# taz.de -- Nachrichten im Iran-Krieg: Gaza-Friedensplan liegt auf Eis
       
       > Die Verhandlungen über den Gaza-Friedensplan liegen Insidern zufolge auf
       > Eis. Modschtaba Chamenei wird neues geistliches Oberhaupt in Iran. G7
       > geben Öl frei.
       
 (IMG) Bild: Iran feuert auf Türkei
       
       ## 17.24 Uhr: Wadephul zu Krisengesprächen auf Zypern
       
       dpa | Außenminister Johann Wadephul ist angesichts des Iran-Kriegs zu
       Krisengesprächen auf der Mittelmeerinsel Zypern eingetroffen. Gut eine
       Woche nach Beginn der Angriffe Israels und der USA auf die Islamische
       Republik will der CDU-Politiker an diesem Dienstag in der Hauptstadt
       Nikosia mit seinem Amtskollegen Konstantinos Kombos über die Lage beraten.
       Vor einigen Tagen hatte eine Drohne iranischer Bauart den britischen
       Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern getroffen.
       
       ## 17.15 Uhr: Klingbeil sieht Preistreiberei an Tankstellen
       
       dpa | Finanzminister Lars Klingbeil sieht den aktuellen Anstieg der
       Spritpreise als ungerechtfertigt an und will ein schnelles Handeln der
       Bundesregierung. Wie der SPD-Politiker in Brüssel bei einem
       EU-Finanzministertreffen sagte, könnten etwa die Transparenzpflichten für
       Mineralölkonzerne erhöht werden, um den Nachweis von Preistreiberei zu
       vereinfachen. Zudem warb er dafür, festzulegen, dass die Spritpreise nur
       noch einmal am Tag erhöht werden dürften. Dies könne sehr schnell ohne
       langwierigen Gesetzgebungsprozess umgesetzt werden, erklärte er.
       
       ## 16.52 Uhr: Ungarn fordert EU wegen steigender Ölpreise zur Aussetzung
       von Sanktionen gegen Russland auf
       
       afp | Der ungarische Regierungschef Viktor Orban hat die EU angesichts der
       wegen des Iran-Kriegs steigenden Ölpreise aufgerufen, die Sanktionen gegen
       russisches Öl und Gas auszusetzen. „Wir müssen alle gegen russische Energie
       verhängten Sanktionen in ganz Europa überprüfen und aussetzen“, sagte der
       rechtsnationalistische Ministerpräsident in einem am Montag im Onlinedienst
       Facebook veröffentlichten Video. Er habe diesen Vorschlag in einem Brief an
       EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgebracht, fügte er hinzu.
       
       ## 16.03 Uhr: G7 geben das Öl frei
       
       rtr | Die ‌Finanzminister der G7-Staaten haben sich zur Freigabe von
       Öl-Reserven bereiterklärt. „Wir sind ‌bereit, die notwendigen Maßnahmen zu
       ergreifen, einschließlich der Unterstützung der globalen Energieversorgung,
       beispielsweise durch die Freigabe von Vorräten“, erklären sie in einer
       Stellungnahme im Anschluss an eine von Frankreich veranstaltete
       Videokonferenz.
       
       15.51 Uhr: Gaza-Verhandlungen auf Eis
       
       rtr | Die Verhandlungen über den Plan von US-Präsident Donald Trump zur
       Beendigung des Gaza-Kriegs liegen Insidern zufolge auf Eis. Grund sei der
       gemeinsame Angriff der USA und Israels auf den Iran und der dadurch
       ausgelöste breitere Nahost-Krieg, sagen drei mit den Gesprächen vertraute
       Personen. Die Unterredungen ruhten seit vergangener Woche. Dabei geht es
       unter anderem um die Frage, ob die Hamas im Gegenzug für eine Amnestie die
       Waffen niederlegt. Ein Hamas-Vertreter bestätigt, dass die Gespräche
       eingefroren sind. Ein Vertreter der US-Regierung erklärt dagegen, die
       Arbeit an dem Plan gehe weiter, auch wenn die Reisenmöglichkeiten in der
       Region beeinträchtigt seien.
       
