservesoldaten an allen Fronten im Einsatz. Im Libanon
       besteht die Sorge vor einer großangelegten Bodeninvasion Israels mit
       anschließender Besatzung im Süden des Landes.
       
       Iran wiederum griff in der Nacht erneut Ziele in den Vereinigten Arabischen
       Emiraten, in Katar und in Saudi-Arabien an. Auch in Israel ertönten wegen
       iranischer Angriffe am frühen Morgen mindestens zweimal die Sirenen. Nach
       jeweils kurzer Zeit wurde der Raketenalarm wieder aufgehoben und Entwarnung
       gegeben. (dpa)
       
       ## Iran: Eigene Ölproduktion und Exporte laufen ungestört weiter
       
       Die iranische Ölproduktion und die Exporte laufen nach Angaben aus dem
       Parlament in Teheran ohne Unterbrechung weiter. Auch auf der Insel Charg
       gehe der Alltag seinen gewohnten Gang, zitiert die halbstaatliche
       Nachrichtenagentur Tasnim einen Sprecher des Energieausschusses. Die USA
       hatten in der vergangenen Woche militärische Ziele auf der für die
       Ölausfuhr wichtigen Insel angegriffen. Der Sprecher droht zudem, jeder
       weitere Angriff ‌auf Charg werde zu einer „größeren Demütigung als in der
       Straße von Hormus“ führen. Dort blockiert Iran die Durchfahrt von Schiffen,
       die er den USA oder Israel zuordnet. (rtr)
       
       ## EU-Migrationskommissar: Derzeit keine größere Fluchtbewegung von Iran
       nach Europa
       
       Trotz der angespannten Lage in Iran sieht EU-Migrationskommissar Magnus
       Brunner aktuell keine größeren Fluchtbewegungen in Richtung Europa.
       „Derzeit sehen wir keine Fluchtbewegungen aus dem Iran heraus, innerhalb
       des Irans natürlich schon“, sagte Brunner am Dienstag im
       ZDF-„Morgenmagazin“. Europa müsse dennoch „immer vorbereitet“ sein und die
       Lage „gut im Auge haben“, ergänzte Brunner. Die EU stehe dazu in „sehr
       engem Austausch“ mit ihren Partnern in der Region, etwa der Türkei oder
       auch Pakistan. Insgesamt sei die EU heute jedoch „besser vorbereitet als
       noch vor zehn Jahren“ während der Flüchtlingskrise 2015, sagte Brunner
       weiter.
       
       Grund seien unter anderem Reformen im Asylsystem. Bei der geplanten
       Umsetzung des neuen gemeinsamen europäischen Asylsystems (Geas) etwa sei
       man „auf gutem Weg“, sagte Brunner. Am ersten Tag der Umsetzung werde das
       System „nicht perfekt funktionieren“, aber es sei dennoch „ein wichtiger
       Schritt. Mit der Geas-Reform wollen die Staaten der Europäischen Union ihre
       Asylsysteme vereinheitlichen. Die bislang umfangreichste Reform des
       europäischen Asylrechts soll am 12. Juni in Kraft treten. (afp)
       
       ## Medien: Israel nimmt iranischen Sicherheitschef ins Visier
       
       Das israelische Militär nimmt Medienberichten zufolge den iranischen
       Sicherheitschef Ali Laridschani ins Visier. Es sei zunächst unklar, ob er
       bei Angriffen getötet oder verletzt worden sei, berichten israelische
       Medien. Eine Stellungnahme Irans liegt bislang nicht vor. (rtr)
       
