# taz.de -- Nachrichten im Iran-Krieg: Bundesregierung weist Trumps Nato-Bitte zurück
> Die deutsche Regierung lehnt eine Nato-Mission in der Straße von Hormus
> ab. Auch viele andere Länder sind skeptisch. Israel greift erneut in
> Teheran an.
(IMG) Bild: Trump-Anfrage abgelehnt: Protestierende vor der US-Botschaft in Seoul in Südkorea
## Teile von iranischer Rakete stürzen nahe Grabeskirche zu Boden
Teile einer abgefangenen iranischen Rakete sind auf das Dach des
griechisch-orthodoxen Patriarchats in Jerusalem gestürzt. Dieses liegt nur
wenige Meter von der Grabeskirche entfernt, die an der Stelle errichtet
wurde, an der Jesus nach christlicher Überlieferung begraben wurde und
auferstanden ist. Das Patriarchat bestätigte den Einschlag der Trümmerteile
am Montag. Berichte über Verletzte lagen nicht vor. Die Altstadt von
Jerusalem, in der sich Stätten befinden, die Muslimen, Christen und Juden
heilig sind, ist in diesem Krieg stärker unter Beschuss geraten als bei
vorangegangenen Konflikten wie dem Zwölftagekrieg mit dem Iran im
vergangenen Jahr. Unter anderem wurden Wohnhäuser in Ostjerusalem, eine
Hauptverkehrsstraße nach Jerusalem und ein Konzertsaal in Westjerusalem
getroffen. (ap)
## EU verhängt wegen Niederschlagung von Protesten im Iran Sanktionen
Die Europäische Union verhängt Sanktionen gegen 16 Personen und drei
Organisationen wegen möglicherweise schwerer Verletzungen der
Menschenrechte im Iran. „Die neuen Sanktionen richten sich gegen eine
Reihe von Personen und Organisationen, die eine Schlüsselrolle bei der
Niederschlagung der Straßenproteste im Januar 2026 gespielt haben, die zu
Tausenden von Opfern unter der Zivilbevölkerung geführt haben“, erklärt der
Rat der EU in einer Stellungnahme. (rtr)
## WHO: Sechs Kliniken im Iran evakuiert – Gesundheitssystem hält
Das Gesundheitssystem im Iran hält der WHO zufolge trotz des Beschusses
durch Israel und den USA stand. Sechs Krankenhäuser hätten zwar evakuiert
werden müssen, aber noch funktioniere das System und der Iran habe die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht um Notfallhilfe gebeten, sagt die
Direktorin für die Region, Hanan Balkhy. Der iranische Botschafter bei den
Vereinten Nationen in Genf, Ali Bahreini, teilt mit, dass seit Beginn des
Krieges am 28. Februar mehr als 1300 Menschen ums Leben gekommen seien und
mehr als 7000 verletzt wurden. (rtr)
## IEA-Chef: Bei Bedarf könnten weitere Ölvorräte freigegeben werden
Die Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur (IEA) verfügen
IEA-Chef Fatih Birol zufolge noch über 1,4 Milliarden Barrel Öl-Notreserven
und könnten bei Bedarf weitere Ölvorräte freigeben. „Trotz dieser enormen
Freigabe haben wir immer noch große Vorräte. Die derzeitige Freigabe wird,
sobald sie abgeschlossen ist, die Notvorräte in den IEA-Ländern nur um etwa
20 Prozent reduzieren“, sagt Birol in einem Video. (rtr)
## UN: Israelischer Angriff auf Gefängnis im Juni 2025 war Kriegsverbrechen
Eine UN-Untersuchungskommission stuft einen israelischen Luftangriff auf
ein Gefängnis im vergangenen Jahr als Kriegsverbrechen ein. Es gebe
hinreichende Gründe für die Annahme, dass Israel bei dem Angriff auf das
Ewin-Gefängnis in Teheran im vergangenen Juni vorsätzlich ein ziviles Ziel
angegriffen habe, sagt die Vorsitzende der Kommission, Sara Hossain, vor
dem UN-Menschenrechtsrat. Bei dem Angriff im Zuge des Zwölftage-Krieges
seien 80 Personen, darunter ein Kind und acht Frauen, ums Leben gekommen.
Eine Stellungnahme Israels liegt zunächst nicht vor. (rtr)
## AFP-Journalisten: Explosionen über Jerusalem zu hören
Über Jerusalem sind am Montag nach Angaben von Journalisten der
Nachrichtenagentur AFP Explosionen zu hören gewesen. Die israelische Armee
erklärte, Raketen identifiziert zu haben, die vom Iran aus in Richtung
Israel abgefeuert worden seien. Die Luftverteidigungssysteme seien
aktiviert worden, um diese abzufangen, hieß es weiter. Die meisten der vom
Iran auf Israel abgefeuerten Raketen werden von der Luftabwehr abgefangen,
doch die auf den Boden fallenden Trümmer oder Geschosse sorgen regelmäßig
für Verletzte und Schäden. Seit Beginn des Kriegs, der am 28. Februar durch
US-israelische Angriffe auf den Iran ausgelöst worden war, wurden in Israel
insgesamt zwölf Menschen getötet. (afp)
## Israel zerstört Weltraum-Anlage in Teheran
Bei Angriffen auf Ziele in Teheran hat Israels Luftwaffe Armeeangaben
zufolge eine Anlage ins Visier genommen und zerstört, in der der Iran
Fähigkeiten für Angriffe auf Satelliten im Weltraum entwickelt haben soll.
Die von Irans Regierung genutzte Einrichtung sei deshalb „eine Bedrohung
für Israels Satelliten sowie Weltraumressourcen anderer Länder“ gewesen.
Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Über sein
eigenes Raumfahrtprogramm hatte Teheran in der Vergangenheit erklärt, dass
es keinerlei militärische Ziele verfolge. Da es jedoch faktisch von den
iranischen Revolutionsgarden kontrolliert wird, gibt es international
Zweifel an dieser Darstellung.
Israels Armee warf dem Land nun vor, seit Jahren „erhebliche Mittel in die
Entwicklung seiner Fähigkeiten zur Kriegsführung im Weltraum“ zu
investieren. Teheran wolle auf diese Weise die regionale und internationale
Stabilität untergraben. Das israelische Militär sprach von einem
„bedeutenden Schlag im Herzen Teherans“. Auf dem getroffenen Gelände wurde
den Angaben zufolge auch der Satellit „Chamran-1“ entwickelt, den der Iran
im Herbst 2024 in die Erdumlaufbahn brachte. Laut dem Land handelte es sich
auch dabei um einen Forschungssatelliten mit ausschließlich
wissenschaftlichen Zielen. Die Islamische Republik hat bereits öfter
Satelliten in den Weltraum befördert, um eigenen Angaben zufolge Daten über
Wetter, Naturkatastrophen und Landwirtschaft zu gewinnen. (dpa)
## AFP-Journalisten: Explosionen in Doha zu hören
In der Hauptstadt von Katar, Doha, sind am Montag nach Angaben von
Journalisten der Nachrichtenagentur AFP mehrere Explosionen zu hören
gewesen. Das Verteidigungsministerium des Golfemirats teilte im
Onlinedienst X mit, die Streitkräfte hätten einen gegen Katar gerichteten
Raketenangriff abgewehrt. (afp)
## Bessent: Passage von einigen Schiffen durch Straße von Hormus ist in
Ordnung
Die USA haben Finanzminister Scott Bessent zufolge derzeit kein Problem
damit, dass einige iranische, indische und chinesische Schiffe die Straße
von Hormus passieren. „Das dürfte sich schon verstärken, bevor überhaupt
Flotten oder Schutzverbände im Golf eintreffen. Wir gehen also davon aus,
dass die Iraner eine natürliche Öffnung zulassen werden. Und vorerst ist
das für uns in Ordnung. Wir wollen, dass die Welt gut versorgt ist“, sagt
Bessent im einem Interview mit CNBC. Etwaige Maßnahmen zur Eindämmung der
Preissteigerungen hingen davon ab, wie lange der Krieg in Iran andauere.