       ## 🐾 15.23 Uhr: Irans neuer Oberster Führer
       
       Chamenei ist tot, es lebe Chamenei! Wer ist Mojtaba Chamenei, der neue
       starke Mann Irans? Der Sohn des getöteten Ali Chamenei [1][zieht schon seit
       Langem die Fäden im Hintergrund, schreibt Ali Sadrzadeh].
       
       ## 14.32 Uhr: Staaten fragen nach ukrainische Drohnenabwehr
       
       rtr | Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj von
       elf Staaten Anfragen für ihre Technologie zur Drohnenabwehr erhalten. Die
       Gesuche für Drohnen-Abfangjäger, Systeme zur elektronischen Kriegsführung
       und Ausbildung kämen von Nachbarländern des Irans, europäischen Staaten und
       den USA, sagt Selenskyj. „Wir haben die Anfragen der Staaten nach
       Sicherheitsunterstützung von unserer Seite bei der Abwehr von
       ‚Schahed‘-Drohnen und anderen ähnlichen Herausforderungen im Detail
       geprüft“, teilt Selenskyj nach einem Treffen mit Militär- und
       Regierungsvertretern über die App Telegram mit.
       
       Einigen Anfragen sei bereits mit konkreten Entscheidungen und spezifischer
       Unterstützung entsprochen worden. Das ukrainische Militär hat viel
       Erfahrung mit der Abwehr von Drohnen des iranischen Typs „Schahed“, die
       Russland in seinem Krieg gegen die Ukraine einsetzt.
       
       ## 14.20 Uhr: Erneut Iran-Rakete in Türkei abgefangen
       
       dpa | Eine aus Iran abgefeuerte Rakete ist nach Angaben der Türkei erneut
       von einem Nato-Abwehrsystem im türkischen Luftraum abgefangen worden.
       Einige Trümmer seien auf freies Gelände in Gaziantep im Süden nahe der
       Grenze zu Syrien gefallen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Demnach
       gab es keine Toten oder Verletzten. Der Kommunikationschef des
       Präsidialamts, Burhanettin Duran, schrieb auf X, es habe sich um eine
       ballistische Rakete gehandelt.
       
       Bereits in der vergangenen Woche hatte ein Nato-Abwehrsystem in der
       türkischen Grenzregion zu Iran eine ballistische Rakete abgefangen. Ein
       Teil der Abwehrrakete fiel in der Provinz Hatay auf eine freie Fläche. Es
       gab keine Verletzten. Unklar ist, welches Ziel die iranische Rakete hatte.
       Die New York Times berichtete unter Berufung auf US-Militärkreise, das
       Geschoss hätte den Nato-Luftwaffenstützpunkt Incirlik treffen sollen.
       
       12.30 Uhr: Liebesgrüße aus Moskau
       
       dpa | Der russische Präsident Wladimir Putin hat Modschtaba Chamenei zur
       Ernennung zum neuen obersten Führer Irans gratuliert. „Jetzt, da Iran mit
       bewaffneter Aggression konfrontiert ist, wird Ihre Arbeit in diesem hohen
       Amt sicher viel Mut und Selbstaufopferung erfordern. Ich bin sicher, dass
       Sie das Werk Ihres Vaters mit Ehre fortsetzen und das iranische Volk
       angesichts der schweren Prüfungen zusammenhalten wird“, hieß es in dem vom
       Kreml veröffentlichten Schreiben.
       
       Russland pflegt zu Iran traditionell sehr enge Beziehungen. Beide Länder
       hatten im vergangenen Jahr eine strategische Partnerschaft besiegelt, die
       auch eine militärische Zusammenarbeit, aber – anders als zwischen Russland
       und Nordkorea – keinen gegenseitigen Beistand vorsieht, sollte eines der
       Länder angegriffen werden. Iran ist ein wichtiger Rüstungskunde Russlands.
       
