# taz.de -- Nachrichten im Iran-Krieg: Neue Angriffswelle auf Iran – Nachfolger Chameneis ernannt
       
       > In der Nacht bombardierten Israels Kampfflugzeuge erstmals iranische
       > Öllager. Trump schließt auch den Einsatz von Bodentruppen nicht aus. In
       > Saudi-Arabien gibt es erstmals Tote.
       
 (IMG) Bild: Brennendes Öllager in Teheran: In iranischen Staatsmedien wurde mit einem Vergeltungsangriff auf Ölraffinerien in Israel gedroht
       
       ## 18:41 Uhr: Erstmals Tote in Saudi-Arabien
       
       dpa | Erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs ist es in Saudi-Arabien infolge
       eines mutmaßlich iranischen Angriffs zu Todesfällen gekommen. Zwei Menschen
       seien beim Einschlag eines Geschosses in ein Wohngebäude im Gouvernement
       al-Chardsch südöstlich der Hauptstadt Riad getötet worden, sagte ein
       Sprecher des saudischen Zivilschutzes laut einer Regierungsmitteilung. Bei
       den Opfern soll es sich demnach um einen indischen und einen
       bangladeschischen Staatsbürger gehandelt haben.
       
       Zwölf Menschen, die alle aus Bangladesch stammen, seien bei dem Vorfall
       zudem verletzt worden, hieß es weiter. Das betroffene Gebäude gehöre zu
       einer Reinigungsfirma, so die Mitteilung. Versuche, zivile Einrichtungen zu
       treffen, seien ein eklatanter Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht,
       wurde der Sprecher zitiert. Zur genauen Herkunft des Geschosses äußerte er
       sich jedoch nicht.
       
       Saudi-Arabien wurde seit dem Beginn des Iran-Kriegs vor gut einer Woche
       bereits mehrmals zum Ziel iranischer Angriffe. Die meisten Geschosse
       konnten laut Regierungsangaben jedoch abgefangen werden. Im Gouvernement
       al-Chardsch befindet sich der auch von den USA genutzte
       Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan Airbase, der immer wieder von iranischen
       Geschossen angegriffen wurde. Saudi-Arabien betonte aber, dass er nicht als
       Ausgangspunkt für die jüngsten Angriffe auf den Iran gedient habe.
       
       ## 14:45 Uhr: Zwei israelische Soldaten im Südlibanon getötet
       
       ap | Israel hat den Tod von zwei Soldaten im Libanon eingeräumt. Sie seien
       bei Kämpfen im Süden des Landes getötet worden, teilte das Militär am
       Sonntag mit. Bei einem von ihnen handle es sich um einen 38-Jährigen aus
       einem drusischen Dorf auf den von Israel annektierten Golanhöhen. Zu dem
       zweiten Soldaten macht das Militär keine näheren Angaben.
       
       Die beiden Soldaten sind die ersten personellen Verluste des israelischen
       Militärs seit Beginn des Krieges gegen den Iran vor gut einer Woche. Nach
       Beginn der Kämpfe hat sich die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im
       Libanon an der Seite ihrer Schutzmacht in den Konflikt eingeschaltet und
       Israel nach einer längeren, brüchigen Waffenruhe wieder mit Raketen
       beschossen. Das israelische Militär bombardierte daraufhin Hisbollah-Ziele.
       Es hat seit der Bodenoffensive 2024 gegen die Hisbollah Soldaten im
       Südlibanon stationiert.
       
       ## 14:27 Uhr: Arabische Liga verurteilt iranische Angriffe auf Golfstaaten
       
       afp | Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Abul Gheit, hat die
       iranischen Angriffe auf Golfstaaten als Reaktion auf die US-israelischen
       Luftangriffe scharf verurteilt. Teherans Angriffe gegen mehrere
       Mitgliedstaaten der Arabischen Liga seien „rücksichtslos“ und ein „riesiger
       strategischer Fehler“, sagte Gheit am Sonntag bei einer dringlich
       anberaumten Videokonferenz der Außenminister der Staatengruppe. Sie könnten
       „durch keinen Vorwand und keine Entschuldigung gerechtfertigt“ werden.
       
       Der Iran habe Friedensbemühungen der Golfstaaten mit „heimtückischen
       Raketen und Drohnenangriffen“ zurückgezahlt, sagte der Generalsekretär
       weiter. Die arabischen Staaten seien keine Kriegsparteien.
       