       ## Iran will Spiele bei der Fußball-WM von USA nach Mexiko verlegen
       
       Iran ‌verhandelt wegen ‌des Kriegs in Nahost mit dem Fußballweltverband
       Fifa über eine Verlegung seiner Spiele bei der Weltmeisterschaft von den
       USA nach Mexiko. Grund seien Sicherheitsbedenken, teilte der Präsident des
       iranischen Fußballverbands, Mehdi Tadsch, am Montag mit. Da US-Präsident
       Donald Trump ausdrücklich erklärt habe, dass ‌er die Sicherheit der
       iranischen Nationalmannschaft nicht gewährleisten könne, „werden wir mit
       Sicherheit nicht nach Amerika reisen“, erklärte Tadsch in einem Beitrag der
       iranischen Botschaft auf der Online-Plattform X. „Wir verhandeln mit der
       Fifa, um die WM-Spiele des Iran in Mexiko auszutragen.“ Eine Stellungnahme
       der Fifa lag zunächst nicht vor. (rtr)
       
       ## CDU-Politiker hält Bundeswehr-Einsatz in Hormus für sinnvoll
       
       Trotz der klaren Absage der Bundesregierung an [4][die von US-Präsident
       Donald Trump geforderte Unterstützung in der Straße von Hormus] geht die
       Diskussion über einen möglichen Einsatz der Bundeswehr weiter. Er finde es
       „falsch, dass die Bundesregierung diese Möglichkeit frühzeitig
       ausschließt“, sagte der CDU-Verteidigungspolitiker Bastian Ernst der Zeit
       laut Meldung vom Dienstag. „Wir werden uns nicht am Krieg beteiligen“,
       stellte er klar. „Doch die Bundesrepublik, für die der internationale
       Seehandel so wichtig ist, sollte einen eigenen Beitrag zur Aufklärung der
       Lage in der Straße von Hormus leisten“, sagte Ernst. Er sprach sich für
       eine Ausweitung der EU-Marinemission Aspides im Roten Meer aus. In diesem
       Rahmen „könnten wir auf Aufklärungskräfte der Bundeswehr zurückgreifen, die
       sich bereits in der Region befinden“, argumentierte er. Damit werde nicht
       der Trump-Regierung geholfen, sondern ein eigenes Lagebild erstellt. (afp)
       
       ## Gasversorgung: Befüllung der Speicher über den Sommer wird zur
       Herausforderung
       
       Die Gasversorgung in diesem Winter ist gesichert, aber die Befüllung der
       Speicher über den Sommer wird nach Einschätzung der Gasspeicher-Initiative
       Ines zur Herausforderung. „Die Schließung der Straße von Hormus führt zwar
       nicht unmittelbar zu technischen Einschränkungen für die Gasversorgung
       Europas oder für die Befüllung der Speicher in Deutschland“, erklärten die
       Experten am Dienstag. Doch wegen der Preissteigerungen „fehlen dem Markt
       derzeit jegliche ökonomischen Anreize zur Einspeicherung von Gas in die
       Speicher“.
       
       Derzeit sind die deutschen Gasspeicher zu knapp 22 Prozent gefüllt. Laut
       Ines reicht dies selbst bei extrem kalten Temperaturen aus, „um die
       Gasversorgung bis zum Ende der Heizperiode sicherzustellen“. Der Fokus
       verschiebe sich nun auf die Wiederbefüllung für den kommenden Winter, und
       dies sei angesichts der derzeitigen Marktlage eine „außergewöhnlich große
       Herausforderung“. Derzeit fehlen am Weltmarkt für Flüssigerdgas (LNG) große
       Teile der Produktion aus den Golfstaaten. Insbesondere Katar ist einer der
       wichtigsten LNG-Produzenten weltweit und kann sein Gas derzeit wegen der
       Sperrung der Straße von Hormus durch Iran nicht verschiffen. „Der daraus
       resultierende Bieterwettbewerb zwischen Asien und Europa treibt die Preise
       nach oben“, erklärte Ines. (afp)
       
       ## Ölpreise legen wieder zu
       
       Die Ölpreise sind nach einem Rückgang zu Beginn der Woche wieder gestiegen.
       Am Morgen wurden für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur
       Lieferung im Mai 103,81 US-Dollar bezahlt und damit etwa dreieinhalb
       Prozent mehr als am Vortag. Das Hoch lag vor gut einer Woche bei knapp 120
       Dollar. Am Montag war der Preis für Rohöl aus der Nordsee zeitweise bis auf
       100 Dollar gesunken. (dpa)
       