(rtr)
## Jemens Regierung wirft Huthi tödlichen Artillerieangriff vor
Bei Artilleriebeschuss eines Dorfes in Nordjemen sollen mindestens zehn
Menschen, darunter sechs Kinder, ums Leben gekommen sein. Mehr als 30
weitere Menschen seien verletzt worden, vermeldete das
Informationsministerium der international anerkannten Regierung des Landes
am Montag. Es machte die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen für den
Angriff in der Provinz Hadschdscha verantwortlich. Diese wird größtenteils
von den Huthi kontrolliert, einige Gebiete werden jedoch auch von der in
Aden ansässigen Regierung gehalten. Die Umstände des Angriffs am Sonntag
waren zunächst unklar. Huthi-Vertreter lehnten eine Stellungnahme ab. (ap)
## Bundesregierung warnt vor größeren Bodeneinsätzen im Libanon
Die Bundesregierung äußert sich „enorm beunruhigt“ über die Entwicklungen
im Libanon und warnt die israelische Regierung vor einer größeren
Bodenoffensive. „Der Blick auf diesen Teil des Kriegsgebietes erfüllt uns
mit Sorge, weil wir Vorbereitung für eine größere israelische
Bodenoffensive sehen“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin.
Eine solche Offensive würde „die ohnehin angespannte humanitäre Lage in der
Region deutlich verschlechtern (…) und noch mal zu einem erhöhten
Fluchtgeschehen beitragen“, fügte er hinzu. Aus diesem Grund fordere man
„auch unsere israelischen Freunde eindringlich auf, diesen Weg nicht
einzuschlagen, und sind auch im Kontakt, diese Botschaft mitzuteilen“,
sagte Kornelius.
Die Bundesregierung verurteile scharf, dass die Hisbollah-Miliz aufseiten
Irans wieder in den Kampf gegen Israel eingetreten sei. Die Hisbollah müsse
die Kämpfe einstellen und die Waffen niederlegen. Man begrüße, dass es
Anstrengungen gebe, die Gespräche zwischen Israel und dem Libanon wieder in
Gang zu setzen, sagte Kornelius. Die Bundesregierung fordere Israel zudem
auf, zivile Ziele und die Friedenstruppe der UN-Beobachtermission Unifil
nicht anzugreifen. Unifil-Blauhelmsoldaten waren zuletzt im Grenzgebiet zu
Israel immer wieder zwischen die Fronten und unter Beschuss geraten. (dpa)
## Außenminister Araghtschi: Iran wird Krieg „so weit wie nötig“
weiterführen
Iran ist nach den Worten von Außenminister Abbas Araghtschi bereit, den
Krieg nach den Angriffen der USA und Israels „so weit wie nötig“
weiterzuführen. Er sei überzeugt, dass die beiden Staaten mittlerweile
verstanden hätten, mit was für einem Land sie es zu tun hätten – „einem
Land, das nicht zögert, sich zu verteidigen und bereit ist, den Krieg,
wohin er auch führen mag, fortzusetzen“, sagte Araghtschi am Montag bei
einem wöchentlichen Termin des Außenministeriums mit Medienvertretern.
(afp)
## Spahn warnt vor Flüchtlingskrise durch Iran-Krieg
Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat angesichts des Iran-Kriegs vor
einer möglichen neuen Flüchtlingskrise gewarnt. „Es darf kein zweites 2015
geben“, sagte Spahn am Montag dem Sender ntv. Der CDU-Politiker forderte,
schon jetzt vorsorglich ein europäisches Abkommen mit sicheren Drittstaaten
abzuschließen, um auf eine mögliche neue Flüchtlingsbewegung vorbereitet zu
sein. „Wir haben bei Syrien erlebt, wie schnell sich Dinge entwickeln
können“, sagte er mit Blick auf die starke Fluchtbewegung aus dem
Bürgerkriegsland vor rund zehn Jahren. „Deswegen muss man jetzt schon mit
den Nachbarländern reden.“
Als Beispiel nannte Spahn Gespräche mit der Türkei, um Unterstützung in der
Region sicherzustellen. Solche Vorbereitungen dürften nicht erst beginnen,
wenn sich Menschen bereits auf den Weg machten, sagte er. Der Krieg in Iran
unterstreiche, wie wichtig eine „Migrationswende“ sei – nicht nur in
Deutschland, sondern vor allem auf europäischer Ebene, fügte er hinzu.
(afp)
## Starmer: „Keine Nato-Mission“ für Straße von Hormus
Die für den weltweiten Öltransport bedeutende und von iranischer Seite de
facto blockierte Straße von Hormus soll aus Sicht des britischen
Premierministers Keir Starmer ohne Beteiligung der Nato wieder für die
Schifffahrt passierbar gemacht werden. „Lassen Sie mich das deutlich sagen:
Es wird keine Nato-Mission sein und es war auch nie als eine Nato-Mission
vorgesehen“, sagte Starmer am Montag vor Journalisten. Starmer hatte zuvor
nach offiziellen britischen Angaben von Sonntag mit US-Präsident Donald
Trump über die Blockade der Meerenge beraten. (afp)
## Bundesregierung weist Trumps Drohung zurück
Die Bundesregierung hat Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu einem
Einsatz der Nato in der Straße von Hormus widersprochen. „Das ist nicht der
Krieg der Nato“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Montag in
Berlin. „Die Nato ist ein Bündnis zur Verteidigung des Bündnisgebietes.“
Für einen Einsatz zum Schutz des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus
fehle der Allianz ein Mandat, fügte er hinzu. „Ich sehe den Zusammenhang
mit der Nato nicht.“ Regierungssprecher Kornelius erinnerte in Berlin
daran, „dass die Vereinigten Staaten und auch Israel uns vor dem Krieg
nicht zu Rate gezogen haben und dass Washington zu Kriegsbeginn
ausdrücklich erklärt hat, dass europäische Hilfe weder erforderlich sei
noch gewünscht sei“. Insofern sei dieser Krieg „nicht die Angelegenheit der
Nato oder der Bundesregierung“.