       ## 13:54 Uhr: Schweiz sieht im Iran-Krieg Verstoß gegen Völkerrecht
       
       dpa | Die Schweizer Regierung bezeichnet den Iran-Krieg als Verstoß gegen
       das Völkerrecht. Verteidigungsminister Martin Pfister sagte der
       „Sonntagszeitung“: „Der Bundesrat ist der Auffassung, dass der Angriff auf
       den Iran eine Verletzung des Völkerrechts darstellt.“ Bundesrat heißt in
       der Schweiz die siebenköpfige Regierung.
       
       Zur Begründung sagte Pfister: „Weil er aus unserer Sicht einen Verstoß
       gegen das Gewaltverbot darstellt. Wir rufen alle Konfliktparteien auf, die
       Gewalt einzustellen und die Zivilbevölkerung zu schonen.“ Dazu zählten die
       USA, Israel und der Iran, weil sie sich alle nicht an das Gewaltverbot
       hielten.
       
       Das Schweizer Neutralitätsgebot heißt unter anderem, dass an kriegführende
       Parteien keine Rüstungsgüter ausgeführt werden. Sehr zum Missfallen
       europäischer Partner hat die Schweiz Deutschland etwa nach dem russischen
       Angriff auf die Ukraine verboten, in der Schweiz gekaufte Panzermunition an
       die Ukraine weiterzugeben.
       
       Ob nun Rüstungsausfuhren in die USA gestoppt würden, wurde Pfister gefragt.
       „Das werden das Staatssekretariat für Wirtschaft und der Bundesrat
       entscheiden, sobald Exportgesuche vorliegen. Bisher gab es keines“,
       antwortete er.
       
       ## 13:42 Uhr: Mehrere heftige Explosionen in Tel Aviv nach neuen iranischen
       Raketenangriffen
       
       afp | Nach einer neuen iranischen Angriffswelle auf Israel ist die
       Küstenmetropole Tel Aviv von mehreren heftigen Explosionen erschüttert
       worden. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten am Sonntag von
       mindestens zehn Explosionen in der zentralisraelischen Mittelmeerstadt. Die
       israelische Armee hatte zuvor neue Raketenangriffe aus dem Iran auf
       israelisches Staatsgebiet gemeldet.
       
       Die israelischen Streitkräfte hätten „vor Kurzem Raketen identifiziert, die
       aus dem Iran in Richtung des israelischen Territoriums abgefeuert wurden“,
       hieß es in einer Erklärung. Die Luftverteidigungssysteme des Landes seien
       im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren.
       
       ## 13:32 Uhr: Hamsterkäufen in Bangladesch
       
       ap | Der Irankrieg hat in Bangladesch zu einem Ansturm auf die Tankstellen
       geführt. Autofahrer warteten am Sonntag aus Angst vor Engpässen
       stundenlang, um Benzin und Diesel für ihre Fahrzeuge zu erstehen. In der
       Hauptstadt Dhaka harrten manche sogar die ganze Nacht hindurch in langen
       Schlangen aus. Stellenweise kam es zu Panikkäufen.
       
       Bangladesch importiert etwa 95 Prozent seines Erdöl- und 70 Prozent seines
       Erdgasbedarfs aus dem Nahen Osten. Dort hat der Iran nach Beginn von
       Luftangriffen der USA und Israels die Straße von Hormus praktisch
       blockiert, durch die etwa 20 Prozent des weltweit geförderten Erdöls
       verschifft werden. Die Blockade lässt nicht nur den Ölpreis steigen, auch
       Flüssigerdgas (LNG) ist deutlich teurer geworden.
       
       Ein großer Teil der Ölexporte durch die Straße von Hormus geht nach Ost-
       und Südostasien. Energiehungrige Staaten dort treibt die Sorge um, bei
       einer Angebotsverknappung von reicheren Staaten überboten zu werden.
       
       Anders als etwa China und Japan kann Bangladesch die Ausfälle schon jetzt
       kaum noch abfedern. Tankstellenbesitzer sehen sich wegen der gestiegenen
       Nachfrage unter starkem Druck. Die Regierung des Landes mit mehr als 170
       Millionen Einwohnern hat den Verkauf von Treibstoff begrenzt. Autos und
       Motorräder dürfen nur eine bestimmte Menge Benzin oder Diesel tanken. Die
       Behörden schlossen außerdem fünf der sechs Düngemittelfabriken des Landes
       bis zum 18. März.
       