       ## UN-Organisation: Militärschutz für Tanker keine Dauerlösung
       
       Militärische Eskorten zum Schutz von Tankschiffen in der Straße von Hormus
       sind nach Ansicht der Weltschifffahrtsorganisation (IMO) keine nachhaltige
       Lösung. „Es verringert das Risiko, aber das Risiko besteht weiterhin“,
       sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez der Financial Times. Ein
       militärischer Einsatz sei „keine langfristige oder nachhaltige Lösung.“
       Dominguez äußerte sich auch besorgt über die Schiffsbesatzungen, die im
       Persischen Golf feststecken. „Die Lage ist besorgniserregend, insbesondere
       weil Schiffe derzeit nicht in der Lage sind, sich in der Straße von Hormus
       oder in der Golfregion frei zu bewegen. Auch der Zugang zu Häfen ist
       eingeschränkt, da Hafenanlagen ins Visier genommen werden“, sagte der Chef
       der UN-Organisation. Irgendwann würden an Bord auch Vorräte an
       Lebensmitteln, Wasser und Treibstoff knapp werden. (dpa)
       
       ## Agentur: Iran nimmt zehn Ausländer wegen Spionage fest
       
       In Iran sind einem Medienbericht zufolge zehn Ausländer wegen ‌Spionage
       festgenommen worden. Der Geheimdienst der Revolutionsgarde werfe ihnen vor,
       Informationen über sensible Standorte gesammelt und operative Einsätze im
       Nordosten des Landes vorbereitet zu haben, meldet die halbamtliche
       Nachrichtenagentur Tasnim. Zur Staatsangehörigkeit der Festgenommenen
       wurden zunächst keine ‌Angaben gemacht. (rtr)
       
       ## Drohnenaufnahmen von irakischer Miliz zeigen wohl US-Botschaft
       
       Drohnenaufnahmen der irakischen Miliz Saraja Aulija al-Dam zeigen offenbar
       die US-Botschaft in Bagdad – noch bevor diese am Dienstag attackiert wurde.
       Die pro-iranische schiitische Gruppe veröffentlichte das Material am
       Dienstag. Die am Montag mit einer Drohne aufgenommenen Bilder zeigten, wie
       diese über das Gelände schwebte. Details der Anlage, darunter eine
       amerikanische Flagge, stimmen mit Satellitenbildern und bekannten Merkmalen
       der Botschaft überein. Die US-Botschaft ist eine der am stärksten
       gesicherten Einrichtungen des Landes. Es ist die zweite sogenannte
       „First-Person-View“-Drohnenaufnahme, die während des Kriegs von Milizen im
       Irak veröffentlicht wird. Die erste zeigte einen Angriff auf eine
       amerikanische Einrichtung am Flughafen von Bagdad. Die Aufnahmen vom Montag
       enden, ohne dass ein Angriff durch die Drohne gezeigt wird. Saraja Aulija
       al-Dam hat seit Beginn des Iran-Kriegs mehrere Angriffe für sich
       beansprucht.
       
       Am frühen Dienstagmorgen wurde die US-Botschaft in Bagdad von vier Drohnen
       ins Visier genommen, wobei die Luftabwehr der Einrichtung die Geschosse
       abwehrte, wie zwei Sicherheitsbeamte mitteilten. Dennoch hätten Splitter
       die Botschaft getroffen. Separat zielte offenbar ein Luftangriff auf ein
       Haus im stark gesicherten Präsidentenkomplex im Bagdader Stadtteil
       Al-Dschadrija. Es war unklar, wer den Angriff durchgeführt hat. (ap)
       