       „Ich möchte unsererseits unsere unveränderte Unterstützung für Teheran und
       unsere Solidarität mit unseren iranischen Freunden bekräftigen. Russland
       war und bleibt ein verlässlicher Partner der Islamischen Republik“,
       schreibt Putin weiter. „Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Bewältigung
       der vor Ihnen liegenden schwierigen Aufgaben sowie gute Gesundheit und
       Kraft.“
       
       ## 12 Uhr: Bellingcat widerspricht Trumps Aussage zu Angriff auf Schule in
       Iran
       
       ap | Die Investigativgruppe Bellingcat hat den Aussagen von US-Präsident
       Donald Trump zur Explosion in einer iranischen Schule widersprochen. Die
       Analyse eines am Sonntag von der halbstaatlichen iranischen
       Nachrichtenagentur Mehr veröffentlichten Videos widerlege offenbar Trumps
       Behauptung, Iran sei für die Explosion in der
       Schadschareh-Tajjebeh-Grundschule in Minab verantwortlich, teilte
       Bellingcat mit. Das US-Regionalkommando und das israelische Militär
       reagierten zunächst nicht auf Anfragen.
       
       Bei der Detonation sind iranischen Staatsmedien zufolge 168 Menschen
       getötet worden, die meisten von ihnen Kinder. Sie berichteten von einem
       gezielten Angriff auf die Mädchenschule am ersten Tag des Irankrieges.
       Trump sagte dagegen am Samstag auf die Frage, ob die USA für die Explosion
       verantwortlich seien: „Nein, meiner Meinung nach, basierend auf dem, was
       ich gesehen habe, wurde das von Iran getan.“ Dessen Geschosse seien sehr
       ungenau. Belege für seine Behauptung führte Trump nicht an.
       Verteidigungsminister Pete Hegseth schaltete sich schnell ein und sagte,
       die USA untersuchten den Vorfall.
       
       11.40 Uhr: Israel: Iran setzt erneut Streumunition ein
       
       dpa | Iran hat bei seinen Raketenangriffen auf Israel nach Angaben der
       israelischen Armee erneut Streumunition eingesetzt. Welches Gebiet in dem
       Land genau betroffen gewesen ist, sagte der Armeesprecher nicht. Teheran
       hatte in diesem Krieg sowie im Krieg im vergangenen Jahr bereits
       Gefechtsköpfe mit Streumunition verwendet. Zuletzt hatte es den Einsatz
       selbst bestätigt.
       
       Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil
       sie große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders
       für Zivilisten gefährlich ist.
       
       Israel hat Iran vorgeworfen, mit dieser Art von Munition absichtlich auf
       zivile Gebiete geschossen zu haben. Die Armee warnt die Bürger des Landes
       immer wieder, sich den Bomben nach Einschlägen nicht zu nähern.
       
       Ein Sprecher der israelischen Armee sagte Journalisten, seit Beginn des
       jüngsten Kriegs habe Iran „fast täglich“ Streumunition gegen israelische
       Bevölkerungszentren eingesetzt. „Sie nehmen große Städte ins Visier“, sagte
       er. Die Todesopfer in Israel bei iranischen Angriffen seien bisher
       ausschließlich Zivilisten gewesen. „Eine Streumunition ist im Allgemeinen
       ein Begriff für eine Rakete oder einen Flugkörper, der mehrere
       Gefechtsköpfe oder Sprengladungen enthält“, erklärte er. „Wir sehen das in
       verschiedenen Varianten.“
       
       11.30 Uhr: Mehr als 300 Festnahmen in Katar
       
       afp | Im Golfstaat Katar sind vor dem Hintergrund des Irankriegs mehr als
       300 Menschen unter dem Vorwurf festgenommen worden, mit Bildaufnahmen
       „irreführende Informationen“ verbreitet zu haben. Die Betroffenen „filmten
       und verbreiteten Videoclips und veröffentlichten irreführende Informationen
       und Gerüchte, die die öffentliche Meinung aufwiegeln könnten“, hieß es in
       einer am Montag verbreiteten Erklärung des Innenministeriums. Bei den 313
       Festgenommenen handele es sich um Staatsbürger verschiedener Länder.
       
       Andere Staaten in der Region hatten in den vergangenen Tagen ähnliche
       Schritte unternommen. In Bahrain etwa wurden am Freitag nach Angaben des
       Innenministeriums vier Menschen festgenommen, weil sie „Falschnachrichten“
       zu iranischen Angriffen verbreitet hätten.
       