Auf die Frage, inwieweit die Bundesregierung die Drohungen Trumps gegen die
Nato ernst nehme, erwiderte Kornelius: „Man muss jedes Wort des
amerikanischen Präsidenten als ein Wort des amerikanischen Präsidenten
nehmen. Das spricht aus einer gewissen Autorität des Amtes.“ Kornelius
bekräftigte das Angebot der Bundesregierung, bei einer Beilegung des
Konflikts behilflich zu sein. Es sei „eindeutig, dass die Region nicht in
einen ewigen Krieg hineinschlittern darf“, sagte er. „Deswegen setzt sich
die Bundesregierung für einen schnellen Plan zur Beendigung des Krieges
ein.“ (afp)
## Iran: Gebäude der Stromwerke getroffen – mehrere Tote
Bei einem israelischen Luftangriff in Teheran ist iranischen Angaben
zufolge ein Gebäude der städtischen Stromwerke bombardiert worden. Das
Verwaltungsgebäude im Stadtteil Schohada sei getroffen worden, berichtete
das staatliche TV-Netzwerk SNN. Mehrere Mitarbeiter und Ingenieure kamen
demnach ums Leben. Eine genaue Opferzahl nannte der Bericht nicht. Durch
die Druckwelle der Explosion seien auch Gebäude in unmittelbarer Nähe
beschädigt worden. Splitter hätten Passanten in den Tod gerissen und
verletzt. (dpa)
## Pistorius schließt Bundeswehr-Einsatz zum Schutz der Straße von Hormus
aus
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat eine Beteiligung der
Bundeswehr an einer Sicherung der Straße von Hormus ausgeschlossen. Es
werde „keine militärische Beteiligung“ geben, sagte Pistorius am Montag
nach einem Treffen mit seinem lettischen Kollegen Andris Spruds in Berlin.
Deutschland sei jedoch bereit, auf diplomatischem Wege zu einer sicheren
Passage von Schiffen durch die Straße von Hormus beizutragen. Pistorius
sagte, die USA und Israel hätten sich für den Angriff auf Iran entschieden
und drohten nun, Europa mit hineinzuziehen. „Was erwartet Donald Trump von
einer Handvoll oder zwei Handvoll europäischen Fregatten dort in der Straße
von Hormus zu leisten, was die machtvolle amerikanische Navy dort alleine
nicht hinbekommen kann?“ Um für einen Bundeswehreinsatz im Persischen Golf
ein Bundestagsmandat einzuholen, sehe er „ganz klar keinerlei
Veranlassung“, betonte der SPD-Politiker. „Es ist nicht unser Krieg. Wir
haben ihn nicht begonnen.“ (afp)
## Iran: Straße von Hormus nur für Feinde und deren Verbündete gesperrt
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat die De-Facto-Blockade der
Meerenge von Hormus bestritten. Die für die weltweite Ölversorgung wichtige
Wasserstraße sei nur für Schiffe der USA, Israels und von deren Verbündeten
gesperrt, sagte Araghtschi am Montag in Teheran. „Aus unserer Sicht ist sie
offen“, sagte er über die Meerenge. „Sie ist nur für unsere Feinde
geschlossen, für diejenigen, die eine ungerechtfertigte Aggression gegen
unser Land verübt haben, und für ihre Verbündeten.“ Iran hat nach Beginn
der amerikanisch-israelischen Angriffe die Straße von Hormus blockiert,
durch die etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Öls, aber auch
verflüssigtes Erdgas verschifft wird. Dadurch sind weltweit die Ölpreise
stark gestiegen. Die iranische Revolutionsgarde hat erklärt, sie werde
dafür sorgen, dass nicht „ein einziger Liter Öl“ den Persischen Golf
verlasse. (ap)
## Iran warnt vor „Angriffen unter falscher Flagge“
Iran hat im Krieg vor militärischen Täuschungsmanövern durch Israel und die
USA gewarnt. „Unsere Streitkräfte erklären mutig und ehrenhaft jedes Ziel,
das sie angreifen“, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai bei einer
Pressekonferenz, wie sein Außenministerium mitteilte. Seinen Worten nach
sei es denkbar, dass die USA oder Israel „Angriffe unter falscher Flagge“
ausführten. Als Beispiel nannte Baghai einen Drohnenangriff im Golfstaat
Oman. Die US-Streitkräfte hätten eine mit Sprengstoff beladene
Kamikazedrohne nachgebaut, sagte der Sprecher. Er äußerte die Sorge, dass
etwaige Angriffe auch auf Ziele im US-Festland fälschlicherweise Iran
zugeschrieben werden könnten. Die amerikanische Bundespolizei FBI hatte vor
wenigen Tagen vor derartigen Angriffen in Kalifornien gewarnt, wie der
Sender ABC News berichtete. (dpa)
## Asiatischer Fußballverband geht von Teilnahme Irans an Weltmeisterschaft
aus
Der Asiatische Fußballverband AFC geht davon aus, dass die iranische
Fußball-Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft in Nordamerika im
Sommer teilnehmen wird – auch wenn US-Präsident Donald Trump den Spielern
zuletzt einen Verzicht nahelegte. „Soweit wir wissen, spielt Iran“, sagte
AFC-Generalsekretär Windsor Paul John am Montag bei einer Pressekonferenz
am Sitz des Verbands im malaysischen Kuala Lumpur. Es gebe „keine
offiziellen Informationen, dass sie nicht spielen“, fügte er hinzu. Die
iranische Auswahl sei ein „Top-Team“, sagte John. Der AFC hoffe, dass die
Islamische Republik mit Spielern bei der Fußball-WM vertreten sei. Der
Verband behalte die Entwicklungen im Auge. (afp)
## Wadephul sieht die Nato in der Straße von Hormus „nicht zuständig“
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat sich skeptisch über eine
mögliche Nato-Mission für die Sicherung der Straße von Hormus gezeigt. Er
sehe nicht, dass die Nato „zuständig werden könnte für die Straße von
Hormus“, sagte Wadephul am Montag vor einem Treffen der EU-Außenminister in
Brüssel. Angesichts der Fortsetzung des Krieges der USA und Israels gegen
Iran stelle sich die Frage „zum jetzigen Zeitpunkt“ nicht, fügte Wadephul
hinzu. „Wir wollen zunächst einmal von Israel und den Vereinigten Staaten
von Amerika erfahren, wann sie ihre militärischen Ziele in Iran erzielt
haben wollen“, sagte der Außenminister. Erst dann könne in einer nächsten
Phase „eine Sicherheitsarchitektur für diese gesamte Region“ definiert
werden. „Ich denke, wenn wir da sind, können weitere Fragen beantwortet
werden“, sagte Wadephul. (afp)
## Miliz in Irak: Haben sechs US-Soldaten bei Angriff getötet
Eine mit Iran verbündete Miliz hat nach eigenen Angaben einen
US-Militärstützpunkt in Irak angegriffen und dabei sechs US-Soldaten
getötet. Vier weitere US-Soldaten seien bei dem Raketenangriff auf die
Militärbasis in der Nähe des Flughafens von Bagdad schwer verletzt worden,
teilte die Miliz Saraja Aulija al-Dam mit. Vom US-Militär gab es zunächst
keine Informationen zu dem Vorfall. Das Medienbüro der irakischen
Streitkräfte erklärte, es habe am Abend Angriffe mit fünf Raketen auf die
Gegend rund um den Flughafen gegeben. Mehrere Sicherheitskräfte,
Flughafenmitarbeiter und ein Ingenieur seien verletzt worden. Einige der
Raketen seien auf dem Flughafengelände niedergegangen.