       ## Libanesische Staatsmedien: Israelische Armee greift drei Vororte von
       Beirut an
       
       Die israelische Armee hat nach Angaben der libanesischen staatlichen
       Nachrichtenagentur NNA drei südliche Vororte von Beirut angegriffen.
       Israelische Kampfflugzeuge hätten Angriffe in den Gebieten Kafaat und Haret
       Hreik ausgeführt, berichtete NNA am Dienstagmorgen. Ein israelisches
       Kampfflugzeug habe zudem ein Wohngebäude in dem Gebiet Doha Aramun
       attackiert. Bei den Angriffen wurde eine Äthiopierin verletzt, wie NNA
       unter Berufung auf das libanesische Gesundheitsministerium berichtete. Die
       israelische Armee hatte zuvor erklärt, Angriffe auf „Terror-Infrastruktur
       der Hisbollah“ auszuführen. (afp)
       
       ## Katarisches Verteidigungsministerium meldet Abwehr von Raketenangriff
       
       Die katarischen Streitkräfte haben nach Angaben des
       Verteidigungsministeriums in Doha einen Raketenangriff auf das Land
       abgewehrt. Der Raketenangriff auf Katar sei „abgefangen“ worden, erklärte
       das Ministerium am Dienstagmorgen im Onlinedienst X. Ein Korrespondent der
       Nachrichtenagentur AFP in Doha berichtete von mehreren Explosionen in der
       katarischen Hauptstadt. In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten kam
       es einem AFP-Journalisten zufolge ebenfalls zu mehreren Explosionen. Nach
       einer an Mobiltelefone gesendeten Raketenwarnung und einem Aufruf, „sofort
       einen sicheren Ort aufzusuchen“, waren demnach drei Explosionen zu hören.
       (afp)
       
       ## Schah-Sohn gründet Komitee für Wahrheits- und Justizkommission
       
       Der in den USA lebende Sohn des letzten iranischen Schahs hat ein Komitee
       zur Einrichtung einer Wahrheits- und Justizkommission in Iran gegründet.
       Das Komitee sei „mit der Ausarbeitung der regulatorischen Grundlagen für
       eine Übergangsjustiz beauftragt“, erklärte der 65-jährige Reza Pahlavi am
       Montag im Onlinedienst X. Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Schirin
       Ebadi habe „zugestimmt, dieses Komitee zu leiten“, fügte er hinzu. Neben
       der 78-jährigen Ebadi sollen Pahlavi zufolge der Schriftsteller Iradsch
       Mesdaghi sowie Leyla Bahmany und Afschin Ellian Teil des Komitees werden.
       Sie verträten „vier Generationen iranischer Experten“, erklärte der
       Schah-Sohn. (afp)
       
       ## USA wollen Revolutionsgarden als Terrorgruppe einstufen lassen
       
       ‌Die US-Regierung ‌hat ihre Diplomaten weltweit angewiesen, bei verbündeten
       Staaten auf die Einstufung der iranischen Revolutionsgarden und der
       libanesischen Hisbollah als Terrororganisationen zu dringen. In einer
       internen Anweisung des US-Außenministeriums vom 16. März, die der
       Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, begründet Außenminister Marco Rubio
       ‌die Mitteilung mit einem erhöhten Angriffsrisiko durch Iran und seine
       Verbündeten. Die US-Diplomaten sollen die Botschaft bis spätestens 20. März
       auf „höchstmöglicher Ebene“ überbringen und sich dabei mit israelischen
       Kollegen abstimmen. (rtr)
       