       ## 12:40 Uhr: Emirate melden neue iranische Angriffe mit Drohnen und
       Raketen
       
       ap | Der Iran hat die Vereinigten Arabischen Emirate nach deren Angaben
       erneut mit einer Salve aus mehr als einem Dutzend Raketen und Hunderten
       Drohnen beschossen. Die Luftabwehr habe 16 der 17 am Sonntag abgefeuerten
       Raketen abgefangen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die 17. sei
       ins Meer gestürzt. Auch die meisten der 117 Drohnen seien abgefangen
       worden. Die Emirate seien bereit, der Bedrohung „fest entgegenzutreten“.
       Welche konkreten Ziele attackiert wurden, blieb offen.
       
       ## 12:20 Uhr: Macron reist nach Zypern
       
       dpa | Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will am Montag vor dem
       Hintergrund des Iran-Kriegs nach Zypern reisen. Vor einigen Tagen hatte
       eine Drohne iranischer Bauart den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri
       auf der Mittelmeerinsel getroffen. „Diese Reise soll die Solidarität
       Frankreichs mit Zypern zum Ausdruck bringen“, hieß es aus Élysée-Kreisen.
       
       In der Hafenstadt Paphos werde Macron Zyperns Präsidenten Nikos
       Christodoulidis sowie den griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos
       Mitsotakis treffen. Dabei soll es um die Sicherheitslage in der Region
       gehen. Laut Élysée-Kreisen soll das Treffen auch dabei helfen,
       Anstrengungen zu koordinieren, um Rückführungsoperationen zu unterstützen.
       
       Aus Solidarität mit Zypern haben mehrere europäische Staaten ihre
       militärische Präsenz in der Region verstärkt. Frankreich verlegte drei der
       größten französischen Kriegsschiffe in Richtung der Konfliktregion.
       
       ## 12:09 Uhr: 117 Iraner mit russischem Flugzeug aus Beirut ausgeflogen
       
       afp | Nach einer weiteren Verschärfung der Maßnahmen gegen die vom Iran
       finanzierte Hisbollah durch den Libanon haben nach Regierungsangaben 117
       iranische Staatsbürger Beirut verlassen – darunter Diplomaten. Die Maschine
       mit den Iranern sei in der Nacht zum Sonntag in der Hauptstadt gestartet,
       hieß es aus libanesischen Regierungskreisen. Libanons Regierung hatte am
       Donnerstag jegliche Aktivität der iranischen Revolutionsgarden und eine
       Visumspflicht für einreisende iranische Staatsbürger verhängt, um den Druck
       auf die Hisbollah zu erhöhen.
       
       ## 12:08 Uhr: Diplomatischer Druck auf Sri Lanka
       
       rtr | Sri Lanka ‌gerät einem internen Dokument ‌zufolge auf diplomatischer
       Ebene zwischen die Fronten der USA und des Iran. So drängen die USA Sri
       Lanka zum Verzicht auf die Rückführung iranischer Seeleute, die sich
       derzeit in dem südasiatischen Inselstaat befinden. Das geht aus einer
       vertraulichen Mitteilung des US-Außenministeriums hervor, die die
       Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag einsehen konnte. Darin soll die
       US-Vertretung in Colombo die dortige Regierung davor gewarnt haben, die
       Überlebenden ‌der versenkten iranischen Fregatte „Dena“ und die Besatzung
       eines weiteren Schiffes in ihre Heimat zurückzuschicken.
       
       US-Geschäftsträgerin Jayne Howell soll der diplomatischen Depesche zufolge
       betont haben, Sri Lanka müsse iranische Versuche unterbinden, die
       Festgehaltenen für Propagandazwecke zu nutzen. Zudem erkundigte sich
       demnach der israelische Botschafter für Indien und Sri Lanka bei Howell, ob
       es Kontakt zu der Besatzung gebe, um diese zum Überlaufen zu bewegen. Die
       israelische Botschaft in Neu Delhi antwortete zunächst nicht auf die Bitte
       um Stellungnahme.
       
       Ein Sprecher des US-Außenministeriums wollte den Bericht nicht direkt
       kommentieren, erklärte aber, man respektiere Sri Lankas Souveränität ‌und
       die dortigen Gesetze. Oberstes Ziel sei es jedoch, die vom Iran ausgehende
       Gefahr für die USA und ihre Partner einzudämmen.
       