Saraja Aulija al-Dam ist eine kleinere Miliz, die seit einigen Jahren vor
allem mit Angriffen auf US-Truppen und -Konvois im Irak auf sich aufmerksam
macht. Sie hat Verbindungen zu den sogenannten Volksmobilisierungseinheiten
(PMU), einem Netzwerk aus schiitischen bewaffneten Gruppen, von denen viele
von Iran unterstützt werden und die im Irak großen Einfluss haben. (dpa)
## Israelischer Minister: Eskalation im Iran-Krieg möglich
Der israelische Sport- und Kulturminister Miki Zohar hält eine baldige
Zuspitzung des Iran-Kriegs für möglich. „Wir wissen, dass es in den
kommenden Tagen zu einer Eskalation kommen könnte“, sagte er dem
israelischen Radiosender 103FM. „Der gesamte Staat Israel, wir alle müssen
in den kommenden Tagen besser vorbereitet sein.“ Die Lage sei dynamisch,
sagte der Politiker mit Blick auf den Krieg in Iran sowie mit der Hisbollah
im nördlichen Nachbarland Libanon. Einzelheiten zu einer möglichen
Eskalation der Situation nannte er nicht. Zohar ist – wie auch
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu – Mitglied der rechtskonservativen
Regierungspartei Likud. Weiter sagte er, dass der Krieg noch viele Wochen
dauern könne. Auch der israelische Militärsprecher Effie Defrin hatte
zuletzt gesagt, die Armee plane den Krieg noch mindestens drei Wochen
fortzusetzen. In einem Interview des US-Senders CNN erklärte er, Israels
Militär habe zudem „weitergehende Pläne für weitere drei Wochen darüber
hinaus“. (dpa)
## Iranische Medien melden Explosionen in Teheran
Iranische Medien haben eine neue Angriffswelle in der Hauptstadt Teheran
gemeldet. Im Osten der Stadt seien nach israelisch-amerikanischen Angriffen
Explosionen zu hören gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Das
staatliche Fernsehnetzwerk SNN meldete Explosionen an mehreren Orten in der
Millionenmetropole. Das Ziel der neuen Angriffe war zunächst unklar. Die
Bevölkerung ist nun seit mehr als zwei Wochen vom Internet abgeschnitten.
Nachrichten dringen folglich nur schwer nach außen. Am Sonntag meldete die
auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks zudem den
Einbruch von Verbindungen bei einem der letzten
Telekommunikationsnetzwerke. (dpa)
## EU-Außenbeauftragte bringt UN-Abkommen für Straße von Hormus ins Spiel
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bringt ein UN-Abkommen zur Öffnung der
Straße von Hormus ins Gespräch. Sie habe mit UN-Generalsekretär António
Guterres darüber beraten, ob eine Initiative nach dem Vorbild des
Getreideabkommens für das Schwarze Meer im Ukraine-Krieg möglich sei, sagt
Kallas vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. 2022 hatten sich
Russland und die Ukraine unter UN-Aufsicht darauf verständigt,
Getreidetransporte nicht anzugreifen. 2025 verabredeten beide
kriegsführenden Staaten unter Vermittlung der USA, die zivile Schifffahrt
von den Kämpfen auszunehmen. (rtr)
## Kallas nennt zwei Möglichkeiten für EU-Einsatz an Straße von Hormus
Die Europäische Union erwägt nach Angaben ihrer Außenbeauftragten Kaja
Kallas zwei Arten von Marineeinsätzen, um die von Iran praktisch blockierte
Meerenge von Hormus wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen. Die EU könne
ihre Operation „Aspides“ zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer auf den
Persischen Golf ausweiten, sagte Kallas am Montag vor einem
EU-Außenministertreffen. Die zweite Möglichkeit sei, eine „Koalition der
Willigen“ zu bilden, zu der die Mitgliedstaaten der Lage entsprechend
militärische Mittel beisteuern könnten. „Es liegt in unserem Interesse, die
Straße von Hormus offenzuhalten, und deshalb diskutieren wir auch, was wir
in dieser Hinsicht von europäischer Seite aus tun können“, sagte Kallas.
Steigende Preise für Energie und Düngemittel hätten den Iran-Krieg zu einem
vordringlichen Thema gemacht. (ap)
## Dax stagniert
Nach den jüngsten Verlusten im Zuge des Iran-Krieges stabilisiert sich der
Dax. Der deutsche Leitindex pendelte am Morgen um seinen Schlusskurs vom
Freitag und stand zuletzt minimal im Minus bei 23.444 Punkten. Im
Rampenlicht steht heute auch die Commerzbank: Die italienische Großbank
Unicredit hat ein offizielles Übernahmeangebot vorgelegt. „Der Krieg im
Nahen Osten bleibt weiterhin das dominierende Thema und straft mit jeder
neuen Kriegswoche all diejenigen Lügen, die von einem kurzen und einfachen
Militärschlag ausgegangen sind“, schrieb Marktanalyst Andreas Lipkow vom
Handelshaus CMC Markets.
Die Energiepreise würden so zu einem echten Problem, das sich erst in den
kommenden Monaten so richtig entfalten dürfte. Die Folgen sollten laut
Lipkow sowohl direkt über sinkende Margen bei den Unternehmen als auch über
anziehende Inflationstendenzen und daraus folgende Konsumzurückhaltung
spürbar werden. Der MDax der mittelgroßen Werte legte um 0,3 Prozent auf
28.898 Zähler zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx gab geringfügig nach.
(dpa)
## Iran erklärt Stützpunkte für Versorgung von US-Flugzeugträger zu Zielen
Iran betrachtet Logistik- und Servicezentren für den US-Flugzeugträger „USS
Gerald Ford“ und den dazugehörigen Marineverband als militärische Ziele.
Der Flugzeugträger im Roten Meer stelle eine Bedrohung für die Islamische
Republik dar, sagt Ebrahim Solfaqari, Sprecher des zentralen Kommandos der
Streitkräfte. Entsprechend seien die Versorgungseinrichtungen für den
Marineverband ins Visier genommen worden, heißt es in einem Video der
Nachrichtenagentur Fars. (rtr)
## Emirate: Erneuter Brand in Ölindustriegebiet nach Drohnenangriff
Nach einem erneuten Drohnenangriff auf das Ölindustriegebiet Fudschaira in
den Vereinigten Arabischen Emiraten inmitten des Iran-Kriegs ist in dem
Bereich laut örtlichen Behörden am Montag ein Feuer ausgebrochen. Den
Angaben zufolge handelte es sich um einen „großen Brand“. Einsatzkräfte
waren demnach mit dem Löschen der Flammen beschäftigt. Es seien keine
Verletzten gemeldet worden. (afp)
## Parteien gegen deutsche Beteiligung an US-Militärmission
Bundestagsabgeordnete von CDU, SPD und AfD lehnen Forderungen der
US-Regierung ab, dass auch europäische Kriegsschiffe in der Straße von
Hormus Öltanker vor iranischen Attacken beschützen sollen. Die enge
Durchfahrt könne mit Marineeinheiten allein gar nicht gesichert werden,
sagte der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Jürgen Hardt, im
Deutschlandfunk. Die Küste sei dicht besiedelt, von dort könne Iran mit
Mörsern oder einfachen Drohnen leicht angreifen. „Mit Schiffen ist es nicht
getan. Das hat Donald Trump nicht bedacht, als er diesen Krieg mit Israel
gemeinsam gegen Iran begonnen hat“, sagte er mit Blick auf den
US-Präsidenten.
