# taz.de -- Nachrichten im Iran-Krieg: Gaza-Friedensplan liegt auf Eis
> Die Verhandlungen über den Gaza-Friedensplan liegen Insidern zufolge auf
> Eis. Modschtaba Chamenei wird neues geistliches Oberhaupt in Iran. G7
> geben Öl frei.
(IMG) Bild: Iran feuert auf Türkei
## 17.24 Uhr: Wadephul zu Krisengesprächen auf Zypern
dpa | Außenminister Johann Wadephul ist angesichts des Iran-Kriegs zu
Krisengesprächen auf der Mittelmeerinsel Zypern eingetroffen. Gut eine
Woche nach Beginn der Angriffe Israels und der USA auf die Islamische
Republik will der CDU-Politiker an diesem Dienstag in der Hauptstadt
Nikosia mit seinem Amtskollegen Konstantinos Kombos über die Lage beraten.
Vor einigen Tagen hatte eine Drohne iranischer Bauart den britischen
Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern getroffen.
## 17.15 Uhr: Klingbeil sieht Preistreiberei an Tankstellen
dpa | Finanzminister Lars Klingbeil sieht den aktuellen Anstieg der
Spritpreise als ungerechtfertigt an und will ein schnelles Handeln der
Bundesregierung. Wie der SPD-Politiker in Brüssel bei einem
EU-Finanzministertreffen sagte, könnten etwa die Transparenzpflichten für
Mineralölkonzerne erhöht werden, um den Nachweis von Preistreiberei zu
vereinfachen. Zudem warb er dafür, festzulegen, dass die Spritpreise nur
noch einmal am Tag erhöht werden dürften. Dies könne sehr schnell ohne
langwierigen Gesetzgebungsprozess umgesetzt werden, erklärte er.
## 16.52 Uhr: Ungarn fordert EU wegen steigender Ölpreise zur Aussetzung
von Sanktionen gegen Russland auf
afp | Der ungarische Regierungschef Viktor Orban hat die EU angesichts der
wegen des Iran-Kriegs steigenden Ölpreise aufgerufen, die Sanktionen gegen
russisches Öl und Gas auszusetzen. „Wir müssen alle gegen russische Energie
verhängten Sanktionen in ganz Europa überprüfen und aussetzen“, sagte der
rechtsnationalistische Ministerpräsident in einem am Montag im Onlinedienst
Facebook veröffentlichten Video. Er habe diesen Vorschlag in einem Brief an
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgebracht, fügte er hinzu.
## 16.03 Uhr: G7 geben das Öl frei
rtr | Die Finanzminister der G7-Staaten haben sich zur Freigabe von
Öl-Reserven bereiterklärt. „Wir sind bereit, die notwendigen Maßnahmen zu
ergreifen, einschließlich der Unterstützung der globalen Energieversorgung,
beispielsweise durch die Freigabe von Vorräten“, erklären sie in einer
Stellungnahme im Anschluss an eine von Frankreich veranstaltete
Videokonferenz.
15.51 Uhr: Gaza-Verhandlungen auf Eis
rtr | Die Verhandlungen über den Plan von US-Präsident Donald Trump zur
Beendigung des Gaza-Kriegs liegen Insidern zufolge auf Eis. Grund sei der
gemeinsame Angriff der USA und Israels auf den Iran und der dadurch
ausgelöste breitere Nahost-Krieg, sagen drei mit den Gesprächen vertraute
Personen. Die Unterredungen ruhten seit vergangener Woche. Dabei geht es
unter anderem um die Frage, ob die Hamas im Gegenzug für eine Amnestie die
Waffen niederlegt. Ein Hamas-Vertreter bestätigt, dass die Gespräche
eingefroren sind. Ein Vertreter der US-Regierung erklärt dagegen, die
Arbeit an dem Plan gehe weiter, auch wenn die Reisenmöglichkeiten in der
Region beeinträchtigt seien.