       Auch in Kuwait gab es Festnahmen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten
       warnten die Behörden die Einwohner vor der Veröffentlichung
       „unzuverlässiger Informationen“. In Saudi-Arabien gab es ähnliche
       Warnungen. Dennoch zirkulieren im Internet und in Onlinediensten zahlreiche
       Aufnahmen von Raketen, Drohnen und den Folgen des Krieges.
       
       ## 07.05 Uhr: G7 berät über Freigabe von Öl-Notreserven
       
       rtr | Die G7-Finanzminister beraten einem Medienbericht zufolge über die
       Freigabe von Öl aus Notreserven. Drei G7-Länder – darunter die USA – hätten
       bisher ihre Unterstützung dafür bekundet, berichtet die Financial Times.
       Die Internationale Energieagentur (IEA) solle die Aktion koordinieren. Die
       Minister und IEA-Chef Fatih Birol würden sich noch am Montag in einer
       Telefonkonferenz über die Auswirkungen des Irankrieges beraten. Die IEA und
       die G7-Präsidentschaft reagierten zunächst nicht auf Anfragen nach einer
       Stellungnahme.
       
       ## 07.04 Uhr: Börsen brechen ein
       
       dpa | Die Börsen in Ostasien brachen angesichts des rasanten Anstiegs der
       Ölpreise am Morgen ein. In Tokio stürzte der Nikkei-Index für 225 führende
       Werte im frühen Handel (Ortszeit) zeitweise um rund 7 Prozent bis unter die
       Marke von 52.000 Zählern. Hohe Verluste verzeichnete auch die Börse in
       Südkorea. In Seoul sank der KOSPI zeitweise um rund 8 Prozent auf einen
       Stand von 5.132 Zählern. Die ostasiatischen Volkswirtschaften sind
       besonders auf den Import von Öl angewiesen.
       
       ## 07.04 Uhr: Ölpreis schießt in die Höhe
       
       dpa | Die Ölpreise setzen wegen der sich verschärfenden Lage im Nahen Osten
       ihren Höhenflug fort. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl der
       Nordseemarke Brent stieg in der Nacht auf Montag um bis zu 29 Prozent auf
       fast 120 Dollar. Das Niveau konnte er aber nicht ganz halten, lag
       allerdings am Morgen mit etwas mehr als 115 Dollar immer noch 24 Prozent im
       Plus. Damit kletterte der Preis für die Referenzsorte des Großteils der
       weltweit gehandelten Ölsorten auf den höchsten Stand seit dem Sommer 2022.
       Seit dem Start des Irankriegs vor etwas mehr als einer Woche beläuft sich
       das Plus auf fast 60 Prozent. Noch etwas stärker fiel der Anstieg bei der
       US-Sorte WTI aus. Dieses verteuerte sich in der Nacht auf Montag um bis zu
       21 Prozent auf ebenfalls knapp 120 Dollar. Zuletzt lag der Preis bei knapp
       113 Dollar und damit rund ein Viertel über dem Stand vom Freitagabend.
       Damit baute WTI-Öl das Plus seit dem Angriff Israels und der USA auf den
       Iran auf knapp 70 Prozent aus.
       
       ## 06.59 Uhr: Israelisches Militär meldet Angriffe auf iranische Stadt
       Isfahan
       
       ap | Das israelische Militär hat Angriffe auf Ziele in der iranischen Stadt
       Isfahan gemeldet. Die Armee gab an, am Montag Kommandostellen der
       paramilitärischen Revolutionsgarden Irans sowie der Basidsch-Miliz
       getroffen zu haben. Außerdem habe das Militär eine
       Raketenmotorenproduktionsanlage sowie Abschussplätze für Raketen
       angegriffen. Iran bestätigte die Angriffe zunächst nicht. Seit Beginn des
       Krieges am 28. Februar hat Iran keine Angaben zu materiellen Verlusten
       gemacht.
       
       ## 05.51 Uhr: Augenzeuge: Rauch über Ölraffinerie in Bahrain nach Angriff
       
       rtr | Nach einem iranischen Drohnenangriff steigt einem Augenzeugen zufolge
       dicker Rauch über der Ölraffinerie Bapco in Bahrain auf. Die Regierung
       hatte zuvor von Verletzten und Schäden in der Gegend von Sitra berichtet.
       