       Ein US-U-Boot hatte die „Dena“ am Mittwoch vor der Hafenstadt Galle im
       Süden ⁠Sri Lankas torpediert. Dabei wurden nach Angaben Sri Lankas 87
       Menschen getötet. Das Schiff hatte vergangenen Monat an von Indien
       organisierten Marineübungen in der Bucht von Bengalen teilgenommen und war
       auf dem Rückweg nach Iran, als ‌es beschossen ‌wurde. Etwa 20 der 32
       Überlebenden wurden inzwischen von einem Krankenhaus ⁠in einen
       Luftwaffenstützpunkt verlegt.
       
       Sri Lankas Präsident Anura Kumara Dissanayake hatte am Donnerstag die
       Evakuierung des gestrandeten Versorgungsschiffs „Buschehr“ angeordnet und
       dies mit einer humanitären Verantwortung ‌für die 208 Menschen an Bord
       begründet. ‌Dem internen Dokument zufolge soll dieses Schiff für die Dauer
       des Konflikts in Sri Lanka festgesetzt werden.
       
       ## 11:58 Uhr: 15 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon
       
       dpa | Bei erneuten Luftangriffen Israels sind im Libanon nach dortigen
       Regierungsangaben mindestens 15 Menschen getötet worden. Israel habe
       südlich des Litani-Flusses nahe der gemeinsamen Grenze angegriffen, teilte
       das libanesische Gesundheitsministerium mit. Dort sei in einem Dorf ein
       Wohngebäude getroffen worden. Örtlichen Medienberichten zufolge waren auch
       Frauen und Kinder unter den Opfern. Rettungskräfte suchten unter Trümmer
       nach Opfern.
       
       Ein israelischer Armeesprecher teilte mit, die Luftangriffe dauerten an.
       Hintergrund seien terroristische Aktivitäten der Hisbollah. Anwohner wurden
       aufgerufen, sich umgehend nördlich des Litani-Flusses in Sicherheit zu
       begeben. Teil des aktuellen Militäreinsatzes im Libanon ist nach
       israelischen Angaben auch eine begrenzte Bodenoffensive mit dem Ziel, eine
       Sicherheitszone entlang der Grenze einzurichten, vermutlich um
       Hisbollah-Kämpfer weiter nach Norden in den Libanon zu drängen und das
       Risiko von Angriffen in Israel zu verringern.
       
       ## 11:55 Uhr: Trump nimmt Leichen von im Iran-Krieg getöteten US-Soldaten
       in Empfang
       
       afp | Unter den Augen von US-Präsident Donald Trump sind am Samstag die
       Leichen der sechs im Iran-Krieg getöteten US-Soldaten in die Vereinigten
       Staaten überführt worden. Trump salutierte, als die mit US-Flaggen
       bedeckten Särge aus einem Militärflugzeug ausgeladen und an ihm
       vorbeigetragen wurden. An der Zeremonie auf dem Luftwaffenstützpunkt Dover
       im Bundesstaat Delaware nahmen auch US-Vizepräsident JD Vance und seine
       Frau Usha, Pentagon-Chef Pete Hegseth, US-Generalstabschef Dan Caine sowie
       First Lady Melania Trump teil.
       
       Die sterblichen Überreste der Soldaten wurden anschließend in eine
       Leichenhalle gebracht. Dort sollen sie offiziell identifiziert und für die
       Beisetzung vorbereitet werden.
       
       Die getöteten Soldaten – fünf Männer und eine Frau im Alter von 20 bis 54
       Jahren – waren Reservisten, die einer Einheit aus dem US-Bundesstaat Iowa
       angehörten. Sie wurden am Sonntag bei einem Drohnenangriff in Kuwait
       getötet.
       
       ## 10:52 Uhr: Nachfolger Chameneis ernannt – Expertenrat nennt Namen jedoch
       nicht
       
       afp | Rund eine Woche nach der Tötung von Ayatollah Ali Chamenei hat das
       zuständige Gremium im Iran nach Angaben mehrerer Mitglieder dessen
       Nachfolger bestimmt. Der Name des neuen geistlichen Oberhaupts der
       Islamischen Republik wurde am Sonntag zunächst jedoch nicht genannt. Wie
       die Nachrichtenagentur Isna berichtete, einigte sich einem Mitglied des
       Expertenrats zufolge „eine Mehrheit“ auf den am „besten geeigneten
       Kandidaten“.
       