       ## Vereinigte Arabische Emirate schließen Luftraum
       
       Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihren Luftraum geschlossen. Die
       Generalbehörde für zivile Luftfahrt teilte am Dienstag mit, die
       Entscheidung sei „eine außergewöhnliche Vorsichtsmaßnahme, um die
       Sicherheit von Flügen und Flugbesatzungen zu gewährleisten und das
       Hoheitsgebiet der Vereinigten Arabischen Emirate zu schützen“. Die Dauer
       der Schließung war zunächst unklar. Das Militär erklärte, man reagiere auf
       „eingehende Raketen- und Drohnenbedrohungen aus Iran“. Die Maßnahme
       erfolgte nach einem iranischen Drohnenangriff am Montag, bei dem ein
       Treibstofftank am Dubai International Airport in Brand gesetzt wurde – dem
       weltweit verkehrsreichsten Flughafen für internationale Flüge. (ap)
       
       ## Demokrat Schumer: Trump bei Iran-Strategie „am Rudern“
       
       Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, hat die
       Iran-Strategie von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. Er nahm
       Bezug auf die Behauptung Trumps, er habe die ganze Zeit gewusst, dass Iran
       im Kriegsfall die Straße von Hormus blockieren könne. „Nun, wenn das
       stimmt, dann hat er eine schreckliche Arbeit bei der Vorausplanung
       geleistet, um zu verhindern, dass sie als Waffe eingesetzt wird“, sagte der
       Senator aus New York in einer Rede im Senat. Trump mache „weiterhin einen
       schrecklichen Job dabei, den Schaden einzudämmen, der jetzt entsteht“. Der
       Präsident sei „am Rudern“. (ap)
       
       ## Hisbollah meldet Angriffe auf israelische Truppen im Südlibanon
       
       Kämpfer der pro-iranischen Hisbollah-Miliz haben eigenen Angaben zufolge
       israelische Truppen in dem Dorf Chiam im Südlibanon angegriffen. Die
       Ansammlung israelischer Soldaten sei „mit einem Raketenhagel“ ins Visier
       genommen worden, erklärte die Hisbollah am Montagabend. Zuletzt hatte die
       Miliz wiederholt Angriffe auf israelische Truppen in Chiam gemeldet, dem
       ersten Ort, in den die israelische Armee nach Beginn des Krieges vorgerückt
       war. (afp)
       
       ## Raketenangriff auf US-Botschaft in Bagdad abgewehrt – Hoteldach in Brand
       geraten
       
       Die US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist nach Angaben aus
       Sicherheitskreisen erneut Ziel eines Raketenangriffs geworden. Die
       Luftabwehr habe vier Raketen abgewehrt, sagte ein Vertreter der
       Sicherheitskräfte am Montag. Ein Hotel, das wie die Botschaft in der streng
       gesicherten „Grünen Zone“ liegt, wurde nach Angaben des irakischen
       Innenministeriums von einer Drohne getroffen. Augenzeugen berichteten von
       einem Feuer auf dem Dach des Luxushotels, in dem regelmäßig internationale
       Treffen stattfinden. Dem Innenministerium zufolge gab es keine Verletzten
       und es entstand auch kein größerer Sachschaden. Auf der Straße vor dem
       Hotel sah ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP zahlreiche
       Sicherheitskräfte, Feuerwehrleute und Rettungswagen. In der „Grünen Zone“
       befinden sich neben der US-Botschaft weitere diplomatische Vertretungen
       sowie Einrichtungen der irakischen Regierung und internationale
       Institutionen. (afp)
       
       ## Israels Präsident nennt Iran-Krieg „Wendepunkt“ für den Nahen Osten
       
       Der israelische Präsident Isaac Herzog hat den Iran-Krieg als „historischen
       Wendepunkt“ für den gesamten Nahen Osten bezeichnet. „Es kommt ein Moment,
       in dem nach endlosen Kriegen, Blutvergießen und Terror während deutlich
       mehr als einer Generation die aus Teheran kommende Grundursache blockiert
       und beseitigt wird“, sagte Herzog am Montag in einem Interview der
       Nachrichtenagentur AFP. Die Richtung, in die sich die gesamte Region
       entwickele, werde sich dadurch ändern.
       