## 🐾 15.23 Uhr: Irans neuer Oberster Führer
Chamenei ist tot, es lebe Chamenei! Wer ist Mojtaba Chamenei, der neue
starke Mann Irans? Der Sohn des getöteten Ali Chamenei [1][zieht schon seit
Langem die Fäden im Hintergrund, schreibt Ali Sadrzadeh].
## 14.32 Uhr: Staaten fragen nach ukrainische Drohnenabwehr
rtr | Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj von
elf Staaten Anfragen für ihre Technologie zur Drohnenabwehr erhalten. Die
Gesuche für Drohnen-Abfangjäger, Systeme zur elektronischen Kriegsführung
und Ausbildung kämen von Nachbarländern des Irans, europäischen Staaten und
den USA, sagt Selenskyj. „Wir haben die Anfragen der Staaten nach
Sicherheitsunterstützung von unserer Seite bei der Abwehr von
‚Schahed‘-Drohnen und anderen ähnlichen Herausforderungen im Detail
geprüft“, teilt Selenskyj nach einem Treffen mit Militär- und
Regierungsvertretern über die App Telegram mit.
Einigen Anfragen sei bereits mit konkreten Entscheidungen und spezifischer
Unterstützung entsprochen worden. Das ukrainische Militär hat viel
Erfahrung mit der Abwehr von Drohnen des iranischen Typs „Schahed“, die
Russland in seinem Krieg gegen die Ukraine einsetzt.
## 14.20 Uhr: Erneut Iran-Rakete in Türkei abgefangen
dpa | Eine aus Iran abgefeuerte Rakete ist nach Angaben der Türkei erneut
von einem Nato-Abwehrsystem im türkischen Luftraum abgefangen worden.
Einige Trümmer seien auf freies Gelände in Gaziantep im Süden nahe der
Grenze zu Syrien gefallen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Demnach
gab es keine Toten oder Verletzten. Der Kommunikationschef des
Präsidialamts, Burhanettin Duran, schrieb auf X, es habe sich um eine
ballistische Rakete gehandelt.
Bereits in der vergangenen Woche hatte ein Nato-Abwehrsystem in der
türkischen Grenzregion zu Iran eine ballistische Rakete abgefangen. Ein
Teil der Abwehrrakete fiel in der Provinz Hatay auf eine freie Fläche. Es
gab keine Verletzten. Unklar ist, welches Ziel die iranische Rakete hatte.
Die New York Times berichtete unter Berufung auf US-Militärkreise, das
Geschoss hätte den Nato-Luftwaffenstützpunkt Incirlik treffen sollen.
12.30 Uhr: Liebesgrüße aus Moskau
dpa | Der russische Präsident Wladimir Putin hat Modschtaba Chamenei zur
Ernennung zum neuen obersten Führer Irans gratuliert. „Jetzt, da Iran mit
bewaffneter Aggression konfrontiert ist, wird Ihre Arbeit in diesem hohen
Amt sicher viel Mut und Selbstaufopferung erfordern. Ich bin sicher, dass
Sie das Werk Ihres Vaters mit Ehre fortsetzen und das iranische Volk
angesichts der schweren Prüfungen zusammenhalten wird“, hieß es in dem vom
Kreml veröffentlichten Schreiben.
Russland pflegt zu Iran traditionell sehr enge Beziehungen. Beide Länder
hatten im vergangenen Jahr eine strategische Partnerschaft besiegelt, die
auch eine militärische Zusammenarbeit, aber – anders als zwischen Russland
und Nordkorea – keinen gegenseitigen Beistand vorsieht, sollte eines der
Länder angegriffen werden. Iran ist ein wichtiger Rüstungskunde Russlands.