       Ein Mitglied des Expertenrats deutete jedoch an, dass die Wahl auf
       Chameneis Sohn Modschtaba Chamenei gefallen sei. Expertenratsmitgliet
       Mohsen Hejdari erklärte zur getroffenen Wahl nach Angaben der
       Nachrichtenagentur Isna: „Der ‚Große Satan‘ hat die von den Vertretern
       getroffene Wahl auch erwähnt.“ Hejdari bezog sich damit auf eine Aussage
       von US-Präsident Donald Trump, der nach der Tötung Chameneis dessen Sohn
       Modschtaba als Nachfolger ausgeschlossen und für sich eine Mitsprache bei
       der Entscheidung beansprucht hatte.
       
       ## 10:38 Uhr: Neue israelische Drohungen gegen künftigen
       Chamenei-Nachfolger
       
       dpa | Das israelische Militär hat vor der Wahl eines Nachfolgers des
       getöteten iranischen Staatsführers Ajatollah Ali Chamenei erneut gedroht,
       dass auch dieser nicht sicher sei. „Die Hand des Staates Israel wird
       weiterhin jeden Nachfolger verfolgen und jeden, der einen Nachfolger zu
       ernennen versucht“, hieß es in einem Post auf Farsi auf der Plattform X.
       Die Warnung gelte für alle, die planten, an dem Treffen zur Wahl eines
       Nachfolgers Chameneis teilzunehmen.
       
       Gemäß der iranischen Verfassung bestimmt der Expertenrat, ein Gremium aus
       88 Geistlichen, das neue Staatsoberhaupt. Einem iranischen Bericht zufolge
       wurde über die Nachfolge des getöteten Religionsführers bereits Konsens
       erzielt. „In den ersten Stunden nach dem Märtyrertod des Führers trat der
       Expertenrat zusammen, und die Mehrheit einigte sich auf einen einzigen
       Kandidaten, der dem Präsidium der Versammlung mitgeteilt wurde“, sagte ein
       Mitglied des Expertenrats nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur
       Mehr.
       
       ## 09:55 Uhr: Schlepper unter Flagge der Emirate nach Explosion in Straße
       von Hormus gesunken
       
       afp | In der Straße von Hormus ist ein unter Flagge der Vereinigten
       Arabischen Emirate fahrender Schlepper nach einer Explosion und einem Feuer
       an Bord gesunken. Drei indonesische Besatzungsmitglieder würden vermisst,
       teilte das Außenministerium in Jakarta am Samstag mit. Die örtlichen
       Behörden suchten nach ihnen. Vier weitere der insgesamt sieben Menschen an
       Bord hätten den Vorfall überlebt, einer von ihnen werde in einem
       Krankenhaus im Oman wegen Verbrennungen behandelt.
       
       Der Schlepper „Musaffah 2“ war den Angaben zufolge am Freitag
       untergegangen. Zuvor habe sich eine Explosion ereignet, die einen Brand an
       Bord ausgelöst habe, hieß es in der Erklärung des indonesischen
       Außenministeriums. Die örtlichen Behörden hätten eine Untersuchung
       eingeleitet.
       
       Der Sicherheitsfirma Vanguard zufolge wurde der Schlepper von zwei Raketen
       getroffen, als die Besatzung versucht habe, einem unter der Flagge Maltas
       fahrenden Containerschiff zu Hilfe gekommen. Der Frachter „Safeen Prestige“
       seinerseits sei am Mittwoch von einer Rakete getroffen worden.
       
       Am Samstag hatten die iranischen Revolutionsgarden Angriffe auf Schiffe im
       Persischen Golf und in der Straße von Hormus bekanntgegeben.
       
       ## 09:41 Uhr: Trump schließt Bodentruppen für Sicherstellung angereicherten
       Urans nicht aus
       
       afp | US-Präsident Donald Trump schließt nach eigener Aussage nicht aus,
       Bodentruppen in den Iran zu entsenden, um das angereicherte Uran der
       Islamischen Republik sicherzustellen. „Vielleicht werden wir das irgendwann
       machen“, sagte er Journalisten am Samstag an Bord des Präsidentenflugzeugs
       Air Force One. „Das wäre eine tolle Sache.“ Trump äußerte sich mit Blick
       auf das iranische Atomprogramm, dessen Bekämpfung die USA zu einem ihrer
       Kriegsziele erklärt haben.
       
       Bodentruppen könnten „möglicherweise“ eingesetzt werden, sagte Trump, fügte
       aber an, hierfür müsse es einen „sehr guten Grund“ geben. Zu den iranischen
       Streitkräften sagte er, bei einem Einsatz würden diese „so geschwächt, dass
       sie auf Bodenebene nicht mehr kämpfen könnten“. Einigen Kritikern des
       laufenden US-israelischen Krieges zufolge reichen Luftangriffe nicht aus,
       um den Iran dauerhaft von der Entwicklung einer Atombombe abzuhalten.
       