       05.45 Uhr: Hisbollah vermeldet Kämpfe gegen israelische Helikopter im
       Ostlibanon
       
       afp | Die Hisbollah-Miliz hat Kämpfe gegen israelische Armee-Helikopter im
       Osten des Libanon vermeldet. Rund 16 israelische Hubschrauber seien über
       die Grenze zu Syrien in den libanesischen Luftraum eingedrungen, erklärte
       die Miliz am Montag. Hisbollah-Kämpfer hätten „mit den geeigneten Waffen“
       das Feuer auf die Helikopter und die eindringenden Truppen eröffnet. Die
       Kämpfe dauerten demnach an. Wie zwei Hisbollah-Funktionäre der
       Nachrichtenagentur AFP berichteten, wurde in der östlichen Bekaa-Region ein
       israelischer Helikopter abgeschossen.
       
       Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von „heftigen
       Zusammenstößen“ bei Abwehreinsätzen gegen israelische Truppen, die mit
       Helikoptern in der Umgebung des Ortes Nabi Scheet in Bekaa landeten. Das
       israelische Militär griff am frühen Montagmorgen nach eigenen Angaben zudem
       auch Infrastruktur der Hisbollah in Beirut an. Ein AFP-Korrespondent in der
       libanesischen Hauptstadt hörte laute Explosionen in den als
       Hisbollah-Hochburg bekannten südlichen Vororten.
       
       ## 05.19 Uhr: Selenskyj: Ukraine schickt Drohnen zum Schutz von US-Basen
       nach Jordanien
       
       rtr | Die Ukraine schickt auf Bitten der USA Abfangdrohnen und
       Drohnenexperten nach Jordanien, um dort US-Militärstützpunkte zu schützen,
       sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem am Montag veröffentlichten
       Interview mit der Zeitung New York Times. Dem Bericht zufolge baten die USA
       am Donnerstag um Hilfe, woraufhin das ukrainische ‌Team am nächsten Tag
       abgereist sei und in Kürze im Nahen Osten erwartet werde.
       
       04.40 Uhr: Bahrain meldet Dutzende Verletzte bei iranischem Drohnenangriff
       
       dpa | Der Golfstaat Bahrain ist erneut zum Ziel eines Angriffs des
       iranischen Militärs geworden. Das Innenministerium des kleinen Inselstaates
       im Persischen Golf meldete in der Nacht 32 Verletzte, darunter Kinder und
       mehrere Schwerverletzte. Alle Opfer seien Zivilisten und Bürger des Landes.
       Nach Angaben des Ministeriums war die südlich der Hauptstadt Manama
       gelegene Insel Sitra Ziel einer Drohnenattacke. Mehrere Häuser seien
       beschädigt worden. Zuvor hatte Iran bereits eine Anlage zur
       Wasserentsalzung mit einem Drohnenangriff beschädigt, wie das Ministerium
       am Sonntagvormittag mitteilte. Es handle sich um eine „iranische
       Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele“ richte.
       
       04.35 Uhr: Philippinen ordnen Energiesparen wegen Nahost-Krise an
       
       dpa | Wegen der steigenden Energiepreise infolge des Irankriegs führen die
       Philippinen vorübergehend eine Vier-Tage-Woche für viele staatliche
       Behörden ein. Die Regierung in Manila reagiert damit auf die
       wirtschaftlichen Folgen der Eskalation zwischen Israel, den USA und Iran,
       die zu höheren Ölpreisen geführt hat. Die Regelung gilt jedoch nicht für
       wichtige Dienste wie Polizei, Feuerwehr und andere Notfallkräfte. Präsident
       Ferdinand Marcos Jr. ordnete auch an, dass alle staatlichen Behörden ihren
       Strom- und Treibstoffverbrauch um 10 bis 20 Prozent senken sollen. Nicht
       zwingend notwendige Dienstreisen und Aktivitäten – etwa Studienreisen oder
       Treffen, die online stattfinden können – sollen vorübergehend ausgesetzt
       werden. Der südostasiatische Inselstaat ist stark von Energieimporten
       abhängig. „Wir sind Opfer eines Kriegs, den wir uns nicht ausgesucht
       haben“, teilte Marcos Jr. mit.
       