Weiter sagte Hardt, nach seinem Eindruck wisse Trump selbst nicht, wie
dieses Problem gelöst werden kann. „Ich würde vorschlagen, wir müssen es
jetzt einfach hinnehmen, dass die Durchfahrt so lange gesperrt ist, bis es
zu einer wie auch immer gearteten Veränderung im Iran kommt.“ Das bedeute
entweder eine Art Waffenstillstand oder den Sturz des Regimes. Der
SPD-Außenexperte Adis Ahmetovic sagte im ZDF-Morgenmagazin, Stand jetzt
habe sich Trump verkalkuliert. „Es war am Anfang angesetzt ein sehr
schneller, kurzer Krieg. Und wir merken jetzt, dass dieser Krieg noch
weitere Wochen gehen wird.“ Die deutsche Marine sei sehr gut und habe
besondere Fähigkeiten, aber die Kapazitäten seien nicht darauf
ausgerichtet, sich jetzt in diesem möglichen Szenario zu beteiligen. Zudem
seien Ziele und Strategie der USA und Israels in dem Krieg, der
völkerrechtswidrig sei, nicht überzeugend. AfD-Chefin Alice Weidel sagte
dem Portal „The Pioneer“, derzeit sei nicht einmal die größte Marine der
Welt, die US-Navy, in der Lage, eine sichere Passage durch die Straße von
Hormus zu gewährleisten. Vor diesem Hintergrund sei ein Einsatz der
„kleinen deutschen Marine – auch im Rahmen der EU – illusorisch und
hochgefährlich“. (dpa)
## Israel meldet Zerstörung von Chameneis Regierungsflieger
Israels Militär hat die Zerstörung eines iranischen Regierungsfliegers
gemeldet, der in der Vergangenheit vom obersten Führer Ajatollah Ali
Chamenei genutzt worden sein soll. „Damit wurde dem iranischen Regime ein
weiteres strategisches Gut entzogen“, hieß es in einem auf Persisch
verfassten Beitrag der israelischen Streitkräfte auf X. Der Flieger sei für
Flüge im In- und Ausland verwendet worden. Irans oberster Führer Chamenei
wurde am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in der Hauptstadt
Teheran getötet. Offiziell flog das Staatsoberhaupt seit seiner Ernennung
1989 zum Religionsführer nie ins Ausland. Chamenei reiste jedoch
gelegentlich in die iranischen Provinzen. Der Flughafen Mehrabad, Sitz der
iranischen Regierungsflotte, wurde in den vergangenen Tagen mehrfach
bombardiert. (dpa)
## Ölpreise: Brent steigt auf knapp 105 US-Dollar
Die Ölpreise steigen weiter – und ein Ende des Iran-Krieges ist nicht in
Sicht. Am Morgen wurde für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent
zur Lieferung im Mai 104,61 US-Dollar bezahlt und damit etwa anderthalb
Prozent mehr als am Freitag. Das Hoch lag vor einer Woche bei knapp 120
Dollar. Zum Vergleich: Vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf Iran
lag der Preis Ende Februar nur bei rund 73 Dollar. (dpa)
## Israels Armee bestätigt „begrenzte“ Bodeneinsätze im Libanon
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Tagen
„begrenzte und gezielte Bodeneinsätze“ im Süden des Nachbarlands Libanon
begonnen. Ziel seien aktive Hisbollah-Mitglieder sowie die Infrastruktur
der Miliz, teilte Israels Armee am Morgen mit. Die Einsätze am Boden seien
„Teil umfassenderer Verteidigungsmaßnahmen“, um die Einwohner im
angrenzenden Nordisrael zu schützen. Vor dem Einmarsch der Soldaten habe
Israels Militär Angriffe mit Artillerie und aus der Luft ausgeführt, „um
Bedrohungen im Einsatzgebiet zu minimieren“. Die Times of Israel sprach von
einer „Erweiterung der Pufferzone“ im Südlibanon, „um die Bedrohung durch
die Hisbollah von der Grenze fernzuhalten“. (dpa)
## China reagiert reserviert auf Trump-Forderung zu Straße von Hormus
China reagiert zurückhaltend auf die Forderung von US-Präsident Donald
Trump, sich an der [1][Sicherung der Straße von Hormus] zu beteiligen.
Wegen der derzeitigen Situation stehe man in Kontakt mit allen Seiten,
erklärt das Außenministerium in Peking. Man sei einer Deeskalation der Lage
verpflichtet. Zur Drohung Trumps, den geplanten China-Besuch zu
verschieben, sagt Ministeriumssprecher Lin Jian, man spreche mit den USA
über die Besuchspläne. Die Diplomatie auf Ebene der Staatschefs spiele eine
unersetzliche Rolle für die strategische Ausrichtung der Beziehungen. (rtr)
## Fünfte iranische Fußballerin zieht Asyl in Australien zurück
Eine fünfte Spielerin der iranischen Frauen-Fußballnationalmannschaft hat
ihren Asylantrag in Australien zurückgezogen und das Land verlassen.
Australische Medien berichteten unter Berufung auf iranische Staatsmedien,
dass es sich dabei um die Kapitänin des Teams handele. Sie soll in der
Nacht aus Australien abgeflogen sein, auf dem Weg in ihr vom Krieg stark
beeinträchtigtes Heimatland.
Damit haben inzwischen fünf der sieben Teammitglieder, denen die
australische Regierung nach dem Asien Cup humanitäre Visa gewährt hatte,
ihre Asylgesuche wieder zurückgezogen. Zwei Frauen wollen demnach weiterhin
in Australien bleiben. Nach dem Turnier hatten zunächst fünf Mitglieder
Asyl beantragt und die Zusage mit Australiens Innenminister Tony Burke
gefeiert. Kurz darauf erhielten eine weitere iranische Fußballerin sowie
ein Mitglied des Teams ebenfalls Asyl. (dpa)
## Saudi-Arabien fängt mehr als 60 Drohnen ab
Saudi-Arabien hat in der Nacht mehr als 60 Drohnen im ölreichen Osten des
Landes abgefangen. Die Drohnen seien zerstört worden, erklärte das
Verteidigungsministerium in mehreren Mitteilungen. Im Osten des Königreichs
liegen um Abkaik die größten Ölfelder und -anlagen des Landes, die im Krieg
mit Iran schon mehrfach Ziel von Angriffen wurden. Zugleich kündigte das
Ministerium einen neuen Dienst an, mit dem Bewohner des Landes „verdächtige
Aktivitäten am Himmel“ melden können. Der Dienst ist Teil einer
Handy-Anwendung für Bürgerdienste in Saudi-Arabien.
Auch die Vereinigten Arabischen Emirate standen erneut unter Beschuss. Das
Verteidigungsministerium sprach ohne nähere Details von „Bedrohungen mit
Drohnen und Raketen aus Iran“. Iran hat die Emirate im Krieg bisher
besonders stark angegriffen. Die Flugabwehr reagierte dort bisher auf
Beschuss mit rund 300 Raketen, 1.600 Drohnen und 15 Marschflugkörpern. Die
Angriffe in den Emiraten haben eine ähnliche Intensität wie Irans Angriffe
in Israel. (dpa)
## Japan startet Freigabe von Teil der Ölreserven
Japan hat mit der Freigabe von Teilen der strategischen Ölreserven
begonnen. Nach einer am Montag erschienen Bekanntmachung im Amtsblatt des
Landes wird der Stand der Ölreserven „gesenkt“ – dieser Vermerk
verpflichtet die Verwalter der Vorräte, einen Teil des Öls freizugeben, um
der neuen Vorgabe zu entsprechen. Ein Regierungssprecher sagte, das Land
werde Erdöl des Privatsektors in Höhe des Bedarfs von 15 Tagen freigeben.