       ## 09:24 Uhr: Wasser-Entsalzungsanlage in Bahrain bei Angriff beschädigt
       
       dpa | Iran hat bei seinen Angriffen in den Golfstaaten nun auch eine
       wichtige Anlage für die Aufbereitung von Trinkwasser getroffen. Bei einem
       Drohenangriff sei eine Anlage zur Wasser-Entsalzung beschädigt worden,
       teilte Bahrains Innenministerium heute mit. Es handle sich um „iranische
       Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele“ richte.
       
       Ähnlich wie weitere der Golfstaaten ist das kleine Land Bahrain für seine
       Wasserversorgung stark auf die Entsalzung von Meerwasser angewiesen. Die
       Arabische Halbinsel ist eine sehr trockene Region mit nur wenigen
       natürlichen Süßwasser-Ressourcen. Die rund 400 Anlagen in den Golfstaaten,
       die vor allem mit Öl und Gas betrieben werden, produzieren etwa 40 Prozent
       des weltweit entsalzten Wassers.
       
       Die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden
       nahesteht, verbreitete eine Karte, die die Lage von Bahrains
       Entsalzungsanlagen zeigt. Dabei merkte die Agentur an, dass das Land etwa
       60 Prozent seines Trinkwassers aus diesen Anlagen gewinne.
       
       Irans Außenminister Abbas Araghtschi hatte den USA am Samstag vorgeworfen,
       eine Entsalzungsanlage auf der in der Straße von Hormus gelegenen Insel
       Qeschm angegriffen zu haben. Die Wasserversorgung von 30 Dörfern sei
       beeinträchtigt, schrieb er auf der Plattform X. Die Angaben konnten
       zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Ein Angriff auf die
       Infrastruktur des Irans sei ein „gefährlicher Schritt mit schwerwiegenden
       Folgen“, schrieb Araghtschi.
       
       ## 07:44 Uhr: Israel startet neue Angriffswelle auf Iran
       
       afp | Israel hat am Sonntag nach Armeeangaben eine weitere Angriffswelle
       auf den Iran gestartet. Ins Visier genommen werde die „militärische
       Infrastruktur des Terrorregimes“ in mehreren Teilen des Landes, erklärten
       die Streitkräfte.
       
       Bei den in der Nacht zum Sonntag geflogenen Angriffen trafen Israel und die
       USA nach iranischen Angaben vier Öllager und eine „Einrichtung zum
       Transport von Erdölerzeugnissen“. Dies sagte der Leiter der nationalen
       Mineralöl-Vertriebsgesellschaft, Keramat Vejskarami, im Staatsfernsehen.
       Die getroffenen Einrichtungen seien beschädigt, der Brand sei jedoch unter
       Kontrolle gebracht worden.
       
       ## 04:51 Uhr: Drohnenangriff in Kuwait löst Brände am Internationalen
       Flughafen aus
       
       ap | Bei einem Drohnenangriff auf Treibstofftanks am Internationalen
       Flughafen von Kuwait sind Brände ausgebrochen. Die Feuerwehr versuche die
       Flammen einzudämmen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur in der Nacht
       zum Sonntag. Das kuwaitische Verteidigungsministerium erklärte, die
       Treibstofftanks am Flughafen seien bei dem Angriff direkt getroffen worden.
       
       Eine Drohne schlug auch im Gebäude der staatlichen Sozialversicherung in
       Kuwait-Stadt ein.
       
       ## 04:45 Uhr: Revolutionsgarden sprechen von sechs Monate möglicher
       „intensiver“ Kriegsfähigkeit
       
       afp | Der Iran kann nach Angaben der Revolutionsgarden noch mindestens
       sechs Monate lang einen „intensiven“ Krieg gegen die USA und Israel führen.
       „Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran sind in der Lage, einen
       intensiven Krieg mit dem derzeitigen Tempo mindestens sechs Monate lang
       fortzusetzen“, erklärte Revolutionsgarden-Sprecher Ali Mohammad Naini laut
       Berichten der Nachrichtenagentur Fars am Sonntag.
       
       Die Revolutionsgarden gaben zudem an, bereits „mehr als 200“ Standorte
       angegriffen zu haben, die im Zusammenhang mit Stützpunkten und
       Einrichtungen der USA und Israels stehen.
       