       ## 04.21 Uhr: Trump: Ölpreise werden nach Ende des Irankriegs „rasch
       fallen“
       
       ap | Nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump sollten sich Verbraucher
       von den steigenden Ölpreisen nicht beunruhigen lassen. Die seiner Meinung
       nach nur kurzfristig erhöhten Preise seien ein „sehr kleiner Preis für die
       Sicherheit und den Frieden der USA und der Welt“. Die Ölpreise würden
       „rasch fallen, sobald die Zerstörung der iranischen Atombedrohung
       abgeschlossen ist“, schrieb Trump in den sozialen Medien. „NUR IDIOTEN
       WÜRDEN ETWAS ANDERES DENKEN“, schrieb er in den für ihn typischen
       Versalien.
       
       ## 04.12 Uhr: Eurogruppe diskutiert über wirtschaftliche Entwicklung und
       Energiepreise
       
       afp | Die Finanzminister der Eurozone treffen sich am Montag in Brüssel, um
       über die wirtschaftliche Entwicklung zu diskutieren (15 Uhr MEZ). Zudem
       wird erwartet, dass die Minister grünes Licht für den belgischen
       Haushaltsplan für 2026 geben. Angesichts der Turbulenz auf den globalen
       Energiemärkten infolge des Irankriegs wird die Eurogruppe auch über die
       Energiepreise und die Auswirkungen auf den Euroraum sprechen.
       
       04.11 Uhr: Saudi-Arabien verschärft Warnungen an Iran
       
       ap | Saudi-Arabien hat seine Warnungen an Iran verschärft. Teheran wäre der
       „größte Verlierer“, sollte es weiterhin arabische Staaten attackieren, hieß
       es in einer Erklärung des Königreichs am Montagmorgen. Diese folgte auf
       einen Drohnenangriff, der saudi-arabischen Angaben zufolge auf das Ölfeld
       Schaiba abzielte. Zudem wies Saudi-Arabien die Äußerungen des iranischen
       Präsidenten Massud Peseschkian vom Samstag zurück, wonach Iran seine
       Angriffe auf die Golfstaaten eingestellt habe. „Das Königreich bekräftigt,
       dass die iranische Seite diese Aussage in der Praxis weder während der Rede
       des iranischen Präsidenten noch danach umgesetzt hat“, erklärte das
       Außenministerium. „Iran hat seine Aggressionen weiterhin auf schwachen
       Vorwänden fortgesetzt, die jeglicher faktischen Grundlage entbehren.“
       Weiter hieß es, die iranischen Angriffe führten zu „weiterer Eskalation,
       die schwerwiegende Auswirkungen auf die Beziehungen haben – sowohl jetzt
       als auch in der Zukunft“.
       
       ## 03.56 Uhr: Polizeikreise: Raketenangriff auf US-Einrichtung in Bagdad
       abgefangen
       
       rtr | Das Abwehrsystem C-RAM hat Polizeikreisen zufolge einen Raketen- und
       Drohnenangriff auf eine diplomatische Einrichtung der USA in der Nähe des
       internationalen Flughafens von Bagdad abgefangen.
       
       03.54 Uhr: Iran startet ersten Raketenangriff auf Israel nach
       Machtübernahme von Chamenei-Sohn
       
       afp | Kurz nach der Ernennung von Modschtaba Chamenei zum Nachfolger seines
       Vaters als oberster Anführer Irans hat Teheran Israel laut Staatsmedien mit
       Raketen angegriffen. „Iran hat unter (…) Modschtaba Chamenei die erste
       Welle von Raketen auf die besetzten Gebiete abgefeuert“, berichtete der
       staatliche Sender Irib am Montag auf seinem Kanal im Onlinedienst Telegram.
       Der Sender veröffentlichte zudem ein Foto eines Projektils, das die
       Aufschrift „Auf Ihren Befehl Sayyid Modschtaba“ trug. Sayyid ist ein
       Ehrentitel im schiitischen Islam. In weiten Teilen von Zentral- und
       Nordisrael ertönte Raketenalarm, darunter auch in den Städten Tel Aviv und
       Haida, wie das Heimatfront-Kommando mitteilte. Laut Polizei gingen an
       mindestens zwei Orten im Zentrum des Landes Trümmerteile von Abwehrraketen
       nieder. Dem Rettungsdienst Magen David Amon zufolge wurde eine Frau durch
       „umherfliegende Steine“ verletzt. Später gab die Luftabwehr Entwarnung, die
       Menschen könnten sich wieder ungehindert bewegen.
       