„Ich möchte unsererseits unsere unveränderte Unterstützung für Teheran und
unsere Solidarität mit unseren iranischen Freunden bekräftigen. Russland
war und bleibt ein verlässlicher Partner der Islamischen Republik“,
schreibt Putin weiter. „Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Bewältigung
der vor Ihnen liegenden schwierigen Aufgaben sowie gute Gesundheit und
Kraft.“
## 12 Uhr: Bellingcat widerspricht Trumps Aussage zu Angriff auf Schule in
Iran
ap | Die Investigativgruppe Bellingcat hat den Aussagen von US-Präsident
Donald Trump zur Explosion in einer iranischen Schule widersprochen. Die
Analyse eines am Sonntag von der halbstaatlichen iranischen
Nachrichtenagentur Mehr veröffentlichten Videos widerlege offenbar Trumps
Behauptung, Iran sei für die Explosion in der
Schadschareh-Tajjebeh-Grundschule in Minab verantwortlich, teilte
Bellingcat mit. Das US-Regionalkommando und das israelische Militär
reagierten zunächst nicht auf Anfragen.
Bei der Detonation sind iranischen Staatsmedien zufolge 168 Menschen
getötet worden, die meisten von ihnen Kinder. Sie berichteten von einem
gezielten Angriff auf die Mädchenschule am ersten Tag des Irankrieges.
Trump sagte dagegen am Samstag auf die Frage, ob die USA für die Explosion
verantwortlich seien: „Nein, meiner Meinung nach, basierend auf dem, was
ich gesehen habe, wurde das von Iran getan.“ Dessen Geschosse seien sehr
ungenau. Belege für seine Behauptung führte Trump nicht an.
Verteidigungsminister Pete Hegseth schaltete sich schnell ein und sagte,
die USA untersuchten den Vorfall.
11.40 Uhr: Israel: Iran setzt erneut Streumunition ein
dpa | Iran hat bei seinen Raketenangriffen auf Israel nach Angaben der
israelischen Armee erneut Streumunition eingesetzt. Welches Gebiet in dem
Land genau betroffen gewesen ist, sagte der Armeesprecher nicht. Teheran
hatte in diesem Krieg sowie im Krieg im vergangenen Jahr bereits
Gefechtsköpfe mit Streumunition verwendet. Zuletzt hatte es den Einsatz
selbst bestätigt.
Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil
sie große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders
für Zivilisten gefährlich ist.
Israel hat Iran vorgeworfen, mit dieser Art von Munition absichtlich auf
zivile Gebiete geschossen zu haben. Die Armee warnt die Bürger des Landes
immer wieder, sich den Bomben nach Einschlägen nicht zu nähern.
Ein Sprecher der israelischen Armee sagte Journalisten, seit Beginn des
jüngsten Kriegs habe Iran „fast täglich“ Streumunition gegen israelische
Bevölkerungszentren eingesetzt. „Sie nehmen große Städte ins Visier“, sagte
er. Die Todesopfer in Israel bei iranischen Angriffen seien bisher
ausschließlich Zivilisten gewesen. „Eine Streumunition ist im Allgemeinen
ein Begriff für eine Rakete oder einen Flugkörper, der mehrere
Gefechtsköpfe oder Sprengladungen enthält“, erklärte er. „Wir sehen das in
verschiedenen Varianten.“
11.30 Uhr: Mehr als 300 Festnahmen in Katar
afp | Im Golfstaat Katar sind vor dem Hintergrund des Irankriegs mehr als
300 Menschen unter dem Vorwurf festgenommen worden, mit Bildaufnahmen
„irreführende Informationen“ verbreitet zu haben. Die Betroffenen „filmten
und verbreiteten Videoclips und veröffentlichten irreführende Informationen
und Gerüchte, die die öffentliche Meinung aufwiegeln könnten“, hieß es in
einer am Montag verbreiteten Erklärung des Innenministeriums. Bei den 313
Festgenommenen handele es sich um Staatsbürger verschiedener Länder.
Andere Staaten in der Region hatten in den vergangenen Tagen ähnliche
Schritte unternommen. In Bahrain etwa wurden am Freitag nach Angaben des
Innenministeriums vier Menschen festgenommen, weil sie „Falschnachrichten“
zu iranischen Angriffen verbreitet hätten.