Die Mitglieder der Internationalen Energie-Agentur (IEA) hatten in der
vergangenen Woche die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl beschlossen, um
[2][den durch den Iran-Krieg ausgelösten Preisanstieg] abzufedern. (afp)
## Behörden: Palästinenser bei Raketenangriff in Abu Dhabi getötet
In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist inmitten anhaltender iranischer
Angriffe am Montag nach Behördenangaben ein Palästinenser von einer Rakete
getötet worden. Laut dem Medienbüro von Abu Dhabi traf das Geschoss das
Auto des Zivilisten in einem Außenbezirk der Hauptstadt der Emirate. Die
Behörden hätten auf einen „Vorfall im Bereich Al-Bahia reagiert“, erklärte
das Medienbüro weiter. (afp)
## EU berät über Optionen bei Straße von Hormus
Die EU-Staaten beraten nach Angaben der Außenbeauftragten Kaja Kallas über
Möglichkeiten zur Öffnung der Straße von Hormus. „Es liegt in unserem
Interesse, die Straße von Hormus offenzuhalten, und deshalb diskutieren wir
auch, was wir in dieser Hinsicht von europäischer Seite aus tun können“,
sagt Kallas vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. (rtr)
## Verbündete weisen Trump-Forderung nach Beteiligung an Schutz von
Öltankern zurück
Verbündete der USA reagieren [3][ablehnend auf die Forderung von
US-Präsident Donald Trump], sich an der Sicherung der Straße von Hormus zu
beteiligen. Bundesaußenminister Johann Wadephul erklärte am Sonntagabend,
eine dementsprechende Ausweitung des EU-Einsatzes Aspides sei
unwahrscheinlich. „Ich bin sehr skeptisch“, sagte der CDU-Politiker in der
ARD. Aspides war nach Angriffen der Huthi-Rebellen im Jemen auf
Handelsschiffe im Zuge des Gaza-Kriegs gegründet worden und soll die zivile
Schifffahrt in der Region um das Rote Meer schützen. Wadephul bekräftigte,
Deutschland werde sich nicht aktiv am Nahost-Konflikt beteiligen. Japan und
Australien erklärten am Montag, sie planten keine Entsendung von
Kriegsschiffen in die für die weltweite Ölversorgung wichtige Wasserstraße
zwischen Iran und der arabischen Halbinsel. (rtr)
## Flughafen von Dubai nimmt Betrieb nach Drohnenvorfall und Brand
teilweise wieder auf
Nach der vorübergehenden Schließung infolge eines Drohnenvorfalls und eines
Brandes hat der internationale Flughafen von Dubai am Montag seinen Betrieb
teilweise wieder aufgenommen. Starts und Landungen am Flughafen mit dem
Kürzel DXB würden „schrittweise zu bestimmten Zielen wieder aufgenommen“,
teilte der Flughafenbetreiber im Onlinedienst X mit. Die mehrere Stunden
dauernde Aussetzung des Flugbetriebs sei eine „Vorsichtsmaßnahme“ gewesen.
Die Fluggesellschaft Emirates teilte mit, dass sie nach 10.00 Uhr Ortszeit
(07.00 MEZ) mit einem „eingeschränkten Angebot“ rechne. (afp)
## Schule bei Luftangriff in Zentraliran zerstört
Bei einem Luftangriff in Zentraliran ist iranischen Angaben zufolge eine
Schule zerstört worden. Der Angriff ereignete sich in der Kleinstadt
Chomein, wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf den
Gouverneur der Provinz Markasi meldete. Es habe keine Todesopfer gegeben.
Mehrere Häuser in der Umgebung seien beschädigt worden. Bilder mehrerer
iranischer Medien zeigten ein völlig zerstörtes Hauptgebäude hinter dem
Eingang des Gymnasiums. Welche Luftwaffe für die Bombardierung
verantwortlich war, blieb zunächst unklar. Der Gouverneur in Markasi sprach
von einem Angriff des „zionistisch-amerikanischen Regimes“. Bei weiteren
Angriffen in der Provinz seien fünf Menschen getötet worden. (dpa)
## Iran will bombardierte Mädchenschule in Museum umwandeln
Iran will die am ersten Kriegstag bombardierte Schule im Süden des Landes
in ein Museum umwandeln. „Diese Schule ist ein lebendiges Dokument der
Bereitschaft der Amerikaner zu Verbrechen und muss zur Bewahrung im
historischen Gedächtnis des iranischen Volkes registriert und dokumentiert
werden“, hieß es in einer Regierungserklärung. Nähere Details zu den
Museumsplänen gab es zunächst nicht. Die Schule selbst soll im Gedenken an
die Opfer an anderer Stelle neu aufgebaut werden. Bei dem Angriff in Minab
am Persischen Golf waren Ende Februar mindestens 168 Schülerinnen zwischen
sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie 4 Eltern ums Leben gekommen.
Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff
verantwortlich. Wie die New York Times und der Sender CNN unter Berufung
auf vertrauliche Quellen berichteten, geht das aus vorläufigen Ergebnissen
einer Untersuchung hervor. Die USA hätten einen Stützpunkt der
Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte.
Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der
US-Streitkräfte. (dpa)
## Trump fordert Nato-Beteiligung in Straße von Hormus
In der Frage um einen internationalen Marineeinsatz zur Sicherung der
Schifffahrt durch die für die internationale Ölversorgung wichtige Straße
von Hormus hat US-Präsident Donald Trump den Druck auf Verbündete erhöht.
Eine ausbleibende Unterstützung durch Nato-Verbündete wäre „sehr schlecht“
für die Zukunft des Verteidigungsbündnisses, sagte Trump in einem am
Sonntag veröffentlichten Interview mit der britischen Financial Times.
Trump drohte zudem mit der Verschiebung seiner Reise nach China.
Trump forderte eine Reaktion der Nato. „Wenn es keine Antwort gibt oder
wenn es eine negative Antwort gibt, halte ich das für sehr schlecht für die
Zukunft der Nato“, sagte er der Financial Times. Die US-Regierung habe die
Ukraine in ihrem Krieg gegen Russland unterstützt, erklärte Trump. Er
erwarte daher Hilfe von den europäischen Verbündeten Washingtons in der
Straße von Hormus.
Nachdem Trump zunächst angekündigt hatte, die US-Kriegsmarine werde in
Kürze mit der Eskortierung von Tankern durch die Straße von Hormus
beginnen, war er am Samstag umgeschwenkt. Stattdessen drängte er andere
Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen, um die Schifffahrt durch die
Meerenge abzusichern. Trump erklärte, „viele Länder“ würden sich
beteiligen, und nannte China, Frankreich, Japan, Südkorea und
Großbritannien. Am Montag sagte Trump vor Journalisten an Bord der
Präsidentenmaschine Air Force One, seine Regierung sei mit „etwa sieben“
Ländern im Gespräch. (afp)
## Australien: Entsenden keine Marineschiffe in Hormus-Passage
Australien wird keine Marineschiffe zur Unterstützung in die Straße von
Hormus entsenden. Dies teilte Ministerin Catherine King, Ministerin für
Infrastruktur und Transport im Kabinett von Premierminister Anthony
Albanese, in einem Interview mit dem staatlichen Sender ABC mit. Man sei
sich der Bedeutung der Meerenge bewusst, werde sich aber nicht an einer
Marine-Mission beteiligen. Australien habe jedoch auf Anfrage der
Vereinigten Arabischen Emirate bereits Flugzeuge zur Unterstützung der
Verteidigung des Landes bereitgestellt. (rtr)
## Irans Außenminister: Angriffe auf Treibstofflager in Teheran sind
„Ökozid“
Israelische Angriffe auf Treibstofflager in Teheran stellen nach Auffassung
des iranischen Außenminister Abbas Araghtschi aufgrund der langfristigen
Gesundheitsrisiken für die Anwohner einen „Ökozid“ dar. Die Angriffe
„verstoßen gegen das Völkerrecht und stellen einen Ökozid dar“, erklärte
Araghtschi am Montag im Onlinedienst X. Anwohner seien „langfristigen
Schäden an ihrer Gesundheit“ ausgesetzt. Außerdem könnte die „Kontamination
von Boden und Grundwasser Auswirkungen über Generationen hinweg haben“.