       03.37 Uhr: Israel greift erneut in Iran und im Libanon an
       
       dpa | Die israelische Armee setzt ihre Angriffe auf Ziele in Iran und im
       Libanon fort. Die Luftwaffe habe eine neue Welle an Attacken gegen
       Infrastruktur der iranischen Führung im Zentrum des Landes begonnen, teilte
       die Armee in der Nacht mit. Zudem sei erneut Infrastruktur der mit Iran
       verbündeten Hisbollah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut
       angegriffen worden. Derweil gab die Armee Entwarnung für die eigene
       Bevölkerung, nachdem Iran zuvor erneut Raketen auf Israel gefeuert hatte.
       
       ## 01.53 Uhr: USA ordnen Ausreise von Diplomaten aus Saudi-Arabien an
       
       rtr | Die USA ordnen wegen Sicherheitsrisiken die Ausreise von
       entbehrlichen Diplomaten und deren Familien aus Saudi-Arabien ‌an. Bereits
       am Dienstag hatte die US-Botschaft in Riad die freiwillige Ausreise
       nahegelegt. Am selben Tag war die Vertretung von iranischen Drohnen
       getroffen worden, wobei ein Brand ausbrach und Sachschaden entstand.
       
       ## 01.12 Uhr: Katars Premier ruft Iran zu Deeskalation auf
       
       dpa | Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani hat zur
       Deeskalation im Irankrieg aufgerufen. „Wir werden weiterhin mit den Iranern
       sprechen und uns um eine Deeskalation bemühen“, sagte Al Thani in einem
       Interview mit dem Sender Sky News. Was geschehen sei, habe das Vertrauen in
       die Beziehungen zum Iran erheblich erschüttert. „Die Fehleinschätzung der
       Iraner, die Golfstaaten anzugreifen, hat alles zerstört“, sagte der
       Ministerpräsident. Er rief auch die USA auf, zu deeskalieren. Diplomatie
       sei nach wie vor der einzige gangbare Weg aus der Krise, sagte er.
       
       01.05 Uhr: Huthis begrüßen Ernennung von Chamenei-Sohn zum obersten
       Anführer im Iran
       
       afp | Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben die Ernennung von Modschtaba
       Chamenei zum Nachfolger seines Vaters als obersten Anführer Irans begrüßt.
       „Wir gratulieren der Islamischen Republik Iran, ihren Anführern und ihrem
       Volk, zur Wahl von (…) Modschtaba Chamenei als obersten Anführer der
       Islamischen Revolution in dieser wichtigen und entscheidenden Phase“,
       erklärte die von Iran finanzierte jemenitische Miliz am Montag im
       Onlinedienst Telegram. Dass Chamenei die Nachfolge seines bei
       US-israelischen Angriffen getöteten Vaters Ayatollah Ali Chamenei
       angetreten habe, sei ein „neuer Sieg für die Islamische Revolution und ein
       vernichtender Schlag gegen die Feinde der Islamischen Republik und die
       Feinde der Nation“, erklärten die Huthis weiter.
       
       23.40 Uhr: Neuer Anführer Irans: Modschtaba Chamenei tritt Nachfolge seines
       getöteten Vaters an
       
       afp | Acht Tage nach der Tötung von Ayatollah Ali Chamenei ist dessen Sohn
       Modschtaba Chamenei zum neuen obersten Anführer Irans ernannt worden. Der
       56-Jährige sei am Sonntag „nach sorgfältigen und umfassenden“ Beratungen
       zum geistlichen Oberhaupt der Islamischen Republik gewählt worden, teilte
       der Expertenrat mit. Die iranischen Revolutionsgarden sagten dem neuen
       Anführer umgehend ihre Gefolgschaft zu. US-Präsident Donald Trump hatte
       sich vor Tagen gegen Modschtaba Chamenei ausgesprochen. Israel hatte damit
       gedroht, jeden künftigen Anführer Irans zu töten. Der Expertenrat erklärte,
       er habe trotz „der brutalen Aggression“ der USA und Israels „keine Minute
       gezögert“, einen neuen Anführer Irans zu bestimmen.
       