       ## 03:47 Uhr: Israels Militär bestätigt Angriff auf Öllager in Teheran
       
       ap | Das israelische Militär hat Angriffe auf mehrere Öllager in Teheran
       bestätigt. Die Anlagen seien zur Versorgung der iranischen Streitkräfte
       genutzt worden, erklärte das Militär. Videoaufnahmen der Nachrichtenagentur
       AP zeigten, wie am Samstagabend Flammensäulen über einem Öllager aufstiegen
       und der Nachthimmel aufleuchtete. Es schien das erste Mal seit Kriegsbeginn
       zu sein, dass eine Industrieanlage ins Visier genommen wurde, die nach
       jüngsten israelischen Angaben auch militärisch genutzt wurde.
       
       In iranischen Staatsmedien wurde mit einem Vergeltungsangriff auf
       Ölraffinerien in der nordisraelischen Stadt Haifa gedroht.
       
       ## 03:23 Uhr: Laut Israels Armee Al-Quds-Kommandeure in Beirut angegriffen
       
       dpa | Israels Armee hat nach eigenen Angaben in der libanesischen
       Hauptstadt Beirut einen „präzisen Angriff“ auf Kommandeure der
       Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden durchgeführt. Die
       Kommandeure des sogenannten Libanon-Korps hätten Terroranschläge auf Israel
       vorbereitet, teilte die Armee in der Nacht mit.
       
       Nach libanesischen Angaben hatte Israels Militär gezielt ein Zimmer eines
       Luxushotels in Beirut angegriffen. Nach vorläufigen Angaben des
       Gesundheitsministeriums wurden dabei mindestens vier Menschen getötet und
       acht weitere Personen verletzt. Sicherheitskreisen zufolge war eines der
       Todesopfer ein iranischer Staatsbürger.
       
       In der Mitteilung der israelischen Armee wurden keine Angaben zum genauen
       Ort des Angriffs gemacht. Es hieß nur, dass Teheran die Zivilbevölkerung im
       eigenen Land wie auch im Libanon als menschliche Schutzschilde zur
       Vorbereitung von Terrorakten missbrauche.
       
       ## 02:08 Uhr: Mindestens vier Tote bei israelischem Angriff auf Hotel in
       Beirut
       
       rtr | Bei einem ‌israelischen Angriff auf ein Apartment im Ramada-Hotel im
       Zentrum von Beirut sind nach Angaben des libanesischen
       Gesundheitsministeriums mindestens vier Menschen getötet und zehn weitere
       verletzt worden. Es handelt sich demnach ‌um den ersten derartigen Angriff
       im Zentrum der Hauptstadt, seit die Kämpfe zwischen Israel und der
       Hisbollah in der vergangenen Woche wiederaufgeflammt sind. Eine
       Stellungnahme aus Israel lag zunächst nicht vor.
       
       In dem Hotel waren Binnenflüchtlinge untergebracht, die vor den Kämpfen im
       Südlibanon und ‌den südlichen Vororten von Beirut geflohen waren.
       
       ## 01:33 Uhr: Erneut Angriffe in Saudi-Arabien und Kuwait
       
       dpa | Saudi-Arabien und Kuwait sind erneut Ziel von Angriffen geworden. Das
       saudische Verteidigungsministerium teilte in der Nacht auf der Plattform X
       mit, dass im Osten der Hauptstadt Riad sechs Drohnen abgefangen und
       zerstört worden seien. In Kuwait wurden Treibstofftanks des internationalen
       Flughafens des Landes Ziel von Drohnenangriffen, wie das
       Verteidigungsministerium auf X bekanntgab. Die Streitkräfte seien zur
       Abwehr der „Welle feindlicher Drohnen“ im Einsatz gewesen. Nähere Angaben
       machten die beiden Golfstaaten nicht.
       
       Als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Militärschläge im Iran
       greift Teheran seit einer Woche eine ganze Reihe arabischer Länder an, in
       denen die USA Militärstützpunkte unterhalten.
       
       ## 01:12 Uhr: Trump beschuldigt Iran für Bombardierung von Mädchenschule
       
       dpa/taz | US-Präsident Donald Trump hat Teheran beschuldigt, für die
       Bombardierung einer Mädchenschule im Iran am ersten Kriegstag
       verantwortlich zu sein. Auf die Frage, ob die USA für den verheerenden
       Angriff verantwortlich seien, sagte Trump an Bord des Regierungsfliegers
       Air Force One vor Journalisten: „Nein, meiner Meinung nach, basierend auf
       dem, was ich gesehen habe, wurde das vom Iran getan“.
       US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der mit ihm reiste, bestätigte das
       nicht direkt. Die USA untersuchten den Vorfall, sagte er.
       
       Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes wurden nach iranischen Angaben
       am vergangenen Samstag unter anderem etwa 170 Schülerinnen getötet.
       
       Trump ließ sich von Hegseths Zurückhaltung nicht von seiner Überzeugung
       abbringen: „Wir glauben, dass es vom Iran getan wurde“, bekräftigte er.
       Beweise dafür führte Trump nicht an – er verwies zur Begründung lediglich
       darauf, dass der Iran mit Waffen „sehr ungenau“ sei.
       
       [1][Recherchen der New York Times] deuten allerdings darauf hin, dass die
       USA für den Angriff verantwortlich sein könnte.
       
       ## 00:42 Uhr: Laut Laridschani keine Spaltung in Teheraner Führungsriege
       
       ap | Der Generalsekretär des nationalen Sicherheitsrats des Irans, Ali
       Laridschani, hat Zwietracht innerhalb der Führung mit Blick auf die
       Kriegsführung gegen Israel und die USA bestritten. „Unsere Anführer sind
       sich in dieser Frage einig und haben keine Meinungsverschiedenheiten
       untereinander“, betonte Laridschani in einer von den Staatsmedien
       verbreiteten Ansprache. „Es gibt keine Spaltungen unter uns im Kampf gegen
       Israel und die Vereinigten Staaten.“
       
       Laridschani äußerte sich, nachdem Präsident Massud Peseschkian sich bei
       Nachbarstaaten für die iranischen Angriffe entschuldigt hatte. Die Attacken
       erklärte Peseschkian auch mit der Tötung des Obersten iranischen Führers
       Ajatollah Ali Chamenei durch Luftangriffe der USA und Israels zu Beginn des
       Krieges am vergangenen Wochenende. Doch widersprachen andere
       Spitzenpolitiker im Iran Peseschkian offenbar und erklärten, dass sich an
       der Kriegsstrategie nichts ändern werde.
       
       In seiner Rede deutete Laridschani auch an, dass es Bewegung in der
       Nachfolgeregelung für Chamenei zu geben scheint. Der dreiköpfige
       Führungsrat, der den Iran aktuell leitet, habe darum gebeten, dass
       „Vorkehrungen getroffen werden, den Expertenrat einzuberufen, der den
       nächsten obersten Führer des Landes wählen“ solle. Einen Zeitpunkt nannte
       Laridschani nicht.
       
       ## 00:32 Uhr: Trump spricht sich gegen Offensive der Kurden im Iran aus
       
       afp | US-Präsident Donald Trump hat mit Blick auf den Krieg im Nahen Osten
       eine Offensive der Kurden gegen den Iran abgelehnt. „Ich möchte nicht, dass
       die Kurden dorthin gehen“, sagte der US-Präsident am Samstag an Bord seiner
       Präsidentenmaschine zu Journalisten. „Wir haben nicht vor, die Kurden
       dorthin zu schicken. Wir haben, wie Sie wissen, ein sehr freundschaftliches
       Verhältnis zu den Kurden, aber wir möchten diesen Krieg nicht noch
       komplizierter machen, als er ohnehin schon ist“, fügte Trump hinzu.
       
       Am Donnerstag hatte sich Trump in einem Interview mit der
       Nachrichtenagentur Reuters noch „voll und ganz“ für eine Offensive der
       iranischen kurdischen Milizen gegen die Regierung in Teheran ausgesprochen.
       
       ## 00:07 Uhr: Ein Mensch in Dubai durch herabfallende Trümmer getötet
       
       ap | In Dubai ist ein Mensch durch herabfallende Trümmer bei einer
       Luftabwehraktion ums Leben gekommen. Die Trümmer seien auf ein Fahrzeug im
       Viertel al-Barscha gestürzt und hätten eine aus Asien stammende Person am
       Steuer getötet, teilte das zuständige Medienbüro der Vereinigten Arabischen
       Emirate am Samstagabend (Ortszeit) mit. Damit stieg die Zahl der Todesopfer
       in den Emiraten seit Beginn des Irankrieges auf vier. Bei allen handele es
       sich um ausländische Staatsangehörige.
       
       8 Mar 2026
       
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