(afp)
## Trump wirft Iran KI-Desinformation im Krieg vor
US-Präsident Donald Trump hat Iran den Einsatz von Künstlicher Intelligenz
(KI) als „Desinformationswaffe“ im Krieg mit den USA und Israel
vorgeworfen. Auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social nannte Trump
drei Beispiele für angebliche Täuschungen. So habe Iran nicht existierende
„Kamikaze-Boote“ gezeigt und fälschlicherweise einen erfolgreichen Angriff
auf den Flugzeugträger USS Abraham Lincoln dargestellt. Zudem seien Bilder,
die 250.000 Iraner bei einer Kundgebung für den neuen Obersten Führer
Modschtaba Chamenei zeigten, „vollständig KI-generiert“. Die
Nachrichtenagentur Reuters hat jedoch Bilder verifiziert, die einen Angriff
iranischer Boote auf zwei Tanker zeigen. Eine Reuters-Recherche ergab zudem
keine Berichte westlicher Medien, die eine Zahl von 250.000 Teilnehmern
bei einer Kundgebung nennen. (rtr)
## Japan: Vorerst kein Marine-Einsatz in der Straße von Hormus
Japan plant Ministerpräsidentin Sanae Takaichi zufolge derzeit keine
Entsendung der Marine zum Schutz von Schiffen im Nahen Osten. Es sei noch
keine Entscheidung getroffen worden, sagte Takaichi im Parlament. Die
Regierung prüfe weiterhin, was Japan im Rahmen der rechtlichen
Möglichkeiten tun könne. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor Verbündete
aufgefordert, Öltanker in der Straße von Hormus zu schützen. Eine formelle
Anfrage der USA liegt Takaichi zufolge jedoch noch nicht vor. (rtr)
## Drohne setzt Treibstofflager am Flughafen Dubai in Brand
Bei einem Drohneneinschlag in Dubai ist ein Treibstofflager des Flughafens
in Flammen aufgegangen. Einsatzkräfte brachten das Feuer am Morgen unter
Kontrolle, es gab keine Verletzten, wie die Behörden des Emirats auf der
Plattform X erklärten. Der Flughafen stellte den Betrieb auf Anweisung der
Luftfahrtbehörde vorübergehend ein. Es handle sich um eine
Vorsichtsmaßnahme, Reisende sollten ihre Fluggesellschaften kontaktieren,
erklärten die Behörden weiter. Der Flugbetrieb in Dubai – normalerweise
eines der wichtigsten internationalen Drehkreuze – ist wegen des
Iran-Kriegs und der Gegenangriffe Teherans auf Staaten in der Golfregion
immer noch massiv eingeschränkt. Schon vor der jüngsten Attacke galt kein
regulärer Flugplan. (dpa)
## Trump: Iran nicht „bereit“ für Abkommen zur Beendigung des Krieges
Iran ist nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump nicht „bereit“ für
ein Abkommen zur Beendigung des Krieges. „Ich glaube nicht, dass sie bereit
sind. Aber sie sind schon ziemlich nah dran“, sagte Trump am Sonntag
(Ortszeit) vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One.
Trump erklärte zudem, es gebe diplomatische Bemühungen, den Krieg zu
beenden. „Ja, wir sprechen mit ihnen“, sagte der US-Präsident mit Blick auf
die Führung in Teheran. Zugleich sagte Trump, er sei sich nicht sicher, ob
er ein Abkommen zur Beendigung des Krieges schließen wolle. „Zuerst einmal
weiß niemand so genau, mit wem man es überhaupt zu tun hat, weil die
meisten ihrer Führung getötet wurden“, sagte er. Trump beharrte jedoch
darauf, dass „sie verzweifelt ein Abkommen schließen wollen“. (afp)
## Trump verschärft Druck auf US-Medien wegen Iran-Berichten
US-Präsident Donald Trump hat seine Kritik an US-Medien wegen angeblicher
Falschberichterstattung über den Iran-Krieg erneuert. Der Republikaner warf
ihnen vor, vom iranischen Machtapparat mittels Künstlicher Intelligenz
erzeugte Fake-Bilder und -Videos sowie Falschbehauptungen zu verbreiten –
„in enger Abstimmung“ mit Iran. Iran sei dabei, den Krieg zu verlieren, und
„Die linksradikale Presse weiß das ganz genau, verbreitet aber weiterhin
falsche Berichte und LÜGEN“, schrieb der Präsident auf seiner Plattform
Truth Social. Deshalb sei er begeistert, dass die Lizenzen einiger dieser
„korrupten und hochgradig unpatriotischen ‚Nachrichten‘-Organisationen“ nun
von der Medienaufsichtsbehörde überprüft würden. (dpa)
## Israelische Armee startet „groß angelegte“ Angriffswelle auf Teheran
Die israelische Armee hat am Montagmorgen nach eigenen Angaben eine „groß
angelegte“ Welle von Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran
gestartet. Dabei werde die Infrastruktur „des iranischen Terrorregimes in
Teheran“ ins Visier genommen, teilte die Armee im Onlinedienst Telegram
mit. (afp)
## Trump und Starmer beraten über Blockade der Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump und der britische Premierminister Keir Starmer
haben über die Blockade der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus
beraten. Starmer und Trump hätten „die anhaltende Lage im Nahen Osten und
die Bedeutung einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus besprochen, um
die Störung der globalen Schifffahrt zu beenden“, erklärte eine Sprecherin
des Büros des britischen Premiers am Sonntag. Trump hatte am Samstag
gefordert, andere Staaten sollten im Iran-Krieg die Schifffahrt durch die
für die internationale Ölversorgung wichtige Straße von Hormus absichern.
Dabei stieß er bei den Verbündeten aber auf zurückhaltende Reaktionen.