Auch in Kuwait gab es Festnahmen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten
warnten die Behörden die Einwohner vor der Veröffentlichung
„unzuverlässiger Informationen“. In Saudi-Arabien gab es ähnliche
Warnungen. Dennoch zirkulieren im Internet und in Onlinediensten zahlreiche
Aufnahmen von Raketen, Drohnen und den Folgen des Krieges.
## 07.05 Uhr: G7 berät über Freigabe von Öl-Notreserven
rtr | Die G7-Finanzminister beraten einem Medienbericht zufolge über die
Freigabe von Öl aus Notreserven. Drei G7-Länder – darunter die USA – hätten
bisher ihre Unterstützung dafür bekundet, berichtet die Financial Times.
Die Internationale Energieagentur (IEA) solle die Aktion koordinieren. Die
Minister und IEA-Chef Fatih Birol würden sich noch am Montag in einer
Telefonkonferenz über die Auswirkungen des Irankrieges beraten. Die IEA und
die G7-Präsidentschaft reagierten zunächst nicht auf Anfragen nach einer
Stellungnahme.
## 07.04 Uhr: Börsen brechen ein
dpa | Die Börsen in Ostasien brachen angesichts des rasanten Anstiegs der
Ölpreise am Morgen ein. In Tokio stürzte der Nikkei-Index für 225 führende
Werte im frühen Handel (Ortszeit) zeitweise um rund 7 Prozent bis unter die
Marke von 52.000 Zählern. Hohe Verluste verzeichnete auch die Börse in
Südkorea. In Seoul sank der KOSPI zeitweise um rund 8 Prozent auf einen
Stand von 5.132 Zählern. Die ostasiatischen Volkswirtschaften sind
besonders auf den Import von Öl angewiesen.
## 07.04 Uhr: Ölpreis schießt in die Höhe
dpa | Die Ölpreise setzen wegen der sich verschärfenden Lage im Nahen Osten
ihren Höhenflug fort. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl der
Nordseemarke Brent stieg in der Nacht auf Montag um bis zu 29 Prozent auf
fast 120 Dollar. Das Niveau konnte er aber nicht ganz halten, lag
allerdings am Morgen mit etwas mehr als 115 Dollar immer noch 24 Prozent im
Plus. Damit kletterte der Preis für die Referenzsorte des Großteils der
weltweit gehandelten Ölsorten auf den höchsten Stand seit dem Sommer 2022.
Seit dem Start des Irankriegs vor etwas mehr als einer Woche beläuft sich
das Plus auf fast 60 Prozent. Noch etwas stärker fiel der Anstieg bei der
US-Sorte WTI aus. Dieses verteuerte sich in der Nacht auf Montag um bis zu
21 Prozent auf ebenfalls knapp 120 Dollar. Zuletzt lag der Preis bei knapp
113 Dollar und damit rund ein Viertel über dem Stand vom Freitagabend.
Damit baute WTI-Öl das Plus seit dem Angriff Israels und der USA auf den
Iran auf knapp 70 Prozent aus.
## 06.59 Uhr: Israelisches Militär meldet Angriffe auf iranische Stadt
Isfahan
ap | Das israelische Militär hat Angriffe auf Ziele in der iranischen Stadt
Isfahan gemeldet. Die Armee gab an, am Montag Kommandostellen der
paramilitärischen Revolutionsgarden Irans sowie der Basidsch-Miliz
getroffen zu haben. Außerdem habe das Militär eine
Raketenmotorenproduktionsanlage sowie Abschussplätze für Raketen
angegriffen. Iran bestätigte die Angriffe zunächst nicht. Seit Beginn des
Krieges am 28. Februar hat Iran keine Angaben zu materiellen Verlusten
gemacht.
## 05.51 Uhr: Augenzeuge: Rauch über Ölraffinerie in Bahrain nach Angriff
rtr | Nach einem iranischen Drohnenangriff steigt einem Augenzeugen zufolge
dicker Rauch über der Ölraffinerie Bapco in Bahrain auf. Die Regierung
hatte zuvor von Verletzten und Schäden in der Gegend von Sitra berichtet.