       In dem Interview appellierte Herzog auch an die Europäer, Israel in seinem
       Kampf gegen die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon zur Seite
       zu stehen. Die israelische Armee hatte zuvor einen „gezielten Bodeneinsatz“
       gegen Stellungen der Hisbollah-Miliz im Südlibanon bekanntgegeben. „Europa
       sollte jegliche Anstrengung (…) unterstützen, die Hisbollah jetzt
       auszumerzen“, sagte Herzog. „Sie sollten verstehen, dass man manchmal einen
       Krieg gewinnen muss, wenn man etwas erreichen will.“ (afp)
       
       ## Irans Außenminister dementiert Kontakt mit US-Sondergesandtem
       
       Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat Berichte über Kontakte zum
       US-Sondergesandten Steve Witkoff zurückgewiesen. Araghtschi erklärte auf X:
       „Mein letzter Kontakt mit Herrn Witkoff fand statt, bevor sein Arbeitgeber
       (US-Präsident Donald Trump) beschloss, die diplomatischen Bemühungen durch
       einen weiteren illegalen Militärschlag gegen Iran zunichtezumachen.“ Die
       nun kursierenden Behauptungen seien darauf angelegt, Ölmarktakteure und die
       Öffentlichkeit zu täuschen. Zuvor hatte das Portal „Axios“ unter Berufung
       auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle berichtet, dass zwischen
       beiden Seiten in den vergangenen Tagen ein direkter Kommunikationskanal
       reaktiviert worden sei. Araghtschi soll demnach Textnachrichten geschickt
       haben, in denen es um Wege zur Beendigung des Kriegs ging. (dpa)
       
       ## Meloni zeigt sich zurückhaltend zu Einsatz in Straße von Hormus
       
       Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat sich zurückhaltend zu einer
       militärischen Beteiligung am Schutz von Öltankern in der umkämpften Straße
       von Hormus geäußert. Die Freiheit der Schifffahrt in der Meerenge zwischen
       Iran und der Arabischen Halbinsel sei zwar von grundlegender Bedeutung,
       sagte Meloni im italienischen Fernsehen. Ein Eingreifen bedeute aber
       objektiv, einen Schritt in Richtung einer stärkeren Beteiligung in dem
       Krieg zu machen. Meloni plädierte für eine Ausweitung der EU-Operation
       „Aspides“. Diese war bereits 2024 für den Schutz der Handelsschifffahrt
       durchs Rote Meer und den Golf von Aden gestartet worden. Die rechte
       Regierungschefin bekräftigte zuletzt mehrfach, dass ihr Land nicht in den
       Konflikt eintreten und sich nicht am Krieg beteiligen werde. (dpa)
       
       ## Deutschland und weitere Länder warnen vor Bodenoffensive im Libanon
       
       Mehrere Staaten, darunter Deutschland, haben Israel davor gewarnt, im
       Konflikt mit der proiranischen Hisbollah-Miliz eine großangelegte
       Bodenoffensive im Libanon zu starten. „Eine signifikante israelische
       Bodenoffensive hätte verheerende humanitäre Folgen und könnte zu einem
       langwierigen Konflikt führen“, teilten die Staats- und Regierungschefs
       Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Kanadas und des Vereinigten
       Königreichs in einer Erklärung mit. „Dies gilt es abzuwenden. Die
       humanitäre Lage im Libanon einschließlich der anhaltenden Massenvertreibung
       ist bereits äußerst alarmierend.“
       
       Die Staats- und Regierungschefs verurteilten in der Erklärung die
       Entscheidung der Hisbollah, sich Irans Angriffen auf Israel anzuschließen.
       „Die Angriffe der Hisbollah auf Israel und ihre gezielten Angriffe auf die
       Zivilbevölkerung müssen aufhören, die Hisbollah muss ihre Waffen
       niederlegen.“ Man sei zutiefst besorgt über die eskalierende Gewalt im
       Libanon und rufe Israel und den Libanon zu konstruktiven Bemühungen um eine
       nachhaltige politische Lösung auf, hieß es in der Erklärung weiter. „Wir
       stehen solidarisch an der Seite der Regierung und Bevölkerung Libanons, die
       gegen ihren Willen in den Konflikt hineingezogen wurden.“ (dpa)
       