(afp)
## Macron: Irans Angriffe auf Nachbarn müssen aufhören
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat an seinen iranischen Kollegen
Massud Peseschkian appelliert, dass Angriffe auf Länder in der Region
sofort aufhören müssen. „Ich habe ihn aufgefordert, die inakzeptablen
Angriffe, die Iran gegen die Länder der Region führt – sei es direkt oder
über Stellvertreter wie im Libanon und im Irak -, unverzüglich
einzustellen“, schrieb Macron nach einem Telefonat mit Peseschkian auf der
Plattform X. Er warnte Peseschkian demnach davor, Frankreich ebenfalls ins
Visier zu nehmen: Frankreich handele ausschließlich zum Zweck der
Verteidigung, um seine Interessen und die der Partner in der Region zu
schützen sowie die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten. Mit Blick auf
den Krieg sprach er von einer „unkontrollierten Eskalation“, die die
gesamte Region in Chaos stürze, mit schwerwiegenden Folgen für heute und
die kommenden Jahre. Opfer sei die Zivilbevölkerung – in Iran und überall
in der Region. (dpa)
## Fünf Verletzte durch Raketenangriff auf Flughafen von Bagdad
Bei einem Raketenangriff auf den internationalen Flughafen von Bagdad sind
am Sonntag fünf Menschen verletzt worden. Es seien insgesamt fünf Raketen
in Richtung des Flughafens abgefeuert worden, erklärten die irakischen
Sicherheitskräfte. Raketengeschosse seien vor allem auf dem Gelände des
zivilen Flughafens eingeschlagen, auf dem wegen des Iran-Krieges derzeit
aber keine Maschinen starten und landen. Auf dem riesigen Flughafengelände
befindet sich auch eine diplomatische Vertretung der USA. Geschosse
schlugen den Angaben zufolge auch nahe dem Flughafen bei einer
Wasseraufbereitungsanlage und einem Gefängnis ein, in dem Kämpfer der
Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) inhaftiert sind. (afp)
## US-Ölkonzerne warnen vor Verschärfung der Energiekrise
Die Chefs der führenden US-Ölkonzerne warnen die Regierung von Präsident
Donald Trump einem Zeitungsbericht zufolge vor einer Verschärfung der
Energiekrise. In Gesprächen im Weißen Haus hätten die Spitzen von Exxon
Mobil, Chevron und ConocoPhillips deutlich gemacht, dass die Störungen in
der Straße von Hormus die weltweiten Märkte weiter belasten würden,
berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider. (rtr)
## Iranische Führung kündigt Anhebung des Mindestlohns um 60 Prozent an
Inmitten des Iran-Kriegs hat die Führung in Teheran eine deutliche Anhebung
des Mindestlohns angekündigt. Der Mindestlohn solle um gut 60 Prozent
steigen, teilte das iranische Arbeitsministerium am Sonntag laut dem
Bericht staatlicher Medien mit. Auch die Unterstützung für Familien mit
Kindern solle in ähnlichem Umfang erhöht werden. Iran passt den Mindestlohn
jährlich an die Inflation an. Diese war aufgrund internationaler Sanktionen
in den Monaten vor dem Iran-Krieg sprunghaft gestiegen. Im Dezember kam es
deshalb im ganzen Land zu massiven Protesten. Diese entzündeten sich
zunächst an der schlechten Wirtschaftslage und den hohen Preisen. Sie
entwickelten sich aber schnell zu grundsätzlichen Protesten gegen die
Führung des Landes. Die iranischen Behörden ließen die Demonstrationen mit
Gewalt niederschlagen, weshalb US-Präsident Donald Trump dem Land mit einem
militärischen Eingreifen drohte. (afp)
## Iran: 700 ballistische Raketen seit Kriegsbeginn abgefeuert
Irans Luftstreitkräfte haben eigenen Angaben zufolge seit Kriegsbeginn 700
Raketen auf Ziele in Israel und US-Stützpunkte der Golfregion gefeuert.
Daneben seien rund 3.600 Kampfdrohnen für den Kamikazeeinsatz gestartet
worden, berichteten die iranischen Onlineportale „Tabnak“ und „Avash“ unter
Berufung auf einen Militärsprecher der Revolutionsgarden. General Ali
Mohammed Naini, Sprecher der Revolutionsgarden, hatte dem iranischen
Staatsfernsehen am Sonntag ein Interview gegeben. Auch die
Nachrichtenagentur Fars, die der Elitestreitmacht nahesteht, zitierte
daraus. Naini sagte demnach, dass viele der abgefeuerten Raketen aus alten
Beständen stammten. Viele der ballistischen Raketen aus neuer Produktion
seien noch nicht zum Einsatz gekommen, sagte der Sprecher. (dpa)
## Spanien verlegt Irak-Spezialkräfte
Wegen des Iran-Kriegs und der verschlechterten Sicherheitslage im Nahen
Osten hat Spanien seine im Irak eingesetzten Spezialkräfte vorübergehend
verlegt. Die Militärangehörigen seien ohne Zwischenfälle an sichere Orte
gebracht worden und wohlauf, teilte das Verteidigungsministerium in Madrid
mit. Die den spanischen Spezialkräften übertragenen Aufgaben könnten
derzeit im Irak „nicht wahrgenommen werden“, hieß es. Nach Angaben des
staatlichen Fernsehsenders RTVE sind insgesamt rund 300 Angehörige der
spanischen Streitkräfte im Irak in zwei Missionen eingesetzt: In der von
den USA angeführten Operation „Inherent Resolve“ gegen die Terrormiliz
Islamischer Staat (IS) sowie in der Ausbildungsmission der Nato, in der im
Juni ein spanischer General das Kommando übernehmen soll. (dpa)
## Auch Italien zieht seine Truppen im Norden Iraks ab
Nach einem Drohnenangriff auf eine Militärbasis im Nordirak bereitete auch
Italien den Abzug seiner Truppen vor: 102 Soldaten sind bereits zurück in
Italien, 75 wurden nach Jordanien verlegt. Für die übrigen sollte nach
Angaben von Freitag eine Verlegung auf dem Landweg organisiert werden, um
nach Italien zurückzukehren. Erst am Freitag hatte Frankreich mitgeteilt,
dass bei einem ähnlichen Angriff auf französische Truppen im Irak ein
Soldat getötet und mehrere weitere verletzt wurden; Präsident Emmanuel
Macron bezeichnete den Angriff als inakzeptabel. (dpa)
## Iran: 500 Festnahmen wegen Spionagevorwürfen
In Iran sind nach Angaben der Polizei 500 Menschen wegen Spionagevorwürfen
festgenommen worden. Ihnen werde zur Last gelegt, Informationen an Feinde
weitergegeben zu haben, sagt Polizeichef Ahmadresa Radan. In der Hälfte der
Fälle handele es sich um schwere Fälle. Dazu zählten die Übermittlung von
Zieldaten für Angriffe sowie das Filmen von Einschlagstellen. (rtr)
## Netanjahu macht sich über Internet-Gerüchte über seinen angeblichen Tod
lustig
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat sich über Internet-Gerüchte
über seinen angeblichen Tod lustig gemacht. Er könnte lediglich „für einen
Kaffee sterben“, sagte Netanjahu sarkastisch in einem am Sonntag auf seinem
Konto im Onlinedienst X veröffentlichten Video – und bekommt umgehend einen
Kaffee gereicht. Dann hob der Regierungschef seine Hände vor die Kamera und
fragte: „Wollt ihr die Finger zählen?“ Dabei spielte er auf Spekulationen
in Online-Netzwerken an, dass seine jüngste Fernsehansprache von
Künstlicher Intelligenz generiert worden sei, da er den Spekulationen
zufolge an einer Hand sechs Finger zu haben schien. Die iranischen
Revolutionsgarden hatten am Sonntag gedroht, Netanjahu zu töten. Die
Revolutionsgarden würden Netanjahu „verfolgen und töten“, sollte dieser
noch am Leben sein, erklärte die iranische Nachrichtenagentur Irna auf X.
(afp)
## US-Angriffe auf Iran kosteten laut Berater zwölf Milliarden Dollar
Angriffe auf Iran haben die USA laut dem Direktor des Nationalen
Wirtschaftsrats rund zwölf Milliarden Dollar gekostet. Dies sei die letzte
Zahl, die ihm genannt worden sei, sagte Kevin Hassett am Sonntag in der
Nachrichtensendung „Face the Nation“. In Schätzungen des Pentagons, die dem
Kongress vorgelegt wurden, hieß es, dass der Krieg in der ersten Woche 11,3
Milliarden Dollar kosten würde. Hassett machte keine genauen Angaben zum
Zeitraum, auf den sich die Ausgaben in Höhe von zwölf Milliarden Dollar
beziehen. (ap)
16 Mar 2026
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