05.45 Uhr: Hisbollah vermeldet Kämpfe gegen israelische Helikopter im
Ostlibanon
afp | Die Hisbollah-Miliz hat Kämpfe gegen israelische Armee-Helikopter im
Osten des Libanon vermeldet. Rund 16 israelische Hubschrauber seien über
die Grenze zu Syrien in den libanesischen Luftraum eingedrungen, erklärte
die Miliz am Montag. Hisbollah-Kämpfer hätten „mit den geeigneten Waffen“
das Feuer auf die Helikopter und die eindringenden Truppen eröffnet. Die
Kämpfe dauerten demnach an. Wie zwei Hisbollah-Funktionäre der
Nachrichtenagentur AFP berichteten, wurde in der östlichen Bekaa-Region ein
israelischer Helikopter abgeschossen.
Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von „heftigen
Zusammenstößen“ bei Abwehreinsätzen gegen israelische Truppen, die mit
Helikoptern in der Umgebung des Ortes Nabi Scheet in Bekaa landeten. Das
israelische Militär griff am frühen Montagmorgen nach eigenen Angaben zudem
auch Infrastruktur der Hisbollah in Beirut an. Ein AFP-Korrespondent in der
libanesischen Hauptstadt hörte laute Explosionen in den als
Hisbollah-Hochburg bekannten südlichen Vororten.
## 05.19 Uhr: Selenskyj: Ukraine schickt Drohnen zum Schutz von US-Basen
nach Jordanien
rtr | Die Ukraine schickt auf Bitten der USA Abfangdrohnen und
Drohnenexperten nach Jordanien, um dort US-Militärstützpunkte zu schützen,
sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem am Montag veröffentlichten
Interview mit der Zeitung New York Times. Dem Bericht zufolge baten die USA
am Donnerstag um Hilfe, woraufhin das ukrainische Team am nächsten Tag
abgereist sei und in Kürze im Nahen Osten erwartet werde.
04.40 Uhr: Bahrain meldet Dutzende Verletzte bei iranischem Drohnenangriff
dpa | Der Golfstaat Bahrain ist erneut zum Ziel eines Angriffs des
iranischen Militärs geworden. Das Innenministerium des kleinen Inselstaates
im Persischen Golf meldete in der Nacht 32 Verletzte, darunter Kinder und
mehrere Schwerverletzte. Alle Opfer seien Zivilisten und Bürger des Landes.
Nach Angaben des Ministeriums war die südlich der Hauptstadt Manama
gelegene Insel Sitra Ziel einer Drohnenattacke. Mehrere Häuser seien
beschädigt worden. Zuvor hatte Iran bereits eine Anlage zur
Wasserentsalzung mit einem Drohnenangriff beschädigt, wie das Ministerium
am Sonntagvormittag mitteilte. Es handle sich um eine „iranische
Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele“ richte.
04.35 Uhr: Philippinen ordnen Energiesparen wegen Nahost-Krise an
dpa | Wegen der steigenden Energiepreise infolge des Irankriegs führen die
Philippinen vorübergehend eine Vier-Tage-Woche für viele staatliche
Behörden ein. Die Regierung in Manila reagiert damit auf die
wirtschaftlichen Folgen der Eskalation zwischen Israel, den USA und Iran,
die zu höheren Ölpreisen geführt hat. Die Regelung gilt jedoch nicht für
wichtige Dienste wie Polizei, Feuerwehr und andere Notfallkräfte. Präsident
Ferdinand Marcos Jr. ordnete auch an, dass alle staatlichen Behörden ihren
Strom- und Treibstoffverbrauch um 10 bis 20 Prozent senken sollen. Nicht
zwingend notwendige Dienstreisen und Aktivitäten – etwa Studienreisen oder
Treffen, die online stattfinden können – sollen vorübergehend ausgesetzt
werden. Der südostasiatische Inselstaat ist stark von Energieimporten
abhängig. „Wir sind Opfer eines Kriegs, den wir uns nicht ausgesucht
haben“, teilte Marcos Jr. mit.