       Das Amt des geistlichen Oberhaupts ist die höchste politische und religiöse
       Autorität in Iran. Der oberste Anführer hat in allen Staatsangelegenheiten
       das letzte Wort. Gewählt wird er vom Expertenrat, der aus 88 Juristen
       besteht, die alle acht Jahre von den iranischen Bürgern gewählt werden.
       Bislang gab es nur einen Wechsel an Irans Spitze: Als Revolutionsführer
       Ayatollah Ruhollah Khomeini 1989 nach längeren gesundheitlichen Problemen
       starb, wurde Chamenei zu seinem Nachfolger bestimmt.
       
       Modschtaba Chamenei gilt wie sein Vater, der die Geschicke Irans mit harter
       Hand geführt hatte, als konservativer Hardliner. Er hat kein offizielles
       Regierungsamt inne, doch die Frage nach dem tatsächlichen Einfluss des
       Chamenei-Sohns sorgte seit Jahren für Spekulationen. US-Präsident Trump
       hatte nach der Tötung Chameneis dessen Sohn als Nachfolger ausgeschlossen
       und für sich eine Mitsprache bei der Entscheidung beansprucht. „Chameneis
       Sohn ist für mich inakzeptabel“, hatte die Plattform Axios den
       US-Präsidenten am Donnerstag zitiert. „Wir wollen jemanden, der Iran
       Harmonie und Frieden bringt.“ Die iranischen Revolutionsgarden sicherten
       Modschtaba Chamenei derweil ihre bedingungslose Unterstützung zu und
       erklärten, sie seien bereit, ihm „mit vollständigem Gehorsam und
       Selbstaufopferung zu folgen“.
       
       23.24 Uhr: US-Minister: Wir zielen nicht auf Energieinfrastruktur ab
       
       dpa | Die USA haben nach Angaben ihres Energieministers Chris Wright nicht
       vor, die iranische Ölindustrie anzugreifen. „Die USA zielen nicht auf die
       Energieinfrastruktur ab“, sagte Wright dem Sender CNN. Zuvor hatte die
       Bombardierung eines Öllagers durch Israel in Iran für Aufsehen gesorgt,
       nach der dichte Rauchschwaden den Himmel über der Hauptstadt Teheran
       verdunkelten. Aufnahmen nach dem Angriff am Samstagabend zeigten einen
       gewaltigen Feuerball.
       
       Israels Armeesprecher Effie Defrin betonte, Israel habe in der Nacht zu
       Sonntag Treibstofflager angegriffen, die vom iranischen Militär genutzt
       worden seien. „Dies ist das Öl, das die Räder des Regimes und seine
       Terroraktionen gegen den Staat Israel, gegen die Region und gegen die
       gesamte Bevölkerung am Laufen hält“, sagte er. Israel kämpfe nicht gegen
       das „großartige iranische Volk“, sondern nur gegen das „Terrorregime“,
       erklärte Defrin.
       
       Das Nachrichtenportal Axios berichtete, die israelischen Angriffe auf die
       Treibstofflager seien deutlich über das hinausgegangen, was die USA
       erwartet hätten, als Israel Washington vorab darüber informiert habe. Das
       soll zur ersten bedeutenden Unstimmigkeit zwischen den Verbündeten seit
       Beginn des Krieges vor gut einer Woche geführt haben, schreibt das Portal
       unter Berufung auf einen US-Beamten, einen israelischen Beamten und eine
       weitere informierte Quelle. Die USA sind laut dem Bericht besorgt, dass
       israelische Angriffe auf Infrastruktur, die der iranischen Bevölkerung
       diene, strategisch nach hinten losgehen könnten. Es gibt die Sorge, dass
       sie zur Unterstützung der Führung in Teheran beitragen und die Ölpreise in
       die Höhe treiben könnten.
       
       9 Mar 2026
       
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