       ## Trump: Israel würde niemals Atomwaffen gegen Iran einsetzen
       
       Israel ist seit langem als regionale Atommacht bekannt – hat den Besitz von
       Nuklearwaffen aber nie offiziell zugegeben. Nun hat US-Präsident Donald
       Trump auf eine Reporterfrage eine Antwort gegeben, die aufhorchen lässt.
       Könnte Israel den Einsatz einer Atomwaffe in Erwägung ziehen? „Israel würde
       so etwas niemals tun“, sagte Trump in Washington auf eine Frage eines
       Journalisten. Der hatte den Präsidenten mit einer Äußerung von Trumps
       KI-Beauftragten David Sacks konfrontiert. Sacks hatte in einem Podcast vor
       dem Szenario gewarnt, dass Israel im Krieg erheblich zerstört werden
       könnte.
       
       Zudem sagte Sacks: „Man muss befürchten, dass Israel den Krieg eskalieren
       lässt, indem es den Einsatz einer Atomwaffe in Erwägung zieht.“ Der
       Reporter fragte Trump, ob Sacks diese Einschätzung mit ihm geteilt habe.
       Daraufhin gab Trump seine Antwort. Israel verfolgt seit Jahren eine Politik
       der bewussten Zweideutigkeit, um Konfrontationen über sein Atomprogramm aus
       dem Weg zu gehen. Israelische Spitzenpolitiker haben mehrfach betont,
       Israel werde „nicht als erstes Land im Nahen Osten Atomwaffen einführen“.
       Nach Schätzungen des Friedensforschungsinstituts Sipri verfügt Israel über
       90 nukleare Sprengköpfe. (dpa)
       
       ## Rund 200 US-Soldaten in sieben Ländern im Iran-Krieg verwundet
       
       Im Iran-Krieg sind nach Angaben der US-Armee bisher rund 200 Soldatinnen
       und Soldaten verwundet worden. Es habe zehn Schwerverletzte gegeben, teilte
       der Sprecher für das Nahost-Kommando Centcom, Tim Hawkins, am Montag mit.
       Der Großteil der Verletzungen sei aber leicht gewesen. Mehr als 180
       Soldaten hätten den Dienst bereits wieder aufgenommen. Die Einsatzkräfte
       seien in sieben Ländern der Region verletzt worden, sagte Hawkins weiter.
       Dabei handele es sich um Bahrain, den Irak, Israel, Jordanien, Kuwait,
       Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Nach vorherigen
       Angaben kamen im Iran-Krieg zudem 13 Soldatinnen und Soldaten ums Leben.
       (afp)
       
       ## Irans Parlamentssprecher: Sind auf langen Krieg vorbereitet
       
       Iran sieht sich nach Angaben von Parlamentssprecher Mohammed Bagher
       Ghalibaf auf einen langen Krieg vorbereitet. Ghalibaf sagte der arabischen
       Tageszeitung al-Arabi al-Dschadid, aus Erfahrung früherer Kriege seien die
       notwendigen Maßnahmen getroffen worden. „Wir verfügen über ausreichende
       Bestände an Raketen und Drohnen, und da diese Technologie im Inland
       entwickelt wurde, sind wir in der Lage, sie mit höherer Geschwindigkeit und
       zu wesentlich geringeren Kosten zu produzieren als der Feind seine
       Abfangraketen“, sagte Ghalibaf. Ein Waffenstillstand müsse garantieren,
       dass der Krieg nicht wieder aufflamme, so der Parlamentssprecher. Iran
       werde weiterkämpfen, „bis der Feind seine Aggression bereut“ und stabile
       politische und sicherheitspolitische Bedingungen geschaffen seien. (dpa)
       
       17 Mar 2026
       
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