## 04.21 Uhr: Trump: Ölpreise werden nach Ende des Irankriegs „rasch
fallen“
ap | Nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump sollten sich Verbraucher
von den steigenden Ölpreisen nicht beunruhigen lassen. Die seiner Meinung
nach nur kurzfristig erhöhten Preise seien ein „sehr kleiner Preis für die
Sicherheit und den Frieden der USA und der Welt“. Die Ölpreise würden
„rasch fallen, sobald die Zerstörung der iranischen Atombedrohung
abgeschlossen ist“, schrieb Trump in den sozialen Medien. „NUR IDIOTEN
WÜRDEN ETWAS ANDERES DENKEN“, schrieb er in den für ihn typischen
Versalien.
## 04.12 Uhr: Eurogruppe diskutiert über wirtschaftliche Entwicklung und
Energiepreise
afp | Die Finanzminister der Eurozone treffen sich am Montag in Brüssel, um
über die wirtschaftliche Entwicklung zu diskutieren (15 Uhr MEZ). Zudem
wird erwartet, dass die Minister grünes Licht für den belgischen
Haushaltsplan für 2026 geben. Angesichts der Turbulenz auf den globalen
Energiemärkten infolge des Irankriegs wird die Eurogruppe auch über die
Energiepreise und die Auswirkungen auf den Euroraum sprechen.
04.11 Uhr: Saudi-Arabien verschärft Warnungen an Iran
ap | Saudi-Arabien hat seine Warnungen an Iran verschärft. Teheran wäre der
„größte Verlierer“, sollte es weiterhin arabische Staaten attackieren, hieß
es in einer Erklärung des Königreichs am Montagmorgen. Diese folgte auf
einen Drohnenangriff, der saudi-arabischen Angaben zufolge auf das Ölfeld
Schaiba abzielte. Zudem wies Saudi-Arabien die Äußerungen des iranischen
Präsidenten Massud Peseschkian vom Samstag zurück, wonach Iran seine
Angriffe auf die Golfstaaten eingestellt habe. „Das Königreich bekräftigt,
dass die iranische Seite diese Aussage in der Praxis weder während der Rede
des iranischen Präsidenten noch danach umgesetzt hat“, erklärte das
Außenministerium. „Iran hat seine Aggressionen weiterhin auf schwachen
Vorwänden fortgesetzt, die jeglicher faktischen Grundlage entbehren.“
Weiter hieß es, die iranischen Angriffe führten zu „weiterer Eskalation,
die schwerwiegende Auswirkungen auf die Beziehungen haben – sowohl jetzt
als auch in der Zukunft“.
## 03.56 Uhr: Polizeikreise: Raketenangriff auf US-Einrichtung in Bagdad
abgefangen
rtr | Das Abwehrsystem C-RAM hat Polizeikreisen zufolge einen Raketen- und
Drohnenangriff auf eine diplomatische Einrichtung der USA in der Nähe des
internationalen Flughafens von Bagdad abgefangen.
03.54 Uhr: Iran startet ersten Raketenangriff auf Israel nach
Machtübernahme von Chamenei-Sohn
afp | Kurz nach der Ernennung von Modschtaba Chamenei zum Nachfolger seines
Vaters als oberster Anführer Irans hat Teheran Israel laut Staatsmedien mit
Raketen angegriffen. „Iran hat unter (…) Modschtaba Chamenei die erste
Welle von Raketen auf die besetzten Gebiete abgefeuert“, berichtete der
staatliche Sender Irib am Montag auf seinem Kanal im Onlinedienst Telegram.
Der Sender veröffentlichte zudem ein Foto eines Projektils, das die
Aufschrift „Auf Ihren Befehl Sayyid Modschtaba“ trug. Sayyid ist ein
Ehrentitel im schiitischen Islam. In weiten Teilen von Zentral- und
Nordisrael ertönte Raketenalarm, darunter auch in den Städten Tel Aviv und
Haida, wie das Heimatfront-Kommando mitteilte. Laut Polizei gingen an
mindestens zwei Orten im Zentrum des Landes Trümmerteile von Abwehrraketen
nieder. Dem Rettungsdienst Magen David Amon zufolge wurde eine Frau durch
„umherfliegende Steine“ verletzt. Später gab die Luftabwehr Entwarnung, die
Menschen könnten sich wieder ungehindert bewegen.
03.37 Uhr: Israel greift erneut in Iran und im Libanon an
dpa | Die israelische Armee setzt ihre Angriffe auf Ziele in Iran und im
Libanon fort. Die Luftwaffe habe eine neue Welle an Attacken gegen
Infrastruktur der iranischen Führung im Zentrum des Landes begonnen, teilte
die Armee in der Nacht mit. Zudem sei erneut Infrastruktur der mit Iran
verbündeten Hisbollah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut
angegriffen worden. Derweil gab die Armee Entwarnung für die eigene
Bevölkerung, nachdem Iran zuvor erneut Raketen auf Israel gefeuert hatte.
## 01.53 Uhr: USA ordnen Ausreise von Diplomaten aus Saudi-Arabien an
rtr | Die USA ordnen wegen Sicherheitsrisiken die Ausreise von
entbehrlichen Diplomaten und deren Familien aus Saudi-Arabien an. Bereits
am Dienstag hatte die US-Botschaft in Riad die freiwillige Ausreise
nahegelegt. Am selben Tag war die Vertretung von iranischen Drohnen
getroffen worden, wobei ein Brand ausbrach und Sachschaden entstand.
## 01.12 Uhr: Katars Premier ruft Iran zu Deeskalation auf
dpa | Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani hat zur
Deeskalation im Irankrieg aufgerufen. „Wir werden weiterhin mit den Iranern
sprechen und uns um eine Deeskalation bemühen“, sagte Al Thani in einem
Interview mit dem Sender Sky News. Was geschehen sei, habe das Vertrauen in
die Beziehungen zum Iran erheblich erschüttert. „Die Fehleinschätzung der
Iraner, die Golfstaaten anzugreifen, hat alles zerstört“, sagte der
Ministerpräsident. Er rief auch die USA auf, zu deeskalieren. Diplomatie
sei nach wie vor der einzige gangbare Weg aus der Krise, sagte er.
01.05 Uhr: Huthis begrüßen Ernennung von Chamenei-Sohn zum obersten
Anführer im Iran
afp | Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben die Ernennung von Modschtaba
Chamenei zum Nachfolger seines Vaters als obersten Anführer Irans begrüßt.
„Wir gratulieren der Islamischen Republik Iran, ihren Anführern und ihrem
Volk, zur Wahl von (…) Modschtaba Chamenei als obersten Anführer der
Islamischen Revolution in dieser wichtigen und entscheidenden Phase“,
erklärte die von Iran finanzierte jemenitische Miliz am Montag im
Onlinedienst Telegram. Dass Chamenei die Nachfolge seines bei
US-israelischen Angriffen getöteten Vaters Ayatollah Ali Chamenei
angetreten habe, sei ein „neuer Sieg für die Islamische Revolution und ein
vernichtender Schlag gegen die Feinde der Islamischen Republik und die
Feinde der Nation“, erklärten die Huthis weiter.
23.40 Uhr: Neuer Anführer Irans: Modschtaba Chamenei tritt Nachfolge seines
getöteten Vaters an
afp | Acht Tage nach der Tötung von Ayatollah Ali Chamenei ist dessen Sohn
Modschtaba Chamenei zum neuen obersten Anführer Irans ernannt worden. Der
56-Jährige sei am Sonntag „nach sorgfältigen und umfassenden“ Beratungen
zum geistlichen Oberhaupt der Islamischen Republik gewählt worden, teilte
der Expertenrat mit. Die iranischen Revolutionsgarden sagten dem neuen
Anführer umgehend ihre Gefolgschaft zu. US-Präsident Donald Trump hatte
sich vor Tagen gegen Modschtaba Chamenei ausgesprochen. Israel hatte damit
gedroht, jeden künftigen Anführer Irans zu töten. Der Expertenrat erklärte,
er habe trotz „der brutalen Aggression“ der USA und Israels „keine Minute
gezögert“, einen neuen Anführer Irans zu bestimmen.
Das Amt des geistlichen Oberhaupts ist die höchste politische und religiöse
Autorität in Iran. Der oberste Anführer hat in allen Staatsangelegenheiten
das letzte Wort. Gewählt wird er vom Expertenrat, der aus 88 Juristen
besteht, die alle acht Jahre von den iranischen Bürgern gewählt werden.
Bislang gab es nur einen Wechsel an Irans Spitze: Als Revolutionsführer
Ayatollah Ruhollah Khomeini 1989 nach längeren gesundheitlichen Problemen
starb, wurde Chamenei zu seinem Nachfolger bestimmt.
Modschtaba Chamenei gilt wie sein Vater, der die Geschicke Irans mit harter
Hand geführt hatte, als konservativer Hardliner. Er hat kein offizielles
Regierungsamt inne, doch die Frage nach dem tatsächlichen Einfluss des
Chamenei-Sohns sorgte seit Jahren für Spekulationen. US-Präsident Trump
hatte nach der Tötung Chameneis dessen Sohn als Nachfolger ausgeschlossen
und für sich eine Mitsprache bei der Entscheidung beansprucht. „Chameneis
Sohn ist für mich inakzeptabel“, hatte die Plattform Axios den
US-Präsidenten am Donnerstag zitiert. „Wir wollen jemanden, der Iran
Harmonie und Frieden bringt.“ Die iranischen Revolutionsgarden sicherten
Modschtaba Chamenei derweil ihre bedingungslose Unterstützung zu und
erklärten, sie seien bereit, ihm „mit vollständigem Gehorsam und
Selbstaufopferung zu folgen“.
23.24 Uhr: US-Minister: Wir zielen nicht auf Energieinfrastruktur ab
dpa | Die USA haben nach Angaben ihres Energieministers Chris Wright nicht
vor, die iranische Ölindustrie anzugreifen. „Die USA zielen nicht auf die
Energieinfrastruktur ab“, sagte Wright dem Sender CNN. Zuvor hatte die
Bombardierung eines Öllagers durch Israel in Iran für Aufsehen gesorgt,
nach der dichte Rauchschwaden den Himmel über der Hauptstadt Teheran
verdunkelten. Aufnahmen nach dem Angriff am Samstagabend zeigten einen
gewaltigen Feuerball.
Israels Armeesprecher Effie Defrin betonte, Israel habe in der Nacht zu
Sonntag Treibstofflager angegriffen, die vom iranischen Militär genutzt
worden seien. „Dies ist das Öl, das die Räder des Regimes und seine
Terroraktionen gegen den Staat Israel, gegen die Region und gegen die
gesamte Bevölkerung am Laufen hält“, sagte er. Israel kämpfe nicht gegen
das „großartige iranische Volk“, sondern nur gegen das „Terrorregime“,
erklärte Defrin.
Das Nachrichtenportal Axios berichtete, die israelischen Angriffe auf die
Treibstofflager seien deutlich über das hinausgegangen, was die USA
erwartet hätten, als Israel Washington vorab darüber informiert habe. Das
soll zur ersten bedeutenden Unstimmigkeit zwischen den Verbündeten seit
Beginn des Krieges vor gut einer Woche geführt haben, schreibt das Portal
unter Berufung auf einen US-Beamten, einen israelischen Beamten und eine
weitere informierte Quelle. Die USA sind laut dem Bericht besorgt, dass
israelische Angriffe auf Infrastruktur, die der iranischen Bevölkerung
diene, strategisch nach hinten losgehen könnten. Es gibt die Sorge, dass
sie zur Unterstützung der Führung in Teheran beitragen und die Ölpreise in
die Höhe treiben könnten.
9 Mar 2026
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